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Woher wusstet ihr, was ihr wollt?

25. September 2005 um 19:50

Hey da...

Eigentlich ist das da oben schon die Frage... Woher wusstet ihr, was ihr nach der Schule machen wollt, woher wusstet ihr, was für euch das Richtige ist?

Ich habe dieses Jahr Abi gemacht und absolviere im Moment ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Hauptschule, in der ich unter anderem mit behinderten Kindern und Migranten arbeite.

Danach möchte ich studieren, das weiß ich.
Doch ich weiß absolut nicht WAS

Lange habe ich mit Sozialpädagogik geliebäugelt, bin aber von dieser Idee mittlerweile ein wenig abgerückt, da es vielleicht doch nicht genau das ist, was ich möchte... Dann habe ich überlegt, Sonderpädagogik zu studieren, da ich im Moment im FSJ viel mit den Sonderpädagogen dort arbeite und die Arbeit sehr interessant ist... aber sicher, ob es genau das für mich ist, bin ich mir nicht... Medizin war ein Thema, ist aber wieder abgehakt (zu viele Nachteile) und im Moment denke ich mir: Muss es denn was Soziales sein? Sprachen sind soo interessant, Fremdsprachen, aber auch Deutsch als Sprache, Kunst ist klasse... argh

Was es mir auch nicht leichter macht, ist, dass mir seit meinem Abi jeder erzählt, dass ich ja jetzt mit nem Schnitt von 1,6 quasi (fast) freie Auswahl hab...

Hmm... ihr sollt mir hier ja nicht sagen, was ich studieren soll (wobei Vorschläge immer sehr willkommen sind), aber: Wie habt ihr euren Beruf (eure Berufung) gefunden?

LG sunseeker
...wieder nachdenklich...

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25. September 2005 um 20:29

Das kam bei mir mit der Zeit...
gegen Ende der Schulzeit wollte ich Literatur studieren, vielleicht auch etwas mit Theater oder Journalismus, fand ich einfach interessant, ohne mir weiter Gedanken zu machen, was ich nach dem Studium damit machen kann.

Meine Eltern waren der Meinung, ich sollte doch keine "brotlosen Künste" studieren, ob ich denn nicht lieber ein Ausbildung machen wolle? Ja, Marketing-Kauffrau wollte ich werden, in einer Werbeagentur kreativ arbeiten. Leider waren alle Ausbildungsplätze schon belegt, habe dann eine allgemeine kaufmännische Ausbildung gemacht und wollte hinterher in einer Werbeagentur arbeiten.

Während meiner Ausbildung lernte ich mehrere Leute verschiedenen Alters ein und merkte, dass es mir ungeheuren Spaß machte. Ich habe hinterher Berufspädagogik (für betriebliche Ausbildung von Jugendlichen und Erwachsenenweiterbildung) studiert und Soziologie (u.a. noch immer für Marketing und Marktforschung) und Philosophie (des "schönen Denkens" wegen, grins).

Erst mit Ende des Studiums war mir klar, dass ich tatsächlich auch in Richtung "Betriebliche Aus- und Weiterbildung" arbeiten wollte, ich fing dann bei einem Industrieunternehmen in der Personalabteilung an und arbeitete nebenher auch mal freiberuflich als Trainerin für Erwachsene (abends). - Derzeit arbeite ich im Bereich Printwerbung...

Wenn dir etwas Spaß macht, solltest du es machen. Auch nach dem Studium ist man nicht unbedingt festgelegt auf einen einzigen Bereich. Der Vorteil ist, wenn es dir Spaß macht, überzeugst du auch andere, dass du in diesem Bereich gut arbeiten kannst. Auch anhand deiner Praktika und des FSJ sieht man ja z.B. deine Interessen oder Schwerpunkte.

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26. September 2005 um 12:25

Kenn ich
Als ich Abi gemacht habe, war mir noch ganz klar, dass ich Jura studieren wollte....als das erste Semester um war, war ich mir jedoch ganz sicher, dass ich genau DAS nicht wollte.
Naja...das 2. strudelte ich noch rum, aber ich wusste echt nicht, was ich sonst machen sollte.

ich war bei einem Berufberater beim Arbeitsamt, habe mich stundenlang im BIZ oder im Net über alles mögliche informiert, habe Veranstaltungen an der nächsten Uni zur Berufsfindung wahrgenommen und was kam raus?...ich wusste nicht, was ich wollte. Ich war an der Sporthochschule, bin überall rumgeirrt...

Das war eine ganz schwierige Zeit, weil meine Eltern Druck machten, ich solle mich endlich Entscheiden...naja...dann habe ich ganz einfach gedacht.

Ich habe überlegt, was ich richtig gut kann...und das ist Mathe...darin bin ich spitze...also such mir einen Studiengang, der mit Mathe zu tun hat und da ich nicht wusste, was ich wollte...am besten einen, mit dem Mann ganz unterschiedliche Sachen machen kann.

Ganz klar...BWL...naja, aber erstens studiert das jeder und zweitens wollte ich mich nicht ausschließlich mit Zahlen und Theoriebeschäftigen und dann habe ich den Studiengang Wirtschaftspädagogik entdeckt...eine Mischung. BWL und Pädagogik....das wars dann.

Was ich später machen will, weiß ich noch nicht, aber ich wähle meine Schwerpunkte erst mal nach Interessen und nach dem Spassfaktor...

Also mach dir keinen Kopf...ich habe fast ein halbes Jahr gebraucht, um zu wissen was ich nicht will und dann noch mal ein halbes Jahr um zu wissen, was ich will...

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27. September 2005 um 20:58

Hach....
...es beruhigt mich ja für's erste schon mal sehr, dass aus jemandem auch etwas werden kann, wenn man nicht sofort nach Schulabschluss weiß, was man tun will (komischer Satz)

Nein, im Ernst, es ist schon aufmunternd zu lesen, dass es anderen ähnlich geht wie mir...

Das mit meinem FSJ ist so eine Sache, ich liebe die Arbeit dort, bin begeistert von Sachen, die ich dort erlebe und weiß trotzdem nicht, ob ich etwas in der Richtung studieren möchte oder nicht...

Ich habe heute mal wieder eine neue Alternative aufgetan, die mich (momentan und wenns gut läuft auch noch länger ) sehr interessiert: Der Studiengang Kulturwissenschaften... Es ist so interessant, es vereint (soweit ich im Moment weiß), irgendwo alles das in sich, was ich machen möchte bzw. gern tue... Sprachen, Schreiben, Kunst, Soziales...

Und damit habe ich wieder eine neue Option

Na ja, vielen Dank für eure Antworten, es macht mir schon Mut, grad wenn man sonst immer nur hört "Grad heute muss man wissen, was man will und darauf hinsteuern, die Lage am Arbeitsmarkt ist schon schwer genug" ...

LG sunseeker

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29. September 2005 um 22:24

Erst im 2. Anlauf
Bei mir war es so, dass mich gar nichts richtig interessiert hat. Jedenfalls hatte ich mit 16 auch keine Lust mehr zur Schule zu gehen und habe mich dann entschlossen, Visagistin zu werden, da ich mich schon damals sehr für Mode und Make Up interessiert habe und alle Leute meinten, dass könnten sie sich bei mir auch als Beruf vorstellen. Also eine sehr halbherzige Entscheidung. Habe dann erst mal eine Ausbildung zur Friseurin gemacht und festgestellt, dass Dienstleistungsberufe gar nichts für mich sind. Habe die Ausbildung zu Ende gemacht und wollte darauf eine Umschulung machen, wusste aber wieder nicht, was ich wollte! Jedenfalls bin ich dann auf dem Kolleg gelandet und habe mein Abitur nachgemacht. Auch das erst mal wieder "blind". Habe mich erst kurz vor dem Abi für ein Studium entschieden. Erst wollte ich Religionswissenschaften studieren. Fand das Thema interessant, da es meiner Meinung nach ziemlich gut erklärt,warum wir an etwas glauben und welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft hat.Außerdem gibt es in meinem Bekanntenkreis auch andere Leute, die stark mit ihrem Glauben verwurzelt sind. Der Kommentar, ich könnte mit meinem Abitur (1,3)doch auch etwas anderes studieren, hat mich echt hart getroffen. Aber so ganz überzeugt war ich von diesem Studium dann doch nicht und je mehr ich mich informiert habe, desto unsicherer wurde ich. Eine Unterrichtseinheit und eine AG haben mich dann zur Philosophie gebracht. Da wusste ich dann:"Das ist es." Es wird eine Herausforderung und da ich ein ziemlich kopflastiger Mensch bin, werde ich wohl auch meine Freude dabei haben. Die Philosophie beinhaltet ja auch "Randgebiete" wie Geschichte, Politik,usw. Es ist also kein einseitiges Studium. Das war mir auch sehr wichtig.Habe mich für einen Magisterstudiengang mit 2 Hauptfächern entschieden, Philosophie als erstes Hauptfach und als zweites Hauptfach habe ich Englische Philologie genommen. Ich wollte eine Fremdsprache studieren, da es immer wichtiger wird, eine Fremdsprache zu beherrschen. Englisch ist mir schon immer leicht gefallen und ich interessiere mich seit dem Kolleg verstärkt füe (alt)englische Literatur und Kultur. Im Oktober fängt mein Studium an. Es ist das erste Mal, dass ich wirklich denke, dass ich mich für das Richtige entschieden habe und ich mich wirklich freue.

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30. September 2005 um 1:21

Das einzige was ich kann...!
ich hatte quasi gar keine wahl! "es" ist nunmal das einzige, worin ich mir vorstellen könnte, jeden tag zu arbeiten!
ich studiere grafikdesign und im prinzip isses mein absolutes traumstudium. (bin auch froh, dass es alles geklappt hat mit der aufnahmeprüfung und der mappe, ansonsten wär ich wohl berufs-assi geworden )

aber man will ja nicht voreilig sein...denn noch bin ich ja nicht fertig...höhö...

viele, die ich kenne, haben 2 semester studiert und dann eben festgestellt..."ach nöö, das isses nicht!" und das finde ich auch überhaupt nicht schlimm, ausser der "verlorenen" zeit. (aber wenn man studiert ist eigentlich keine zeit verloren! je länger desto besser )

(ein beitrag der dir nicht wirklich weiterhilft, was?)

greetz *die gwen*

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