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Wieviel bleibt bei 1500 Euro brutto?

22. Juli 2004 um 13:30

Hallo,

kam mir da vielleicht jemand weiterhelfen?

Wieviel bleiben einem, wenn man 1500 Euro im Monat verdient? Wieviel würde bei 2000 Euro bleiben?

Und wieviel kann man für einen 4-Tage-pro-Woche-Job verlangen? Ich finde 1500 Euro ist nach einem abgeschlossenem Studium verdammt wenig (die Freundin hatte einen Abschluss mit 1,19!). Aber zu Zeiten, in denen es eh so schwer ist einen Job zu finden... Sie hat einfach Angst sonst nix zu kriegen. Nach dem Motto "Lieber den Spatz in der Hand..."

Schonmal Danke!
Noch 'nen schönen Tag.
Ely

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22. Juli 2004 um 14:35

Es kommt
darauf an, welche Abzüge deine Freundin hat.
Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag, etc..

Gib am Besten mal bei einer Suchmaschine "Gehaltsrechner" ein, dort bekommt man es ausgerechnet.

Aber 1500 Euro brutto sind nicht wirklich viel, allerdings kommt es darauf an, wieviele Stunden gearbeitet wird. Wenn es "nur" 20 Stunden sie Woche sind...ist es wiederum ok!

Grüße Kankra

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22. Juli 2004 um 17:53

Das hängt von so vielen Faktoren ab
(Steuerklasse, Kinder, Krankenkasse), daß man das so pauschal gar nicht beantworten kann.

Wobei ich 1500 EUR für einen Berufseinsteiger mit 'ner 4-Tage-Woche eigentlich nicht so schlecht finde (Das sind 3000 Mark zuzüglich soziale Lasten, mach Dir das mal klar. Die muß ein Unternehmen erst mal erwirtschaften.). Ein guter Abschluß sagt erst einmal noch herzlich wenig über die Qualifikation desjenigen aus... und außerdem gibt es auf dem Markt haufenweise Studienabgänger mit guten Noten. Ich würde das erst einmal nehmen und dann weitersehen. Überhaupt einen Einstieg zu finden nach dem Studium ist eigentlich heutzutage unbezahlbar.

kleineente

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22. Juli 2004 um 18:06

Bei steuerklasse 1
also alleinstehend und keine kinder bleiben knapp über 1000

lg

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22. Juli 2004 um 19:21
In Antwort auf kleineente

Das hängt von so vielen Faktoren ab
(Steuerklasse, Kinder, Krankenkasse), daß man das so pauschal gar nicht beantworten kann.

Wobei ich 1500 EUR für einen Berufseinsteiger mit 'ner 4-Tage-Woche eigentlich nicht so schlecht finde (Das sind 3000 Mark zuzüglich soziale Lasten, mach Dir das mal klar. Die muß ein Unternehmen erst mal erwirtschaften.). Ein guter Abschluß sagt erst einmal noch herzlich wenig über die Qualifikation desjenigen aus... und außerdem gibt es auf dem Markt haufenweise Studienabgänger mit guten Noten. Ich würde das erst einmal nehmen und dann weitersehen. Überhaupt einen Einstieg zu finden nach dem Studium ist eigentlich heutzutage unbezahlbar.

kleineente

Da gebe ich Kleineente recht
So schlecht ist diese Bezahlung garnicht. Der Bund und die Wirtschaft haben es doch gut geschafft. Wenn du die Arbeitslosengesetze siehst, bemerkst du wo man uns hinhaben will.Hauptsache einige freigestellte Mitarbeiter von Telecon bekommen das doppelte Gehalt.
Mal im ernst, wer sagt den, das deine Freundin nicht weitersuchen darf. Wenn sie eine Tätigkeit im Hintergrund hat ist die Verhandlung bei einem neuen Job viel einfacher. Man brauchs ja nicht. Mit dieser coolnis hat man mehr sicherheit und damit auch mehr Chancen.
Also festhalten und weitersuchen.

LG

Teddy

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23. Juli 2004 um 11:18

Wenn ich von...
einer täglichen arbeitszeit von 8 std. ausgehe, ergibt es blos nen stundenlohn von 11,70 euro und das ist zu wenig.

ich persönlich wäre nicht bereit, für diesen lohn einer beschäftigung nachzugehen.

da wäre ich eher bereit das alg. II -nachdem ich vermögenswerte verschoben habe- in anspruch zunehmen.

ich bin der ansicht leistung muss sich lohnen und bei 11,70 lohnt es sich nicht.

gruss

heimwerkerin

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23. Juli 2004 um 13:57
In Antwort auf heimwerkerin

Wenn ich von...
einer täglichen arbeitszeit von 8 std. ausgehe, ergibt es blos nen stundenlohn von 11,70 euro und das ist zu wenig.

ich persönlich wäre nicht bereit, für diesen lohn einer beschäftigung nachzugehen.

da wäre ich eher bereit das alg. II -nachdem ich vermögenswerte verschoben habe- in anspruch zunehmen.

ich bin der ansicht leistung muss sich lohnen und bei 11,70 lohnt es sich nicht.

gruss

heimwerkerin

@heimwerkerin
Welcher Beschäftigung gehst Du denn nach?

Und wie sieht dabei Dein Stundenlohn aus?

LG, Aki

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23. Juli 2004 um 15:00
In Antwort auf heimwerkerin

Wenn ich von...
einer täglichen arbeitszeit von 8 std. ausgehe, ergibt es blos nen stundenlohn von 11,70 euro und das ist zu wenig.

ich persönlich wäre nicht bereit, für diesen lohn einer beschäftigung nachzugehen.

da wäre ich eher bereit das alg. II -nachdem ich vermögenswerte verschoben habe- in anspruch zunehmen.

ich bin der ansicht leistung muss sich lohnen und bei 11,70 lohnt es sich nicht.

gruss

heimwerkerin

Na...
dann schieb mal schön dein vermögen durch die gegend, aber beachte:
dein reicher macker von dem du so locker runterlebst sollte dies dann aber auch tun, denn das vermögen des partners wird auf AG II angerechnet. da kann es ganz schnell ziemlich mau aussehen.

viel spaß beim sozialstaat besch....
wünscht sephrenia

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23. Juli 2004 um 15:04
In Antwort auf heimwerkerin

Wenn ich von...
einer täglichen arbeitszeit von 8 std. ausgehe, ergibt es blos nen stundenlohn von 11,70 euro und das ist zu wenig.

ich persönlich wäre nicht bereit, für diesen lohn einer beschäftigung nachzugehen.

da wäre ich eher bereit das alg. II -nachdem ich vermögenswerte verschoben habe- in anspruch zunehmen.

ich bin der ansicht leistung muss sich lohnen und bei 11,70 lohnt es sich nicht.

gruss

heimwerkerin

...
nein, ich sag jetzt nix...

kleineente

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24. Juli 2004 um 12:10

Kommt drauf an....
Das hängt natürlich davon ab, wieviele Stunden gearbeitet werden.
Bei einer 38,5 Std. wochen sind 1500 EUR viel zuwenig, 2000 EUR aber o.k.

Hängt natürlich auch davon ab, wo Du wohnst u. was Du arbeitest.
In Süddeutschland z. B. verdienst Du mehr, im Osten weniger.

Wieviel netto davon übrig bleibt, hängt von Deiner Steuerklasse ab.
Ich geh jetzt mal von Klasse I aus (ledig, keine Kinder) dann hast Du bei 1500 brutto noch ca. 1000 EUR netto.
Bei 2000 EUR hast Du ca. 1300 EUR netto.

Ganz genau ausrechnen kannst Du Dir das hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,223811,00.-html

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24. Juli 2004 um 17:57
In Antwort auf akiko82

@heimwerkerin
Welcher Beschäftigung gehst Du denn nach?

Und wie sieht dabei Dein Stundenlohn aus?

LG, Aki

Ich mache...
seit einem jahr eine kreative pause , nachdem ich die letzten 10 jahre angemessen verdient habe.

Aber keine Angst, ich lebe nicht vom staat, eher hat der staat von mir gelebt

ich habe genug vermögen erarbeitet um diese pause noch um ein paar jährchen zuverlängern.

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24. Juli 2004 um 18:24
In Antwort auf kleineente

...
nein, ich sag jetzt nix...

kleineente

Kannst ruhig darauf antworten..
wärst du bereit für diese läppische vergütung zu arbeiten ?

heimwerkerin

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24. Juli 2004 um 22:00
In Antwort auf heimwerkerin

Kannst ruhig darauf antworten..
wärst du bereit für diese läppische vergütung zu arbeiten ?

heimwerkerin

Nun...
selbstverständlich. Wenn wir 11 Mark und irgendwas reden würden, würde ich auch daheim bleiben. Aber Euro? Ich sage Dir ganz ehrlich, bei uns im Betrieb verdient kaum einer so viel. Ich verdiene schon mehr, aber mache dabei auch unbegrenzt unbezahlte Überstunden. Es war ja hier auch die Rede von einer 4-Tage-Woche. Und dafür? Ist das schon verdammt fürstlich.

Ich glaube, Du hast ein ziemlich verzerrtes Bild davon, was in KMUs so üblicherweise verdient wird bzw. was solche Unternehmen überhaupt in der Lage sind zu erwirtschaften. Mich gruselt es bei so einer Einstellung. Mit 11 Euro nochwas kann man selbst mit Steuerklasse 1 noch bequem leben, um nicht zu sagen, daß teilweise ganze Familien von so einem Einkommen leben müssen. Denk mal darüber nach.

kleineente

PS: Ich hatte vor Ewigkeiten sogar mal einen Ferienjob, da habe ich 11,72 die Stunde verdient - DM!

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25. Juli 2004 um 20:44
In Antwort auf kleineente

Nun...
selbstverständlich. Wenn wir 11 Mark und irgendwas reden würden, würde ich auch daheim bleiben. Aber Euro? Ich sage Dir ganz ehrlich, bei uns im Betrieb verdient kaum einer so viel. Ich verdiene schon mehr, aber mache dabei auch unbegrenzt unbezahlte Überstunden. Es war ja hier auch die Rede von einer 4-Tage-Woche. Und dafür? Ist das schon verdammt fürstlich.

Ich glaube, Du hast ein ziemlich verzerrtes Bild davon, was in KMUs so üblicherweise verdient wird bzw. was solche Unternehmen überhaupt in der Lage sind zu erwirtschaften. Mich gruselt es bei so einer Einstellung. Mit 11 Euro nochwas kann man selbst mit Steuerklasse 1 noch bequem leben, um nicht zu sagen, daß teilweise ganze Familien von so einem Einkommen leben müssen. Denk mal darüber nach.

kleineente

PS: Ich hatte vor Ewigkeiten sogar mal einen Ferienjob, da habe ich 11,72 die Stunde verdient - DM!

Wenn die KUMs so wenig
erwirtschaften, dass sie nicht einmal in der lage sind angemessene gehälter zu zahlen, sollten diese vom markt verschwinden.

zeige mir einmal wie jemand von 11 euros/brutto die stunde bequem leben kann ?

also ich könnte es nicht.

die durchschnitts mieten betragen sicherlich 350 euro/kalt, nebenkosten 100 euro, tel./internet 50 euro, ÖVN 70 euro - wenn der nicht vorhanden PKW erforderlich kosten min. incl. abschreibung 300 euro

also bleiben bestenfalls 400 euro für kleidung und lebensmittel.

da darf man nicht das essen lieben

eine freundin von mir, arbeitet bei einem textilgroßhändler -als industriekauffrau- und bekommt dort 2700 euro brutto. anfangsgehalt war 2000 eus nach 6 mon erhöhung auf büro standart lohn.

vielleicht solltet ihr auch mal etwas mehr zahlen.

den fakt ist, nur wer angemessen zahlt bekommt vernünftige, motivierte mitarbeiter und die produktivität steigt. -schon immer so gewesen-

wer sich unterbezahlt fühlt, verweigert leistung und ist sicher nicht den noch so geringen lohn wert.

merke wer bei der vergütung spart, spart am falschen ende.

Übrigens der durchschnittliche bandarbeiter bei Daimler verdient um die 42 tsd. euro/jahr/brutto. bei ner 35 std. woche.

bei VW ist es ähnlich, nur das diese im stammwerk wolfsburg ne 30 std. woche haben.

BMW -siehe Daimler

und wenn dein einkommen nicht seeehr viel höher ist, war dein studium vertane zeit, bzw. du solltest den elterlichen betrieb ganz schnell verlassen und dir einen arbeitsplatz suchen der vernünftig vergütet wird.oder einmal die bilanzen anschauen und prüfen, ob dein "alter herr" dich nicht übern tisch zieht.

grüsse

heimwerkerin

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26. Juli 2004 um 7:21
In Antwort auf heimwerkerin

Wenn die KUMs so wenig
erwirtschaften, dass sie nicht einmal in der lage sind angemessene gehälter zu zahlen, sollten diese vom markt verschwinden.

zeige mir einmal wie jemand von 11 euros/brutto die stunde bequem leben kann ?

also ich könnte es nicht.

die durchschnitts mieten betragen sicherlich 350 euro/kalt, nebenkosten 100 euro, tel./internet 50 euro, ÖVN 70 euro - wenn der nicht vorhanden PKW erforderlich kosten min. incl. abschreibung 300 euro

also bleiben bestenfalls 400 euro für kleidung und lebensmittel.

da darf man nicht das essen lieben

eine freundin von mir, arbeitet bei einem textilgroßhändler -als industriekauffrau- und bekommt dort 2700 euro brutto. anfangsgehalt war 2000 eus nach 6 mon erhöhung auf büro standart lohn.

vielleicht solltet ihr auch mal etwas mehr zahlen.

den fakt ist, nur wer angemessen zahlt bekommt vernünftige, motivierte mitarbeiter und die produktivität steigt. -schon immer so gewesen-

wer sich unterbezahlt fühlt, verweigert leistung und ist sicher nicht den noch so geringen lohn wert.

merke wer bei der vergütung spart, spart am falschen ende.

Übrigens der durchschnittliche bandarbeiter bei Daimler verdient um die 42 tsd. euro/jahr/brutto. bei ner 35 std. woche.

bei VW ist es ähnlich, nur das diese im stammwerk wolfsburg ne 30 std. woche haben.

BMW -siehe Daimler

und wenn dein einkommen nicht seeehr viel höher ist, war dein studium vertane zeit, bzw. du solltest den elterlichen betrieb ganz schnell verlassen und dir einen arbeitsplatz suchen der vernünftig vergütet wird.oder einmal die bilanzen anschauen und prüfen, ob dein "alter herr" dich nicht übern tisch zieht.

grüsse

heimwerkerin

Dann könnten
(nach Deiner Definition) vermutlich 80-90% aller KMUs vom Markt verschwinden - das Durchschnittsniveau der Gehälter in diesem Bereich ist nämlich so niedrig. Vielleicht solltest Du Dir lieber mal überlegen, ob Deine Vorstellungen nicht etwas überzogen sind.

Und den Motivationsaspekt finde ich in den heutigen Zeiten einfach nur albern. Wenn ich mich motivieren will, dann gucke ich mir einfach mal die Arbeitslosenstatistiken kann (hochgerechnet reale 8,6 Millionen, WIWO von vor 2 Wochen) - das finde ich äußerst motivierend. Denn auch ein vielleicht nicht so fürstlich bezahlter Job ist allemal besser als gar kein Job.

Die Kosten, die Du ansetzt, sind allein für Miete schon enorm. Wenn ich die Miete für unsere Wohnung auf 2 Personen umlege, zahle ich im Monat 215 EUR - warm! Und ich habe gerade heute in der Zeitung gelesen, daß diese Wohnung (mit 63qm für 2 Personen) nach den Hartz IV Kriterien noch zu groß wäre, wir müßten (theoretisch) in eine kleinere, billigere umziehen. Ich weiß ja nicht, in was für einem Palast Du wohnst, aber 450 EUR für eine einzige Person ist unglaublich viel...

Die Arbeiter bei Daimler und Konsorten sind in meinen Augen dermaßen überbezahlt, daß mir dazu nix mehr einfällt. Die würden bei mir nicht die Hälfte verdienen. Das ist übrigens auch den Managern dort aufgefallen, Neueinstellungen kriegen nämlich auch deutlich weniger. Was nützen einem super-motivierte Mitarbeiter, wenn das Produkt, das sie herstellen, so teuer ist, daß es kein Mensch mehr kauft (siehe VW insbesondere)?

Anyway, um mich mach Dir mal keine Sorgen. Gehalt ist für mich beim Arbeiten ziemlich nebensächlich. Natürlich muß ich von irgendwas leben, aber meine Arbeit hat für mich eh einen mehr ideellen Reiz. Hätte ich das Geld, würde ich in der momentanen Situation auch ohne Gehalt arbeiten, einfach weil ich es gern mache. Und glaub mir, ich werde nicht 'über den Tisch gezogen', wie Du es so schön sagst - wir haben wirklich eine schwere Zeit. Und ich bezweifle, daß die gut bezahlten Arbeitsplätze für BWLer derzeit so im Überfluß da sind - von den Leuten aus meinem Studium hatten viele Probleme, auch nur irgendeine Arbeit zu finden, von gut bezahlt mal gar nicht zu reden...

kleineente

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26. Juli 2004 um 7:31
In Antwort auf kleineente

Dann könnten
(nach Deiner Definition) vermutlich 80-90% aller KMUs vom Markt verschwinden - das Durchschnittsniveau der Gehälter in diesem Bereich ist nämlich so niedrig. Vielleicht solltest Du Dir lieber mal überlegen, ob Deine Vorstellungen nicht etwas überzogen sind.

Und den Motivationsaspekt finde ich in den heutigen Zeiten einfach nur albern. Wenn ich mich motivieren will, dann gucke ich mir einfach mal die Arbeitslosenstatistiken kann (hochgerechnet reale 8,6 Millionen, WIWO von vor 2 Wochen) - das finde ich äußerst motivierend. Denn auch ein vielleicht nicht so fürstlich bezahlter Job ist allemal besser als gar kein Job.

Die Kosten, die Du ansetzt, sind allein für Miete schon enorm. Wenn ich die Miete für unsere Wohnung auf 2 Personen umlege, zahle ich im Monat 215 EUR - warm! Und ich habe gerade heute in der Zeitung gelesen, daß diese Wohnung (mit 63qm für 2 Personen) nach den Hartz IV Kriterien noch zu groß wäre, wir müßten (theoretisch) in eine kleinere, billigere umziehen. Ich weiß ja nicht, in was für einem Palast Du wohnst, aber 450 EUR für eine einzige Person ist unglaublich viel...

Die Arbeiter bei Daimler und Konsorten sind in meinen Augen dermaßen überbezahlt, daß mir dazu nix mehr einfällt. Die würden bei mir nicht die Hälfte verdienen. Das ist übrigens auch den Managern dort aufgefallen, Neueinstellungen kriegen nämlich auch deutlich weniger. Was nützen einem super-motivierte Mitarbeiter, wenn das Produkt, das sie herstellen, so teuer ist, daß es kein Mensch mehr kauft (siehe VW insbesondere)?

Anyway, um mich mach Dir mal keine Sorgen. Gehalt ist für mich beim Arbeiten ziemlich nebensächlich. Natürlich muß ich von irgendwas leben, aber meine Arbeit hat für mich eh einen mehr ideellen Reiz. Hätte ich das Geld, würde ich in der momentanen Situation auch ohne Gehalt arbeiten, einfach weil ich es gern mache. Und glaub mir, ich werde nicht 'über den Tisch gezogen', wie Du es so schön sagst - wir haben wirklich eine schwere Zeit. Und ich bezweifle, daß die gut bezahlten Arbeitsplätze für BWLer derzeit so im Überfluß da sind - von den Leuten aus meinem Studium hatten viele Probleme, auch nur irgendeine Arbeit zu finden, von gut bezahlt mal gar nicht zu reden...

kleineente

Das sehe ich aber genauso!
Dem kann ich auch nichts mehr hinzufügen.

Aber wo wohnst Du, Kleineente? Diese Miete ist ja fast nicht mehr zu schlagen?!

LG, Aki

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26. Juli 2004 um 9:51
In Antwort auf akiko82

Das sehe ich aber genauso!
Dem kann ich auch nichts mehr hinzufügen.

Aber wo wohnst Du, Kleineente? Diese Miete ist ja fast nicht mehr zu schlagen?!

LG, Aki

Hallo
Wir wohnen in Berlin. Allerdings sind unsere 430 EUR warm inklusive Nebenkosten (für 2 Personen) auch hier ein ziemliches Schnäppchen. Aber es geht halt, man muß nur ein bißchen suchen, und häßlich oder unzumutbar oder sowas ist unsere Wohnung nun wahrlich nicht. Nur eben nicht besonders groß.

Mir ist auch noch etwas zum Thema Motivation eingefallen.
Gehen wir doch mal zurück zu den Anfängen von Arbeit. Also zu richtig bodenständiger Arbeit, zu einem Bauern vor 200 Jahren, der sein Feld beackert und vielleicht ab und zu ein ... auf dem Markt verkauft. Was war seine Motivation zu arbeiten? Mußte der 'motiviert' werden mit der geregelten 4-Tage-Woche, 6 Wochen Urlaub bei vollem Lohnausgleich, Pausenräumen mit Snackautomat und keinesfalls mehr als 35,5 Stunden pro Woche? Ich glaube nein. Ich würde eher sagen, daß seine Motivation zu arbeiten sein leerer Magen war und die nackte Angst, nicht über den Winter zu kommen.

Und heute? Ist nicht die Arbeit, die der Produktionsarbeiter bei VW macht, irgendwo eine weiterentwickelte, abstrahierte Form der Arbeit, die sein Urahn vor 200 Jahren auf dem Feld gemacht hat? Und warum reicht unserem hypothetischen Mann bei VW eigentlich nicht das Bestreben seinen Lebensunterhalt zu verdienen, als 'Motivation' um zu arbeiten? Ich denke, das ist das Problem in unserem Land. Daß es den Leuten nicht reicht, arbeiten gehen zu dürfen, um nicht von der Soz-Kohle leben zu müssen. Nein, da muß man extra 'motiviert' werden, damit man/frau morgens sein Hinterteil aus dem Bett bekommt. Dabei ist Arbeit die Grundlage jeden Lebensunterhalts. Eine pure Selbstverständlichkeit. Aber das haben viele leider vergessen.

kleineente

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26. Juli 2004 um 10:34
In Antwort auf kleineente

Dann könnten
(nach Deiner Definition) vermutlich 80-90% aller KMUs vom Markt verschwinden - das Durchschnittsniveau der Gehälter in diesem Bereich ist nämlich so niedrig. Vielleicht solltest Du Dir lieber mal überlegen, ob Deine Vorstellungen nicht etwas überzogen sind.

Und den Motivationsaspekt finde ich in den heutigen Zeiten einfach nur albern. Wenn ich mich motivieren will, dann gucke ich mir einfach mal die Arbeitslosenstatistiken kann (hochgerechnet reale 8,6 Millionen, WIWO von vor 2 Wochen) - das finde ich äußerst motivierend. Denn auch ein vielleicht nicht so fürstlich bezahlter Job ist allemal besser als gar kein Job.

Die Kosten, die Du ansetzt, sind allein für Miete schon enorm. Wenn ich die Miete für unsere Wohnung auf 2 Personen umlege, zahle ich im Monat 215 EUR - warm! Und ich habe gerade heute in der Zeitung gelesen, daß diese Wohnung (mit 63qm für 2 Personen) nach den Hartz IV Kriterien noch zu groß wäre, wir müßten (theoretisch) in eine kleinere, billigere umziehen. Ich weiß ja nicht, in was für einem Palast Du wohnst, aber 450 EUR für eine einzige Person ist unglaublich viel...

Die Arbeiter bei Daimler und Konsorten sind in meinen Augen dermaßen überbezahlt, daß mir dazu nix mehr einfällt. Die würden bei mir nicht die Hälfte verdienen. Das ist übrigens auch den Managern dort aufgefallen, Neueinstellungen kriegen nämlich auch deutlich weniger. Was nützen einem super-motivierte Mitarbeiter, wenn das Produkt, das sie herstellen, so teuer ist, daß es kein Mensch mehr kauft (siehe VW insbesondere)?

Anyway, um mich mach Dir mal keine Sorgen. Gehalt ist für mich beim Arbeiten ziemlich nebensächlich. Natürlich muß ich von irgendwas leben, aber meine Arbeit hat für mich eh einen mehr ideellen Reiz. Hätte ich das Geld, würde ich in der momentanen Situation auch ohne Gehalt arbeiten, einfach weil ich es gern mache. Und glaub mir, ich werde nicht 'über den Tisch gezogen', wie Du es so schön sagst - wir haben wirklich eine schwere Zeit. Und ich bezweifle, daß die gut bezahlten Arbeitsplätze für BWLer derzeit so im Überfluß da sind - von den Leuten aus meinem Studium hatten viele Probleme, auch nur irgendeine Arbeit zu finden, von gut bezahlt mal gar nicht zu reden...

kleineente

Ich wohne eher mies
auf 60 qm, altbau, nicht ansprechende wohngegend, anteil anderer nationalitäten im wohnbereich ca. 98 %.

zahle 370 kalt, 100 nebenkosten, 60 strom/gas

und glaube mir diese preise sind in einer normalen westdeutschen stadt üblich.

denke daran, das es auch singles gibt.

sind für dich kindersecondhandläden etc. KUMs ?

tariflöhne -ecklohn a- zb. gebäudereiniger nrw 12,09 eus

tariflöhne im handwerk liegen allesamt für gelernte arbeitnehmer über 12 euro zzgl vwl, 25 % urlaubsgelder usw. usf.

überbezahlt den managern aufgefallen ? -lach- denen ist nur aufgefallen, dass sie selbst im internationalen bereich zu wenig verdienten und erhöhten ihr direktes einkommen um rd. 190 % zzgl. aktienoptionen etc.


wenn du wirklich sowenig verdienst, war dein studium vertane zeit.

gruss heimwerkerin

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26. Juli 2004 um 10:49
In Antwort auf kleineente

Hallo
Wir wohnen in Berlin. Allerdings sind unsere 430 EUR warm inklusive Nebenkosten (für 2 Personen) auch hier ein ziemliches Schnäppchen. Aber es geht halt, man muß nur ein bißchen suchen, und häßlich oder unzumutbar oder sowas ist unsere Wohnung nun wahrlich nicht. Nur eben nicht besonders groß.

Mir ist auch noch etwas zum Thema Motivation eingefallen.
Gehen wir doch mal zurück zu den Anfängen von Arbeit. Also zu richtig bodenständiger Arbeit, zu einem Bauern vor 200 Jahren, der sein Feld beackert und vielleicht ab und zu ein ... auf dem Markt verkauft. Was war seine Motivation zu arbeiten? Mußte der 'motiviert' werden mit der geregelten 4-Tage-Woche, 6 Wochen Urlaub bei vollem Lohnausgleich, Pausenräumen mit Snackautomat und keinesfalls mehr als 35,5 Stunden pro Woche? Ich glaube nein. Ich würde eher sagen, daß seine Motivation zu arbeiten sein leerer Magen war und die nackte Angst, nicht über den Winter zu kommen.

Und heute? Ist nicht die Arbeit, die der Produktionsarbeiter bei VW macht, irgendwo eine weiterentwickelte, abstrahierte Form der Arbeit, die sein Urahn vor 200 Jahren auf dem Feld gemacht hat? Und warum reicht unserem hypothetischen Mann bei VW eigentlich nicht das Bestreben seinen Lebensunterhalt zu verdienen, als 'Motivation' um zu arbeiten? Ich denke, das ist das Problem in unserem Land. Daß es den Leuten nicht reicht, arbeiten gehen zu dürfen, um nicht von der Soz-Kohle leben zu müssen. Nein, da muß man extra 'motiviert' werden, damit man/frau morgens sein Hinterteil aus dem Bett bekommt. Dabei ist Arbeit die Grundlage jeden Lebensunterhalts. Eine pure Selbstverständlichkeit. Aber das haben viele leider vergessen.

kleineente

Berlin ?
vermutlich aber aus ostberlin, dass würde auch am ehesten deine verkorksten ansichten erklären. -frage mich immer mehr was zum teufel du studiert hast- vermutlich sozialpädagogik-



ihr solltet alle einmal bedenken, dass die verringerung der arbeitszeit einherging mit einer deutlichen produktivitätssteigerung.
fakt ist ganz einfach, was vorher in 38 oder 40 stunden produziert wurde, wird seitdem in 35 stunden produziert.der elistungsdruck auf arbeitnehmer, ist seitdem um ein vielfaches gestiegen.

ich kenne auch noch die aussprüche meines vaters, "sie" hätten 60 stunden in der woche gearbeitet -blöd nur, dass die hälfte der zeit davon pausen waren und sie in der anderen zeit fast nichts erwirtschaftet haben-

es ist die generation der heute 70 - 80 jährigen, die deutschland ausgeblutet haben und nun noch die krankenkassen -mit ihren künstlichen hüften- ausräubern.

ab 60 jahre kaufen se sich keinen neuen anzug, weil, so alt werden wir ja nicht, -den müssten se selbst zahlen-
aber mit 83 muss es noch ne neue hüfte sein, -die gibts ja schließlich umsonst-
fakt ist, wenn se neue hüften brauchen sollten se diese selbstbezahlen.

revolutionäre grüsse

heimwerkerin


tod den rentnern und kranken

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26. Juli 2004 um 11:22
In Antwort auf heimwerkerin

Ich wohne eher mies
auf 60 qm, altbau, nicht ansprechende wohngegend, anteil anderer nationalitäten im wohnbereich ca. 98 %.

zahle 370 kalt, 100 nebenkosten, 60 strom/gas

und glaube mir diese preise sind in einer normalen westdeutschen stadt üblich.

denke daran, das es auch singles gibt.

sind für dich kindersecondhandläden etc. KUMs ?

tariflöhne -ecklohn a- zb. gebäudereiniger nrw 12,09 eus

tariflöhne im handwerk liegen allesamt für gelernte arbeitnehmer über 12 euro zzgl vwl, 25 % urlaubsgelder usw. usf.

überbezahlt den managern aufgefallen ? -lach- denen ist nur aufgefallen, dass sie selbst im internationalen bereich zu wenig verdienten und erhöhten ihr direktes einkommen um rd. 190 % zzgl. aktienoptionen etc.


wenn du wirklich sowenig verdienst, war dein studium vertane zeit.

gruss heimwerkerin

Natürlich
gibt es auch in Berlin wesentlich teurere Wohnungen - wie gesagt, man muß halt ein wenig suchen, wenn man günstig wohnen will. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Natürlich sind kleine Läden, kleine Handwerksbetriebe etc. KMUs - natürlich eher 'K' als 'M', aber was sollen denn sonst kleine Unternehmen sein wenn nicht eben solche Kleinbetriebe. Diese sind die Basis, machen einen sehr großen Anteil der Arbeitsplätze aus.

Wer als Arbeitgeber Tariflohn bezahlt, ist in meinen Augen selbst schuld. Ich würde als AG nie im Leben freiwillig in den AG-Verband eintreten. Weihnachtsgelder, Urlaubsgelder? Guck mal in die Presse, wird derzeit überall weggestrichen.

Ich betrachte mein Studium im übrigen nicht als verlorene Zeit, weil es mich a) als Menschen weitergebracht hat und b) ich sonst mit deutlich weniger Geld nach Hause gehen würde. Ist Dir eigentlich klar, daß 'ne Sekretärin in einem kleinen Unternehmen mit viel Glück 900 EUR netto heimträgt?

kleineente

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