Forum / Schule & Studium

Wie soll ich mich zu Hause fürs Studium motivieren?

23. November 2020 um 14:04 Letzte Antwort: 3. Dezember 2020 um 15:53

Hallo zusammen.
Ich habe große Mühe, mich zu Hause fürs Lernen zu überwinden. Die Online Vorlesungen schaffe ich knapp, danach falle ich in ein Loch. Es fängt bereits damit an, daß ich es morgens kaum aus dem Bett schaffe. Alleine die Vorstellung, mich an meine Seminararbeit zu setzen, lähmt mich. Seit ich nicht mehr aus dem Haus muss, fällt es mir schwer, einen geregelten Tagesablauf zu schaffen.
Darum frag ich mich, wie ihr das handhabt? Ich erstelle stets to do- Listen, die ich dann immer weiter nach hinten verschiebe, sprich, nicht einhalte.

Habt ihr Tipps für mich, wie ich den Alltag bewerkstelligen kann? Was motiviert euch?

Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge.

Mehr lesen

23. November 2020 um 18:11

Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

Mir hilft es, dass ich mein Kind morgens zur Tagesmutter bringe. Dadurch habe ich immer etwas Bewegung an der frischen Luft, bevor meine Veranstaltungen beginnen. Vielleicht hilft es dir, den Wecker zu stellen und dann nach dem Aufstehen erst mal einen Spaziergang zu machen oder eine Runde Laufen zu gehen?

Womit ich wesentlich besser zurecht komme als mit to-do-Listen, die ich irgendwann abarbeiten möchte, sind konkrete Pläne / Ziele für den nächsten Tag. Statt "Seminararbeit schreiben" könntest du zum Beispiel festlegen, dass du morgen ein bestimmtes Kapitel schreibst oder dich zwei Stunden lang an die Arbeit setzt.

2 LikesGefällt mir

24. November 2020 um 13:39

Hallo! Ich kenne das Problem noch aus meiner Studienzeit.

To-Do-Listen sind ein sehr gutes Tool, um sich zu organisieren. Vielleicht tust du dich schwer mit dem Einhalten dieser Listen, weil die Aufgaben darauf zu groß gedacht sind? Wie ninirose schon schreibt, es hilft, Aufgaben in kleinere Unteraufgaben aufzuteilen.

Ich habs auch so gemacht, dass ich ganz alltägliche Sachen, wie Aufräumen, Rechnung bezahlen oder Wäsche waschen auf meine To-Do-Liste gesetzt habe. Das sind kleine Tätigkeiten, die sich leichter erledigen lassen als zwei Kapitel Seminararbeit schreiben. Und das Abhaken gibt einem ein Gefühl, dass man bereits etwas erreicht hat, und motiviert für andere Tätigkeiten.

Gefällt mir

26. November 2020 um 13:18

Hallo

Ich kenne das Problem, die Situation ist sehr ungewohnt und wenn man ohnehin kein durch und durch organisierter Mensch ist, fällt es manchmal schwer, sich selbst einen Alltag zu strukturieren.

Meine Erfahrung dabei ist, dass das Ganze Zeit braucht. Heißt: Veränderungen kommen icht von heute auf morgen.

Ich persönlich habe mir einen Wochenplaner geholt (gibts bei amazon oder in jedem größeren Buch- oder Schreibwarenhandel). 
Damit das Ganze nicht direkt überfordernd ist, solltest du erstmal mit einer sehr groben Tageseinteilung starten, heißt nicht bis in die kleinste Minute planen.

zum Beispiel kannst du dir zunächst einen gergeleten Schlaf-Rhytmus angewöhnen, so dass du jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehst und auch wieder aufsthest.

Dann solltest du mit keinen Routinen anfangen wie: Jeden Morgen das Bett machen, jeden Morgen einmal kalt am Ende abduschen, jeden Morgen ein großes Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen trinken.

Das klingt banal aber solche Kleinigkeiten schaffen schon Struktur. Für die Self-Care räume ich mir auch jeden Morgen 10 Min ein, um mich ausgiebig zu Strecken oder auch 5 min einfach nur zu sitzen und zu atmen, ohen dabei irgendwas erreichen zu wollen. 
Sei gut zu dir!
Abends kannst du z.B. auch deine Gedanken aufschreiben. Zusätzlich zu den Sachen, die dich belasten, kannst du ein paar Sachen aufschreiben, über die du dich gefreut hast, die gut geklappt haben oder für die du dankbar bist..

Du wirst sehen, dass mit der Zeit Routine einkehrt und dir das helfen wird. Und dann kannst du auch langsam damit anfangen, deinen Alltag zu strukturieren. Trag dir erstmal nur die festen Termine in den Wochenkalender ein und ergänze dann nach und nach andere Sachen.
Am wichtigsten aber auch hier: Trage dir auch bewusste Pausen ein, jeden Tag midnestens eine Sache die dir gut tut/ Spaß macht.

Ich hoffe damit konnte ich dir ein bisschen helfen..

Und, wenn das mal nicht klappt (kenne ich zu gut) ist das Schlimmste was du machen kannst, dir auch noch selbst böse zu sein. Akzeptiere, dass der Tag nicht gut lief und sei liebevoll zu dir.

1 LikesGefällt mir

29. November 2020 um 15:18

Ich klinke ich mich hier mal ein, denn mir geht es genauso. Ich studiere nebenberuflich und habe ein riesen Problem mit dem ganzen zu Hause sein. Home Office, dann alle Kurs online und alles zu Haue "allein" zu machen ohne das Büro- oder Uni-Umfeld.
 

Gefällt mir

1. Dezember 2020 um 10:16

Mir hilft es wenn ich mir erreichbare Ziele für den Tag festlege. Ein Ziel kann sein mind. 1 Kapitel für meine Arbeit zu schreiben. So hat man nach erfüllen des Ziels ein Erfolgsgefühl was einen motiviert weiter zu machen.

Gefällt mir

3. Dezember 2020 um 15:53
In Antwort auf

Hallo zusammen.
Ich habe große Mühe, mich zu Hause fürs Lernen zu überwinden. Die Online Vorlesungen schaffe ich knapp, danach falle ich in ein Loch. Es fängt bereits damit an, daß ich es morgens kaum aus dem Bett schaffe. Alleine die Vorstellung, mich an meine Seminararbeit zu setzen, lähmt mich. Seit ich nicht mehr aus dem Haus muss, fällt es mir schwer, einen geregelten Tagesablauf zu schaffen.
Darum frag ich mich, wie ihr das handhabt? Ich erstelle stets to do- Listen, die ich dann immer weiter nach hinten verschiebe, sprich, nicht einhalte.

Habt ihr Tipps für mich, wie ich den Alltag bewerkstelligen kann? Was motiviert euch?

Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge.

Also entweder bist du nicht reif genug für ein Studium oder es handelt sich um eines, das dir überhaupt nicht liegt. Ich habe die vorstellung, dass man am richtigen Studium auch Interesse und Freude hat.

Allerdings lässt mich das was du beschreibst auch an eine Depression denken. Dann könnte es schlicht sein, dass du dich komplett überfordert fühlst. Das kann das Studium, bzw Pensum an sich sein, oder auch viele andere Bereiche deines Lebens, die dir die Energie abschöpfen.

Also würde ich mich zuerst fragen: Ist dieses Studium das, was du wirlich willst und überfordert es dich auch nicht?

Gefällt mir