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Weiß einfach nicht mehr weiter...

2. Februar 2012 um 12:11

Hallo,
jaa jetzt kommt wieder eine etwas längere Geschichte aber ich hoffe, dass sich das trotzdem jemand durchliest und mir vllt auch einen Rat geben kann.

Und zwar geht es darum, dass ich mein Studium nicht mehr ertragen kann. Zur Vorgeschichte: Ich habe bisher 4 Semester in Hamburg studiert und es war, wenn ich es nun betrachte, eig das schönste Studium was man haben konnte. Ich hatte bis Ende des 4. Semesters Zeit mein Grundstudium abzuschließen und unendlich viele Versuche die Klausuren zu schreiben, den Stillen Rücktritt heißt ich brauchte nichtmal ein Attest wenn ich eine Klausur nicht schreiben wollte oder konnte. Nunja ich war dumm und habe in den 2 Jahren einfach so in den Tag hinein gelebt, so gut wie keine Klausur aus dem Grundstudium bestanden oder sie weiter vor mir hergeschoben weil ich ja sowieso Zeit hatte. Doch dann kam der Tag an dem es nicht mehr weiter ging. Ich ging zur Studienberatung und hatte alles abgeklärt. Da ich nicht aus meiner Heimat bzw. nicht zu weit weg wollte gab es nur eine Alternative FH (130 km von zuhause) an der ich mich bewerben konnte um mein jetziges Studium fortzuführen. Nungut ich hatte mich exmatrikuliert und dort beworben und schon fing meine Leidenszeit an...

Ich verschwieg es meinen Eltern, da ich (laut meines Studienberaters) alles schnell über die Bühne kriegen würde. Naja Pustekuchen, man darf niemals etwas verschweigen vor allem nicht wenn die Eltern einen unterstützen. Naja, nachdem der Stress zuhause vorbei war hatte ich mich beworben. Und dann saß ich ein ganzes Jahr (!!!) zuhause, da diese Super-FH zuerst meine Bewerbung verloren hatte und beim zweiten Mal eine total freche Absage kam, dass das Semester voll sei. Hatte in der Zwischenzeit meine Zeit mit einem Bäckerjob überbrückt. Dann kam endlich meine Einstufung und taddaa ich wurde ins 2. Semester zurückgestuft Naja ich hätte es ahnen können...

Nun überspringe ich mal etwas, jedenfalls stecke ich aufgrund dieses Wechsels der Hochschule seit Weihnachten in einer tiefen depressiven Phase aus der ich so nicht mehr herauskomme...Der Auslöser waren mehrere Dinge. Ich fühle mich seither absolut nicht mehr wohl in meinem Studienort ("hause" in der Woche dort, habe dort eine Wohnung,Wochenenden und Semesterferien verbringe ich zuhause), ich bin nun gezwungen alle Klausuren aus dem 1. und 2. Semester in diesem Semester zu schreiben (habe also ein ganzes Semester weniger als alle anderen hier, da bei uns in Hamburg die Reihenfolge der Klausuren eine ganz andere war und ich somit schon einen Großteil der Klausuren aus dem Kernstudium geschrieben und bestanden habe), ansonsten komme ich nicht ins 3. und muss dann das 2. wiederholen, es dürfen mir am Ende des 2. Semesters nur 2 Klausuren oder Studienleistungen fehlen, eine habe ich schon geschoben, so dass ich nun nächsten Monat nur noch durch eine meiner, wie es momentan aussieht, 6 Klausuren + Projektarbeit fallen darf und das wird schwierig .

Ich weiß nicht, wie ich das bloss meinen Eltern erklären soll :-'( Meiner Mutter wäre es am liebsten wenn ich sogar Semester überspringen würde, um schneller fertig zu werden, aber verlängern geht gar nicht, das steht bei ihr gar nicht zur Debatte. Ja nun habe ich (fast) alle der ersten Klausuren hinter mir...Wollte 4 Stück schreiben, 2 Stück hab ich schon verhauen, zu einer habe ich mir ein Attest geholt und morgen dann die letzte. Und was soll ich sagen, ich kann natürlich nichts. Ich kann einfach nicht lernen, ich plage mich den ganzen Tag mit Zweifeln herum bzgl. meiner aktuellen Situation, ob ich weitermache oder nicht, dass ich gar keine Kraft mehr habe zum lernen. Statt zu lernen schwelge ich den ganzen Tag in Selbstmitleid und mit den Gedanken nach Hause zu wollen um das hier alles nicht mehr sehen zu müssen.

Ich will einfach nur, dass der Tag morgen jetzt schon vorbei ist und ich endlich nach Hause zu meiner Familie, zu meinen Freunden und allen kann und das alles hier nicht mehr ertragen muss Meist wache ich auf und das erste was ich tu ist ausgiebig zu weinen um dann festzustellen, dass ich davon schreckliche Kopfschmerzen bekomme und der Tag quasi schon gelaufen ist. Mittlerweile kann ich meine Heulattacken auch kaum noch steuern, von einer auf die andere Sekunde kommt es über mich und dann fließen Sturzbäche an Tränen aus mir heraus. Ich fühle mich so kraftlos und leer. Ich nehme eine Woche mal unkontrolliert ab und dann wieder zu weil ich einen total gestörten Rythmus habe, ich schlafe schlecht und werde von schrecklichen Alpträumen geplagt...jede Nacht.

Das Hauptproblem liegt an der Umstellung nun, dass ich den Übergang nicht geschafft habe und mit den Prüfungssituationen nicht klar komme, man kann Professoren nicht erreichen, egal was man tut, niemand kann mir helfen egal wohin ich geh. Ich fühle mich einfach total im Regen stehen gelassen. Ich bin hilfslos und überfordert, alle die gleichzeitig mit meinem Wechsel kamen sind schon weg und ich habe es schwer mich in dem ganzen Chaos als Wechsler nun allein zurecht zu finden.

So letztendlich stellt sich mir nun die Frage ob es überhaupt unter diesen Umständen Sinn macht, dieses Studium noch weiterzumachen oder abzubrechen und mir einen Job zu suchen (muss dazu sagen, habe eine Ausbildung zur Bauzeichnerin, Studium baut also auf meine Berufsausbildung auf, und dieses Studium ist das, was ich seitdem immer wollte). Ich habe einfach das Gefühl mit meinen 23 Jahren auch nichtmehr die Jüngste zu sein und wenn ich bedenke, weitere 3 Jahre hier verbringen zu müssen, wird mir ganz schlecht. Ich hätte niemals aus Hamburg weggehen dürfen :-'(

Tut mir leid für diesen langen und komplett wirren Text, aber ich habe einfach mal versucht alles niederzuschreiben was mir grad so im Kopf umherschwirrt.

Wäre nett wenn mir trotzdem jemand antworten würde

Liebste Grüße
adnil2586

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9. Februar 2012 um 12:12

Nicht aufgeben
Hi,

bei allem Stress würde ich dir empfehlen: Augen zu und durch. Wenn du das Studium dann hinter dir hast kannst du dich beruflich orientieren so wie du das für richtig hältst. Für den Durchhaltewillen wird man hinterher meist am besten entlohnt! Das kann ich anhand vieler Beispiel von Leuten die studiert haben sagen.

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