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Studium vs. Vollzeit-Job

29. April 2007 um 17:27

Hallo zusammen,

als Neuling komme ich gleich mit einem ganz heiklem Thema. Vielleicht kann die eine oder andere mir nachfühlen.

Ich bin grad in einer blöden Situation. Ich studiere im 2. Semester BWL und bin nicht wirklich glücklich damit. Vor einem Jahr war ich quer am bewerben. Da mich niemand wollte, entschied ich mich fürs Studium. Vor ein paar Tagen, 9 Monate später, bekam ich eine Mail von einer großen Firma bei der ich mich als Sachbearbeiterin beworben habe, mit der Frage ob ich noch Interesse an einer Einstellung hätte. Ich hab die angerufen und war zwei Tage später beim erneuten Vorstellungsgespräch. Da sind mir ein paar Fehler unterlaufen und die Stimmung war irgendwie komisch. Dennoch beschloss ich im Gespräch erstmal um den Job zu kämpfen.

Seit diesem Gespräch läuft mein Kopf Amok. Studium hinschmeissen (steht ohnehin zur Debatte da ich damit nicht glücklich bin) oder dieser Job. Je mehr ich mich für den Job entschied, desto unwohler wurde mir beim Gedanken. Rein vernunftsmässig sollte ich diesen Job annehmen und gut ist. Aber mein Bauch ist total dagegen. Meine innere Stimme sagt mir, ich solle das Semester beenden und mich dann zum Herbst neu bewerben. In dem Moment, in dem ich mich gegen den Job entschieden habe, war in meinem Kopf Ruhe. Es war, als hätte ich meinen inneren Frieden wieder.

Ich habe mich gegen diesen Job entschieden, weil ich denke, dass ich nicht glücklich werde. Weil ich denke, dass ich mich in dieser Firma nicht wohlfühlen werde und auch keine Karriere machen würde. Für sowas schmeisse ich mein Studium nicht. Das hat mit Vernunft gar nichts mehr zu tun, sondern rein mit Gefühl und Bauch. Ich denke, das ich mich lieber im Herbst neu bewerben sollte und dass dann was kommt, was mir taugt.

Bin ich einfach nur naiv, habe ich Angst vor der Veränderung oder sollte ich wirklich einfach auf meinen Bauch hören? Bisher hoffe ich, dass mich die Firma einfach nicht nimmt, dann hab ich kein Erklärungsproblem (vor allem vor meinen Eltern, sie hoffen inständig, dass ich diese Arbeit bekomme).

Kennt ihr das? Dass der Bauch so krass dagegen spricht und kaum hört man auf ihn, ist alles wieder gut?

Ich weiß nicht, ob ich das Richtige tue, aber mich für den Job zu entscheiden erscheint mir noch viel weniger richtig...

Bin gespannt, was Euch dazu alles so einfällt...

Danke und viele Grüße
Spekulatina (22)

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2. Mai 2007 um 15:34

....
Ja, hab nicht auf das Bauchgefühl gehört und fand mich zum Praktikum in einem krassen Egoshooter-Verein wieder. buaaaaahhhhhh!

Wenn Dir Karriere wichtig ist, wirste um einen Studienabschluss nicht umhinkommen. Ohne Ausbildun/Diplom bleibst Du ewig Hilfsarbeiterin auf Sachbearbeiterniveau. Ob Du Dein jetziges Studium fertig machst oder doch ein neues Fach anfängst, steht aber noch auf einem anderen Blatt, hast Du darüber schon mal nachgedacht????

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4. Mai 2007 um 17:19
In Antwort auf selters

....
Ja, hab nicht auf das Bauchgefühl gehört und fand mich zum Praktikum in einem krassen Egoshooter-Verein wieder. buaaaaahhhhhh!

Wenn Dir Karriere wichtig ist, wirste um einen Studienabschluss nicht umhinkommen. Ohne Ausbildun/Diplom bleibst Du ewig Hilfsarbeiterin auf Sachbearbeiterniveau. Ob Du Dein jetziges Studium fertig machst oder doch ein neues Fach anfängst, steht aber noch auf einem anderen Blatt, hast Du darüber schon mal nachgedacht????

Anmerk:
Ich glaube deine Sachbearbeiter-Definition ist so ziemlich falsch, denn auch als Sachbearbeiter brauchst du eine Ausbildung und verdienst garnicht mal sschlecht.
Nein, ich selbst bin nicht Sachbearbeiterin.

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7. Mai 2007 um 19:19

Studienabbruch ist und bleibt stets negativer Fleck im Lebenslauf
Spekulatina sind "beim erneuten Vorstellungsgespräch ... ein paar Fehler unterlaufen und die Stimmung war irgendwie komisch. ..."

Waere komisch, wenn es nicht so waere, denn die Arbeitgeber haben sicherlich nicht jemand erwartet, die ihr Studium wg. irgendeiner Popelstelle abbricht.

Warum Popelstelle? Was fuer eine Stelle kann es schon sein, für die man offenbar keinerlei Ausbildung braucht.

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16. Mai 2007 um 12:12

Mach das was du möchtest...
und nicht das was andere, vorallem deine Eltern, erwarten. Du musst damit glücklich werden. Daher ist dein Satz

"Ich habe mich gegen diesen Job entschieden, weil ich denke, dass ich nicht glücklich werde. Weil ich denke, dass ich mich in dieser Firma nicht wohlfühlen werde und auch keine Karriere machen würde. Für sowas schmeisse ich mein Studium nicht. Das hat mit Vernunft gar nichts mehr zu tun, sondern rein mit Gefühl und Bauch. Ich denke, das ich mich lieber im Herbst neu bewerben sollte und dass dann was kommt, was mir taugt."

völlig richtig. Wenn du bei der Firma genommen wirst und es dir nicht gefällt musst du der nächsten Firma erklären wie es zu einem abgebrochenen Studium kam und das wird nie gern gesehen.

Mach das zu Ende dann ist der Lebensabschnitt vollkommen und vollendet und dann beginnst du den nächsten als Arbeitnehmerin mit einem Studium in der Tasche.

Hätte die Firma jetzt nicht reagiert, wärst du garnicht auf die Idee gekommen.

Viel Glück jedenfalls bei dem was du tust.

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