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Studium abbrechen? mit 26 Neuanfang?

2. Oktober 2012 um 0:24

Hallo,
ich will mein Studium endlich abbrechen. Es kotzt mich einfach nur an. Ich studiere seit Jahren ohne Ziel und Lust, nur um den Grad zu erreichen, damit meine Eltern endlich Ruhe geben. Aber ich halte es nicht mehr aus. Ich bin schon 2 Jahre über die Regelstudienzeit hinaus, weil ich nebenbei so viel Jobben muss und so depressiv bin von dem Studium. Drücke mich vor den Prüfungsleistungen und will echt nicht mehr weiter machen.

Aber ich habe Angst abzubrechen, weil dann all die Jahre für nix wären. Ich wäre dann 26, wenn ich was Neues anfangen würde.

Es gibt Phasen, in denen ich sogar sterben möchte, weil ich mich so niedergeschlagen fühle, einfach ein Loser, der keine Karriere hat und kein richtiges Geld verdient, sich nicht verwirklichen kann und in der Gegend rumdümpelt.

Ich will die Zeit zurückdrehen, aber kann es nicht. Ich habe wirklich Panik vor der Arbeitswelt, keinen richtigen Job zu bekommen und ausgelacht zu werden für die Überschreitung der Regelstudienzeit.

Was soll ich nur tun...das kann doch nicht wahr sein, dass ich hier sitze - wie am 1. Tag des Studiums und immer noch tod-unglücklich bin!

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4. Oktober 2012 um 14:18


Also generell sollte man immer das machen was einem Spaß macht und sich nicht von Eltern oder Freunden beeinflussen lassen. So wie du es schilderst scheinst du schon sehr sehr unzufrieden zu sein mit deinem bisherigen Werdegang...
In Anbetracht der Tatsache, dass man ohne Spaß im Beruf nie wirklich erfolgreich wird, solltest du dir wohl überlegen nochmal etwas neues anzufangen und 26 ist ja nun auch noch kein Alter

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7. Oktober 2012 um 11:57

Studium abschließen, dann die Träume verwirklichen...
Du studierst schon so lange, dass Du weit über die Regelstudienzeit hinaus bist. Es w#re totale Zeitverschwendung gewesen, wenn Du jetzt alles abbrichst.

Vor allem: Du wirst Dich immer und überall rechtfertigen müssen. Jeder Arbeitgeber kann es nachvollziehen, wenn man nach dem ersten oder zweiten Semester den Studiengang wechselt oder eine Ausbildung anfängt... aber wenn man es erst nach 10 Semestern merkt, wird es schwer sachlich zu argumentieren. Deinem Chef kannst und brauchst Du nicht erzählen, dass Dich deine Eltern gezwungen haben und Du endlich mehr als 800 im Monat ausgeben wolltest (Habe deinen anderen Post gelesen...).

Guck nicht neidisch auf die anderen Studenten (Geld, Urlaub, schnell studiert...) sondern überleg Dir, wie Du das Studium noch abschließen kannst und was Du danach machen willst.

Ich habe im Studium auch oftmals Rotz und Wasser geheult und wollte am Liebsten alles hinschmeißen. Es ist nicht mein Traumstudium aber ein Türöffner zum Traumberuf... ich bin jetzt gerade dabei meine Bachelorarbeit zu schreiben und freue mich schon, dass ich es dann geschaft habe. Meine Noten werden nicht die Besten sein, aber ich habe diesen verflixten Titel in der Tasche.

Und das ist erstmal die Hauptsache. Halt Dir vor Augen: Wenn Du den Abschluss hast, kannst Du dich in alle möglichen Richtungen weiterbilden oder nochmal etwas ganz anders anfangen.

Mit 26 und abgebrochenem Studium wird es nämlich nicht so einfach einen Ausbildungsplatz zu finden und ein anderes Studium wird auch nicht leichter.

Geh zur Studienberatung und nimm ggf. für die letzten Semester/Prüfungen einen Studienkredit auf, um wirklich alle Prüfungen abzuschließen. Der Traum vom Luxus-Studentenleben wird ein Traum bleiben, damit musst Du dich abfinden. Wenn man nicht gerade reiche Eltern hat, ist das sowieso eher eine Ausnahme. Früher hausten Studenten auf Apfelsinen-Kisten und fuhren 20 Jahre alte Fahrräder... Tritt mit dem Arbeiten kürzer oder such Dir einen Job, den Du mit dem Studium verbinden kannst. Ein Hiwi-Job bspw. gibt Geld und bringt einem im Studium voran... Biete Nachhilfe für Schüler an, gibt gutes Geld für relativ wenig Zeitaufwand...

Und in eurer Bibliothek könntest Du auch mal schauen. Dort gibt es Bücher über richtiges Lernen, Zeitmanagement, Entspannungstechniken fürs Studium und vieles mehr. An meiner Hochschule gibt es z.B. seit kurzem einen Lerncoach, der Hilfestellungen leisten und Probleme aufdecken kann. Er erstellt bspw. einen Klausurenplan mit Dir, damit Du dein Studium in einem vernünftigen Rahmen abschließt.

Und gegen depressive Verstimmungen und Erschöpfungszustände hilft sanfter Sport wie schwimmen, wanderen, walking, joggen, radfahren....

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