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Studium abbrechen für Ausbildung???

2. April 2005 um 19:43

Wir diskutieren gerade im Freundeskreis, ob der Abbruch eines Studiums zu Gunsten einer Ausbildung Sinn macht. Viele Akademiker landen ja nach Studienabschluss in endlosen Praktikaschleifen - aber die Arbeitslosenquote ist wohl immer noch geringer als bei Lehrberufen, oder?

Ein weiteres Argument war das liebe Geld. Nur - wir wissen nicht, was man so verdient nach Lehrabschluss (weil wir zugegeben alle gemütlich im öffentlichen Dienst beschäftigt sind).

Also was bekommt denn z.B. eine Einzelhandels- oder Reiseverkehrskauffrau, Floristin oder Laborantin? Wäre echt lieb, wenn ihr uns da ein wenig weiterhelfen könntet. Am besten die Nettogehälter bei Steuerklasse 1 (wegen der Vergleichsmöglichkeiten) - mit der Rechnung Brutto / Netto kennen wir uns nicht so gut aus.

Danke!!!

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3. April 2005 um 10:40

Dass
Akademiker zwangsläufig mehr verdienen, halte ich für ein Gerücht.
Wenn es euch so interessiert, was die armen Menschen, die "nur" einen Lehrberuf haben verdienen, googelt mal nach Gehaltslisten und Nettorechner.

LG, koellegoerl (Studienabbrecherin und glücklich damit. DAS ist das wichtigste!)

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4. April 2005 um 10:06

Das liebe Geld
Kann die Aussage von Koellegoerl nur bestätigen. Ich habe vor meinem Studium eine Ausbildung gemacht. Meine ehemaligen ArbeitskollegInnen, die nach wie vor dort arbeiten, verdienen jetzt noch immer mehr als ich als Akademikerin. Es hat während der ganzen letzten Jahre finanziell nie wieder so gut ausgesehen bei mir, wie nach der Ausbildung (auch während habe ich schon nicht schlecht verdient).

Gruß
kratzamkopp

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5. April 2005 um 13:09

Studium vs. Ausbildung
Also ich denke, man kann das alles nicht so pauschalisieren.
Sicher war es früher so, dass Akademiker bedeutend mehr verdient haben als Leute, die einfach eine lehre gemacht haben. Man rechnet ja auch immer so, dass man nach 3 Jahren Lehre fertig ist und ein Studium etwa 5 Jahre in Anspruch nimmt und dementsprechend auch das Geld frisst ohne Ende, es sollte sich ja auch bezahlt machen.

Das mit den Endlospraktika sehe ich nicht so, es gibt genug, die das während ihres Studiums machen und so einen guten Einstieg nach dem Abschluss finden können.

Was den Verdienst angeht, bin ich zweigeteilt. Ich kenne einerseits Leute, die 1400 und mehr netto haben (Lehre)(StKl 1), es gibt aber genauso welche, die weniger als 1000. Also das finde ich schon echt traurig, wenn man bedenkt, was Miete etc. alles kostet, können die sich sicher kaum was leisten?

Bei den Akademikern ist es aber irgendwo schon so, dass sie bessere Chancen auf höhere Einstellung haben. Mein Mann hat nach 4 Jahren Studium eine Führungsposition bekommen und hat sich gegen 300 andere Bewerber (die z.B. kein Studium vorweisen konnten) durchgesetzt.

Also man kann so oder so was aus sich machen. Aber ein Großteil der relativ gut Verdienenden kommt mit Sicherheit aus Uni, FH usw. Oder bei wie vielen Lehrberufen hat man danach ein Einstiegsgehalt ab 2000 netto?

Nichtsdestotrotz kann man auch mit einer guten Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung gut bis sehr gut verdienen, kommt auch immer auf die Branche an.

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6. April 2005 um 21:57

Einstiegsgehälter
Danke Euch allen! Am Ende ist es wohl entscheidend, dass man mit seiner Wahl rundum glücklich ist. Und das wünsche ich wirklich jedem, das Arbeitsleben ist schließlich lang ...

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