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Studium 2006

27. Juni 2005 um 11:40

Wer macht mit? Ich bewerbe mich für:

Dipl.Finanzwirtin
Dipl. Verwaltungswirtin
Dipl. Rechtspflegerin

die Beschreibungen hören sich alle super interessant an, und ich bin zuversichtlich das was klappt. Am liebsten der Rechtspfleger. Bewirbt sich jemand auch um diese Berufe, oder ist es vielleicht schon?

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27. Juni 2005 um 14:53

Dipl. Verwaltungswirt
habe ich mal gelernt.
Es ist Dir schon klar, dass dies nichts Anderes ist als eine Umschreibung für "Beamter"? Außerhalb der Verwaltung kannst Du nämlich diese Ausbildung nicht verwenden.

Und bei der Beamtentätigkeit kommt es sehr darauf an, wo man arbeitet. Es gibt halt interessante und weniger interessante Behörden.

Rechtspfleger ist schon interessanter, aber halt auch viel Standard-Verfahren, wo man immer wieder das Gleiche macht.

Viele Leute, die diese Ausbildungen gemacht haben, fragen sich letztlich, warum sie nicht lieber studiert haben. Denn jeder einigermaßen intelligente Abiturient wird irgendwann merken, dass man im öffentlichen Dienst immer jemanden über sich hat und oftmals von politischen Entscheidungen abhängig ist.
Und dann kommt eben hinzu, dass man mit diesen Spezialausbildungen nur in der Verwaltung tätig werden kann. D.h. Du kannst nicht einfach mal in die freie Wirtschaft wechseln.

Mein Tip: Geh lieber studieren....

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27. Juni 2005 um 17:59
In Antwort auf wolf175

Dipl. Verwaltungswirt
habe ich mal gelernt.
Es ist Dir schon klar, dass dies nichts Anderes ist als eine Umschreibung für "Beamter"? Außerhalb der Verwaltung kannst Du nämlich diese Ausbildung nicht verwenden.

Und bei der Beamtentätigkeit kommt es sehr darauf an, wo man arbeitet. Es gibt halt interessante und weniger interessante Behörden.

Rechtspfleger ist schon interessanter, aber halt auch viel Standard-Verfahren, wo man immer wieder das Gleiche macht.

Viele Leute, die diese Ausbildungen gemacht haben, fragen sich letztlich, warum sie nicht lieber studiert haben. Denn jeder einigermaßen intelligente Abiturient wird irgendwann merken, dass man im öffentlichen Dienst immer jemanden über sich hat und oftmals von politischen Entscheidungen abhängig ist.
Und dann kommt eben hinzu, dass man mit diesen Spezialausbildungen nur in der Verwaltung tätig werden kann. D.h. Du kannst nicht einfach mal in die freie Wirtschaft wechseln.

Mein Tip: Geh lieber studieren....

Hallo Wofl175
Danke für deine Antwort. Zu den Punkten

1.) Klar weiß ich das das letztendlich ein Beamter ist, darum finde ichs ja so gut

2.) Interessant ist so eine Sache. Interessant sind warscheinlich die wenistens Jobs, jeder macht Routinesache. Aber als Rpfl. hat man schon viel Abwechslung, man führt
z. B. Verhandlungen, Versteigerungstermin und hat jedem Tag mit Publikum zu tun. Kommt natürlich auf die Abteilung an. Hauptsächlich brauch ich auch was um meine Familie zu ernähren, am besten noch gut was zu bieten. Und als Beamter klar ist man nicht ganz oben in der Hierachie, aber da habe ich schon ein Einstiegsgehalt von A9 auf das immer wieder aufgebaut wird. In welchem Beruf kann man schon sagen, das man weiß das man einen festen Arbeitsplatz hat (wenn auch örtliche Flexibilität gefragt ist), das man regelmäßig mehr Lohn bekommt, und so ziemlich sein eigener Herr ist? Der Richter steht in dem Sinne nicht über dir als Rpfl. bist du nicht weisungsgebunden und nur dem Gesetzt unterworfen. Und mit dem Gesetz kann ich mich für A9 anfreunden

Aber ich mach das nicht nur wegen des Gehaltes und der sozialen Leistungen sondern weil mich Recht auch interssiert (habe Refa gelernt). Habe ein Praktikum beim FamGer gemacht und bin immer noch sehr überzeugt vom Beruf des Rpfl.

3.) Das man als Beamter immer wen über sich hat, naja wo hat man das nicht, da müsste ich schon Bundespräsdident sein oder? Ich kann selbständig arbeiten aber habe auch kein Problem damit mich unter Anweisungen zu ordnen. Ist vielleicht eine Typfrage.

3.) "Viele Leute hätten lieber studiert". Kann sein, aber die 3 Berufe sind ein duales Studium das heißt, man hat studiert. Darum will ich es ja machen, weil es Studium und Ausbildung in einem ist. Und welcher Student kann schon sagen das er Geld bekommt und bei guten Leistungen praktisch eine Übernahmegarantie hat? Bevor ich Rechtswissenschaften jahrelang vor mir hinstudiere mach ich lieber was praxisbezogenes. Und dann kann man nach dem Rfpl.-Studium
z. B. immer noch studieren wenn man möchte Systemmanagment ist z.B. nicht schlecht und du bist fest angestellt beim Gericht.

Ich bin so ein Mensch ich muss immer fest was machen wie die 3 Jahre, Gehalt für meine Fixkosten haben und danach auch ne gute Perspektive, ein Beruf der mich interssiert, das ist für mich dann die größte Motivation. Ich könnt mich nie z. B. für BWL einschreiben ohne zu wissen wo und was werde ich danach machen.

4.)Von den anderen Berufen weiß ichs noch nicht, aber vom Rpfl. weiß ich, das der sehr wohl in die freie Wirtschaft gehen kann. Z. B. bei Banken, Versicherungen, in Rechtsanwaltskanzleien als Bürovorsteher (obwohl das m.E. ein Rückschritt wäre) oder sonst in Wirtschaftsverbänden. Habe jetzt erst wieder eine Stelle gesehen wo ein Rpfl. auf Sylt gesucht wird. Naja vielleicht kommt in 4 Jahren auch noch mal so ein Angebot


Ansonsten danke schon mal für deine Antworten auch wenn wir andere Meinungen haben find ich gut sich mal auszutauschen. Was machst du denn jetzt mit deinem Dip.Verwaltungswirt?


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27. Juni 2005 um 22:02
In Antwort auf gruseldi

Hallo Wofl175
Danke für deine Antwort. Zu den Punkten

1.) Klar weiß ich das das letztendlich ein Beamter ist, darum finde ichs ja so gut

2.) Interessant ist so eine Sache. Interessant sind warscheinlich die wenistens Jobs, jeder macht Routinesache. Aber als Rpfl. hat man schon viel Abwechslung, man führt
z. B. Verhandlungen, Versteigerungstermin und hat jedem Tag mit Publikum zu tun. Kommt natürlich auf die Abteilung an. Hauptsächlich brauch ich auch was um meine Familie zu ernähren, am besten noch gut was zu bieten. Und als Beamter klar ist man nicht ganz oben in der Hierachie, aber da habe ich schon ein Einstiegsgehalt von A9 auf das immer wieder aufgebaut wird. In welchem Beruf kann man schon sagen, das man weiß das man einen festen Arbeitsplatz hat (wenn auch örtliche Flexibilität gefragt ist), das man regelmäßig mehr Lohn bekommt, und so ziemlich sein eigener Herr ist? Der Richter steht in dem Sinne nicht über dir als Rpfl. bist du nicht weisungsgebunden und nur dem Gesetzt unterworfen. Und mit dem Gesetz kann ich mich für A9 anfreunden

Aber ich mach das nicht nur wegen des Gehaltes und der sozialen Leistungen sondern weil mich Recht auch interssiert (habe Refa gelernt). Habe ein Praktikum beim FamGer gemacht und bin immer noch sehr überzeugt vom Beruf des Rpfl.

3.) Das man als Beamter immer wen über sich hat, naja wo hat man das nicht, da müsste ich schon Bundespräsdident sein oder? Ich kann selbständig arbeiten aber habe auch kein Problem damit mich unter Anweisungen zu ordnen. Ist vielleicht eine Typfrage.

3.) "Viele Leute hätten lieber studiert". Kann sein, aber die 3 Berufe sind ein duales Studium das heißt, man hat studiert. Darum will ich es ja machen, weil es Studium und Ausbildung in einem ist. Und welcher Student kann schon sagen das er Geld bekommt und bei guten Leistungen praktisch eine Übernahmegarantie hat? Bevor ich Rechtswissenschaften jahrelang vor mir hinstudiere mach ich lieber was praxisbezogenes. Und dann kann man nach dem Rfpl.-Studium
z. B. immer noch studieren wenn man möchte Systemmanagment ist z.B. nicht schlecht und du bist fest angestellt beim Gericht.

Ich bin so ein Mensch ich muss immer fest was machen wie die 3 Jahre, Gehalt für meine Fixkosten haben und danach auch ne gute Perspektive, ein Beruf der mich interssiert, das ist für mich dann die größte Motivation. Ich könnt mich nie z. B. für BWL einschreiben ohne zu wissen wo und was werde ich danach machen.

4.)Von den anderen Berufen weiß ichs noch nicht, aber vom Rpfl. weiß ich, das der sehr wohl in die freie Wirtschaft gehen kann. Z. B. bei Banken, Versicherungen, in Rechtsanwaltskanzleien als Bürovorsteher (obwohl das m.E. ein Rückschritt wäre) oder sonst in Wirtschaftsverbänden. Habe jetzt erst wieder eine Stelle gesehen wo ein Rpfl. auf Sylt gesucht wird. Naja vielleicht kommt in 4 Jahren auch noch mal so ein Angebot


Ansonsten danke schon mal für deine Antworten auch wenn wir andere Meinungen haben find ich gut sich mal auszutauschen. Was machst du denn jetzt mit deinem Dip.Verwaltungswirt?


Übernahmegarantie..
die hast Du nicht. Ich hab in einem Unternehmen gearbeitet, wo Dipl.-Verwaltungsfachwirte ausgebildet werden und bis 2002 immer alle nach der Ausbildung übernommen wurden (ausser sie waren halt wirklich schlecht) und 2003 (da bin ich auch gegangen und hab daher keien aktuellen Zahlen) wurden von 5 Leuten in dem Jahrgang 2 nicht übernommen, obwohl alle gut waren.

Einen Beamten bindet man sich leider nicht gerne ans Bein. Problem daran: Du kommst unheimlich schwer in einen anderen Betrieb rein, da meist genau auf Dein Ausbildungsunternehmen gerichtet ausgebildet wirst.

Und das "Studium" von denen war echt ein Witz, also keinesfalls mit FH/Uni zu vergleichen. Die gingen zwar auf eine sogenannte "FH", aber deren Lerninhalte waren echt auf Berufsschulniveau. Also ich würde es keinem empfehlen.

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28. Juni 2005 um 7:25
In Antwort auf lilalaunemaus

Übernahmegarantie..
die hast Du nicht. Ich hab in einem Unternehmen gearbeitet, wo Dipl.-Verwaltungsfachwirte ausgebildet werden und bis 2002 immer alle nach der Ausbildung übernommen wurden (ausser sie waren halt wirklich schlecht) und 2003 (da bin ich auch gegangen und hab daher keien aktuellen Zahlen) wurden von 5 Leuten in dem Jahrgang 2 nicht übernommen, obwohl alle gut waren.

Einen Beamten bindet man sich leider nicht gerne ans Bein. Problem daran: Du kommst unheimlich schwer in einen anderen Betrieb rein, da meist genau auf Dein Ausbildungsunternehmen gerichtet ausgebildet wirst.

Und das "Studium" von denen war echt ein Witz, also keinesfalls mit FH/Uni zu vergleichen. Die gingen zwar auf eine sogenannte "FH", aber deren Lerninhalte waren echt auf Berufsschulniveau. Also ich würde es keinem empfehlen.

Übernahmegarantie
hat man heute nirgendwo mehr das ist schon klar. Darum habe ich auch geschrieben "praktisch Übernahmegarantie" denn in welchem Bereich werden denn komplette Studienjahrgänge übernommen wenn nicht im Beamtenbereich? Bekomme ich diese Chance nach einem Studium? Da ist doch meist der Einstieg in den Beruf etwas steiniger.

Das Argument das es Berufschulnivau ist kann ich nicht teilen. Wenn ja auch gut, umso weniger muss ich lernen. Ich kenne aber einige Rpfl. und Anwärter und weiß das es die Ausbildung sehr in sich hat. Du bekommst inhaltlich ein Wissen wie beim Jura Studium nur in kürzerer Zeit. So einfach sollte man das nicht hinstellen.

Das mit dem zielgerichteten Ausbilden kann ich mir vorstellen, das man da (falls man dann doch nicht übernommen wird es doch nicht so leicht hat) aber dafür habe ich ja vorher schon eine kaufmännische Ausbildung gemacht und jetzt 2 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Und deswegen habe ich auch nichts zu verlieren, weil ich zugungsten eines derartigen Studiums nichts aufgebe, da ich ja jetzt mit meinem Job ohnehin aufhöre um die FH-Reife bis Studienbeginn zu machen.

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28. Juni 2005 um 7:53
In Antwort auf gruseldi

Übernahmegarantie
hat man heute nirgendwo mehr das ist schon klar. Darum habe ich auch geschrieben "praktisch Übernahmegarantie" denn in welchem Bereich werden denn komplette Studienjahrgänge übernommen wenn nicht im Beamtenbereich? Bekomme ich diese Chance nach einem Studium? Da ist doch meist der Einstieg in den Beruf etwas steiniger.

Das Argument das es Berufschulnivau ist kann ich nicht teilen. Wenn ja auch gut, umso weniger muss ich lernen. Ich kenne aber einige Rpfl. und Anwärter und weiß das es die Ausbildung sehr in sich hat. Du bekommst inhaltlich ein Wissen wie beim Jura Studium nur in kürzerer Zeit. So einfach sollte man das nicht hinstellen.

Das mit dem zielgerichteten Ausbilden kann ich mir vorstellen, das man da (falls man dann doch nicht übernommen wird es doch nicht so leicht hat) aber dafür habe ich ja vorher schon eine kaufmännische Ausbildung gemacht und jetzt 2 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Und deswegen habe ich auch nichts zu verlieren, weil ich zugungsten eines derartigen Studiums nichts aufgebe, da ich ja jetzt mit meinem Job ohnehin aufhöre um die FH-Reife bis Studienbeginn zu machen.

Ja, da
hast Du schon recht, bei Deiner Vorbildung würdest Du im Fall der Nicht-Übernahme sicher auch was anderes bekommen.

Mich hat diese Beamten-Mentalität (Was? Ich soll arbeiten ?!? Hier wird's echt immer schlimmer...) in meinem Betrieb immer sehr gestört, aber vielleicht ist es ja nicht überall so.

Ein "Wissen wie beim Jura-Studium" kann ich mir nicht vorstellen, ich kenn einige, die Jura studieren (an der Uni) und es ist schon bei denen so, dass sie Unmengen an Stoff haben und extreme Durchfallquoten und die meiste Zeit am Lernen sind. Und wie soll man das denn noch ohne Einbußen komprimieren? Glaub nicht, dass das geht.

Ich kann wie gesagt nur was über Dipl.-Verwaltungswirte sagen, und die hatten häufig so spannende Lerninhalte wie Formulare richtig auszufüllen.

Mein Chef war damals der Meinung, ich sollte mich in den betriebsinternen Schulungen dazusetzen (um mal mitzukriegen, was die so machen), in denen der "FH"-Stoff nochmal wiederholt wurde, und da wurde !ernsthaft! erklärt, wie man welche Formulare auszufüllen hat, und diese Formulare waren sogar selbsterklärend!

Jeder hat gepennt, der Referent war ein alter, selbstgefälliger Sack, der wohl sehr stolz darauf war, ein Formular ausfüllen zu können.

Whatever, den Verwaltungswirt zu machen, würde ich keinem empfehlen, der was anspruchsvolles machen will. Wenn Du allerdings nach der Ausbildung übernommen wirst, hast Du ein schönes Leben, soweit ich mich erinnern kann, steigen die relativ hoch ein, Du musst kaum Überstunden schieben, bist praktisch unkündbar etc.

Viel Spaß und Erfolg mit Deinen Bewerbungen!

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