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Studenten streiken in Bremen

1. Januar 2004 um 14:46

Die Situation in Bremen :
Die Verwaltungsgebühren werden um 50 Euro/Semester erhöht - Das Geld fliesst aber nicht zurück sondern in den Bremer staatl. Gesamt-Haushalt
bzw. die Budget-Streichungen meines Wissens um die
6 % werden damit abgefedert.
Des weiteren sind Studienkonten geplant:
Ab Semsester x über Regelstudienzeit
(z.B. 14./15.Semester) sollen 500 Euro/Semester
bezahlt werden und beim/fürs Zweitstudium ab Beginn.

Die Vollversammlung der Bremer Uni-Studenten/Studentinnen hat Anfang Dezember beschlossen : Streiken mit kreativer Form des Protestes, wie den 24 Stundenlauf am Hauptbahnhof der StuGa Sport-Studenten
Fachhochschul-Studenten waren im Streik mit
Lehrveranstaltungen in Strassenbahnen, 24 Stunden-Lehrveranstaltungen, Veranstaltungen am Flughafen
...aber wegen in Relation zur GesamtStudierendenAnzahl zu geringer Beteiligung
und aus anderen plausiblen Gründen/Nöten
wurde in einer Folge- VV der Streik beendet.
Na ja , so gruppen(un)dynamische Prozesse...

aber ich denke nichtsdestotrotz beteiligen sich Fachhochschüler am Uni-Streik, so er denn Anfang Januar fortgesetzt wird.
In einen anderen Zusammenhang in einen anderen Portal habe ich Bürgern was gepostet, weil einer schrieb,
Studenten können ja auch mal was zahlen

und das stelle ich hier mal zur Diskussion mit der

FRAGE, WIE ES IN EUREN BUNDESLÄNDERN MIT
STUDIENGEBÜHREN jetzt und in Zukunft AUSSIEHT.

(Erhebung von Studiengebühren ist doch lt. Bundesgesetz verboten , oder irre ich mich ---
Läuft das also bisher alles über Verwaltungs- und anderen Gebühren ?)

Studenten zahlen in Bremen je Semester(=Halbjahr)
bereits 130 Euro diverse Gebühren zusammengenommen.
Dafür erhalten sie NICHT 6 Monate Unterricht, sondern deren guten 3 Monate (max. 4).
Rest: Selbststudiumzeiten und Ferienzeiten
(Unterrichtsausfälle mal ausgeklammert)

Im Jahr zahlt der vielleicht auf 400 Euro-Basis/Monat "nebenbei" sich selbst finanzierende arbeitende Student also jetzt schon immerhin
ca. 260 Euro.
Zukunft geplant:
+ 50 Euro
+ 50 Euro
= 360 Euro

Ein Beispiel Student xy:
Monatl. Fixkosten:
200 Euro Warmmiete (...meist nur in WG möglich)
70 Euro Krankenkasse
Nix mit Auto !
------------------------
= 270 Euro Fixkosten
Essen ? Kleidung ? Kultur ? Mobilität(Urlaub?)?
Lehrbücher ? Anderes ?
STUDIENGEBÜHREN ? Woher nehmen, wenn nicht... .

Und für was ?
Immer weniger Lehrende = immer weniger Lehre
Sowieso immer weniger fachlich kompetente Lehre
von weniger motivierten Kräften mit immer weniger interessanter Didaktik immer weniger aktuell.
(Wobei: Es gibt ja noch genügend gute Profs und Lehrbeauftragte)
Unterricht in überfüllten Räumen.
An der FH gibt es Räume die gerademal
ca. 30 qm gross sind, oft für über 60 Studenten.

Sollen wir das auf uns sitzen lassen, ja ?
Und ohne zu Murren Gebühren zahlen, die nicht der Abhilfe dieser Situation dienen, ja ?
Die Uni- und Fachhochschul-Budgets werden
zusammengestrichen, verkleinert.
Geisteswissenschaftliche Fächer z.B. Sozialpädagogik/Soziale Arbeit
werden von verantwortlicher Seite
als förderungsunwürdig betrachtet, denn:
Nur Wirtschaft bringt Kohle,Kohle,Kohle.
Aber sich dann via Boulevard-Medien beschweren,
wie es um Jugendliche bestellt ist
und über wachsende Kriminalität !

Das sind Aspekte, die ich nochmal gerne
zu Bedenken gebe, bevor man sagt/postet:
"Studenten zahlen nicht drauf".

Mit Gruß,
Herr Rossi, der das Glück sucht




P.S.: Ich bin Single und suche eine nette Studentin aus Bremen, die einen Pleitegeier, jung, aber undynamisch und erfolglos, das Wasser reichen kann
aber nicht muß, na ja, wie auch immer...

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2. Januar 2004 um 20:56

Contra
Das über die Regelstudienzeit ein Betrag mehr gezahlt werden soll, finde ich sehr gut. Wie viele Studenten studieren hier über 5 Jahre, viele sind im 8. Jahr. Jeden Tag Party, nichts lernen, sich von den Eltern aushalten lassen - deren Art zu leben. Am besten für immer. Und am Ende versagen sie nach Jahren ihres "Studiums", haben nichts in der Tasche, heulen sich aus, und gehen auf die Strasse, damit ihnen noch mehr Leute das Geld in den ..... schieben. Und gerade Bremen soll ja bekanntlich geringe Absolventenquoten haben.

Es gibts Bafög, Sozialhilfe für Studenten, Stipendien. Ihr könnt auf Lohnsteuerkarte in den Semesterferien arbeiten, die ja bekanntlich monatelang gehen. Die Lohnsteuer bekommt ihr dann sowieso voll bei der Einkommensteuer wieder. Unterstützung der Eltern, diverse Vergünstigungen wie Fahrkarten, ermäßigte Eintritte.

"Studiengebühren - für was" ??? Das fragst du noch? Hey, du hättest wohl gern noch ein Gehalt dafür, dass du da rumsitzt? Sei froh, wenn du studieren kannst! Was glaubst du, wieviel du dem Staat monatlich kostest! Ersteinmal die Professoren mit überdurchnittlich gutem Gehalt. Dann die Uni, die Instandhaltungskosten, die Anschaffungen, z.B von PCs, die ihr ja umsonst nutzen dürft um im Internet zu surfen. Ihr habt Kinos in den Unis, was glaubst du, wer die Filme zahlt, von der nicht eingenommenen Lohnsteuer, den Sozialabgaben, die du zahlen müsstest wenn du normal arbeiten gehen würdest mal abgesehen.

15000-25000 Dollar müssen Studenten in Amerika für ihr Studium jährlich zahlen. Da sind 50 Euro mehr ein Witz!!!

Aber geht ihr mal auf die Strasse anstatt zur Uni. Und solltet ihr damit durchkommen, wird es die Uni Bremen in ein paar Jahren nicht mehr geben, wenn sie in 2004/2005 5 Millionen einsparen müssen! Ja, ihr tut wirklich viel für eure Uni.

Rhapsody

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2. Januar 2004 um 22:01
In Antwort auf rhapsody

Contra
Das über die Regelstudienzeit ein Betrag mehr gezahlt werden soll, finde ich sehr gut. Wie viele Studenten studieren hier über 5 Jahre, viele sind im 8. Jahr. Jeden Tag Party, nichts lernen, sich von den Eltern aushalten lassen - deren Art zu leben. Am besten für immer. Und am Ende versagen sie nach Jahren ihres "Studiums", haben nichts in der Tasche, heulen sich aus, und gehen auf die Strasse, damit ihnen noch mehr Leute das Geld in den ..... schieben. Und gerade Bremen soll ja bekanntlich geringe Absolventenquoten haben.

Es gibts Bafög, Sozialhilfe für Studenten, Stipendien. Ihr könnt auf Lohnsteuerkarte in den Semesterferien arbeiten, die ja bekanntlich monatelang gehen. Die Lohnsteuer bekommt ihr dann sowieso voll bei der Einkommensteuer wieder. Unterstützung der Eltern, diverse Vergünstigungen wie Fahrkarten, ermäßigte Eintritte.

"Studiengebühren - für was" ??? Das fragst du noch? Hey, du hättest wohl gern noch ein Gehalt dafür, dass du da rumsitzt? Sei froh, wenn du studieren kannst! Was glaubst du, wieviel du dem Staat monatlich kostest! Ersteinmal die Professoren mit überdurchnittlich gutem Gehalt. Dann die Uni, die Instandhaltungskosten, die Anschaffungen, z.B von PCs, die ihr ja umsonst nutzen dürft um im Internet zu surfen. Ihr habt Kinos in den Unis, was glaubst du, wer die Filme zahlt, von der nicht eingenommenen Lohnsteuer, den Sozialabgaben, die du zahlen müsstest wenn du normal arbeiten gehen würdest mal abgesehen.

15000-25000 Dollar müssen Studenten in Amerika für ihr Studium jährlich zahlen. Da sind 50 Euro mehr ein Witz!!!

Aber geht ihr mal auf die Strasse anstatt zur Uni. Und solltet ihr damit durchkommen, wird es die Uni Bremen in ein paar Jahren nicht mehr geben, wenn sie in 2004/2005 5 Millionen einsparen müssen! Ja, ihr tut wirklich viel für eure Uni.

Rhapsody

Schlecht informiert?
Hallo Rhapsody!

In dem Startpost wird so ziemlich das beschreiben, was bei meinem Freund auch gerade in Hessen abgeht. 50 EUR Sem.gebühren obendrauf, die in den hess. Landeshaushalt fließen. Ab dem 5. Semester über Regelstudienzeit 500 EUR Gebühren gestaffelt bis 900 EUR. Zweitstudium 1400 EUR/pro Semester.

Erstmal gibt es sicher ein Menge Studenten, die mehr als 5 Jahre studieren, da viele Studiengänge bereits 5 Jahre+ Regelstudienzeit (zB Medizin) haben.
Aus deinem Post geht hervor, dass du ein Studium für einen Spaziergang hälst und jeder Hans und Franz bis zum Ende durchkommt, das lasse ich mal so im Raum stehen

Sicher gibt es Bafög, aber das bekommt nicht jeder und kaum einer über die Regelstudienzeit hinaus. Die Höchstgrenze von 585 EUR (nicht bei den Eltern wohnend, selbst krankenversichert, die Hälfte davon als Darlehen!!) bekommen die wenigsten. Sozialhilfe für Studenten? Da bist du äußerst schlecht informiert (und um gleich das nächste Gerücht auszumerzen: Wohngeld kriegen Studenten auch keins). Stipendien... wenn in Deutschland nur noch gut Betuchte und Hochbegabte studieren sollen, könnte man das als Argument anführen.
Monatelange Semesterferien hieße besser "2 Wochen mehr als ein Monat", die von den meisten meiner Kommilitonen und mir zum Geldverdienen genutzt werden. Im nächsten Jahr habe ich gar keine Sem.ferien durch ein unentgeltliches 38-Wochenstunden-Praktikum, neben dem ich Arbeiten muß, damit die Kohle reicht. Sonst ade Studium! Und unter Umständen in meinem Fall 2 Jahre in den Sand gesetzt.

Studiengebühren gibt es nur aus einem Grund: verfehlte Politik der letzten Jahre an denen auszulassen, die eine ohnehin schon geringe Lobby haben.
Wenn das Geld wenigstens den Hochschulen zur Verfügung stehen würde... dem ist aber nicht so. Im Gegenteil, die Etats der Unis und FHs werden noch gekürzt. Was nur noch mehr zur Verschlechterung der Studienbedingungen führt (aber unbesetzte Professoren-Stellen machen ja nix, studieren wir halt noch ein paar Jährchen länger, weil wir den Schein dann nicht machen können und zahlen das dann durch Langzeitstudiengebühren - aha, der Staat denkt sich was dabei...). Das Schlimmste ist aber, dass der Zugang zu Hochschulen erschwert wird.
Also die Grundkosten für ein Studium steigen, das heißt ein Student muß seine Einnahmen erhöhen, in der Regel mit mehr Wochenstunden. Diese Zeit fehlt bei vor-/nachbereiten/lernen. Die Konsequenz: die Regelstudienzeit wird überschritten. Bei einem Bafögempfänger wird es jetzt verdammt eng. Er muss noch mehr arbeiten. Die Konsequenz: wir tasten uns langsam an die Langzeitstudiengebühren und so weiter und so fort.

"15000-25000 Dollar müssen Studenten in Amerika für ihr Studium jährlich zahlen. Da sind 50 Euro mehr ein Witz!!!"
Der Vergleich hinkt ja wohl absolut! Wollen wir eine noch differenziertere 2-Klassen-Gesellschaft, als wir sie eh schon haben (zB im Gesundheitssystem: Privat- vs. Kassenpatienten)? Sollen sich die begabten Kinder einer Mittelstandsfamilie oder aus den untersten Schichten etwa ihr Studium auch durch ein Football-Stipendium finanzieren??? Die Kluft zwischen arm und reich ist schon riesig, sie wird immer größer und die Leute, die es sich überhaupt noch leisten können, zu studieren oder ihren Kindern ein Studium zu ermöglichen, wirst du bald an ein paar Händen abzählen können!

Apropos seinen Kindern Studium ermöglichen: welche Eltern können das eigentlich noch? Ich kriege keinen Cent von meinen Eltern, mein Freund und vieler meiner Kommilitonen ebenfalls nicht. Aber nicht, weil meine Eltern das nicht wollen, nein, weil sie es nicht KÖNNEN! Ich hatte im letzten Semester eine 36h-Woche an der FH und bin nebenher noch 12h die Woche arbeiten gegangen. Gelernt hab ich dann in meiner ach so großen "Freizeit". Wann soll da bitte schön noch der Raum für "Jeden Tag Party, nichts lernen, sich von den Eltern aushalten lassen" sein??

Ich glaube, du bist alles in allem nicht wirklich informiert. Erst denken, dann posten!

Superbugie

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3. Januar 2004 um 0:56
In Antwort auf Superbugie

Schlecht informiert?
Hallo Rhapsody!

In dem Startpost wird so ziemlich das beschreiben, was bei meinem Freund auch gerade in Hessen abgeht. 50 EUR Sem.gebühren obendrauf, die in den hess. Landeshaushalt fließen. Ab dem 5. Semester über Regelstudienzeit 500 EUR Gebühren gestaffelt bis 900 EUR. Zweitstudium 1400 EUR/pro Semester.

Erstmal gibt es sicher ein Menge Studenten, die mehr als 5 Jahre studieren, da viele Studiengänge bereits 5 Jahre+ Regelstudienzeit (zB Medizin) haben.
Aus deinem Post geht hervor, dass du ein Studium für einen Spaziergang hälst und jeder Hans und Franz bis zum Ende durchkommt, das lasse ich mal so im Raum stehen

Sicher gibt es Bafög, aber das bekommt nicht jeder und kaum einer über die Regelstudienzeit hinaus. Die Höchstgrenze von 585 EUR (nicht bei den Eltern wohnend, selbst krankenversichert, die Hälfte davon als Darlehen!!) bekommen die wenigsten. Sozialhilfe für Studenten? Da bist du äußerst schlecht informiert (und um gleich das nächste Gerücht auszumerzen: Wohngeld kriegen Studenten auch keins). Stipendien... wenn in Deutschland nur noch gut Betuchte und Hochbegabte studieren sollen, könnte man das als Argument anführen.
Monatelange Semesterferien hieße besser "2 Wochen mehr als ein Monat", die von den meisten meiner Kommilitonen und mir zum Geldverdienen genutzt werden. Im nächsten Jahr habe ich gar keine Sem.ferien durch ein unentgeltliches 38-Wochenstunden-Praktikum, neben dem ich Arbeiten muß, damit die Kohle reicht. Sonst ade Studium! Und unter Umständen in meinem Fall 2 Jahre in den Sand gesetzt.

Studiengebühren gibt es nur aus einem Grund: verfehlte Politik der letzten Jahre an denen auszulassen, die eine ohnehin schon geringe Lobby haben.
Wenn das Geld wenigstens den Hochschulen zur Verfügung stehen würde... dem ist aber nicht so. Im Gegenteil, die Etats der Unis und FHs werden noch gekürzt. Was nur noch mehr zur Verschlechterung der Studienbedingungen führt (aber unbesetzte Professoren-Stellen machen ja nix, studieren wir halt noch ein paar Jährchen länger, weil wir den Schein dann nicht machen können und zahlen das dann durch Langzeitstudiengebühren - aha, der Staat denkt sich was dabei...). Das Schlimmste ist aber, dass der Zugang zu Hochschulen erschwert wird.
Also die Grundkosten für ein Studium steigen, das heißt ein Student muß seine Einnahmen erhöhen, in der Regel mit mehr Wochenstunden. Diese Zeit fehlt bei vor-/nachbereiten/lernen. Die Konsequenz: die Regelstudienzeit wird überschritten. Bei einem Bafögempfänger wird es jetzt verdammt eng. Er muss noch mehr arbeiten. Die Konsequenz: wir tasten uns langsam an die Langzeitstudiengebühren und so weiter und so fort.

"15000-25000 Dollar müssen Studenten in Amerika für ihr Studium jährlich zahlen. Da sind 50 Euro mehr ein Witz!!!"
Der Vergleich hinkt ja wohl absolut! Wollen wir eine noch differenziertere 2-Klassen-Gesellschaft, als wir sie eh schon haben (zB im Gesundheitssystem: Privat- vs. Kassenpatienten)? Sollen sich die begabten Kinder einer Mittelstandsfamilie oder aus den untersten Schichten etwa ihr Studium auch durch ein Football-Stipendium finanzieren??? Die Kluft zwischen arm und reich ist schon riesig, sie wird immer größer und die Leute, die es sich überhaupt noch leisten können, zu studieren oder ihren Kindern ein Studium zu ermöglichen, wirst du bald an ein paar Händen abzählen können!

Apropos seinen Kindern Studium ermöglichen: welche Eltern können das eigentlich noch? Ich kriege keinen Cent von meinen Eltern, mein Freund und vieler meiner Kommilitonen ebenfalls nicht. Aber nicht, weil meine Eltern das nicht wollen, nein, weil sie es nicht KÖNNEN! Ich hatte im letzten Semester eine 36h-Woche an der FH und bin nebenher noch 12h die Woche arbeiten gegangen. Gelernt hab ich dann in meiner ach so großen "Freizeit". Wann soll da bitte schön noch der Raum für "Jeden Tag Party, nichts lernen, sich von den Eltern aushalten lassen" sein??

Ich glaube, du bist alles in allem nicht wirklich informiert. Erst denken, dann posten!

Superbugie

Nun denn...
Du wirst es kaum glauben, aber ich habe deinen Beitrag gelesen, und wirklich, ich habe sogar darüber nachgedacht, übrigens genauso, wie ich gedacht habe, als ich meinen geschrieben habe, auch wenn du es bezweifelst.

Ich bin bestimmt schlechter informiert wie du, da ich kein Student bin. Aber danke für die Aufklärung.

Wenn ich dich zitieren darf:
"Aus deinem Post geht hervor, dass du ein Studium für einen Spaziergang hälst und jeder Hans und Franz bis zum Ende durchkommt,..."

Wie kommst du darauf, dass ich das denken würde? Im Gegenteil! Habe ich nicht über die Absolventenquote in Bremen geschrieben?

Ich bin eher der Meinung, dass Hinz und Kunz studieren kann. In meinem Jahrgang zum Beispiel haben gerade einmal 2 eine Ausbildung begonnen, der Rest ist studieren gegangen. Die Anforderungen an ein Studium sind so gering, dass die Unis einfach überfüllt sind. Korrigier mich wenn ich falsch liege.

Ehrlich, aus meinem Bekanntenkreis war einer, der sich intensiv um sein Studium gekümmert hat, der Rest war zweimal die Woche in der Uni, einmal davon im Kino (studieren Geologie). Denen ist es vollkommen egal, wie lange sie noch studieren, bekommen monatlich 500 Euro von ihren Eltern, machen Excursionen nach Alaska etc. Tja, und Leute wie du müssen dann darunter leiden.

Mit der Sozialhilfe hatte ich wirklich Unrecht, gibt es nicht.

Zu den Semesterferien: In meinem Land sind es 3 Monate!

Der Grund für die Studiengebühr ist mir bekannt. Uns allen ist bekannt, wie es dem Staat geht. Letztes Jahr waren es die alleinstehenden Mütter denen es an den Kragen ging, jetzt sind es die Studenten. Wir alle zahlen doch drauf!

Ja, ihr wehrt euch dagegen, indem ihr auf die Straße geht. Nur, ich zum Beispiel zahle ab diesem Jahr 50 Euro mehr Krankenkassenbeiträge, dazu noch die 10 Euro pro Quartal an meinen Arzt. Das sind dann 60 Euro. Ihr auch? Ich arbeite wöchentlich 40 Stunden (die Überstunden lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen). Ich würde gerne noch eine Fortbildung machen, die mich aber an die 5000 Euro kosten würde, ausserdem 2 Jahre gehen würde, meine Eltern würden mich dabei nicht unterstützen (können). Würde ich auch garnicht auf die Idee kommen. Dann müsste ich neben meinem 40 Stunden-Job noch Hausarbeiten erledigen - sagen wir mal 2 Stunden. Da bleibt kaum Zeit zum Lernen. Besonders wenn die Kurse Samstags und Sonntags stattfinden, einmal Donnertags. Das zu mir, und ich gehe deshalb nicht auf die Strasse. Da habe ich garkeine Zeit zu!

Ach ja, die Rentner habe ich ganz vergessen! Die bekommen dieses Jahr auch keine Anpassung!

Die allgemeine Situation ist zur Zeit sehr bescheiden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es nicht einfach für viele von euch sein wird, viele werden abbrechen, weil sie es sich nicht mehr leisten können. Die Zukunftaussichten für ganz Deutschland sind miserabel. Allein die Arbeitslosen zur Zeit, und ich denke auch, durch die Gebühren werden es bald mehr sein.

Vielleicht (wieder) etwas wirr geschrieben, aber ist ja schon spät! Ich bin in meinem ersten Beitrag, auch in diesem hier, von meinem Umfeld ausgegangen, denn wie ich schon geschrieben habe, kenne ich (fast) nur Studenten, auf das dies zutraf. Auf dich nun nicht, auf viele andere hier vielleicht auch nicht. Die und dich habe ich damit auch nicht angesprochen. Aber gut zu wissen, und auch einleuchtend, warum man gegen die Gebühren sein kann. Nur, was will man dagegen machen ?
Wieder klassivizieren? Nach Einkommen abrechnen?

Vielleicht hätte ich dies auch alles nicht schreiben sollen, da ich vielleicht deiner Meinung nach wieder nicht nachgedacht habe, aber dann schiebs halt wieder auf "nicht informiert", denn mir schwirrt der Kopf

Rhapsody


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6. Januar 2004 um 22:48
In Antwort auf rhapsody

Contra
Das über die Regelstudienzeit ein Betrag mehr gezahlt werden soll, finde ich sehr gut. Wie viele Studenten studieren hier über 5 Jahre, viele sind im 8. Jahr. Jeden Tag Party, nichts lernen, sich von den Eltern aushalten lassen - deren Art zu leben. Am besten für immer. Und am Ende versagen sie nach Jahren ihres "Studiums", haben nichts in der Tasche, heulen sich aus, und gehen auf die Strasse, damit ihnen noch mehr Leute das Geld in den ..... schieben. Und gerade Bremen soll ja bekanntlich geringe Absolventenquoten haben.

Es gibts Bafög, Sozialhilfe für Studenten, Stipendien. Ihr könnt auf Lohnsteuerkarte in den Semesterferien arbeiten, die ja bekanntlich monatelang gehen. Die Lohnsteuer bekommt ihr dann sowieso voll bei der Einkommensteuer wieder. Unterstützung der Eltern, diverse Vergünstigungen wie Fahrkarten, ermäßigte Eintritte.

"Studiengebühren - für was" ??? Das fragst du noch? Hey, du hättest wohl gern noch ein Gehalt dafür, dass du da rumsitzt? Sei froh, wenn du studieren kannst! Was glaubst du, wieviel du dem Staat monatlich kostest! Ersteinmal die Professoren mit überdurchnittlich gutem Gehalt. Dann die Uni, die Instandhaltungskosten, die Anschaffungen, z.B von PCs, die ihr ja umsonst nutzen dürft um im Internet zu surfen. Ihr habt Kinos in den Unis, was glaubst du, wer die Filme zahlt, von der nicht eingenommenen Lohnsteuer, den Sozialabgaben, die du zahlen müsstest wenn du normal arbeiten gehen würdest mal abgesehen.

15000-25000 Dollar müssen Studenten in Amerika für ihr Studium jährlich zahlen. Da sind 50 Euro mehr ein Witz!!!

Aber geht ihr mal auf die Strasse anstatt zur Uni. Und solltet ihr damit durchkommen, wird es die Uni Bremen in ein paar Jahren nicht mehr geben, wenn sie in 2004/2005 5 Millionen einsparen müssen! Ja, ihr tut wirklich viel für eure Uni.

Rhapsody

Sehr schlau
Du weißt aber schon, daß seit Jahren an Dozenten und Veranstaltungen so derartig gespart wird, daß es fast ein Kunststück ist, in der Regelstudienzeit fertig zu werden?
Dir ist aber schon klar, daß bei einem derartigen Minieinkommen eines Studenten die 50 ct Rabatt auf die Kinokarte nicht wirklich groß was ausmachen? Ich war, seit ich studiere, nicht einmal im Urlaub.
Dir ist auch sicher bewußt, daß die Studiengebühren der Ami-Studenten in IHRE Uni fließen und nicht wie bei uns in andere Haushaltslöcher, während an unseren Universitäten weiterhin Personal weggekürzt wird? Sogar im BAFÖG-Amt wird reduziert! habe wegen Personalmangel schon seit 4 Monaten keinen Cent mehr gesehen! Toll ist das!

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7. Januar 2004 um 8:15

In Niedersachsen
haben wir den von Dir beschriebenen Zustand schon lange.
Die Verwaltungsgebühren wurden 1999 um 100DM erhöht. 500 Euro für Langzeitstudenten sind seit einem Jahr fällig.
Geholfen hat es gar nichts. Jetzt wird überlegt für alle studenten Studiengebühren einzuführen.

Gruß

Reddevil

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7. Januar 2004 um 15:48

WIE KÖNNEN STUDIS DENN STREIKEN???
Ein STREIK ist eine LEISTUNGSverweigerung.....wie also können Studenten streiken!?
Ich finde die Situation auch nicht witzig (habe selbst studiert und hart nebenbei gearbeitet, aber ein STREIK ist keine Lösung. Wie wäre es mit Brainstormings, Petitionen, Erstellung von Lösungsmodellen à la Synergienerschaffung (Zusammenlegung der Unis - wieso 10 Unis/FHs im Umkreis von 100 km???), Kosteneffizienz etc.
Gibt doch sicher genug BWL und VWLer unter Euch ... herrje, immer diese destruktiven Vorgehensweisen!

*Motz*

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