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Panik vor Entscheidung: Studium /Ausbildung.. oder gar nicht fähig für sozialen Bereich?

16. Februar 2006 um 9:19

Ich habe letzes Jahr Abitur am Gymnasium gemacht und mache seit Januar ein verkürztes FSJ bei einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt im Bereich Kommunale Jugendarbeit machen. Eigentlich wollte ich dies als Vorpraktikum für mein Sozialpädagogik Studium nutzen. Nun stellt sich bei mir aber die Frage, ob ich nicht lieber eine Ausbildung zur Erzieherin mache. Zwar war ich sehr gut in der Schule, aber ich möchte lieber etwas Praktisches machen, als mich wieder mit Lernen, Prüfungsstress usw beschäftigen. Zudem gäbe es ja die Möglichkeit ein Studium an die Ausbildung anzuschließen.Andererseits habe ich erfahren, dass die Ausbildung zur Erzieherin in den meisten Bundesländern eine 2jährige Vollzeitschulausbildung + 1 Jahr Praktikum umfasst, was meinem Wunsch nach praktischer Tätigkeit demnach nur teilweise nachkäme. Trotzdem wird der Ausbildungsweg sicherlich praktischer orientiert sein als ein Studium, selbst wenn es an einer Fachhochschule ist!?Ich habe auch in Erwägung gezogen mein FSJ zu verlängern und ggf anschließen zu studieren, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich dies nicht größtenteils tun würde, um die Entscheidung zu verzögern. Wie siehst du das? Wäre mir zu einem Studium zu raten ? Wie sind deine eigenen Erfahrungen?Die Arbeit ist zwar hart, aber es tut total gut was Praktisches zu machen und nicht Lern- und Prüfungsstress und -druck zu haben.
Jetzt muss ich aber ganz bald die Entscheidung treffen, ob ich wie eigentlich geplant ab WS diesen Jahres Sozialpädagogik an der Fachhochschule studiere (soll ja nicht ganz so abstrakt wie an der Uni sein??????!!!!!!) oder zuvor eine Ausbildung zur Erzieherin mache. Zwar ist die auch in den ersten zwei Jahren schulisch, aber inhaltlich echt machbar und natürlich viel "behüteter" als direkt zu studieren. Andererseit habe ich Panik, dass bis in 3 Jahren definitiv Studiengebühren eingeführt sind und bis dahin können mich meine Großeltern wahrscheinlich nicht mehr unterstützen.
Zudem weiß ich das bis dahin überall von Diplom auf Bachelor/Master umgestellt sein wird, und der Bachelor ist weniger wert als das Diplom, fordert aber mehr Leistunsüberprüfungen und ist "anstrengender".

Andererseits kriege ich totale Panikattacken wenn ich mir nur die Studienordnungen durchlese und auch bei dem Besuch der FHs als ich Studienberatunsgespräche gemacht habe, bekam ich regelrechte Panikattacken. Klar liegt das an meinen Erfahrungen und die Angst behindert mich, aber muss mir nicht unbedingt zeigen, dass FH-STudium falsch wäre. Ich bin wie besessen am Nachgrübeln und informieren, aber ich bin wie gelähmt was die Entscheidung angeht, weil ich so Panik habe die Falsche zu treffen!
Habe auch Angst, dass ich noch überhaupt gar nicht reif genug für ein Studium bin, erst recht nicht, weil ich dann schneller im Beruf bin und das im sozialen Bereih, wo ich selbst noch gar nicht mit mir klarkomme. Meine Hoffung ist , dass ich durch die 3 Jahre Ausbildung reife und dann besser mit dem Studium und mir selbst klarkomme, aber vielleicht will ich auch nur vor meiner Angst wegrennen!
Liebe Grüße, allegra

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17. Februar 2006 um 11:44

Hallöchen allegra85,
Also ich hab mich fürs Studium entscheiden, übrigens auch an ner FH.
Ich weiß zwar nicht, wie das bei Sozialpädagogik ist aber bei mir ist sehr viel Praxis dabei.
Zuerst brauchst Du nen Vorpraktikum, das hast Du ja schon erledigt mit dem FSJ.

Dann kommen meistens noch 2 Praxissemester, wann die sind ist ganz unterschiedlich. Bei mir im 5. und 8. Semester.

Und dann sind da ja noch die Semesterferien, bei mir sind das nochmal 15 Wochen im Jahr. Und wenn Du Dir dann nen Praktikum ö.ä. suchst, solltest Du Dir eigentlich keine Gedanken mehr darüber machen, dass Du keine Zeit hast, was praktisches zu machen.

Übrigens ist ein FH- Studium meistens sehr "verschult", dass heißt, Dir wird genau gesagt, in welchem Semester Du welchen Schein machen musst, Du kannst also gar nicht so viel falsch machen
Und nen FH- Studium dauert meistens auch nur 4 Jahre, und das 1 Jahr mehr macht den Kohl dann auch nicht mehr fett

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen,
Liebe Grüße, die Grinsekatze

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17. Februar 2006 um 15:47
In Antwort auf grinsekatze81

Hallöchen allegra85,
Also ich hab mich fürs Studium entscheiden, übrigens auch an ner FH.
Ich weiß zwar nicht, wie das bei Sozialpädagogik ist aber bei mir ist sehr viel Praxis dabei.
Zuerst brauchst Du nen Vorpraktikum, das hast Du ja schon erledigt mit dem FSJ.

Dann kommen meistens noch 2 Praxissemester, wann die sind ist ganz unterschiedlich. Bei mir im 5. und 8. Semester.

Und dann sind da ja noch die Semesterferien, bei mir sind das nochmal 15 Wochen im Jahr. Und wenn Du Dir dann nen Praktikum ö.ä. suchst, solltest Du Dir eigentlich keine Gedanken mehr darüber machen, dass Du keine Zeit hast, was praktisches zu machen.

Übrigens ist ein FH- Studium meistens sehr "verschult", dass heißt, Dir wird genau gesagt, in welchem Semester Du welchen Schein machen musst, Du kannst also gar nicht so viel falsch machen
Und nen FH- Studium dauert meistens auch nur 4 Jahre, und das 1 Jahr mehr macht den Kohl dann auch nicht mehr fett

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen,
Liebe Grüße, die Grinsekatze

Ich will dich nicht noch mehr verwirren,
aber da gäbe es eine dritte möglichkeit... man kann sozialpädagogik auch an einer berufsakademie studieren. wobei du jeweils abwechselnd drei monate theorie und praxis hast. du hast wie bei ner ausbildung eine feste ausbildungseinrichtung in der du jeweils 3 monate arbeitest. nach 2 jahren macht man die erzieherprüfung, nach 3 jahren hat man das diplom(bzw. bals bachlor). das ganze ist staatlich anerkannt und einem fh-abschluss gleichgestellt.du kannst in sämtlichen richtungen der soz. arbeit studieren vorrausgesezt du bekommst dort nen ausbildungsplatz (also z.b. auch kindertagesstätte, offenen jugendarbeit, heim, behindertenarbeit, straffällige, psychisch kranke, alte menschen...) und du bekommst während der ganzen zeit eine ausbildungsvergütung.
aber mach nicht den denkfehler, dass du dir durch ne ausbildung im sozialen bereich selbst helfen kannst. du solltest mit dir selbst im reinen sein, sonst gehst du unter und die probleme von klienten ziehen dich total runter. (weiß nicht ob ich deinen lezten abschnitt so richtig verstanden hab.. also falls nicht, bzw. falls es dir einfach ums reifer/erwachsener werden geht dann gilt das so natürlich nicht..)
falls du zur berufsakademie fragen hast dann frag einfach

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