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Nochmal Sackgasse Sozialberuf! Hilfe - plötzlich Vorstellungsgespräch bei ehemaligem Arbeitgeber!

20. Juli 2006 um 23:10

Jetzt hat es mich richtig erwischt!
Einerseits positiv - aber ....vielleicht weiß jemand Rat!
Ich hatte bereits in "Sackgasse Sozialberuf" über mein Berufspraktikum geschrieben, dieses Berufspraktikum ist ca. 3,4 Jahre her.
Ich habe es zum größten Teil in einer Wohneinheit eines christlichen Trägers absolviert.
Ich kam allerdings damals mit meinem Anleiter gar nicht klar, er hat mich nicht angeleitet und ich durfte nur schuften, ich habe mich gewehrt und er war so ein Typ, der einen immer hintenrum schlechtmacht und seine Position ausnutzt.
Ich konnte nicht mehr schlafen und war völlig fertig.


Seit dem Berufspraktikum hat sich mein Lebenslauf natürlich um einige Tätigkeiten erhöht (das Berufspraktikum wird übrigens von vielen Arbeitgebern gar nicht als "Berufserfahrung" angesehen, obwohl die Schufterei immens ist und man wird auch nach Tarif bezahlt).
Ich habe das Berufspraktikum im Lebenslauf jetzt nur noch Tätigkeit in einem bestimmten Bereich beschrieben, ohne den Namen des Arbeitgebers anzugeben.
Bei anderen Tätigkeiten nach dem Berufspraktikum habe ich den Namen des Arbeitgebers mit angegeben
Ich habe mich (mehr aus Spaß, hatte nicht angenommen, daß die sich melden!) auf eine ausgeschriebene Tätigkeit dieses Trägers in einer anderen Stadt in der Nähe beworben.

Jetzt haben sie mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen!

Sie wissen nicht, daß ich bei dem gleichen Träger damals in einer anderen Gruppe, drei Städte weiter, Berufspraktikum abgeleistet habe!
Ich habe jetzt Sorge, daß sie es irgendwie rauskriegen (durch Datenabgleich z.B).
Vielleicht rufen sie dann meinen ehemaligen Anleiter an, der immer noch breit und bräsig auf seinem Posten klebt und er macht mir alles kaputt!
Ich habe mir aber damals auf dieser Stelle nichts zuschulden kommen lassen, da bräuchte ich keine Bedenken zu haben, aber ich weiß, daß es nicht zu meinem Vorteil beruflich wäre, wenn direkt Auskunft über mich bei diesem Menschen eingeholt wird.
Ich habe den Vertrag damals von mir aus in "beiderseitigem Einvernehmen" auflösen lassen. Mir wurde nicht gekündigt.

Was meint ihr? Soll ich beim Vorstellungsgespräch darauf hinweisen, daß ich schon mal für den Träger gearbeitet habe, oder es drauf ankommen lassen?
Es gibt solche Stellen nur noch ganz selten, so etwas habe ich schon lange gesucht und der Arbeitsmarkt für Soz-Päds ist knapp.

L.G lamia

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20. Juli 2006 um 23:24

Zum besseren Verständnis....
Das Vorstellungsgespräch für mein Berufspraktikum hatte ich übrigens in der Wohneinheit bei meinen Anleitern direkt, 30km von der Zentrale des Trägers entfernt.

Dieses Vorstellungsgespräch habe ich nächste Woche direkt mit der Personalbeauftragten und dem jeweiligen Leiter der Einheit in der Zentrale.

L.G lamia

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21. Juli 2006 um 10:10

Schwierig
Ich gehe davon aus, dass sie dich spätestens beim Vorstellungsgespräch fragen werden, bei welchem Träger du dieses Praktikum abgeleistet hast. Spätestens dann lässt es sich nicht mehr verheimlichen. Und selbst wenn du jetzt noch drum rum kommst es zu erwähnen, kann es dich dann während der Probezeit erwischen.

Ich bin hinsichtlich diverser Vorstellungsgespräche und Bewerbungsschreiben mit der Strategie "ehrlich sein" immer am besten Gefahren. Vielleicht hast du ja Glück und er ist sowieso als kleiner Tyrann bekannt.
Allerdings noch zwei Dinge:
Lege dir eine Begründung zurecht, warum du den Träger nicht schon in der Bewerbung genannt hast und vermeide über deinen Anleiter zu lästern. Sag, ihr kamt nicht miteinander aus, hattet Differenzen und nenne vielleicht ein paar Beispiele.

Alles Gute
kratzamkopp

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21. Juli 2006 um 12:08
In Antwort auf kratzamkopp

Schwierig
Ich gehe davon aus, dass sie dich spätestens beim Vorstellungsgespräch fragen werden, bei welchem Träger du dieses Praktikum abgeleistet hast. Spätestens dann lässt es sich nicht mehr verheimlichen. Und selbst wenn du jetzt noch drum rum kommst es zu erwähnen, kann es dich dann während der Probezeit erwischen.

Ich bin hinsichtlich diverser Vorstellungsgespräche und Bewerbungsschreiben mit der Strategie "ehrlich sein" immer am besten Gefahren. Vielleicht hast du ja Glück und er ist sowieso als kleiner Tyrann bekannt.
Allerdings noch zwei Dinge:
Lege dir eine Begründung zurecht, warum du den Träger nicht schon in der Bewerbung genannt hast und vermeide über deinen Anleiter zu lästern. Sag, ihr kamt nicht miteinander aus, hattet Differenzen und nenne vielleicht ein paar Beispiele.

Alles Gute
kratzamkopp

Hallo kratzamkopp!
Also, ich werde auf jeden Fall kommende Woche das Vorstellungsgespräch wahrnehmen und mir eine Begründung überlegen, ich denke auch, daß ist angebracht!

Du meinst auch, ich solle besser im Vorstellungsgespräch von mir aus auf das Berufspraktikum hinweisen, bevor der Arbeitgeber es tut?

Noch eine Frage: Wie könnte es während der Probezeit rauskommen, daß ich schon mal beim Träger gearbeitet habe?
Ich glaube auch, daß die Stelle auf ein Jahr befristet ist (habe die Unterlagen grad nicht zur Hand).

Die Situation ist für mich der absolute Hammer, ich hätte nie im Leben geglaubt, daß ich von denen angerufen werde!
Und jetzt ist es passiert!
Jetzt muß ich mich erst mal entspannen....

L.G lamia

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22. Juli 2006 um 13:58
In Antwort auf lamia334

Hallo kratzamkopp!
Also, ich werde auf jeden Fall kommende Woche das Vorstellungsgespräch wahrnehmen und mir eine Begründung überlegen, ich denke auch, daß ist angebracht!

Du meinst auch, ich solle besser im Vorstellungsgespräch von mir aus auf das Berufspraktikum hinweisen, bevor der Arbeitgeber es tut?

Noch eine Frage: Wie könnte es während der Probezeit rauskommen, daß ich schon mal beim Träger gearbeitet habe?
Ich glaube auch, daß die Stelle auf ein Jahr befristet ist (habe die Unterlagen grad nicht zur Hand).

Die Situation ist für mich der absolute Hammer, ich hätte nie im Leben geglaubt, daß ich von denen angerufen werde!
Und jetzt ist es passiert!
Jetzt muß ich mich erst mal entspannen....

L.G lamia

Ich kenne
die ganze Situation natürlich nicht und in diesem Bereich kenne ich mich auch nicht aus.

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich fragen wo du es gemacht hast? Rein von der Beschreibung der Situation her würde ich sagen hoch, oder? Arbeitgeber wollen doch im Allgemeinen schon wissen wo man gearbeitet hat, außer es ist etwas völlig "artfremdes". Lass es vielleicht erst einmal auf dich zukommen. Ich kann mich noch an einige Bewerbungsgespräche erinnern, in denen ich nur zugelabert wurde und nicht eine einzige Frage gestellt wurde. Ich hatte teilweise das Gefühl, die hatten nicht mal in die Bewerbung rein geschaut.

Ich wollte dir damit nur sagen, dass du in keinem Fall lügen sollst und dich auf bestimmte Fragen einstellen sollst ("warum haben sie es nicht schon in der Bewerbung geschrieben?"). Die Tatsache, dass schon einmal bei diesem Träger ist ja eigentlich ein Grund dies besonders hervorzuheben, somit drängt sich die Frage auf, warum du es nicht gemacht hast.

Rauskommen könnte es, indem dein Anleiter erfährt, dass du dort arbeitest und sich enrsprechend äußert. Außerdem kann man sich auch schnell mal verplappern ("...das/den kenn ich..." Woher?).

Die Tatsache, dass du mit einem bestimmten Menschen in dieser Einrichtung nicht besonders gut ausgekommen bist, halte ich wirklich nicht für so schlimm, so was kommt einfach mal vor. Um so unangebrachter wäre es, in diesem Fall zu lügen. Außerdem: Wenn dein neuer AG dir wirklich einen Strick draus dreht, dann muss man sich überlegen, ob man dort überhaupt arbeiten will. Es ist absolut menschlich, dass man nicht mit jeder Person gut auskommt.

Alles Gute und ich würde mich freuen, wenn du dich meldest wie es gelaufen ist. Ich drück dir die Daumen!

lg
Stefanie

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25. Juli 2006 um 9:36
In Antwort auf kratzamkopp

Ich kenne
die ganze Situation natürlich nicht und in diesem Bereich kenne ich mich auch nicht aus.

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich fragen wo du es gemacht hast? Rein von der Beschreibung der Situation her würde ich sagen hoch, oder? Arbeitgeber wollen doch im Allgemeinen schon wissen wo man gearbeitet hat, außer es ist etwas völlig "artfremdes". Lass es vielleicht erst einmal auf dich zukommen. Ich kann mich noch an einige Bewerbungsgespräche erinnern, in denen ich nur zugelabert wurde und nicht eine einzige Frage gestellt wurde. Ich hatte teilweise das Gefühl, die hatten nicht mal in die Bewerbung rein geschaut.

Ich wollte dir damit nur sagen, dass du in keinem Fall lügen sollst und dich auf bestimmte Fragen einstellen sollst ("warum haben sie es nicht schon in der Bewerbung geschrieben?"). Die Tatsache, dass schon einmal bei diesem Träger ist ja eigentlich ein Grund dies besonders hervorzuheben, somit drängt sich die Frage auf, warum du es nicht gemacht hast.

Rauskommen könnte es, indem dein Anleiter erfährt, dass du dort arbeitest und sich enrsprechend äußert. Außerdem kann man sich auch schnell mal verplappern ("...das/den kenn ich..." Woher?).

Die Tatsache, dass du mit einem bestimmten Menschen in dieser Einrichtung nicht besonders gut ausgekommen bist, halte ich wirklich nicht für so schlimm, so was kommt einfach mal vor. Um so unangebrachter wäre es, in diesem Fall zu lügen. Außerdem: Wenn dein neuer AG dir wirklich einen Strick draus dreht, dann muss man sich überlegen, ob man dort überhaupt arbeiten will. Es ist absolut menschlich, dass man nicht mit jeder Person gut auskommt.

Alles Gute und ich würde mich freuen, wenn du dich meldest wie es gelaufen ist. Ich drück dir die Daumen!

lg
Stefanie

Hallo Kratzamkopp!
Das Vorstellungsgespräch war gestern wirklich am Ende der Welt und mein Computer hatte mir vorher die falsche Wegbeschreibung ausgedruckt, kein Wunder, denn es gibt offenbar zwei Straßen mit gleichem Namen und die Häuser haben alle keine Nummer!
Da war großes Raten angesagt.

Dann war ich emdlich da.
Eine Personalchefin war bei dem Gespräch anwesend und der Gruppenleiter der neuen Gruppe.
Der Gruppenleiter sah vom Erscheinungsbild her aus wie der andere Anleiter von vorher, also hager und voll ökomäßig (vielleicht werden bei dem Träger nur Gruppenleiter eingestellt, die askethisch und ökomäßig aussehen!).
Es stellte sich aber heraus, daß er sehr höflich war (das war der andere Anleiter von Anfang an nicht zu mir gewesen), das war schon mal positiv.
Er hat mich auch gefragt, ob ich mir nach dem Gespräch die Gruppe ansehen möchte und mal zum Hospitieren kommen möchte.

Einen sehr negativen Eindruck hatte ich von der Personalchefin, eine spießige Zicke, die viele blöde Fragen stellte und die offenbar eine Abneigung gegen studierte Leute hat (die können keinen Haushalt usw.).
Typischerweise sprach sie als Erstes meine Auslandsaufenthalte an (die teilweise mit meinem Diplomarbeitsthema verbunden sind).

Das ist typisch, daß kenn ich schon. Leute mit so einem Charakter versuchen gern mich auszuquetschen in Hinsicht Auslandsaufenthalte, in der Hoffnung ich würde dann am Ende als Surf- und Strand und Sangriaurlauber blöd dastehen, bei dem die Party grad vorbei ist.

Leider ist dies noch keinem gelungen, da man in der dritten Welt nicht so toll mit Schirmchen am Strand posieren kann, da viele Länder keine Infrastruktur haben.

Also: Ich kenne solche doofen Fragen- und Antwortspiele, ich denke sie rühren daher,daß der Fragestellende einfach nicht vorstellen kann, daß man als braver Deutscher weiter als bis Malle darf und dies auch bitte nur 2 Wochen.

Ich wurde von der Personalchefin nach dem Berufspraktikum dann doch gefragt und jetzt wissen sie Bescheid, daß ich schon mal bei dem Träger gearbeitet habe.
Ich habe gesagt, daß das Berufspraktikum selten diskutiert wird und oft nicht als Berufserfahrung zählt, daher hatte ich es nur am Rande erwähnt.
Das war damit dann auch abgehakt...

Jetzt habe ich am Donnerstag einen Hospitationstermin.
Nachteil der Stelle ist, daß es sehr weit abgelegen ist, aber es gibt auch einige positive Sachen.

Ich denke, wenn ich eine Absage bekommen sollte, wird es an der übereifrigen Personalchefin liegen, die dann bei meinem ehemaligen Anleiter angerufen hat.

L.G lamia

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