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Mondnacht von Joseph Freiherr von Eichendorff

3. Februar 2009 um 13:24

heyyy, wär echt super lieb wenn einer mal kurz lesen könnte und sagen könnte was falsch ist..
ach ja ist eine gedichtinterpretation...

erstmal das gedicht:

es war als hätt' der himmel
die erde still geküsst,
dass sie im blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

die luft ging durch die felder,
die ähren wogten sacht,
es rauschten leis' die wälder,
so sternklar war die nacht.

und meine seele spannte
weit ihre flügel aus,
flog die stillen lande,
als flöge sie nach haus.

Gedichtinterpretation:
Mondnacht von Joseph Freiherr von Eichendorff

Das Gedicht Mondnacht von Joseph Freiherr von Eichendorff handelt von Romantik und dem Wunsch nach einem wirklichen Zuhause.

In dem Gedicht wird die Suche nach einem Zuhause darstellt. Es handelt von handelt von Himmel und Erde. Die Erde träumt von dem Himmel, nachdem er sie küsste. Die Felder, Ähren und Wälder geben in der sternklaren Nacht ruhige Geräusche von sich und ihre Bewegungen sind sacht. Am Ende des Gedichtes spannt die Seele sinnbildlich die Flügel auf und fliegt davon, als würde sie nach Haus fliegen.

In der ersten Strophe wird eine romantische, verträumte Stimmung geschaffen, in dem der Autor gedanklich Vergleiche schafft und den Konjunktiv gebraucht.
Die zweite Strophe ist durch die Naturumschreibungen geprägt und wird zusätzlich durch verschiedene Sinneswahrnehmungen gestärkt.
In der dritten Strophe wird erstmals das lyrische Ich benutzt, besonders auf das Verhalten und die Stimmung und welche Empfindungen es dabei hat, wird ein Augenmerk gelegt.
Das lyrische Ich tritt in Strophe eins und zwei nur passiv auf, erst in der dritten Strophe wird das lyrische Ich aktiv und zeigt nun auch direkt Gedanken.
Der Titel ist sehr frei und lässt so viel Raum für Gedanken.

Das Gedicht ist in drei Strophen unterteilt, jede Strophe hat vier Verse im Kreuzreimschema.
Die Kadenzen sind wechselhaft. In allen Strophen sind jeweils die ersten und dritten Verse weibliche Kadenzen und die zweiten und vierten Verse sind männliche Kadenzen. Außerdem werden viele Personifikationen benutzt (küssender Himmel, träumende Erde )

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3. Februar 2009 um 19:30

2
Bemerkungen... Das Gedicht handelt nicht von Romantik, es ist im Zeitalter der Romantik entstanden...das sind zwei verschiedene Dinge Du kannst aber durchaus am Ende schreiben, dass es mit seinen Merkmalen ein typisches Gedicht des Romantikzeitalters ist.

Zweitens. In der Romantik generell war die naive Sicht auf die Natur als etwas Wahres und von Grund auf Gutes sehr verbreitet, und dem Folgend das Motiv der Einheit des Menschen mit der Natur. Die fliegende Seele, die sich in den Naturkreislauf, die Einheit zwischen Himmel und Erde (das ist mit dem Kuss gemeint...) eingliedert, drückt diese Sehnsucht nach der Rückkehr des Menschen zur Natur aus.

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