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Lehramtsstudium

9. Juli 2004 um 13:38

Hallo!

Ich werde im Herbst ein Studium beginnen und war mir bis jetzt eigentlich ziemlich sicher, dass ich Lehramt Geschichte/Englisch für Gymnasium oder Realschule studieren möchte.
Da ich jetzt ein 2-wöchiges Praktikum an einer Realschule hinter mir habe, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher.
Die Kinder (vor allem 8. und 9. Klasse) führen sich auf, das ist der absolute Wahnsinn!!!! Das Wort "Respekt" kennt keiner. Es wird getobt, gebrüllt, geschwätzt, ans Fenster gegangen und rausgeguckt. Der Leherer ist echt die ärmste ... ! Aus dieser Perspektive habe ich es bisher noch nicht gesehen.

Soll ich mir das wirklich antun?? Wer hat hier Erfahrungen und kann mir helfen. Wird man im Studium nicht auf solche Situationen vorbereitet??? Ich habe das Gefühl, dass die Leherer schon alle resigniert haben und denen es jetzt auch schei...egal ist, ob die Kids aufpassen oder nicht!

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9. Juli 2004 um 17:10

Lehrer sein!
""Respekt" kennt keiner. Es wird getobt, gebrüllt, geschwätzt, ans Fenster gegangen und rausgeguckt."
Davon kann ich ein Lied singen, ich studiere zwar Primarstufe, habe aber durch Praktika und einen Job in der Schule den harten Alltag schon kennen gelernt. Es ist hart und ich spreche nur für mich, wenn ich sage, dass man sich manchmal ganz weit weg wünscht. Aber es ist dann wiederum toll zu sehen, wenn man Kindern etwas über unsere Welt beibringen konnte.
In meinem Fall wurde ich im Studium nicht auf alltägliche Probleme vorbereitet, ich hoffe darauf, dass es im Referendariat anders wird.
Zu Deinem Trost kann ich sagen, es hängt viel von der Schule und deren Umgebung und natürlich auch von den (nicht) engagierten Lehrern ab.
Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben,
Chris

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10. Juli 2004 um 14:47
In Antwort auf christiane9

Lehrer sein!
""Respekt" kennt keiner. Es wird getobt, gebrüllt, geschwätzt, ans Fenster gegangen und rausgeguckt."
Davon kann ich ein Lied singen, ich studiere zwar Primarstufe, habe aber durch Praktika und einen Job in der Schule den harten Alltag schon kennen gelernt. Es ist hart und ich spreche nur für mich, wenn ich sage, dass man sich manchmal ganz weit weg wünscht. Aber es ist dann wiederum toll zu sehen, wenn man Kindern etwas über unsere Welt beibringen konnte.
In meinem Fall wurde ich im Studium nicht auf alltägliche Probleme vorbereitet, ich hoffe darauf, dass es im Referendariat anders wird.
Zu Deinem Trost kann ich sagen, es hängt viel von der Schule und deren Umgebung und natürlich auch von den (nicht) engagierten Lehrern ab.
Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben,
Chris

Hallo Chris!
Danke für die Antwort. Es ist halt nur leider so, dass ich mit einem Lehramtsstudium keine Möglichkeit habe den Beruf zu wechseln, wenn ich's nicht mehr aushalte und deshalb bin ich so total unschlüssig!!

Meine Eltern meinen, wenn ich wenigstens Lehramt Deutsch/Geschichte oder 2 Sprachen anfangen würde zu studieren, könnte ich mich doch noch umentscheiden und entweder in einem Verlag arbeiten oder als Dolmetscher/Übersetzer mein Geld verdienen. Aber ich weiß doch eh während des Studiums noch nicht, wie meine späteren Klassen sein werden!! Es ist echt eine schwerwiegende Entscheidung, die man hier treffen muss!!! Nicht grade einfach! Wenn ich mich so umhöre, sind sehr, sehr viele Leherer ausgebrannt und dem Kultusministerium fällt nix besseres ein, als die G8 (verkürztes Gymi) oder die 6stufige Realschule (wohne in Bayern) zu bringen. Als gäbe es keine dringenderen Probleme!!!!

Franzi

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15. Juli 2004 um 12:42

Hallo "zukünftige Kollegin"
Ich werde auch ab Herbst Lehramt an Realschulen studieren (für Wirtschaftslehre u, Biologie). Also das mit den Kiddies würd ich mir nicht zu Herzen nehmen. Ich meine hast du etwas anderes erwartet? Da musst du dich ja schon vorher drauf einstellen. Außerdem wirst du doch auch in Didaktik unterricht auf der Uni. Das wird schon.
Wo studierst du denn Realschullehramt?
Mail mir mal,
Kleine Palme

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18. Juli 2004 um 18:14
In Antwort auf kleinepalme

Hallo "zukünftige Kollegin"
Ich werde auch ab Herbst Lehramt an Realschulen studieren (für Wirtschaftslehre u, Biologie). Also das mit den Kiddies würd ich mir nicht zu Herzen nehmen. Ich meine hast du etwas anderes erwartet? Da musst du dich ja schon vorher drauf einstellen. Außerdem wirst du doch auch in Didaktik unterricht auf der Uni. Das wird schon.
Wo studierst du denn Realschullehramt?
Mail mir mal,
Kleine Palme

Hallo kleine Palme!
Habs grad erst gelesen! Werde in Regensburg studieren. Habe mich aber nun zu Lehramt Gymnasium Geschichte/Englisch entschlossen. Hoffe ich schaffe das auch.

Franzi

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19. Juli 2004 um 10:23
In Antwort auf penelope9

Hallo kleine Palme!
Habs grad erst gelesen! Werde in Regensburg studieren. Habe mich aber nun zu Lehramt Gymnasium Geschichte/Englisch entschlossen. Hoffe ich schaffe das auch.

Franzi

Zufälle gibt's...*g*
Hallo,
Ich werde vielleicht auch Lehramt/Gymnasien studieren. Kommt darauf an ob ich einen Zulassungsbescheid bekomme..da es an dieser Uni beschränkt ist. Falls nicht dann doch Realschullehramt.
Ich werde in Rheinland-Pfalz studieren...ist also eine ganze Ecke weiter als bei dir..aber viellleicht trifft man sich ja mal in einem Lehrerzimmer *g*
LG
KLeine Palme

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20. Juli 2004 um 11:54
In Antwort auf kleinepalme

Zufälle gibt's...*g*
Hallo,
Ich werde vielleicht auch Lehramt/Gymnasien studieren. Kommt darauf an ob ich einen Zulassungsbescheid bekomme..da es an dieser Uni beschränkt ist. Falls nicht dann doch Realschullehramt.
Ich werde in Rheinland-Pfalz studieren...ist also eine ganze Ecke weiter als bei dir..aber viellleicht trifft man sich ja mal in einem Lehrerzimmer *g*
LG
KLeine Palme

Komisch ist schon, dass
sehr viele "Erwachsene" die Nase rümpfen, wenn ich sage, was ich studieren will. Jeder meint "das willst du dir wirklich antun?" Die, die gerade erst Abi gemacht haben, denken sich da gar nichts. Die meisten die ich kenne sagen: "Ach mein Abi ist nicht soo toll, dann mach ich halt Lehramt!"

Franzi

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20. Juli 2004 um 11:59
In Antwort auf penelope9

Hallo Chris!
Danke für die Antwort. Es ist halt nur leider so, dass ich mit einem Lehramtsstudium keine Möglichkeit habe den Beruf zu wechseln, wenn ich's nicht mehr aushalte und deshalb bin ich so total unschlüssig!!

Meine Eltern meinen, wenn ich wenigstens Lehramt Deutsch/Geschichte oder 2 Sprachen anfangen würde zu studieren, könnte ich mich doch noch umentscheiden und entweder in einem Verlag arbeiten oder als Dolmetscher/Übersetzer mein Geld verdienen. Aber ich weiß doch eh während des Studiums noch nicht, wie meine späteren Klassen sein werden!! Es ist echt eine schwerwiegende Entscheidung, die man hier treffen muss!!! Nicht grade einfach! Wenn ich mich so umhöre, sind sehr, sehr viele Leherer ausgebrannt und dem Kultusministerium fällt nix besseres ein, als die G8 (verkürztes Gymi) oder die 6stufige Realschule (wohne in Bayern) zu bringen. Als gäbe es keine dringenderen Probleme!!!!

Franzi

Hallo penelope,
dann studier doch noch nebenbei einbißchen pädagogik (also mehr, als sowieso schon zum lehramtsstudium dazugehört). ich richtung sozialwesen kannst du dann sicherlich auch den job wechseln.

lg

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18. August 2004 um 14:49

Berufsschule
Wenn Du den SekII Abschluß in der Tasche hast könntest Du z.B. auch an einer Berufsschule anfangen. Da hast du nicht das problem mit den 8/9 klässleren. Allerdings ist geschichte als unterichtsfach dann natürlich nicht möglich.
Aber mit 2 Sprachen wäre das eigentlich kein problem. Ideal wäre es falls Du, weiß ja nich ob dir das liegt, Wirtschaft auf Lehramt studieren würdest. Super Berufsausichten. Grad in Bayern. Komm zwar nicht daher, ich hab aber letzens, in der Süddeutschen gelesen, das WIWI Lehramt unter den 20 Berufen mit der besten berufsausicht ist... also...

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18. August 2004 um 15:28

Ich
werde im Herbst auch ein Lehramtsstudium beginnen, aber bevor ich mich an der Uni angemeldet habe, habe ich ein vier wöchiges freiwilliges Praktikum in einer Sonderschule absolviert! ich wollte einfach wissen ob mir der Beruf auch wirklich liegt!
Obwohl man wahrscheinlich etwas anderes bei einer Sonderschule erwartet, hatte ich keines der Probleme die du geschildert hast. Gerade in den Klassen 8 und 9 habe ich zwei Wochen verbracht und mir hat es sehr gut gefallen.
Die Kids sind zwar schon anstrengend, bleiben aber alle auf ihren Hintern sitzen und machen was die Lehrer sagen.
Ich glaube aber es kommt auch immer auf die Schule und Umgebung drauf an, ich komme z.B. aus einer Kleinstadt, mitten auf dem Land!
Ich bin der Meinung wenn du es wirklich willst, sollst du Lehrerin werden, aber überleg es dir gut, denn was machst du wenn es dir nach deinem Studium gar nicht gefällt??

Ich wünsche dir auf jeden Fall das Beste und viel Glück!

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18. August 2004 um 16:06
In Antwort auf wonky

Hallo penelope,
dann studier doch noch nebenbei einbißchen pädagogik (also mehr, als sowieso schon zum lehramtsstudium dazugehört). ich richtung sozialwesen kannst du dann sicherlich auch den job wechseln.

lg

Staatsexamen und Diplom möglich
Hallo!

Ich habe vor circa einem Jahr in Rheinland-Pfalz mein Bio-Studium abgeschlossen. In unserer Arbeitsgruppe schreiben mit schöner Regelmäßigkeit auch Lehramtsstudenten ihre Examensarbeit. Für dich bietet das die Möglichkeit zu entdecken, ob du überhaupt für den Lehrberuf geschaffen bist (oder dich die Schüler einfach nur noch an...). Falls das nicht der Fall ist hättest du meistens noch die Möglichkeit mit ein paar Scheinen mehr (ist nicht so tragisch) ein Diplom in einem deiner Fächer zu machen.
Pädagogik ist sehr stark von deinen Interessen abhängig. Denn beim Pädagogikstudium bei uns an der Uni macht man sehr wenig praktisches, sondern bekommt verschiedene Theorien von Leuten eingetrichtert. Eine Freundin von mir hat vor nem halben Jahr ihre Pädagogikprüfung fürs erste Staatsexamen abgelegt und hatte das Problem, dass sie ihr Thema sehr gut auf die Schule übertragen konnte, aber die Fakten nicht so stur auswendig gelernt waren. Die Prüfer hinterher: Wir haben das Gefühl wir haben einen Lehrer ausgebildet, aber für die Uni zählt das nicht wirklich, patsch Note drei.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Cassy

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18. August 2004 um 21:52

Hallo Penelope9,
ich habe jetzt 14 Jahre "harte Schule" in Berlin als Lehrerin für D/Ge in der SEK 1 hinter mir und ob du es glaubst oder nicht, ich kann mir nichts anderes vorstellen. Als Anfängerin mit 23 Jahren hatte ich jede Menge naive Vorstellungen und viel Theorie im Kopf- die Ernüchterung kam ganz schnell! Leider ist es wirklich so, dass einem Respekt heute von den Schülern nicht aufgrund des Lehrerstatuses entgegengebracht wird, den muss man sich fast täglich neu erarbeiten. Es gibt sehr viele Jugendliche, die haben in den ersten 6 Jahren (und zum Teil auch später!) massenhaft schlechte Erfahrungen gemacht, wurden/werden immer nur an ihren Leistungen gemessen, charakterliche Stärken zählen wenig! Diesen und ähnlichen Frust (Elternhaus,Freundeskreis...) lassen sie nur zu gern an den Lehrern aus. Wenn man aber geduldig, freundlich, aber IMMER konsequent bleibt, dann fassen die meisten doch Vertrauen und verhalten sich dementsprechend. Was glaubst du, wie viele Probleme (richtig ernste) so mancher 14-jähriger bewältigen muss und dann kommen wir und fragen nach gemachten Hausaufgaben! Aber du hast auch recht, es gibt zunehmend mehr Lehrer, die resignieren. Schon deshalb ist es wichtig, dass auch mal wieder junge Leute wie du an die Schulen kommen. Im Durchschnitt sind die Lehrer in Berlin 49,6 Jahre alt... Ich bin 37 und noch immer die jüngste an der Schule. Lass dich von dem Praktikum nicht allzu sehr schrecken, die Praxis kommt im Studium allerdings viel zu kurz!Vielleicht empfiehlt sich ein bisschen Sozialpädagogik nebenbei!
Kollegiale Grüße!

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