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Keine lust mehr auf jura

2. Juni 2005 um 22:30

Hallo!
Ich habe gerade das erste juristische Staatsexamen gemacht, es ist aber nicht glänzend, was die sowieso schlechten Arbeitsmarktchancen eh verringert.
Ich habe keine Lust auf Referendariat und das zweite Examen, ich denke ich kann in diesem Studium nicht mein Potenzial nutzen.
Ich bin ein kommunikativer und offener Mensch, spreche 5 Sprachen, habe extram gute EDV Kenntnisse, weil ich an der Uni als Netzwerkadministratorin und auch "alles was mit den PCs am Lehrstuhl anfällt" Frau arbeite und über die Jahre so einiges gelernt habe.
Darüber hinaus habe ich 2 Jahre kaufmännisch gearbeitet.
(Chef Vertretung im kleinen Betrieb)
Ich würde gern was tun, was mehr mit Menschen zu tun hat und weniger trocken ist.
Habe schon einiges gefunden, was eventuell in Frage kommt, aber vielleicht hat jemand noch gute Vorschläge für mich.
Würde eine Fortbildung gern machen, aber ich würde schon gern relativ schnell in die Praxis und arbeiten.
Ideen?
Danke schon mal!

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2. Juni 2005 um 23:42

Mit Deinen Erfahrungen.....
und Deinem Abschluß denke ich schon das Dir da einige Türen offen stehen werden.....auch wenn Dein Abschluß nicht so gut in der Note steht. Gerade im EDV-Bereich schauen viele Firmen nicht unbedingt auf den Abschluß, sondern ehr auf das was Du kannst.....und was Deine Sprachkenntnisse betrifft kommt ja auch noch das Ausland in Frage...kenne einige Firmen in UK und USA die so verfahren, bei denen ich mal Praktika gemacht hatte.
Wieso bist Du an der Uni nicht geblieben? Keine Möglichkeit?
Vielleicht wäre auch Selbständigkeit eine Möglichkeit für Dich? Auf Grund Deines Werdegangs, könnte ich mir gut vorstellen, das Du selbstbewußt genug für so etwas bist....
Was hast Du denn schon gefunden, wenn ich das fragen darf?
Und dann ist da auch noch der gehobene Dienst....

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3. Juni 2005 um 15:30

Ich sehe
keinen direkten Widerspruch zwischen Jura und Deinen Vorstellungen.
Bis zum 1. Staatsexamen ist Jura seeeehr trocken und unkommunikativ. Ab dem Referendariat wird es erst interessant, wenn Du z.B. plötzlich auf der Richterbank sitzt und mit den Parteien den Fall verhandelst oder in einer Anwaltskanzlei Mandanten berätst. Dann bekommt selbst die trockene Rechtswissenschaft sehr interessante Aspekte, weil man plötzlich die wirklichen Fälle mit wirklichen Menschen vor sich hat.

Deine EDV-Kenntnisse etc. lassen sich sehr gut auch im juristischen Bereich einsetzen. Es gibt genug Unternehmen, die z.B. Juristen brauchen, die zugleich Technikkenntnisse haben. Es gibt auch spezialisierte Anwaltskanzleien, die sich mit sowas befassen. Umgekehrt gibt es genug EDV-Unternehmen, die rechtliche Probleme haben.

Deine Examensnoten sagen wenig aus. Ein Referendarskollege von mir hat 1. und 2. Examen mit recht schlechten Noten gemacht (4,irgendwas) und hat inzwischen trotzdem einen sehr guten Job als Anwalt. Im Referendariat knüpft man nämlich gerade die Kontakte, über die man später die Jobs bekommt. Und dann ist weniger die Note entscheidend als der persönliche Eindruck.

Und wie wäre es z.B. mit einer Referendarsstation im Ausland oder bei einem ausländischen Unternehmen im EDV-Bereich, z.B. Microsoft oder IBM?

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