Home / Forum / Schule & Studium / Kann ich Psychologie studieren?

Kann ich Psychologie studieren?

24. November 2009 um 14:53

hey ihr lieben ,

zur Zeit gehe ich in die 9. Klasse einer Realschule. Da in den 9. Klassen das Thema Berufswahl ganz oben steht habe ich mir natürlich schon viele Gedanken darüber gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich sehr gerne Psychologie studieren würde. Das interessiert mich nämlich wahnsinnig. Nun meine Frage: Kann ich überhaupt Psychologie studieren? Brauche ich dafür Latein oder sowas? Französisch hab' ich auch. Wie sollte ich das alles am besten hinbekommen, Psychologin o. Ä. zu werden? Nach der 10. Klasse habe ich vor auf die FOS zu gehen, die 13. zu machen, aber was dann? .. Kann man eigl. ein Praktikum bei einem Psychologen machen? .. Hm, und wenn ich es wirklich schaffen würde den schweren Weg zu gehen, wäre es dann sinnvoll eine eigene Praxis aufzumachen? Mein Bruder meinte ohne gehts nicht. Ich hab echt ne Menge fragen, falls ein/e Psycholog(e)/in von euch das hier liest, könntest du mir bitte etwas über deinen Beruf und deine Tätigkeiten erzählen? Wäre wirklich schön, eine Antwort zu bekommen

Liebe Grüße

Larissa

Mehr lesen

24. November 2009 um 16:05

Hey
sonderlich gut kenn ich mich mit Psychologie nicht aus, aber ich hab grad einen Arbeitsmarktbericht darüber gelesen, vielleicht interessierts dich ja:

http://abi.de/arbeitsmarkt/arbeitsmarktberichte/mug/psychologen05004.htm

Unter dem Artikel findest du auch noch einen Kasten mit Links zu Studien- und Ausbildungswegen und einem Interview mit einem Psychologen.

Viele Grüße

Gefällt mir

24. November 2009 um 17:21

Guter tipp
hallo du die seite wollte ich dir auch gerade empfehlen was ich noch hinzufügen kann, ist, dass du für ein psychologiestudium auf jeden fall einen echt guten nc haben musst... aber wenn du das wirklich deni traumberuf bist, solltest du dich davon natürlich nicht abschrecken lassen lg

Gefällt mir

27. November 2009 um 15:02

Ziemlich schwer, hier der klassische Weg
Hallo Larissa,

ich nehme dir ungern deine Illusion, rate dir aber dringend davon ab, an irgendwelchen Fernschulen irgendwelche Zertifikate zu machen, die bringen dir nur eins: ein leeres Konto. Der normale Weg ist: gutes Abi, Studium der Psychologie, danach eine Weiterbildung, die Jahre dauert inkl. eigenem Therapieanteil in den Bereichen Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse nach Freud. Andere Therapieformen sind in Deutschland nicht erstattungspflichtig, d.h. du kannst dann Therapie/Beratung usw. anbieten, aber es darf von Krankenkassen nicht übernommen werden. Das Psychologiestudium benötigt einen guten NC (deinen Notendurchschnittswert wenn du ABI machst), das kannst du auf der zvs.de seite nachlesen, die sind für die Vergabe der Studienplätze zuständig. Wichtig ist, dass du die allgemeine Hochschulreife erlangst, Fachhochschulreife reicht nicht. Ich glaube weniger, dass du bei einem Psychologen ein Praktikum machen kannst, denn bist du an Therapie interessiert, müsstest du außerdem zum Psychotherapeuten (das ist man erst nach der o.b. Weiterbildung). Sollte das dein absoluter Berufswunsch sein, wäre mein Tipp zu hinterfragen, warum es das und nichts anderes sein soll. Es gibt Ausbildungsberufe und auch Studiengänge, die leichter zugänglich sind. Ich habe z.B. Soziale Arbeit und Sozialpädagogik studiert, auch dort kannst du (meist in Kombi mit einer Zusatzausbildung) in Beratungsstellen arbeiten wie z.B. profamilia, aber auch in Jugendämtern usw. Hier sind die Barrieren etwas niedriger, du kannst das Bachelor-Studium auch mit dem Fachhochschulabschluss beginnen und brauchst an manchen Unis nicht zwingend einen 1er Schnitt. Es gibt darüber hinaus mit abgeschlossenem Studium die Möglichkeit, eine Zusatzausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten/in zu machen, da kannst du dann Therapie für max. 21 Jährige glaub ich anbieten. So, ich hoffe, das demotiviert dich nicht, nur ich denke es ist besser, die Zugangswege zu kennen, als sonst auf dubiose Weiterbildungslehrgänge "reinzufallen". Mein Tipp wäre auch die Berufsberatung mit gezielten Fragen zu löchern,
ich wünsch dir alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung,
viele Grüße
Sabine

Gefällt mir

27. November 2009 um 15:04
In Antwort auf orangetree2

Ziemlich schwer, hier der klassische Weg
Hallo Larissa,

ich nehme dir ungern deine Illusion, rate dir aber dringend davon ab, an irgendwelchen Fernschulen irgendwelche Zertifikate zu machen, die bringen dir nur eins: ein leeres Konto. Der normale Weg ist: gutes Abi, Studium der Psychologie, danach eine Weiterbildung, die Jahre dauert inkl. eigenem Therapieanteil in den Bereichen Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse nach Freud. Andere Therapieformen sind in Deutschland nicht erstattungspflichtig, d.h. du kannst dann Therapie/Beratung usw. anbieten, aber es darf von Krankenkassen nicht übernommen werden. Das Psychologiestudium benötigt einen guten NC (deinen Notendurchschnittswert wenn du ABI machst), das kannst du auf der zvs.de seite nachlesen, die sind für die Vergabe der Studienplätze zuständig. Wichtig ist, dass du die allgemeine Hochschulreife erlangst, Fachhochschulreife reicht nicht. Ich glaube weniger, dass du bei einem Psychologen ein Praktikum machen kannst, denn bist du an Therapie interessiert, müsstest du außerdem zum Psychotherapeuten (das ist man erst nach der o.b. Weiterbildung). Sollte das dein absoluter Berufswunsch sein, wäre mein Tipp zu hinterfragen, warum es das und nichts anderes sein soll. Es gibt Ausbildungsberufe und auch Studiengänge, die leichter zugänglich sind. Ich habe z.B. Soziale Arbeit und Sozialpädagogik studiert, auch dort kannst du (meist in Kombi mit einer Zusatzausbildung) in Beratungsstellen arbeiten wie z.B. profamilia, aber auch in Jugendämtern usw. Hier sind die Barrieren etwas niedriger, du kannst das Bachelor-Studium auch mit dem Fachhochschulabschluss beginnen und brauchst an manchen Unis nicht zwingend einen 1er Schnitt. Es gibt darüber hinaus mit abgeschlossenem Studium die Möglichkeit, eine Zusatzausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten/in zu machen, da kannst du dann Therapie für max. 21 Jährige glaub ich anbieten. So, ich hoffe, das demotiviert dich nicht, nur ich denke es ist besser, die Zugangswege zu kennen, als sonst auf dubiose Weiterbildungslehrgänge "reinzufallen". Mein Tipp wäre auch die Berufsberatung mit gezielten Fragen zu löchern,
ich wünsch dir alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung,
viele Grüße
Sabine

Noch ein Nachtrag
Hab noch was vergessen:
mit latein kenn ich mich nicht aus, aber was total wichtig ist, ist Mathe, Mathe, Mathe und zwar mit richtig fiesen Formeln, da du Statistikscheine belegen musst, also würde ich dann zum Matheleistungskurs tendieren, wenn die Wahl ansteht.

Gefällt mir

2. Dezember 2009 um 21:45

Psychologie-Studium
Hi,
nur noch wenige Unis vergeben in Deutschland die Psychologie-Plätze über die ZVS. - Durch die Umstellung auf Bachelor/ Master liegt es in der Hand der Unis, nach welchen Kriterien sie auswählen, wobei z.Zt. die meisten noch die Durchschnittsnote der Allgemeinen-Hochschulreife, sprich Abi, ansetzen. Manche (zumeist aus NRW) beauftragen auch wieder die ZVS, die dann in einem gesonderten Verfahren die Auswahl vornimmt. Andere Unis, z.B. Konstanz rechnen dir auch ehrenamtliche Leistungen (über zwei Jahre!!) auf deinen Abischnitt an; Braunschweig berechnet mehr oder weniger deinen Schnitt "neu", in Betracht auf die Noten von Mathe, Englisch, Leistungskurse... viele Unis haben ihr eigenes System und variieren stark an Auswahlverfahren und Anrechnung erbrachter Leistungen - da müsstest du die Unis abklappern, die dich interessieren!

Psychologen sind in vielen Bereichen tätig! - Natürlich gehts ohne eigene Praxis, es gibt auch so viele Möglichkeiten ohne die Therapeuten-Ausbildung (die wirklich noch mal dauert und kostet!!); z.B. in der Werbung, Forschung, in großen Unternehmen, Schulen, Beratungseinrichtungen, uvm
Psychologie deckt ein breites Spektrum in Studium...!

Praktikum wird wahrscheinlich schwer werden. Vor allem in einer therapeutischen Praxis, weil die 1-1-Sitzungen streng vertraulich sind und wahrscheinlich kein Klient eine Praktikantin mit im Raum haben will... Außerdem musst du mindestens 6 - 8 Wochen Zeit haben für das Praktikum. Viele Einrichtungen nehmen darüberhinaus nur Studenten der Psychologie, v.a. Psychiatrien.

Neben Mathe (wie schon jemand genannt hat) ist Englisch sehr wichtig, da viele wissenschaftliche Arbeiten in Englisch verfasst sind, die du natürlich verstehen musst! Manche Unis verbessern sogar deinen Abischnitt im Zuge ihres Auswahlverfahrens, wenn du sehr gute Noten in diesen Fächern hattest! Oder sie als Leistungskurs belegt hast! (Wobei gilt: besser Fächer belegen, die dir einen guten Schnitt einbringen, als Fächer, die dir den Schnitt im Auswahlverfahren verbesser könnten )

Wie schon genannt, können mehrere Wege an dein Ziel führen - neben dem schon genannten Studiengang "Soziale Arbeit", wäre vielleicht auch eine Berufsausbildung vor Beginn des Studium zu überlegen - von der Uni Konstanz weiß ich, dass sie eine Liste von Berufen haben, die du dir anrechnen lassen kannst; kenne mich aber nicht gut damit aus, also lies lieber nach!

Ich studiere Psychologie und bin absolut begeistert! Es ist richtig schön - interessant, weckt neue Fragen, begeistert (mich) ... Bin mir ganz sicher, dass es das richtige Fach ist!

Und bezüglich Fernstudium: soweit ich weiß, gibt es nur eine Fernuni in Deutschland, die einen richtigen, wirklichen Bachelor of Science in Psychologie anbieten, und das ist Hagen. - Allerdings kannst du da nicht Klinische Psychologie als Abschluss machen - eine Voraussetzung, wenn du therapeutsich tätig sein willst. Viele andere bieten zwar etwas an, was "Psychologie" heißt, aber das ist nicht empirisch, wissenschaftlich bzw. nur für den Hausgebrauch, salopp gesagt.

Viel Spaß beim Recherchieren weiterhin!
Liebe Grüße!

Gefällt mir

10. Dezember 2009 um 17:29

Hi
Klar kannst du das studieren, nur musst du berücksichtigen, dass die Plätze, die die Universitäten vergeben nur begrenzt sind. Natürlich ist das Abitur Vorraussetzung, um Psychologie studieren zu können. Zudem ist es wichtig, ein guten Notendurchschnitt zu erzielen. Meine Cousine z.B hatte auch angestrebt Pyschologie zu studieren. Sie hatte jedoch nur einen Durchschnitt von 2.1, hat dadurch keinen Studienplatz bekommen und ist dann ins Ausland gegangen.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Hydro Boost

Teilen
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen