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Jura-Referendariat mit Kind???

8. Januar 2005 um 12:35

Hallo Mädels,

ich stehe kurz vor meinem ersten juristischen Staatsexamen und überlege wie ich danach weitermachen möchte. Mittlerweile gibt es ja den Abschluss "Diplom-Jurist", so dass man - zugegeben mit viel Glück, aber immerhin - auch ohne das zweite Staatsexamen einen Job finden kann. Grundsätzlich hatte ich aber immer vor, das zweite Examen auch noch zu machen. Nun habe ich aber einen Partner, der neun Jahre älter ist als ich und sich Sorgen macht, dass er ein "alter Papa" wird, was er nicht ganz so gerne möchte. Da ich das verstehen kann, und nicht eisern auf meinem bisherigen Plan verharren will, sondern gerne mit ihm zusammen planen möchte, suche ich nach Alternativen.

Hier also meine Frage:
Hat irgendwer Erfahrungen damit gemacht, während des Referendariats ein Kind zu bekommen und danach trotzdem noch das zweite Examen zu machen?
Für jegliche Infos bin ich dankbar!!!

Meike

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9. Januar 2005 um 13:11

Möglicherweise
Er steht voll im Berufsleben und würde dann wohl eher für den Unterhalt sorgen müssen, als sich um das Kind kümmern zu können. Von dem Referendarsgehalt gleich drei Personen zu versorgen erscheint mir auch etwas schwierig.

Möglicherweise könnte aber meine Mutter als zukünftige Oma über einen absehbaren Zeitraum (etwa ein Jahr) für ein paar Tage die Woche einspringen, wenn das Kind erstmal alt genug ist und nicht mehr rund um die Uhr auf mich angewiesen ist.

In meinen ersten Uni-Semestern wurde übrigens für die weiblichen Studenten die "Kind-im-Referendariat" Lösung als nahezu perfekt dargestellt - aber natürlich von männlichen Dozenten. Wahrscheinlich sind die dann davon ausgegangen, dass "frau" im Referendariat ein Kind bekommt und das Referendariat danach an den Nagel hängt. Das möchte ich aber nicht.

Eine Freundin von mir hat ihr Kind während des Studiums ungeplant bekommen. Sie macht jetzt ihr 1.Examen und lernt während der Sohn tagsüber im Kindergarten ist. Ich bewundere das sehr und es ist bestimmt sehr anstrengen, aber sie ist glücklich so wie es ist und plant um ihr Kind herum. Wenn das Kind dann einmal da ist funktioniert es offensichtlich irgendwie. Nur, wenn man es planen kann, versucht man natürlich die Konsequenzen im Vorhinein abzuschätzen und zu bedenken.

Für einen "Erfahrungsbericht" wäre ich deshalb sehr dankbar.

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10. Januar 2005 um 11:14

Es geht
Ich war selbst - als Mann - im Referendariat. Bekommst Du während des Referendariats ein Kind, gehst Du ganz normal in Mutterschutz, unterbrichst also solange das Referendariat. Bei uns war eine, die zwischenzeitlich 2 Kinder bekommen hat und dann erst nach Jahren wieder das Referendariat weiter gemacht hat. Erfolgreich.

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12. Januar 2005 um 14:02

Hallo
sorry, meine PNs funktionieren nicht. Nur der Betreff kommt bei Dir an, nicht die Nachricht. (Lesen kann ich hingegen schon).

Den Kontakt zu der Kollegin habe ich nicht mehr. Ich würde mich ohnehin - da ja Landessache und es daher auch möglicherweise unterschiedliche Modelle in den einzelnen Bundesländern gibt - bei Deiner "Einstellungsbehörde", also im Zweifel das Oberlandesgericht, nachfragen. Nur dort bekommst Du eine richtige und verbindliche Auskunft.

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28. Januar 2007 um 17:24

Na klar...
Hy..
Na klar kann man das schaffen-noch dazu wenn dir das lernen leicht fällt. Ich mache jetzt im April meine Matura und habe ein Kind von 4 Monaten. Ich plane sogar weiter zu machen..vielleicht in Richtung Pharmazie. Du musst,auf jedenfall drauf achten, dass wenn du wirklich lernen musst, auch jemand Zeit hat sich um den Putzi zu kümmern... Also ich wünsche die viel Glück und Erfolg!
ps.ich hab viele Freundinnen die mit Kind das Studium komplett vollendet haben!
Ein Kind ist etwas Schönes und nicht etwas was im Weg steht!
Lg
Alexandra

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9. Oktober 2008 um 14:49
In Antwort auf mjdn

Möglicherweise
Er steht voll im Berufsleben und würde dann wohl eher für den Unterhalt sorgen müssen, als sich um das Kind kümmern zu können. Von dem Referendarsgehalt gleich drei Personen zu versorgen erscheint mir auch etwas schwierig.

Möglicherweise könnte aber meine Mutter als zukünftige Oma über einen absehbaren Zeitraum (etwa ein Jahr) für ein paar Tage die Woche einspringen, wenn das Kind erstmal alt genug ist und nicht mehr rund um die Uhr auf mich angewiesen ist.

In meinen ersten Uni-Semestern wurde übrigens für die weiblichen Studenten die "Kind-im-Referendariat" Lösung als nahezu perfekt dargestellt - aber natürlich von männlichen Dozenten. Wahrscheinlich sind die dann davon ausgegangen, dass "frau" im Referendariat ein Kind bekommt und das Referendariat danach an den Nagel hängt. Das möchte ich aber nicht.

Eine Freundin von mir hat ihr Kind während des Studiums ungeplant bekommen. Sie macht jetzt ihr 1.Examen und lernt während der Sohn tagsüber im Kindergarten ist. Ich bewundere das sehr und es ist bestimmt sehr anstrengen, aber sie ist glücklich so wie es ist und plant um ihr Kind herum. Wenn das Kind dann einmal da ist funktioniert es offensichtlich irgendwie. Nur, wenn man es planen kann, versucht man natürlich die Konsequenzen im Vorhinein abzuschätzen und zu bedenken.

Für einen "Erfahrungsbericht" wäre ich deshalb sehr dankbar.

Ja bitte!
Hi,
ich bin gerade auch im Netz auf der Suche nach dem "richtigen Zeitpunkt", den es ja eigentlich nicht geben soll.
Ich habe im letzten Frühjahr mein erstes Staatsexamen bestanden (mehr dann aber auch nicht) und mache es im März gleich nochmal um mich zu verbesser.

Mein Freund und ich sind jetzt seit 3 Jahren zusammen und wenn es nach ihm gehen würde, wäre das erste Kind schon da.

Weil ich eher in der Kategorie ängstlich und super negativ einzustufen bin, bin ich am planen...

Jetzt wäre ich auch super dankbar um einen Bericht, wie denn das Ref aussieht und ob man da einen Zwerg einbauen könnte oder ob ich da völlig auf der Strecke bleiben würde, weil möglich ist ja bekanntlich alles.

Ich wüsste außerdem gerne, wie das finanziell aussieht. Welche Hilfe bekomme ich und wie lange?

Ich denke auch, dass das Ref die einzige sinnvolle Zeit sein kann, weil ich ja nicht gleich wieder in Mutterschutz gehen will, wenn ich erstmal einen Job habe.

Nachdem es offensichtlich nicht nur mir, in der Zeit der alles schaffenden Super-Frau, so geht, schlage ich die Gründung einer "Selbsthilfegruppe" vor: Viele Zwerge auf einem Haufen der abwechselnd einem anderen die Nervenn rauben darf und ich kann dann lernen (Wenn es nicht gerade meine Nerven sind, die geraubt werden)...

Also: Kennt jemand jemanden der jemanden kennt, der berichten kann?

Grüßle Stressi4

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12. Oktober 2008 um 13:59
In Antwort auf stressi4

Ja bitte!
Hi,
ich bin gerade auch im Netz auf der Suche nach dem "richtigen Zeitpunkt", den es ja eigentlich nicht geben soll.
Ich habe im letzten Frühjahr mein erstes Staatsexamen bestanden (mehr dann aber auch nicht) und mache es im März gleich nochmal um mich zu verbesser.

Mein Freund und ich sind jetzt seit 3 Jahren zusammen und wenn es nach ihm gehen würde, wäre das erste Kind schon da.

Weil ich eher in der Kategorie ängstlich und super negativ einzustufen bin, bin ich am planen...

Jetzt wäre ich auch super dankbar um einen Bericht, wie denn das Ref aussieht und ob man da einen Zwerg einbauen könnte oder ob ich da völlig auf der Strecke bleiben würde, weil möglich ist ja bekanntlich alles.

Ich wüsste außerdem gerne, wie das finanziell aussieht. Welche Hilfe bekomme ich und wie lange?

Ich denke auch, dass das Ref die einzige sinnvolle Zeit sein kann, weil ich ja nicht gleich wieder in Mutterschutz gehen will, wenn ich erstmal einen Job habe.

Nachdem es offensichtlich nicht nur mir, in der Zeit der alles schaffenden Super-Frau, so geht, schlage ich die Gründung einer "Selbsthilfegruppe" vor: Viele Zwerge auf einem Haufen der abwechselnd einem anderen die Nervenn rauben darf und ich kann dann lernen (Wenn es nicht gerade meine Nerven sind, die geraubt werden)...

Also: Kennt jemand jemanden der jemanden kennt, der berichten kann?

Grüßle Stressi4

Kann mir nicht vorstellen, daß du diese Seite nicht kennst:
http://www.rechtsreferendariat.de/rechtsreferendariat_links.html

Leichte Abweichungen bei den Bundesländern, R.-Stelle etc. sollest du kennen.

Grüße

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16. Oktober 2008 um 3:36
In Antwort auf saska19

Na klar...
Hy..
Na klar kann man das schaffen-noch dazu wenn dir das lernen leicht fällt. Ich mache jetzt im April meine Matura und habe ein Kind von 4 Monaten. Ich plane sogar weiter zu machen..vielleicht in Richtung Pharmazie. Du musst,auf jedenfall drauf achten, dass wenn du wirklich lernen musst, auch jemand Zeit hat sich um den Putzi zu kümmern... Also ich wünsche die viel Glück und Erfolg!
ps.ich hab viele Freundinnen die mit Kind das Studium komplett vollendet haben!
Ein Kind ist etwas Schönes und nicht etwas was im Weg steht!
Lg
Alexandra

Alles ist machbar
Hey ich bin mir sicher, dass mand as schaffen kann. Ob du das kannst hängt von deiner Stärke und deinem Willen ab, aber es ist so gut wie alles möglich.
Schau mal ich habe eine kinde bekommen mit 19, dann habe ich eine Ausbildung gemahct, die ganz sicher nicht einfach war. Hatte während dieser Ausbildung natürlich im Betrieb 100 % gearbeitet, hatte einen Nebenjob und habe mein Examen mit 1,6 abgeschlossen. Und ja nicht zu vergessen, galt meine Zeit erst meinem Kind.
Erst wenn sie ins Bett ging, bin ich zum nebenjob und danach habe ich gelernt. Sie hat nie Stress oder Anspannung mitbekommen. Ja bestimmt mal, aber ich habe sie das nie spüren lassen und hab die Zeit, in der wir zusammen waren nur für sie genutzt.
Das kann sehr anstrengend sein für dich, denn man will ja eine gute Mami sein und da hatte ich z.B. meine Erwartungen für sie sehr hoch geschraubt.
Also meinem Cousin seine Frau hat auch während ihres Studioums ein Kind bekommen, jetzt helfen Oma und Opa viel beim Babysitten und das geht auch gut!
Ich denke es kommt immer auf jeden individuell an.
Also alles Gute und viel Kraft

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