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Jura abbrechen nach 1. Staatsex. Was nun?

4. Februar 2005 um 11:32

Hallo Ihr!
Hat jemand Erfahrungen, was man mit einem Jurastudium anfangen kann, das man nach dem 1. Staatsexamen beendet? Bin 24 Jahre alt und habe 5,9 Punkte. Ich möchte eigentlich keine Ausbildung machen oder jetzt damit einen Job suchen, sondern ich stelle mir ein Aufbaustudium vor, bei dem ich mit meinem bisherigen Studium was anfangen kann. Mir hat das Studium eigentlich vom Stoff her gefallen, aber die Prüfungen/ Klausuren /Examen ... Horror! Was mit Verwaltung würde mir Spaß machen.
Mein Problem ist auch, dass ich eigentlich intelligent bin, und früher in der Schule immer super Noten hatte, aber diese zehn Semester Studium haben mir echt den Rest gegeben. Immer nur "grade so" bestanden, immer wieder Tiefschläge. Mein Selbstbewußtsein ist total im Keller und ich hab das Gefühl, ich kann ja eh nix.
Hilfe!
Loona

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4. Februar 2005 um 12:16

Erst mal,
die Noten in Jura sind ja generell ziemlich schlecht. Verstehe immer noch nicht, warum die das nicht mal endlich anpassen. In fast allen STudiengängen bist du der Depp, wenn es "nur" ein zweier ist, in Jura bist du damit der König.

Generell würde ich dir raten, dich mal an die Berufsberatung im Arbeitsamt zu wenden. Veilleicht wäre eine Ausbildung für die Beamtenlaufbahn in der Verwaltung gar nicht schlecht für dich.

lg
kratzamkopp

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5. Februar 2005 um 10:49

...
...wie wärs mit rechtspflegerin? da kannst du auf jeden fall was mit deinem studium anfangen und bekommst evtl noch ein paar scheine angerechnet. is übrigens ein fh studium, soweit ich weiss und dauert 3 jahre...

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5. Februar 2005 um 17:07

Also
Du hast das Staatsexamen bestanden...hab ich das jetzt richtig verstanden?
Wenn das ist , dann bist du doch Juris...jedoch kein Volljurist...also, du darfst kein Anwalt oder Richter werden. Jede Unternehmung hat eine Rechtsabteilung, die viele "Nicht Voll Juristen " beschäftigen. Banken, Versicherungen etc...

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9. Februar 2005 um 10:42

Also
natürlich kann man nach dem 1. Examen schon bestimmte Jobs bekommen, zumeist Sachbearbeiterjobs eben bei Banken, Versicherungen, großen Anwaltskanzleien etc.
Im öffentlichen Dienst ist es etwas blöd, weil Du für den gehobenen Dienst eigentlich überqualifiziert bist, für den höheren aber unterqualifiziert.
Rechtspflegerin wäre sicher eine Möglichkeit.

Sinnvoller ist es aber schon, auch das zweite Examen zu machen, da man nur so als Volljurist arbeiten kann.

Das Referandariat unterscheidet sich auch vom Studium wie Nacht von Tag. Im ersten Examen geht es nur darum, ewig viel Stoff zu lernen und den dann theoretisch anzuwenden. Im Referendariat wendet man den Stoff aber praktisch an. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Und macht viel mehr Spaß.

Mein Tip: Versuch es doch einfach mal mit dem Referendariat. Man verdient ein bisschen und lernt die Praxis kennen. Wenn es Dir gefällt, bleib dabei. Wenn nicht, kannst Du jederzeit "kündigen".
Und: in dieser Zeit knüpfst Du automatisch Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern. Von meinen Kollegen aus dem Referendariat haben so sehr viele Jobs bekommen. Selbst die eine, die das 2. Examen nicht bestanden hat (massive Prüfungsangst) ist so letztlich als Sachbearbeiterin bei einem Anwalt gelandet.



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30. Mai 2012 um 23:31

Aufbaustudium
Liebe Loona,

ich bin selbst Jurastudentin und zur Zeit im 1. Staatsexamen - ich kann also Deine Prüfungsstimmung nachempfinden.

Als Aufbaustudium finde ich BWL gut, auch Politik oder Geschichte wären geeignet. BWL bietet allerdings die besseren Berufsmöglichkeiten. Nach allem, was ich sehe, ist dort auch der Prüfungsstress ein ganz anderer, viel milder nämlich.

LG,
Friederike

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