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Insolvenz...

3. November 2005 um 20:11

Hey ihr lieben,

ich bin grade von der Arbeit gekommen und musste erfahren, dass die Firma in der mein Vater arbeit / gearbeitet hat Insolvenz angemeldet hat.

Ich weiß nicht genau was dabei passiert, deswegen dachte ich hier kann mir jemand helfen. Mein Dad hat mir zwar einiges gesagt, z.B. das es sein könnte, dass der Insolvenzverwalter der morgen kommen soll, sagt dass die Firma Montag schon wieder aufmachen könnte (im kleineren Rahmen dann). Stimmt das? Wenn ja wieso wird dann vorher schon allen gekündigt?

Auch haben mein Vater und noch 2 andere seiner Kollegen, die alle schon seit mehr als 20 Jahren da arbeiten, überlegt ob man es schaffen könnte wenn die drei die Firma auf kleiner Basis selber weiterführen, also kleineres Angebot und kleinere Belegschaft etc....
Kann sowas nicht gewaltig schief gehen? Wäre das überhaupt möglich und würde sowas unterstüzt?

Meine Mutter arbeitet auch nur auf 400 Euro Basis, und ich arbeite zwar, aber im Moment nur ein Jahrespraktikum bis Juli, daher liege ich denen auch noch auf der Tasche. Es wird sich einfach so viel ändern. Ich muss dann wohl auch mein Auto abgeben, was meine Eltern für mich finanzieren. Dafür habe ich vollstes Verständniss, aber ich kann mir eigentlich "un-mobilität" bei meiner Arbeit nicht leisten.

Man hört so viel im TV davon, und wenn es einen selber trifft ist alles ganz anders. Ich wäre sehr froh wenn jemand mich aufklären könnte, ich mache mir schong gewaltig Sorgen wie das alles gehen soll.

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4. November 2005 um 10:33

Also
wenn der Betrieb (im Sinne des Unternehmens) insolvent ist, wird er grundsätzlich abgewickelt.

Entsprechend werden auch alle Mitarbeiter gekündigt, denn wenn der Betrieb zahlungsunfähig ist, dann bringt es ja auch nichts, wenn der noch Mitarbeiter hat.

Die Frage, was dann effektiv mit dem Betrieb (im Sinne der Betriebsstätten, Werkzeuge, Räume etc.) angeht, ist davon zu unterscheiden. Der Insolvenzverwalter hat ja die Aufgabe, nicht nur das alte Unternehmen abzuwickeln, sondern auch möglichst viel Geld aus diesem insolventen Teil zu erwirtschaften für die Gläubiger, die noch Forderungen gegen das alte Unternehmen haben.
Deswegen kann es gut sein, dass er fragen wird, ob jemand das Unternehmen in dieser oder jener Form weiterführen will. Wobei "weiterführen" schon fast missverständlich ist. Denn das alte Unternehmen ist pleite, es geht also darum, ein neues Unternehmen auf den "Trümmern" des alten aufzubauen.
Und da hängt es natürlich davon ab, was Dein Vater und seine Kollegen bieten können. Für den Insolvenzverwalter geht es nur darum, möglichst viel Geld aus dem alten Unternehmen zu retten. Ist es wirtschaftlicher, den Gesamtbetrieb aufzulösen, wird er das tun. Ist es wirtschaftlicher, den Betrieb mit neuer Führung weiterlaufen zu lassen, wird er das tun.
INsofern muss Dein Vater einfach mal mit Insolvenzverwalter sprechen, was der davon hält.

Dass eine Übernahme von einem Betrieb auch gründlich schief gehen kann, ist klar. Genauso wie das alte Unternehmen pleite gegangen ist, kann es auch Deinen Vater treffen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass er dann auch noch persönlich für die Schulden haftet, was ihn ruinieren wird.


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