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Hausarbeit - Sachenrecht

12. August 2004 um 20:23

Hat irgendjemand von euch evtl Ahnung welche Anspruchsgrundlagen (außer 894 BGB )in Frage kommen könnten?
Oder hat vielleicht jmd schon mal so ne ähnliche HA schreiben müssen?

DANKE!!!

Entchen


Hier der Sachverhalt:

Zur Erweiterung ihres Geschäftsbetriebes hatte die Y-GmbH (Y) 2001 an der Bergstraße ein mit einem
alten Bauernhaus bebautes Grundstück von E erworben und war als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen
worden. E war allerdings unerkannt geschäftsunfähig. Wenig später hatte sich Y eine geringfügig
verzinste Eigentümergrundschuld über 100.000 bestellt, die sie kurz darauf der F-Bank zur Sicherung
eines Darlehens unter Übergabe des Grundschuldbriefes übertrug, indem die Abtretung im Grundbuch
eingetragen wurde.
Ende 2002 zerschlugen sich die Expansionspläne der Y, so daß sie das Grundstück wieder verkaufen
wollte. Mit der F-Bank konnte sie sich auf vorzeitige Darlehensrückzahlung einigen, woraufhin ihr die
Grundschuld mittels öffentlich beglaubigter Abtretungserklärung und Rückgabe des Briefes zurückübertragen
wurde. Im Mai 2003 wurde der Koch A auf das Bauernhaus aufmerksam und beschloß, das Grundstück
zu erwerben, um sich hier eine Existenz als Gastwirt aufzubauen.
Mit dem Geschäftsführer (G) der Y einigte sich A mündlich über den Kauf des Grundstücks für 130.000
. Da A aber nur 30.000 direkt zahlen konnte, wurde der Restkaufpreis gestundet: 50.000 sollten am
1.4.2004 und die restlichen 50.000 am 1.11.2004 gezahlt werden. Zudem wurde vereinbart, daß die
Grundschuld der Y nunmehr zur Sicherung des restlichen Kaufpreises dienen, insgesamt aber erst am
1.11.2004 fällig sein sollte. Am 15.5.2003 wurde ordnungsgemäß die Auflassung erklärt und durch G ein
Antrag auf Eintragung des Eigentumswechsels beim zuständigen Grundbuchamt gestellt; die Eintragung
erfolgte kurz danach. Auch die Fälligkeit der Grundschuld wurde ordnungsgemäß im Grundbuch eingetragen.
Für die Umbaukosten der Gaststätte, die A auf etwa 100.000 schätzte, schloß er mit der reichen Witwe
B einen entsprechenden Darlehensvertrag, der als Rückzahlungstermin den 1.6.2004 vorsah. Da die B als
Sicherheit für die Darlehensrückzahlung ein erstrangiges Grundpfandrecht verlangte und daher eine Sicherheit
am Grundstück des A nicht akzeptiert hatte, bestellte ihr H, der Bruder des A, für die Forderung
eine Hypothek an seinem noch unbelasteten Hausgrundstück. Weil jedoch die Hypothek mehr als 90%
des Grundstückswerts abdeckte, verlangte die B eine weitere Sicherheit, woraufhin sich F, der beste
Freund des A, ihr gegenüber schriftlich für die Darlehensrückzahlung verbürgte.
Kurz vor Ende der Umbauarbeiten zeigte sich, daß A weiteren Kredit für die Ausstattung des Gastraumes
benötigte. So konnte er den Preis für die Stühle und Tische nicht sofort aufbringen, weshalb Schreiner S
ihm diese bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung unter Eigentumsvorbehalt lieferte. Um den Kaufpreis
zahlen zu können, schloß A mit der B einen weiteren Darlehensvertrag über 15.000 und übereignete ihr
das erwähnte Mobiliar zur Sicherheit für die Darlehensrückzahlung. Nachdem die B wenig später anweisungsgemäß
die Darlehensvaluta zur Tilgung des Mobilienkaufpreises direkt an S weitergeleitet hatte, eröffnete
A schließlich im Januar 2004 sein Gasthaus.
Am 1.4.2004 konnte A die erste fällige Kaufpreisrate für das Grundstück nicht zahlen. Erst durch den
späteren Verkauf seines PKW erhielt er genügend Geld, das er am 20.4. an die Y mit dem Hinweis weiterleitete,
die Zahlung erfolge auf die Kaufpreisforderung und die Grundschuld. G nahm die Zahlung widerspruchslos
entgegen und verschwieg dem A zudem, daß er aufgrund eines dringenden Finanzbedarfs
der Y Restkaufpreisforderung und Grundschuld bereits am 15.4. in vollem Umfang verwertet hatte, indem
er an C allerdings ohne Offenlegung des Sicherungsverhältnisses sowohl die Grundschuld durch
schriftlichen Vertrag unter Übergabe des Grundschuldbriefes als auch mündlich die Forderung abtrat.
A war danach auch nicht in der Lage, die erforderliche Summe zur Erfüllung seiner bald fälligen Darlehensrückzahlungspflicht
über 100.000 aufzutreiben. Als F hiervon erfuhr, erfüllte er sofort seine Bürgschaftsschuld
gegenüber B, um dem H zuvorzukommen und sich zumindest an diesem schadlos halten zu
können.
Da A ferner das Darlehen über 15.000 , dessen Rückzahlung am 1. Juli 2004 erfolgen sollte, nicht bedienen
konnte, entfernte die B kurz darauf die ihr sicherungsübereigneten Stühle und Tische zum Zwecke
der Verwertung vom Grundstück des A, wodurch die Gaststätte nicht mehr weiterbetrieben werden konnte.
Hierdurch wurde wiederum C auf die Situation des A aufmerksam und forderte A und die B vorsorglich,
aber vergeblich, zur Rückschaffung des Mobiliars oder anderweitigem Wertausgleich innerhalb angemessener
Frist auf.
Schließlich meldete sich auch noch der Alleinerbe D des im Juni 2004 verstorbenen E und meint, er sei
der wahre Eigentümer des Grundstücks.
D verlangt daher von A Zustimmung zur Grundbuchberichtigung.
C meint, er könne von A Zahlung des Kaufpreises i.H.v. 100.000 verlagen, zumindest aber Duldung der
Zwangsvollstreckung in sein Grundstück wegen 100.000 , was A unter Hinweis auf die bereits erfolgte
Zahlung und die Fälligkeitsabrede zurückweist. Des weiteren will C die B auf Duldung der Zwangsvollstreckung
in das entfernte Mobiliar in Anspruch nehmen oder jedenfalls dessen Rückschaffung auf das
Grundstück des A erreichen.
F schließlich verlangt von H Zahlung von 100.000 , hilfsweise Duldung der Zwangsvollstreckung in
sein Grundstück wegen 100.000 .
Wie ist die Rechtslage?

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16. August 2004 um 8:50

Also,
ich habe den SV nur überflogen und auch keine Übersicht erstellt über die einzelnen Rechtsverhältnisse, was unerlässöich ist.

Anspruch auf Duldung der ZV: 1147. Dort ist dann wegen Akzessorietät auf jeden Fall 1138 (Forderungsentkleidete Hypo) anzuprüfen.
Weitere Stichworte: 1120 - 1122 Haftungsumfang, verschiedene Ansichten zur Enthaftung/Veräusserung/Entfernung;
Wettlauf der Bürgen;
Worauf wurde gezahlt; Hypo oder Forderung? Folgen der Zahlung auf Hypo/Forderung...
894 auch.

Also, sind zwar ne Menge AGL's ist aber eine - meiner Ansicht nach supereinfache HA!! Das sind alle typischen Standardprobleme des immobiliarsachenR...mehr nicht! Du musst sie nur nacheinander sauber abarbeiten.

Tia

Also

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17. August 2004 um 17:46
In Antwort auf tia23

Also,
ich habe den SV nur überflogen und auch keine Übersicht erstellt über die einzelnen Rechtsverhältnisse, was unerlässöich ist.

Anspruch auf Duldung der ZV: 1147. Dort ist dann wegen Akzessorietät auf jeden Fall 1138 (Forderungsentkleidete Hypo) anzuprüfen.
Weitere Stichworte: 1120 - 1122 Haftungsumfang, verschiedene Ansichten zur Enthaftung/Veräusserung/Entfernung;
Wettlauf der Bürgen;
Worauf wurde gezahlt; Hypo oder Forderung? Folgen der Zahlung auf Hypo/Forderung...
894 auch.

Also, sind zwar ne Menge AGL's ist aber eine - meiner Ansicht nach supereinfache HA!! Das sind alle typischen Standardprobleme des immobiliarsachenR...mehr nicht! Du musst sie nur nacheinander sauber abarbeiten.

Tia

Also

DANKESCHÖN!
Dankeschön,

werde mich gleich dransetzen!
Du ermutigst mich bzw. gibst mir Ansporn
Vielen, vielen Dank!!!

Entchen

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17. August 2004 um 20:59
In Antwort auf entchen1981

DANKESCHÖN!
Dankeschön,

werde mich gleich dransetzen!
Du ermutigst mich bzw. gibst mir Ansporn
Vielen, vielen Dank!!!

Entchen

Welcher schein?
gross oder klein?

Gruss

Tia

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17. August 2004 um 23:13
In Antwort auf tia23

Welcher schein?
gross oder klein?

Gruss

Tia

Großer Schein
Hi Tia,

Sachenrecht ist bei uns die einzige Möglichkeit in Form einer HA, mit der man den großen Schein erwerben kann...

LG,

Entchen

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18. August 2004 um 8:46
In Antwort auf entchen1981

Großer Schein
Hi Tia,

Sachenrecht ist bei uns die einzige Möglichkeit in Form einer HA, mit der man den großen Schein erwerben kann...

LG,

Entchen

Ah, ok
mein grosser Schein bestand auch komplett aus SachenR...das war allerdings Zufall, bzw. Vorliebe des Profs.

Ich hab die Klausur in immobiliarsachenR geschrieben. Anfangs, als er damit anfing, dass wir ImmobSachenR als Grundlage zur ersten Klausur nehmen dachte ich nur "gott, wie scheisse"...denn irgendwie ist das ja das Thema, was jeder Student...so gut es geht...aus dem Weg schiebt. Als ich mich dann aber (gezwungenermassen) recht intensiv mit Kreditsicherung auseinandergesetzt habe, hab ich gemerkt, dass es eingentlich recht einfach ist und das es auch im InnobiliarssachenR, wie auch im MobiliarsachenR so ist, dass Du nur einem das Grundgerüst haben musst und dann alles kapierst. Der wichtige Unterschied zwischen dem Gerüst Mobilia / Immobiliar ist folgender:
Mobiliar: 1. Einigung; 2. Übergabe(surrogate);3.Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 932: RG i S e Verkehrgeschäftes; Rechtsscheintatbestand (oft 1006); Guter Glaube; Kein 935

Immobiliar: 1. Zusichernde Forderung!!! (wenn es um Hypo geht --> ganz wichtig, da akzessorisch); 2. Einigung; 3. Eintragung; 4. Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 892 ff.


Es gibg halt einige Probleme: Was ist, wenn Hypo nicht wirksam bestellt? Gutgläubiger Erwerb möglich? Kombination von 1138 und 892? Fallen Forderung und Hypo dann auseinander ? --> Ausnahme wegen Akzessorietät!

Es gibt ein Buch das heisst: 20 (?!) Examensrelevante Probleme aus dem Immobiliarssachenrecht. Da sind die lösungen für all die probleme aus Deiner HA drin...guck da mal rein...dann hast Du Deine Lösung, die Du nur noch ins einfach SachenR-Schema packen musst.

Gruss, Tia

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18. August 2004 um 16:50
In Antwort auf tia23

Ah, ok
mein grosser Schein bestand auch komplett aus SachenR...das war allerdings Zufall, bzw. Vorliebe des Profs.

Ich hab die Klausur in immobiliarsachenR geschrieben. Anfangs, als er damit anfing, dass wir ImmobSachenR als Grundlage zur ersten Klausur nehmen dachte ich nur "gott, wie scheisse"...denn irgendwie ist das ja das Thema, was jeder Student...so gut es geht...aus dem Weg schiebt. Als ich mich dann aber (gezwungenermassen) recht intensiv mit Kreditsicherung auseinandergesetzt habe, hab ich gemerkt, dass es eingentlich recht einfach ist und das es auch im InnobiliarssachenR, wie auch im MobiliarsachenR so ist, dass Du nur einem das Grundgerüst haben musst und dann alles kapierst. Der wichtige Unterschied zwischen dem Gerüst Mobilia / Immobiliar ist folgender:
Mobiliar: 1. Einigung; 2. Übergabe(surrogate);3.Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 932: RG i S e Verkehrgeschäftes; Rechtsscheintatbestand (oft 1006); Guter Glaube; Kein 935

Immobiliar: 1. Zusichernde Forderung!!! (wenn es um Hypo geht --> ganz wichtig, da akzessorisch); 2. Einigung; 3. Eintragung; 4. Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 892 ff.


Es gibg halt einige Probleme: Was ist, wenn Hypo nicht wirksam bestellt? Gutgläubiger Erwerb möglich? Kombination von 1138 und 892? Fallen Forderung und Hypo dann auseinander ? --> Ausnahme wegen Akzessorietät!

Es gibt ein Buch das heisst: 20 (?!) Examensrelevante Probleme aus dem Immobiliarssachenrecht. Da sind die lösungen für all die probleme aus Deiner HA drin...guck da mal rein...dann hast Du Deine Lösung, die Du nur noch ins einfach SachenR-Schema packen musst.

Gruss, Tia

DANKE
Dankeschön Tia für Deine Mühe,

werde da reingucken und hoffen, dass es hilft.


LG,

Entchen

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18. August 2004 um 17:03
In Antwort auf tia23

Ah, ok
mein grosser Schein bestand auch komplett aus SachenR...das war allerdings Zufall, bzw. Vorliebe des Profs.

Ich hab die Klausur in immobiliarsachenR geschrieben. Anfangs, als er damit anfing, dass wir ImmobSachenR als Grundlage zur ersten Klausur nehmen dachte ich nur "gott, wie scheisse"...denn irgendwie ist das ja das Thema, was jeder Student...so gut es geht...aus dem Weg schiebt. Als ich mich dann aber (gezwungenermassen) recht intensiv mit Kreditsicherung auseinandergesetzt habe, hab ich gemerkt, dass es eingentlich recht einfach ist und das es auch im InnobiliarssachenR, wie auch im MobiliarsachenR so ist, dass Du nur einem das Grundgerüst haben musst und dann alles kapierst. Der wichtige Unterschied zwischen dem Gerüst Mobilia / Immobiliar ist folgender:
Mobiliar: 1. Einigung; 2. Übergabe(surrogate);3.Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 932: RG i S e Verkehrgeschäftes; Rechtsscheintatbestand (oft 1006); Guter Glaube; Kein 935

Immobiliar: 1. Zusichernde Forderung!!! (wenn es um Hypo geht --> ganz wichtig, da akzessorisch); 2. Einigung; 3. Eintragung; 4. Verfügungsberechtigung --> wenn (-) 892 ff.


Es gibg halt einige Probleme: Was ist, wenn Hypo nicht wirksam bestellt? Gutgläubiger Erwerb möglich? Kombination von 1138 und 892? Fallen Forderung und Hypo dann auseinander ? --> Ausnahme wegen Akzessorietät!

Es gibt ein Buch das heisst: 20 (?!) Examensrelevante Probleme aus dem Immobiliarssachenrecht. Da sind die lösungen für all die probleme aus Deiner HA drin...guck da mal rein...dann hast Du Deine Lösung, die Du nur noch ins einfach SachenR-Schema packen musst.

Gruss, Tia

PS:
Meinst du das buch von walter gerhardt,

oder die fallbücher von gursky,

oder

die 75 klausuren von hattenhauer und co?

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18. August 2004 um 17:06
In Antwort auf entchen1981

PS:
Meinst du das buch von walter gerhardt,

oder die fallbücher von gursky,

oder

die 75 klausuren von hattenhauer und co?

Gursky...
...kann sein, dass die neueste Auflage Diederichsen/Gursky heisst.

Und zum Aufbau: Alpmann SachenRecht 3

Dann kannste nichts mehr falsch machen und ich wette Du hast die HA in spät. 2 Wochen fertig!

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20. September 2004 um 22:31

Sachenrecht.
Meine Freundin schreibt diese Arbeit auch und wäre sicher an einer Zusammenarbeit interssiert.
Sie studiert in Frankfurt.
Wenn Du auch in Frankfurt studierst dann teile mir das mit.
Vielleicht kann ich auf die Schnelle ein Treffen arrangieren.

Sie muss am Freitag abgeben.

Diese Arbeit hat sehr viele Fußangeln
- ist nicht ganz einfach.
Sie schreibt allein.

Melde Dich.

Sicher könntet Ihr Euch ergänzen.
Gruß
Renate

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21. September 2004 um 18:21
In Antwort auf renate34

Sachenrecht.
Meine Freundin schreibt diese Arbeit auch und wäre sicher an einer Zusammenarbeit interssiert.
Sie studiert in Frankfurt.
Wenn Du auch in Frankfurt studierst dann teile mir das mit.
Vielleicht kann ich auf die Schnelle ein Treffen arrangieren.

Sie muss am Freitag abgeben.

Diese Arbeit hat sehr viele Fußangeln
- ist nicht ganz einfach.
Sie schreibt allein.

Melde Dich.

Sicher könntet Ihr Euch ergänzen.
Gruß
Renate

Sachenrechthorror
Ich studiere auch in Frankfurt und muss diese Hausarbeit auch schreiben. Wäre auch an einem Wissensaustausch interessiert.
Bei Interesse einfach mail an MBMKurzke@t-online.de
Gruß, eppuseldun

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Diskussionen dieses Nutzers

  • Übersetzung Arbeitszeugnis

    23. Dezember 2005 um 19:13

  • Absolute SACHENRECHTS-HORROR-HAUSARBEIT!!! Blickt jemand da noch durch?

    8. August 2004 um 22:09

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