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Hat jemand erfahrung mit Ritalin

17. Juli 2008 um 9:45

Hallo,

ich will im September auf die BOS gehen und mein Fachabi machen um dann an der FH Betriebswirtschaft zu studieren. Ich selbst bin schon 27 und habe 2 Berufe, Hotelfachmann und Koch, bin damit auch ziemlich erfolgreich. Aber in der Gastronomie wird man sehr schlecht bezahlt, men bekommt keine Überstunden bezahlt und man muss immer mehr Stunden arbeiten welche man dann aber nicht bezahlt bekommt, das ist halt so in der Gastronomie heisst es dann immer. Auserdem dachte ich mir das das noch nicht alles sein kann, und ich will das jetzt noch mal wissen. Ich glaube das man als Betriebswirt auf jeden Fall besser bezahlt wird. Über Job angebote in der Zukunft mache ich mir auch keine Gedanken, ich war bis jetzt keinen Tag arbeitslos.

Jetzt habe ich aber folgendes Problem, ich habe in meiner Gastrolaufbahn durch den dauernden Stress wohl ein starkes ADHS entwickelt. Bekomme jetzt dieses Ritalin das mir helfen soll mich zu konzentrieren.

Meine Frage an Euch da draußen ist, hat irgend Jemand auch ein solches Problem oder hatte solches, und wie geht es Euch damit, wie habt Ihr das geschafft? Denn mir geht schön langsam der Reis und ich will das umbedingt schaffen.
Danke schon mal im voraus

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17. Juli 2008 um 11:20

Also...
weniger stressig wird der Alltag dann sicher auch nicht. Zumindest solltest du neben der BOS noch arbeiten.

Ich selbst habe Ritalin nie genommen und bin auch der Meinung, dass solche Störungen viel zu schnell diagnostiziert werden und dass das Zeug sehr schnell verschrieben wird. Dass ein Mensch der sehr viel arbeitet und viel Stress hat, sich nicht mehr konzentrieren kann, liegt meiner Ansicht nach in der Natur. Man ist eben irgendwann völlig ausgebrannt und vielleicht auch wie "aufgezogen". Wenn ich Stress habe, bekomm ich dieses Problem auch.

Allein in meinem Bekanntenkreis nehmen 15 Menschen Ritalin. Dass es wohl "ruhiger" macht, ist offensichtlich. Bei drei Bekannten hat es sich sogar auf die Sexualität ausgewirkt, sprich: Da ging nichts mehr.
Etliche Kinder hier bekommen es auch. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll. Bei jedem wirkt es sich anders aus und wenn ich sehe, dass diese Kinder teilweise kaum mehr leistungsfähig sind und dass ihnen mit regelmäßigem sportlichen Ausgleich vielleicht besser geholfen wäre...ich halte das Zeug für bedenklich.
Ein Bekannter hat es abgesetzt, hat dann zwar wieder angefangen zu rauchen um den Stress zu kompensieren, aber ihm geht es jetzt trotzdem besser als vorher.

Wie sieht es denn bei dir aus?
Merkst du, dass du dich besser konzentrieren kannst?

Ich denke durchaus dass du das schaffen kannst, was du dir vorgenommen hast. Ich finde es sogar sehr toll, dass du trotz der Diagnose noch Ziele hast, denn viele Menschen wirft sowas ja völlig aus der Bahn und sie reduzieren ihr Leben auf das "nötigste".

Ich würde an deiner Stelle ehrlichgesagt die neue Situation erst mal abwarten und sehen, ob ich den neuen Alltag auch ohne Medikamente meistern kann. Wenn nicht, dann geht es eben nicht anders. Und natürlich auf Nebenwirkungen achten.

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