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Geeignet als Sozialpädagogin?

20. April 2008 um 22:06

Zur Zeit bin ich ziemlich unzufrieden und unglücklich mit meinem Studium. Studiere nun im 4.Semester Soziale Arbeit, momentan bin ich im Praxissemester, welches ich in einem Sozialpsychiatrischen Dienst mache (Beratungsstelle für Menschen mit psychischen Problemen, die vor allem Unterstützung in alltagspraktischen Dingen brauchen).

Ich zweifel zur Zeit irgendwie an meinem kompletten Studium, weil ich mich den Anforderungen einfach nicht gewachsen fühle. So eine Phase hatte ich bisher in jedem Semester, nur jetzt seit ich in der Praxis bin, ist es extrem. Ich glaube ich bin dem ganzen psychisch nicht gewachsen, habe selber soziale Ängste und bin sehr unsicher in meinem Tun. Manchmal habe ich das Gefühl ich bin die Klientin und möchte, dass mir jm. zuhört, aber anstatt dessen soll ich später die Sozialarbeiterin sein, die immer ein offenes Ohr hat für die Probleme anderer Menschen.

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Das Studium jetzt abbrechen, wäre glaub ich keine so gute Idee, mir fehlen nur noch 3 Semester und wirkliche Alternativen habe ich auch nicht.
Ich habe das Studium begonnen, weil ich von meinem FSJ total begeistert war und den sozialen Bereich als Herausforderung angesehen habe, gerade weil ich mich manchmal schwer tue auf andere Menschen zuzugehen und die richtigen Worte zu finden.
Überspitzt formuliert kann man sagen, dass ich mich mit diesem Studium selbst therapieren wollte und jetzt weiß ich eben nicht ob ich es wirklich durchziehen soll oder doch zu schwach für diesen doch harten Job bin.
Über eure Meinungen würde ich mich wirklich sehr freuen!

Grüße Charisma86

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21. April 2008 um 0:30

Wie
wäre es denn mit dem versuch dich für einen sozialen bereich zu interessieren, der nichts mit dir zu tun hat?

bsp: du hast depressionen und arbeitest später in einem bereich, der eher mit kindern zu tun hat. eben etwas ganz anderes, als das was dich ängstigt.
oder du hast probleme dir die sorgen anderer leute anzuhören, und du gehst in eine eher "schreibtischorientierte" richtung.

studium abbrechen ist immer schlecht so kurz vorm ende, warum auch? der soziale bereich ist dehnbar wie ein gummiband. (bin selbst sozialpädagogin) fakt ist aber, du hast dir einen der schwersten praktikumsplätze ausgesucht. soll heissen: nicht überall hast du mit so schweren psychischen erkrankungen zu tun.

ein vorschlag wäre auch noch: versuch dich in helfende hände zu begeben, setze ein semester aus und mach danach gekräftigt und vielleicht sogar mit beantworteten fragen weiter?

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