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Erst Studium, dann Ausbildung - taktisch klug?

25. Juni 2004 um 15:51

Hallo,

bin 28 Jahre und habe nach meinem Studium (Medientechnik) und 3 Arbeitsjahren die Nase voll von Internet, Medien und dem ganzen Kram.

Es ist ja nicht so, dass das alles nicht interessant wäre. Aber ich stelle mir seit fast 2 Jahre fast täglich die Frage: "Warum tue ich das, was ich tue? Was ändere ich denn? Wem helfe ich denn dadurch wirklich?"

Nun kann es sein, dass ich durch die Strukturen auf Arbeit und die mangelnde Organisation dort so einen Frust schiebe, mich beruflich neu zu orientieren. Aber ich würde gern noch einmal von vorn anfangen. (*mein Magen streikt schon wieder*)

Nach meinem Abi wollte ich eigentlich Sozialpädagogik studieren. Das habe ich aber sein gelassen, weil es damals völlig überlaufen war. Tja nun hab ich aber was völlig anderes studiert, damit ich überhaupt etwas hatte. Habe das auf Anraten meiner Umwelt auch abgeschlossen und arbeite nun entfernt in diesem Bereich.

Bei einem Neuanfang würde ich gern eine Ausbildung zur Ergotherapeutin absolvieren. Viel lieber wäre mir dies zu studieren. Ist aber in Deutschland nur eingeschränkt möglich.

Wie seht ihr das? Das ist doch schon ein ganz schöner Bruch in meinem Lebenslauf. Wie kann man denn das gut verklaufen? Ist das überhaupt sinnvoll? Außerdem würde ich mich doch quasi "degradieren"? Erst ein Studium, jetzt eine Ausbildung.

Die andere Frage ist die finanzielle Seite. Durch mein abgeschlossenes Studium bekomme ich kein BAföG mehr. Bildungskredit gibt es nicht sofort. Ich weiß nicht wie ich eine solche Umorientierung umsetzen soll.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Ich bin mir nämlich sehr unsicher, ob es nicht doch "nur" ein Davonlaufen ist?

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26. Juni 2004 um 20:24

Trau Dich..
doch. Ich kenne viele die mit 30 Jahren umgeschult haben. Heute heißt es sei flexibel und Quereinsteiger sind besonders gefragt. Du hast schon einiges erreicht, das bedeutet und zeigt das du Willenskraft und Stärke besitzt um weiterzugehen. Wir leben in einem Land wo uns in Weiterbildung und Förderung keine Steine in den Weg gelegt werden, also sollte man Chancen nutzen. Rede mit dem Arbeitsamt nach Möglichkeiten der Finanzierung, überdenke deine finanzielle Lage, was kannst du ändern, was ist mit Fernstudium, arbeiten und studieren? Also ich habe eine Ausbildung als Bürokauffrau, habe vier Jahre Berufserfahrung gesammelt, habe in der Abendschule meine Fachhochschulreife nachgeholt und habe mich auch wegen der finanziellen Situation für ein Fernstudium entschieden. Ich wäre auch bereit, gegebenfalls es wird nächstes Jahr nix mit dem studieren, eine neue Ausbildung

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26. Juni 2004 um 20:27
In Antwort auf michele2202

Trau Dich..
doch. Ich kenne viele die mit 30 Jahren umgeschult haben. Heute heißt es sei flexibel und Quereinsteiger sind besonders gefragt. Du hast schon einiges erreicht, das bedeutet und zeigt das du Willenskraft und Stärke besitzt um weiterzugehen. Wir leben in einem Land wo uns in Weiterbildung und Förderung keine Steine in den Weg gelegt werden, also sollte man Chancen nutzen. Rede mit dem Arbeitsamt nach Möglichkeiten der Finanzierung, überdenke deine finanzielle Lage, was kannst du ändern, was ist mit Fernstudium, arbeiten und studieren? Also ich habe eine Ausbildung als Bürokauffrau, habe vier Jahre Berufserfahrung gesammelt, habe in der Abendschule meine Fachhochschulreife nachgeholt und habe mich auch wegen der finanziellen Situation für ein Fernstudium entschieden. Ich wäre auch bereit, gegebenfalls es wird nächstes Jahr nix mit dem studieren, eine neue Ausbildung

Technikprobleme!!
anzufangen. Es ist nie zu spät. Nie! Je mehr du im Leben gelernt hast umso eher bist du zufrieden und die Jobsuche ist dahin. Ich hoffe ich habe jetzt nicht nur Mist gelabert.

Grüße
Michele

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27. Juni 2004 um 19:11

Ich denke,...
daß gerade solche brüche in lebensläufen personalchefs positiv auffallen. es sei denn, du wechselst 10 mal in zwei jahren die richtung, das könnte als völlige verwirrung ausgelegt werden

"degradieren" - vielleicht vom rein "akademischen" szandpunkt aus, ja. darauf soltest du vorbereitet sein. wenn du in einer neuen branche allerdings glücklicher bist, dann wird das einfach seine gültigkeit verlieren.

ich kenne mich mit der finanzierung in deutschland leider nicht aus, gibt es evt die möglichkeit eines alleinunterhalter-stipendiums aufgrund deiner driejährigen berufstätigkeit? oder privatstipendien (die entsprechenden vereine sind oft versteckt und unbekannt)?

warum personalchefs das interessant finden? weil sie bei dir davon ausgehen können, daß du diesen beruf aus voller überzeugung ausübst, immerhin hast du einiges dafür aufgegeben.

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