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...bin nicht ich...

15. Juni 2006 um 13:47


Hallo Leute,

seit ein paar Wochen arbeite ich an meiner neuen Arbeitsstelle. Ich hatte mir alles so einfach vorgestellt. Und hab mich wohl tierisch überschätzt.

Es geht nicht um die Arbeit selbst, sondern eher um das "Zwischenmenschliche".

An meiner 1. Arbeitsstelle vor einigen Jahren, da war alles so einfach. Die Leute (vorwiegend Männer - doch auch die Frauen) mochten mich auf Anhieb und wir waren so ziemlich alle auf einer Wellenlänge.

Dann musste ich dort -kostenbedingt- gehen. So kam ich zum nächsten Arbeitgeber und die Leute dort waren kalt und überhaupt nicht freundlich usw. Von dort wollte ich schnellstmöglich wieder weg, dauerte jedoch einige Monate, bis ich etwas anderes gefunden hatte. Also kam ich nun zu meiner jetzigen Arbeitsstelle...

Eigentlich hatte ich mich gefreut, von der vorigen Stelle weggekommen zu sein...

Aber irgendwie werde ich mit denen nicht warm (ich wüsste auch nicht was ich mit denen reden sollte - dieses Problem kannte ich an meiner 1. Stelle gar nicht). So viele Kollegen hatte ich auch noch nie, knapp 100, da ist für mich als Neuling die Übersicht noch recht eingeschränkt. Außerdem überwiegt der Frauenanteil... >ein Grund? *schulterzuck*

Ich weiß nicht, ob ich quasi was ausstrahle, das ihnen unsympathisch wäre (solche Rückmeldungen hätte ich jetzt privat und beruflich zuvor noch nicht wirklich erlebt).

Eine Kollegin, die 4 Wochen vor mir dort angefangen hat, wird ganz anders behandelt. Stellt sie (einer bestimmten) Kollegin eine Frage, dann bekommt sie von ihr eine ganz freundliche Antwort. Frag ich die besagte Kollegin etwas, dann -so scheint es mir- schaut sie mich völlig genervt an, so á la: Was für ne blöde Frage kommt jetzt wieder?!

Als ich mit jener Kollegin mal ein paar Tage allein war, hatten wir uns eigentlich recht gut verstanden... nur jetzt, wo alle wieder da sind... kommt es mir so vor, dass ich ihr schon mit meiner bloßen Anwesenheit so richtig auf den Zeiger gehe. Es tut mir ja leid, dass ich ihr so nah auf der Pelle sitzen muss - ist mir auch nicht besonders angenehm - aber dort hat man mich halt hingesetzt und dies wird mein Arbeitsplatz (zumindest vorübergehend) sein.

Aber irgendwie werde ich noch nicht wirklich mit ihnen allen warm. Ich versuch offen und freundlich zu wirken. Wahrscheinlich ist das mein Fehler?! ...ich achte viel zu sehr darauf, wie ich mich gebe... und bin viel zu "steif", als dass ich mich einfach "fallen lassen" würde und mich so gebe, wie ich wirklich bin.
Aber wie gelingt mir das??

Wie werde ich wieder die "Alte"?
...die, die mit (so ziemlich) allen auskommt?
...die, die Spaß versteht?
...die, die Späße machen kann?
...etc...

Vielleicht hat ja die eine oder andere von euch für mich ein paar Tips oder Ratschläge... würd mich freuen!

Liebe Grüße

lex

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16. Juni 2006 um 14:12

Liebe lex
was du auf keinen fall tun solltest: Aufgeben! Kolleginnen können manchmal sehr grausam sein,vorallem wenn jemand neues dazukommt.Beweise Stärke indem du weiterhin dort arbeitest und ihnen zeigst wer du wirklich bist!Auch könnte dir ein offenes gespräch mit deinen kolleginnen helfen aus dieser situation wieder rauszukommen,schließlich geht es um deine zukunft!Sei ehrlich,aber bleib kompetent und keine angst,du wirst wieder die alte sein,du darfst wie gesagt nur nicht aufgeben..

viel erfolg und alles gute für die zukunft,
deine kleopatra71

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16. Juni 2006 um 16:25

Also...
bleib infach dir selber Treu und sag was du denkst.das hilft mir immer.

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17. Juni 2006 um 14:38

...

Ich danke euch dreien für eure Antworten!

Stromy... kannst du mir noch bitte erklären, was du damit meinst, dass ich "kauzig" wirken könnte?
Am Anfang hatten die mich ja auch nach meiner beruflichen Vergangenheit gefragt, da hab ich ihnen auch erzählt, dass ich schlechte Erfahrungen hatte und ihnen ein paar Anekdoten erzählt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie das bei denen ankam... vielleicht eher, dass ich mich wichtig machen wollte?
Fast ein Jahr hat es bei dir gedauert? Mit dieser einen Kollegin oder auch mit den anderen?

Gestern habe ich bemerkt, dass meine Unsicherheit wohl tatsächlich (hauptsächlich) von dieser einen Kollegin herrührt. Keine Ahnung warum die mich so "einschüchtert".
Zuvor war ich mit zwei anderen Kolleginnen alleine und wir verstanden uns ganz gut. Da dacht ich "Es geht doch!" *freu*
Und später kam diese "Eine" dazu und *schwups*... wars aus *kopfschüttel* und ich zog mich so quasi in mein Schneckenhaus zurück.


In der Mittagspause ist es so, die einzelnen Abteilungen müssen immer besetzt sein und so wechselt man sich ab. Da saß ich auch schon mit einigen zusammen am Tisch, aber es sind halt jeden Tag andere Leute. Ich hör bei den Gesprächen auch recht aufmerksam zu und hoffe, dass ich mal was einwerfen könnte. Leider haben die meistens Themen bei denen ich einfach nicht mitreden kann.


Außerdem kommt da dann noch ein anderes Problem hinzu, dass mich die einzelnen Kollegen ab und zu fragen, wie es mir denn hier so gefällt.
Ups... was sag ich da dann?
Bisher kann ich noch nicht konkret "Ja - klar, gefällt mir hier" oder "Nö - gefällt mir nicht" sagen.
Hab mich in so einer Situation eigentlich meistens rausgeredet... dass ich mir erst noch die nötige Kompetenz anlernen muss oder, dass es sehr umfangreich ist, egal ob jetzt arbeitstechnisch oder auf die vielen Kollegen bezogen.

Ihr kennt das also auch? ...dass es recht schwierig ist, mit vielen Frauen zusammen zu arbeiten?
Meine Erfahrung ist, dass Männer als Kollegen meistens wirklich "einfacher" sind. Auch wenn diese im Grunde genauso gut lästern können wie die Damen

Liebe Grüße
lex


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Von: kati086
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7. Juni 2006 um 20:22

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