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Bin ich zu unreif fürs Studium?

19. Oktober 2016 um 13:29

Hallo,

ich bin 19 Jahre alt, habe dieses Jahr Abi gemacht und studiere seit zwei Wochen. Ich bin mit dem Studium eigentlich sehr zufrieden, das Fach, die Dozenten, die Themen etc. übertreffen sogar meine Erwartungen.

Aber ich habe festgestellt, dass ich mich nicht auf das Studium fokussieren kann. Ich kann es einfach nicht. Ich habe immer Stimmungschwankungen. Letzte Woche bin ich hochmotiviert zur Uni gegangen, habe vorgelernt, war pünktlich, aber dieses Woche muss ich mich zwingen und frage mich, wieso ich da überhaupt hingehe.

Manchmal stehe ich morgens auf und weiß nicht, was ich will. Meine Gedenken sind dann ungefähr so: "Ich sollte lernen. Wieso? Weil ich studiere. Denn Studieren ist wichtig, sagen jedenfalls alle. Denn ich will ja einen guten Job. Nein, ich muss einen guten Job wollen."
Dabei ist das Studium wirklich sehr, sehr gut, viel Praxis und es entspricht zu 100% meinen Interessen.

Ich vermute, dass diese Orientierungslosigkeit auch daran liegt, dass es bei mir sozial nicht so gut läuft. Ich bin verunsichert, was Jungs angeht. Meine engsten Freundinnen sind weggezogen oder sehr mit Jungs/Alkohol beschäftigt (und ich kann mit beiden wohl irgendwie nichts anfangen). Ich habe vieles in meinem Leben und auch vieles erreicht und sicherlich werde ich dieses Studium auch schaffen, aber manchmal würde es mir auch einfach reichen, irgendwie irgendwo auf Akzeptanz zu stoßen. Aber ich bin sehr schüchtern und komplett planlos im Umgang mit anderen. Ich tue manchmal so als wäre ich ein dumm oder tussig, nur um zu gefallen oder wenigstens eine Resonanz zu erfahren.
Im meinem Studiengang sind die Leute auch sehr nett, aber alle etwas älter und vorallem gefestigter als ich. Das verunsichert mich zusätzlich, weil ich mich dann so pubertär fühle mit meiner Selbstfindung oder nicht vorhandenen Selbstfindung.. -.-
Und mich nervt es auch, dass ich öfter mal, das Bedürfniss, gemocht zu werden, über meine Ziele stelle. Ich verstelle mich dann oder tue so, als sei ich taff und zielstrebig, obwohl ich gemocht werden möchte, aber nicht schwach wirken möchte.

Was mache ich nur? In dieser "Verfassung" kann ich nichts in meinem Leben zu 100% machen.

Kann mir jemand einen Rat geben?

LG

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22. Oktober 2016 um 23:44

Mach dich nicht verrückt! Ja, du bist noch in der phase der selbstfindung, aber wer ist das in deinem alter nicht? Ja, manchmal ist man voll motiviert bei der sache und manchmal muss man sich regelrecht dahin treten. Ich denke, das geht ganz vielen so. Du bist eben kein roboter, der jeden tag gleich funktioniert. 

Sieh das studium als chance. Es ist die chance, dass du ganz ganz langsam erwachsen, gefestigt und reif wirst. Studenten bleiben im kopf länger jung als andere, weil ein studium das ermöglicht weil die Ausbildung eben noch nicht abgeschlossen ist. Wenn du schüchtern bist und gerne ein paar Leute kennen lernen willst, dann mach das! Das klappt im studium verhältnismäßig leicht und gib dir selbst die zeit, dich einzugewöhnen.

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10. November 2016 um 22:13

Ich bin schon über 30 und fühle immer noch, dass ich nicht weiß, was ich will 

Habe auch erst vor kurzem angefangen zu studieren, weil mir die Arbeitswelt zu eindimensional war.

Einen kleinen Rat kann ich Dir jedoch aus meiner Erfharung geben.

Versuche Dich nicht zu verstellen, sondern versuche eher authentisch Du selber zu sein.
Wenn Du Dich selber nicht so liebst und aktzepierst wie Du wiklich bist, dann kannst Du es auch nicht von anderen erwarten.

LG
Beate

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15. November 2016 um 13:51

Hallo,
ich kann auch nicht sehen, dass du unreif für das Studium wärst. Das läuft doch anscheinend ganz gut?! Dass du Selbstfindungsprobleme und Stimmungsschwankungen hast, ist ganz normal. Und ganz ehrlich -  deinen älteren Kommilitonen geht es vielleicht ganz genauso, aber das zeigen sie nicht so nach außen. Wenn du im sozialen Bereich "reifer" werden möchtest, denk doch mal darüber nach, wo du dich engagieren kannst. Zum Beispiel bei einer Studierendenvertretung oder übernehme Verantwortung im Beruf (mach also z. B. ein Praktikum, welches dich reizt). Dadurch lernst du deine eigenen Interessen und Stärken besser kennen und kommst mit neuen Leuten in Kontakt.
Nicht jeder Student muss übrigens Dauerparty machen

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23. November 2016 um 18:28

Hallo!

ich bin absolut nicht der Meinung, dass du zu unreif fürs Studium bist. Mit 19 ist das Leben leider nicht immer so einfach. Als ich deinen Text gelesen habe, hab ich einiges wiedererkannt, was ich selbst mit 19 am Anfang meines Studiums erlebt habe. Mach dir nicht so einen Kopf! Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es wieder besser wird und du den für dich richtigen Weg finden wirst. Vl sind deine Mitstudenten dir dabei sogar eine Hilfe, wenn du sagst sie wirken erwachsener und gefestigter als du selbst. Ich finde auch den Vorschlag dich in der Studienvertretung zu engagieren super. Dort lernst du dann ganz einfach neue Leute kennen, die deine Interessen teilen. Mir hat es sehr geholfen, dass ich begonnen habe neben dem Studium zu arbeiten. Auch dort lernt man schnell neue Leute kennen
Und ganz wichtig ist, dass du immer du selbst sein musst. Auch wenns dir manchmal schwer fällt. Durchs Verstellen wird man nicht glücklich!

Huch, das hört sich jetzt so an, als hätt ich tatsächlich massig Lebenserfahrung. Dabei bin ich im Sommer 23 geworden und bin mitten im Master 

Nur nicht aufgeben!
Lg

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