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Ausgefallener Beruf?!?

10. August 2004 um 19:24

Das hört sich jetzt komisch an, wie ein kleinmädchen-Traum, aber ich versuch ja schon lang, mich zu verwirklichen...
Also, ich mache mir schon seit längerer Zeit Gedanken über meine berufliche Zukunft.
Ich war schon immer Japan-Fan und habe auch 6 Monate in Japan verbracht (in der 11. Klasse, mit einer Gastfamilien-Argentur) und würde gerne nach Japan ziehen. Nur was dort arbeiten? Bei meinen Nachforschungen stieß ich auf den Geisha-Beruf. Anfangs dachte ich mir, es wären nur Prostituierte, doch das Thema fesselte mich irgendwie... Seit etwa 6 Monaten hege ich die Hoffnung, ewentuell in Kioto eine ausbildung zur Geisha nach traditioneller Art zu beginnen, denn Kioto ist die letzte Stadt, in der dies noch möglich ist. Leider fand ich nichts darüber, welche anforderungen gestellt werden. Mein PC spinnt ziemlich rum, wenn ich versuche, Seiten aus Japan aufzurufen.
Nun meine Frage: Kennt sich jemand ein bisschen damit aus? Kann man als Europäerin überhaupt eine Maiko werden?
Vielen Dank im Vorraus!

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10. August 2004 um 19:41

Ich fuerchte...
... dass das nichts werden wird. Soweit ich weiss, darf man hoechstens 15 bis 16 sein wenn man die Ausbildung beginnt und muss da natuerlich schon perfekt Japanisch sprechen.

Hier ein Link:

http://www.sofieloafy.net/geishamain.htm

Zum Trost sei dir gesagt, dass ich die Idee zwar interessant, aber nicht fuer realisierungswert halte. Du bist Europaeerin, basta. Einen Teil der japanischen Kultur kannst du dir ganz anders aneignen, wenn du willst.



n

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10. August 2004 um 20:11
In Antwort auf nathan

Ich fuerchte...
... dass das nichts werden wird. Soweit ich weiss, darf man hoechstens 15 bis 16 sein wenn man die Ausbildung beginnt und muss da natuerlich schon perfekt Japanisch sprechen.

Hier ein Link:

http://www.sofieloafy.net/geishamain.htm

Zum Trost sei dir gesagt, dass ich die Idee zwar interessant, aber nicht fuer realisierungswert halte. Du bist Europaeerin, basta. Einen Teil der japanischen Kultur kannst du dir ganz anders aneignen, wenn du willst.



n

Ach so...
... vielleicht klang das ja zu endgueltig (aber ich hoffe du machst deine Traeume sowieso nicht von irgendwelchen Postings abhaengig)... Wollte nur nochmal sagen, dass ich grosse Sympathie fuer deinen Plan habe und du natuerlich nichts unversucht lassen solltest.



n

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11. August 2004 um 11:33
In Antwort auf nathan

Ach so...
... vielleicht klang das ja zu endgueltig (aber ich hoffe du machst deine Traeume sowieso nicht von irgendwelchen Postings abhaengig)... Wollte nur nochmal sagen, dass ich grosse Sympathie fuer deinen Plan habe und du natuerlich nichts unversucht lassen solltest.



n

Nein Nein...
sooo ernst nehm ich das jetzt nicht alles mit den Postings, da sich ja leute hin und wieder den größten schrott als "Hilfen" ausdenken.
Ich hab mich da ein bisschen informiert und habe bereits herausgefunden, dass man mind. 17 sein muss, ausser man ist eine Tochter einer geisha, so will die Regierung sichern, dass die Mädchen nen richtigen Schulabschluss haben.
Ich spreche schon japanisch, aber es soll ja diesen Geisha-Dialekt geben, der auch recht schwer sein soll...
Ich habe erst vor kurzem von einer Freundin aus meiner Zeit in Japan gehört, dass ihr Vater von einer erfolgreichen, afro-amerikanischen Geisha aus Gion erzählt hat. Jetzt frage ich mich, ob es wirklich geht als Weiße oder ob das ne ausnahme war...?!?
Nunja, vielen Dank für den Link, hat mich eigentlich nur noch mehr überzeugt, es zu versuchen...
Ich denke, ich sollte einfach hinfliegen und es versuchen. Abitur hab ich ja, ganz gute Voraussetzungen für Japan (dort brauchen doch sogar die Liftboys abi...).
Ich habe gehört, dass das größte problem als ausländer die verbindung zur heimat ist: Keiner will geld in ein mädchen investieren, dass nach 3 Jahren nach hause zurück geht.
Mmh...

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11. August 2004 um 18:19
In Antwort auf wuschelchen13

Nein Nein...
sooo ernst nehm ich das jetzt nicht alles mit den Postings, da sich ja leute hin und wieder den größten schrott als "Hilfen" ausdenken.
Ich hab mich da ein bisschen informiert und habe bereits herausgefunden, dass man mind. 17 sein muss, ausser man ist eine Tochter einer geisha, so will die Regierung sichern, dass die Mädchen nen richtigen Schulabschluss haben.
Ich spreche schon japanisch, aber es soll ja diesen Geisha-Dialekt geben, der auch recht schwer sein soll...
Ich habe erst vor kurzem von einer Freundin aus meiner Zeit in Japan gehört, dass ihr Vater von einer erfolgreichen, afro-amerikanischen Geisha aus Gion erzählt hat. Jetzt frage ich mich, ob es wirklich geht als Weiße oder ob das ne ausnahme war...?!?
Nunja, vielen Dank für den Link, hat mich eigentlich nur noch mehr überzeugt, es zu versuchen...
Ich denke, ich sollte einfach hinfliegen und es versuchen. Abitur hab ich ja, ganz gute Voraussetzungen für Japan (dort brauchen doch sogar die Liftboys abi...).
Ich habe gehört, dass das größte problem als ausländer die verbindung zur heimat ist: Keiner will geld in ein mädchen investieren, dass nach 3 Jahren nach hause zurück geht.
Mmh...

Komm mir ein bisschen blöd vor...
... aber um as gehts hier überhaupt? Sorry, ich hab null Plan von Japan und irgendwelchen "Traditionen" dort... vielleicht erklärt mir das mal jemand, hört sich ja echt interessant an.

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11. August 2004 um 20:55
In Antwort auf citrusie

Komm mir ein bisschen blöd vor...
... aber um as gehts hier überhaupt? Sorry, ich hab null Plan von Japan und irgendwelchen "Traditionen" dort... vielleicht erklärt mir das mal jemand, hört sich ja echt interessant an.

Das Problem ist denke ich...
das Geisha unterhalterinnen sind, sie müssen also von allem viel ahnung haben, auch von Geschichte und Traditionen. Die gesamte Gesellschaft, zu der die geishas gehören (also die leiter der geishahäuser, lehrer, teehausbezitzer und und und) sind sehr abergläubisch und auf ihren glauben fixiert und die geishaviertel von kioto, insbesondere Gion, sind für ihre Traditionen bekannt, das heißt, dass dort manche leute teilweise noch holzkästen mit eisblöcken statt kühlschränken haben, da sie die modernen dinge verabscheuen.
Auch wird heute noch oft mizuage praktiziert, das heißt, das männer die jungfräulichkeit einer jungen geisha ersteigern können, obwohl das seit etwa 50 Jahren verboten ist (in japan ist prostitution verboten, sogar der besitz von pornographischem material jeglicher art ausser zeichnungen kann bestraft werden).
Es gibt in der geishawelt so viele dinge, die teilw. noch wie vor 100,200 jahren sind.
Geishas müssen alle künste (Tanz, gesang, musizieren, teezeremonie) beherschen, die ja noch größtenteils seit 1000 Jahren so bestehen, wie z.b. die teezeremonie.
Es ist jedoch ein echt toller beruf meiner meinung nach...
Ich wüsste nur einfach gerne, ob es körperliche und "rassen"-vorraussetzungen gibt.
Die einen sagen, es ist egal, ob man schwarz, weiß oder richtige japanerin ist, die anderen sagen, man muss japanerin sein...
Wat denn nu?!?

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11. August 2004 um 22:29
In Antwort auf wuschelchen13

Das Problem ist denke ich...
das Geisha unterhalterinnen sind, sie müssen also von allem viel ahnung haben, auch von Geschichte und Traditionen. Die gesamte Gesellschaft, zu der die geishas gehören (also die leiter der geishahäuser, lehrer, teehausbezitzer und und und) sind sehr abergläubisch und auf ihren glauben fixiert und die geishaviertel von kioto, insbesondere Gion, sind für ihre Traditionen bekannt, das heißt, dass dort manche leute teilweise noch holzkästen mit eisblöcken statt kühlschränken haben, da sie die modernen dinge verabscheuen.
Auch wird heute noch oft mizuage praktiziert, das heißt, das männer die jungfräulichkeit einer jungen geisha ersteigern können, obwohl das seit etwa 50 Jahren verboten ist (in japan ist prostitution verboten, sogar der besitz von pornographischem material jeglicher art ausser zeichnungen kann bestraft werden).
Es gibt in der geishawelt so viele dinge, die teilw. noch wie vor 100,200 jahren sind.
Geishas müssen alle künste (Tanz, gesang, musizieren, teezeremonie) beherschen, die ja noch größtenteils seit 1000 Jahren so bestehen, wie z.b. die teezeremonie.
Es ist jedoch ein echt toller beruf meiner meinung nach...
Ich wüsste nur einfach gerne, ob es körperliche und "rassen"-vorraussetzungen gibt.
Die einen sagen, es ist egal, ob man schwarz, weiß oder richtige japanerin ist, die anderen sagen, man muss japanerin sein...
Wat denn nu?!?

Naja,...
Da kann ich dir nicht helfen,
aber ein toller und interessanter Beruf ist es sicherlich, wenn ich mir das so anhöre... was verdient man da denn - oder ist das eher nebensache bei dem Beruf?

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12. August 2004 um 8:31
In Antwort auf citrusie

Naja,...
Da kann ich dir nicht helfen,
aber ein toller und interessanter Beruf ist es sicherlich, wenn ich mir das so anhöre... was verdient man da denn - oder ist das eher nebensache bei dem Beruf?

Das weiß ich zufällig...
recht genau: Eine mittelklasse-Geisha (wird halt nach aussehen, fähigkeiten, geschick im unterhalten,... bewertet)
verdient rund 90Euro die Stunde. Es gehört jedoch zum guten Ton für die Männer, die man den abend über beschäftigt hat, nochmal etwa soviel trinkgeld pro stunde zu geben.
Eine Spitzengeisha kann aber auch locker 300 Euro die stunde kosten... (Plus dann noch trinkgeld)...

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12. August 2004 um 22:58
In Antwort auf wuschelchen13

Das weiß ich zufällig...
recht genau: Eine mittelklasse-Geisha (wird halt nach aussehen, fähigkeiten, geschick im unterhalten,... bewertet)
verdient rund 90Euro die Stunde. Es gehört jedoch zum guten Ton für die Männer, die man den abend über beschäftigt hat, nochmal etwa soviel trinkgeld pro stunde zu geben.
Eine Spitzengeisha kann aber auch locker 300 Euro die stunde kosten... (Plus dann noch trinkgeld)...

Und für was...
... genau bekommen die ihr geld ?

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14. August 2004 um 13:22
In Antwort auf citrusie

Und für was...
... genau bekommen die ihr geld ?

Es sind keine Nutten,...
sie bekommen das Geld einfach für ihre anwesenheit bei geschäftsessen oder privaten partys, es sind immer mehrere da, und sie halten die männer halt bei laune, unterhalten sich über kulturelles oder machen trinkspiele mit den männern (je nach dem, wie die kerle drauf sind)...

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15. August 2004 um 21:57

Puh!
Also, so weit ich weiss, müssen Geishas erstmal perfekte Umgangsformen haben. Allein alttägliche höfliche Umgangsformen sind für 'Westler' schonmal sehr schwer erlernbar, weil Japaner auf ganz andere Dinge achten, als wir, aber da erzähl ich Dir ja sicher nichts Neues. Dann müssen Geishas wie Du bereits erwähntest richtig fit sein in der Japanischen Geschichte, Tradition, Sagenwelt, Kultur etc., eben so eine Art perfekte intellektuelle Gesprächspartnerin. Das stell ich mir für Aussenstehende ziemlich schwierig vor. Noch dazu ist die japanische Kultur, man muss es leider so sagen, sehr, sehr fremdenfeindlich. Im Allgemeinen geht das sogar so weit, dass Westler die gut Japanisch können, als besonders unangenehm empfunden werden, da sie sich quasi einschleichen. Das kommt von der Jahrhundertelangen Isolation des Landes.

Aber da Japaner ja auch alles mögliche mal ausprobieren, kommt vielleicht auch eine 'langnasige' Geisha gut an...vorausgesetzt, Du findest jemanden, der Dich ausbildet...und dazu weiss ich leider gar nichts.

Wie wär's denn erstmal mit einem Sinologiestudium? Wie alt bist Du überhaupt?

Es gibt aus der Reihe 'Kulturschock' ein tolles Einstiegsbuch über die japanische Kultur (jetzt mehr für die interessierte Allgemeinheit, Du kennst Dich ja schon viel genauer aus).

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16. August 2004 um 8:28
In Antwort auf dottne

Puh!
Also, so weit ich weiss, müssen Geishas erstmal perfekte Umgangsformen haben. Allein alttägliche höfliche Umgangsformen sind für 'Westler' schonmal sehr schwer erlernbar, weil Japaner auf ganz andere Dinge achten, als wir, aber da erzähl ich Dir ja sicher nichts Neues. Dann müssen Geishas wie Du bereits erwähntest richtig fit sein in der Japanischen Geschichte, Tradition, Sagenwelt, Kultur etc., eben so eine Art perfekte intellektuelle Gesprächspartnerin. Das stell ich mir für Aussenstehende ziemlich schwierig vor. Noch dazu ist die japanische Kultur, man muss es leider so sagen, sehr, sehr fremdenfeindlich. Im Allgemeinen geht das sogar so weit, dass Westler die gut Japanisch können, als besonders unangenehm empfunden werden, da sie sich quasi einschleichen. Das kommt von der Jahrhundertelangen Isolation des Landes.

Aber da Japaner ja auch alles mögliche mal ausprobieren, kommt vielleicht auch eine 'langnasige' Geisha gut an...vorausgesetzt, Du findest jemanden, der Dich ausbildet...und dazu weiss ich leider gar nichts.

Wie wär's denn erstmal mit einem Sinologiestudium? Wie alt bist Du überhaupt?

Es gibt aus der Reihe 'Kulturschock' ein tolles Einstiegsbuch über die japanische Kultur (jetzt mehr für die interessierte Allgemeinheit, Du kennst Dich ja schon viel genauer aus).

Jaja, die umgangsformen...
...da hab ich so einige peinliche dinge auf lager, die mir passiert sind (kommt davon, wenn man sich nicht richtig informiert). Ich bin 20, hab abi.
Das mit der fremdenfeindlichkeit ist heute auch noch so ne sache. ein lehrer dort (ich bin in die schule gegangen) hat mir erzählt, dass ich viel glück habe, nicht von den mitschülern fertiggemacht zu werden. in der kleinstadt, in der er aufwuchs, gab es anscheinend eine familie, und der mann war ami, darum sind alle anderen auf die kinder der beiden losgegangen...Und das wäre sicher kein einzelfall!
Ich habe gehört (gerüchteweise), dass es dich seeehr weit voranbringt, shinto zu werden... die chancen steigern sich anscheinend um 300%.
Aber wo kann ich denn shinto werden, hier in deutschland? Ich bin eigentlich nicht religiös, darum kümmert es mich nicht, welche religiön jetzt in meiner bewerbung steht (den arbeitgeber vielleicht )
Ich will jetzt auf keinen fall überheblich klingen, aber ich weiß, dass ich größere chancen habe als die durchschnittsdeutsche, da ich in japan immer für meine "model-größe" (wie man so schön sagt...) bewundert worden bin. außerdem gibt es ja diesen schrecklichen trend, sich die augen euroräischer hinoperieren zu lassen. Mittel-/Nordeuropäer kommen der vorstellung ziemlich nahe: Blasse haut, blaue augen,... Das trifft auch in etwa zu.
Ich weiß nicht, ob es daran lag,oder das allein die tatsache, dass ich ausländerin war, der grund für ihr starren und flüstern war.
Naja, die in meiner umgebung hatten mich nach 2 monaten recht gut akzeptiert, also glaube ich, dass sich das schon geben würde...

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16. August 2004 um 9:32
In Antwort auf wuschelchen13

Jaja, die umgangsformen...
...da hab ich so einige peinliche dinge auf lager, die mir passiert sind (kommt davon, wenn man sich nicht richtig informiert). Ich bin 20, hab abi.
Das mit der fremdenfeindlichkeit ist heute auch noch so ne sache. ein lehrer dort (ich bin in die schule gegangen) hat mir erzählt, dass ich viel glück habe, nicht von den mitschülern fertiggemacht zu werden. in der kleinstadt, in der er aufwuchs, gab es anscheinend eine familie, und der mann war ami, darum sind alle anderen auf die kinder der beiden losgegangen...Und das wäre sicher kein einzelfall!
Ich habe gehört (gerüchteweise), dass es dich seeehr weit voranbringt, shinto zu werden... die chancen steigern sich anscheinend um 300%.
Aber wo kann ich denn shinto werden, hier in deutschland? Ich bin eigentlich nicht religiös, darum kümmert es mich nicht, welche religiön jetzt in meiner bewerbung steht (den arbeitgeber vielleicht )
Ich will jetzt auf keinen fall überheblich klingen, aber ich weiß, dass ich größere chancen habe als die durchschnittsdeutsche, da ich in japan immer für meine "model-größe" (wie man so schön sagt...) bewundert worden bin. außerdem gibt es ja diesen schrecklichen trend, sich die augen euroräischer hinoperieren zu lassen. Mittel-/Nordeuropäer kommen der vorstellung ziemlich nahe: Blasse haut, blaue augen,... Das trifft auch in etwa zu.
Ich weiß nicht, ob es daran lag,oder das allein die tatsache, dass ich ausländerin war, der grund für ihr starren und flüstern war.
Naja, die in meiner umgebung hatten mich nach 2 monaten recht gut akzeptiert, also glaube ich, dass sich das schon geben würde...

Shinto werden
Also so weit ich weiss, ist man Shinto, wenn man den Glauben praktiziert oder aber sich einfach nur als Shinto empfindet. Das ist doch eine megaliberale Religion. Kein Buch, keine Ge- oder Verbote und, so weit ich weiss auch keine Taufe. Wenn Du nen Wunsch hast, geh zu einem Shinto-Geist, davon gibts ein paar Tausend (in Schreinen, Bäumen oder Bergen) und bring ihm etwas Reis. Ansonsten darfst Du alles tun und lassen.

In Umfragen bezeichnen sich über neunzig Prozent der Japaner als Shinto und über sechzig Prozent als katholisch....sollte also möglich sein, einfach mal so den Shintoglauben hinzuzunehmen...

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16. August 2004 um 16:14
In Antwort auf dottne

Shinto werden
Also so weit ich weiss, ist man Shinto, wenn man den Glauben praktiziert oder aber sich einfach nur als Shinto empfindet. Das ist doch eine megaliberale Religion. Kein Buch, keine Ge- oder Verbote und, so weit ich weiss auch keine Taufe. Wenn Du nen Wunsch hast, geh zu einem Shinto-Geist, davon gibts ein paar Tausend (in Schreinen, Bäumen oder Bergen) und bring ihm etwas Reis. Ansonsten darfst Du alles tun und lassen.

In Umfragen bezeichnen sich über neunzig Prozent der Japaner als Shinto und über sechzig Prozent als katholisch....sollte also möglich sein, einfach mal so den Shintoglauben hinzuzunehmen...

Wow, da hab ich echt was verpasst...
6 Monate in Japan, aber mich hat die religion kein bisschen interessiert. Ich hab mich da eher auf die Techn. Verrücktheiten konzentriert und die gesamte moderne gesellschaft...
Ich weiß nicht, ob das hier so bekannt ist, aber in Tokio steht in den großen Kaufhäusern z.b. an jedem gottverdammten durchgang ein "verbeuger", wie auch immer man das in deutschland nennen mag, der den ganzen tag nichts anderes tut, als sich vor jedem vorbeigehenden zu verbeugen. Leider wurde mir das vorher nicht gesagt, was es damit auf sich hat. Als ich also am 3. Tag mit meiner "schwester" (gastfamilie) zum ersten mal shoppen gegangen bin, hat sich der nette junge man vor mir verbeugt. ich bin perplex stehen geblieben,weil ich dachte, ich hätte was falsch gemacht und habe mich entschuldigt. er muss das falsch aufgefasst haben, ich habe die sprache nach der kurzen zeit natürlich bis auf minimale fetzen nicht gekonnt, aber er hat sich ziemlich ängstlich aufgeführt und sich immer wieder entschuldigt, genau wie ich... Das ganze artete in einem riesen-tumult aus, da er noch seinen vorgesetzten geholt hat, um das zu klären... Schon seltsam, wenn 3 Japaner panisch auf einen einreden...
Soviel zu meinem persönlichen kulturschock...
Ein weiterer fehler von mir war, dass ich in einem teureren restaurant bei einer geburtstagsfeier plötzlich einen nies-anfall bekommen habe. Niesen auf offener Straße oder in Läden,... kann durchaus sehr böse aufgefasst werden, da es dort als unhöflich gilt. Ich wurde dann recht schnell vom Chefkellner vor die tür gesetzt (ganz höflich natürlich). Vielleicht hat er mich aber auch nur so schnell deshalb rausgeworfen, weil ich ausländerin war... wer weiß!

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17. August 2004 um 16:57

Japanische Botschaft
Wende dich doch einfach für genaue Informationen an die

Botschaft von Japan
Hiroshimastraße 6
10785 Berlin

info@botschaft-japan.de

Die Kulturabteilung dort wird es wissen.

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1. September 2004 um 18:35
In Antwort auf wuschelchen13

Wow, da hab ich echt was verpasst...
6 Monate in Japan, aber mich hat die religion kein bisschen interessiert. Ich hab mich da eher auf die Techn. Verrücktheiten konzentriert und die gesamte moderne gesellschaft...
Ich weiß nicht, ob das hier so bekannt ist, aber in Tokio steht in den großen Kaufhäusern z.b. an jedem gottverdammten durchgang ein "verbeuger", wie auch immer man das in deutschland nennen mag, der den ganzen tag nichts anderes tut, als sich vor jedem vorbeigehenden zu verbeugen. Leider wurde mir das vorher nicht gesagt, was es damit auf sich hat. Als ich also am 3. Tag mit meiner "schwester" (gastfamilie) zum ersten mal shoppen gegangen bin, hat sich der nette junge man vor mir verbeugt. ich bin perplex stehen geblieben,weil ich dachte, ich hätte was falsch gemacht und habe mich entschuldigt. er muss das falsch aufgefasst haben, ich habe die sprache nach der kurzen zeit natürlich bis auf minimale fetzen nicht gekonnt, aber er hat sich ziemlich ängstlich aufgeführt und sich immer wieder entschuldigt, genau wie ich... Das ganze artete in einem riesen-tumult aus, da er noch seinen vorgesetzten geholt hat, um das zu klären... Schon seltsam, wenn 3 Japaner panisch auf einen einreden...
Soviel zu meinem persönlichen kulturschock...
Ein weiterer fehler von mir war, dass ich in einem teureren restaurant bei einer geburtstagsfeier plötzlich einen nies-anfall bekommen habe. Niesen auf offener Straße oder in Läden,... kann durchaus sehr böse aufgefasst werden, da es dort als unhöflich gilt. Ich wurde dann recht schnell vom Chefkellner vor die tür gesetzt (ganz höflich natürlich). Vielleicht hat er mich aber auch nur so schnell deshalb rausgeworfen, weil ich ausländerin war... wer weiß!

Ähnliches Erlebnis in Peking
Ich war mal zehn Tage in Peking und immer wenn es uns gereicht hat mit all dem auf-die-Straße-Gespucke und Rumgerotze, haben wir einfach ein Taschentuch gezückt und reingeschnaubt, was für Chinesen richtig eklig ist...hihi!

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20. Juni 2014 um 16:09

PROTAGONISTEN GESUCHT FÜR "AUF UND DAVON"
Für das Doku-Format Auf und Davon (VOX) suchen wir junge Erwachsene, die gerne im Ausland Berufserfahrung sammeln möchten und eine spannende Geschichte erzählen können.


Wir suchen Geschichten, die mitten aus dem Leben gegriffen sind, also scheut Euch nicht und schreibt ein bisschen was über Euch und eure Geschichte, bitte mit Fotos und Kontaktdaten!

Über dies Plattform bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und wollte nun einmal bei dir nachfragen ob denn dieser Wunsch von dir noch aktuell ist und es für dich in Frage käme bei unserem Format mitzumachen.

Bei Interesse bitte an folgende E-Mail Adresse schreiben: sandra.dichler@shinyside.tv

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