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Abitur abbrechen/Ausbildung anfangen?

20. Juni um 16:49 Letzte Antwort: 31. August um 11:06

Hallo,leider habe ich zurzeit große Bedenken, ob ich das Abitur durchziehen sollte oder es eventuell besser für mich wäre eine Ausbildung anzufangen.Mir ist bewusst das es im Internet genügend Beiträge zu diesem Thema gibt. Jedoch denke ich, das mir meine Entscheidung etwas leichter fallen könnte, wenn ich meine Gedanken niederschreibe und schaue welche Objektiven Meinungen zu meiner aktuellen Sachlage bestehen.Im Endeffekt ist es zwar immernoch mein Leben, meine Entscheidung und hat keinerlei Einfluss auf eurer Leben aber trotz dessen hoffe ich dadurch klare Gedanken fassen zu können.Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben sich einen Kopf über meine Situation zu machen und mir vielleicht auch eine kleine Antwort da lassen. Zu meinem jetzigen Stand:Ich habe letztes Jahr erfolgreich meinen Realschulabschluss mit einem Durchschnitt von 1,55 absolviert und mich daraufhin dazu entschieden, das Abitur anzustreben. Ich hatte keinen bestimmten Grund, außer das ich nicht wusste, wie meine Zukunft aussehen sollte. Ich besaß keinen Plan, kein Ziel, keine Leidenschaft welche mich auch nur ein Stück weiter hätte bringen können. All diese "Berufsorientierenden Praktikas" halfen mir keinen Zentimeter weiter, wie ich denn mal meinen Lebensunterhalt verdienen möchte.Wie traurig das auch klingen mag, aber ich hatte noch nie eine klare Ahnung davon, was nun meine Stärken und meine Interessen, welche mir bei der Suche helfen würden seien. Mir ist nur Bewusst was ich nicht möchte und wie ich später, im besten Fall einmal leben wollen würde. Nun habe ich sehr bald die 11 Klasse hinter mir. Es war nicht immer einfach, oft hatte und habe ich Zweifel an mir selbst: "Ist das wirklich mein Weg? Ist es das was ich möchte? Was mache ich dann mit meinem Abitur? Werde ich es jemals schaffen können, auch wenn es mir oft psychisch nicht bestens geht? Bin ich gut genug dafür...?" Auch Corona legte vielen Bereichen Steine in den Weg. Sei es die Wirtschaft, oder auch in meinem Fall die Bildung. Wir haben nun den Großteil des zweiten Halbjahres Zuhause verbringen müssen. Selbstständig den Stoff aufzuarbeiten war nicht nur für mich schwierig und leider bin ich auch kläglich daran gescheitert die nötige Motivation aufzubringen um konsequent weiter zu lernen. Nach, in meinem Fall 10 Wochen "Schulfrei", wurde es schwer, mich wieder an die Schule zu gewöhnen. Der damit verbundene Leistungsdruck sowie Stress u.s.w. tat meinem schwachen Gemüt leider nie gutes. Meine Zweifel werden immer größer. "Werde ich es jemals schaffen Mathe, ... aufzuholen und bin ich überhaupt in der Lage dazu, den immer größer werdenden Stress zu verarbeiten ohne daran zu ersticken?"Es klingt für den einen oder anderen vielleicht etwas übertrieben, jedoch ist es für mich der pure Ernst. Schon lange habe ich mit mir zu arbeiten. Ich litt an Depressionen welche zum Beispiel die restlichen 2 Jahre meiner Realschulzeit zur Tortur machten. Oft war ich krank weil ich mich nicht aufraffen konnte in die Schule zu gehen. Aber nicht nur dieser Aspekt macht es für mich schwer, bestimme Dinge verarbeiten zu können ohne Unruhig zu werden. Ich bin ein sehr einfühlsamer, schüchterner, introvertierter Mensch mit einigen Ecken und Kanten welche mich nicht immer emotional "stabil" zurück lassen. Es ist offensichtlich das ich gerade dadurch große Probleme habe, schwere Zeiten wie diese ohne Komplikationen durchzustehen. Dennoch möchte ich mir selber gerne meine Stärke beweisen. Durch Hindernisse und harte Zeiten wächst und lernt man für die Zukunft. Ich würde gerne von mir selbst überzeugt sein, das ich es schaffe. Dass ich in zwei Jahren meinen ganzen Stolz, das Abiturzeugnis, in der Hand halten kann. ja..., ich "würde" gerne. Das ist der Punkt, an dem die ganze Selbstsicherheit wie ein Luftzug verschwindet. Ich bin auf einem Wirtschaftsgymnasium und würde die allgemeine Hochschulreife erlangen. Bedauerlicherweise habe ich nach dem einem Jahr schon feststellen müssen, das mich die Wirtschaft in diesem Sinne nicht in geringster Weise interessiert.Ich denke jeder weiß, etwas zu lernen was den eigenen Interessen widerstrebt ist eine einzige Qual und nun ist es leider ein Leistungskurs mit einer Pflichtprüfung. Ich weiß nicht, was ich dann mit diesem Zeugnis anfangen soll. Ich weiß nicht einmal ob ich jemals studieren möchte. Obwohl es sehr verlockend ist, weiß ich nicht was mich denn überhaupt interessiert, geschweige denn ob es mir beruflich weiter helfen könnte und ob ich schlau genug für einen akademischen Weg bin, eigentlich bin ich ein Durchschnitts Schüler mit großen Schwierigkeiten in Mathe. Somit kommt es mir tief im Inneren so vor, wie als wäre das Abitur sinnlos. Für mich zumindest.Ich bin sehr stark am überlegen, ob mir eine Ausbildung denn mehr geben kann. Eventuell würde mir eine Ausbildung die Türen zu mir selber öffnen, so dass Ich aus mir herauskommen kann und endlich weiß, was ich möchte. Vielleicht könnte ich sogar einige meiner Ängste hinter mir lassen und an mir arbeiten, so dass ich offener sowie kommunikativer werde. Um Ehrlich zu sein, lockt mich auch etwas die damit verbundene Selbstständigkeit, das eigene Geld zu verdienen, Reisen zu machen etc., sowie auch zu lernen, was richtige Verantwortung ist, wie das "echte" Arbeitsleben ist und herauszufinden ob ich mich als Mensch dadurch besser weiterentwickeln kann.
Gleichzeitig merke ich aber das ich gerne das Abitur schaffen möchte, um mir eine breitere Spannweite an Möglichkeiten zu ermöglichen. Denn im Moment sagen mir die Ausbildungen, für welche man die Mittleren Reife benötigt, nicht direkt zu.
 Meine Zukunft ist für mich im Moment ein Open-end. Naja, ist es logischer Weise für jeden. Mir ist es grade jetzt wichtig eine Entscheidung zu treffen, wie es mit mir weiter gehen soll. Vorallem weil ich immer viel zu Hohe Erwartungen von mir selbst habe und mich nicht entäuschen möchte, falls mein Abiturzeugnis ein totaler Reinfall wird. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben sich diesen, doch ziemlich lang gewordenen Text durchzulesen und eventuell eine Antwort dazulassen.Viele Grüße 

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10. Juli um 21:32

Bist du mit deinen Gedanken mittlerweile ein Stück weitergekommen?

Zuerst Mal: Was für eine Ausbildung würdest du denn dann nun machen wollen?

Möglich wäre auch ein FSJ. Ich finde ja, im Umgang mit Menschen wächst man am besten. Ein Jahr in einem Altenheim oder in einer Kindertageseinrichtung könnte dir menschlich viel bringen.

Warum möchtest du das Abi? Weil du Angst hast, eine Chance zu verpassen? Du kannst es theoretisch auch noch nach einer Ausbildung oder einem FSJ nachholen, wenn du dann weißt, für was du es brauchst. Ansonsten ist ein ABi auch nur Verschwendung von Lebenszeit (finde ich persönlich).

Auf dem WG bist du nicht glücklich. Wie wäre es, wenn du wechselst?
Du hättest auch die Möglichkeit, die 11. Klasse jetzt einfach zu wiederholen. Du hattest sehr gute Noten, erzähl was von Corona und Bla und dass du gemerkt hast, dass Wirtschaft nicht das richtige für dich ist. Mittlerweile gibt es auch beim Abi so viele Richtungen: Da wird schon was dabei sein!

Hast du denn zumindest eine Richtung, die dich interessiert? Dask lingt alles irgendwie sehr orientierungslos, was ich sehr schade finde, weil für mich aus deinem Text hervorgeht, dass du dir viele Gedanken zu machen scheinst und auch schon einiges über dich gelernt hast.

LG

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11. Juli um 1:23
In Antwort auf suffl.

Hallo,leider habe ich zurzeit große Bedenken, ob ich das Abitur durchziehen sollte oder es eventuell besser für mich wäre eine Ausbildung anzufangen.Mir ist bewusst das es im Internet genügend Beiträge zu diesem Thema gibt. Jedoch denke ich, das mir meine Entscheidung etwas leichter fallen könnte, wenn ich meine Gedanken niederschreibe und schaue welche Objektiven Meinungen zu meiner aktuellen Sachlage bestehen.Im Endeffekt ist es zwar immernoch mein Leben, meine Entscheidung und hat keinerlei Einfluss auf eurer Leben aber trotz dessen hoffe ich dadurch klare Gedanken fassen zu können.Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben sich einen Kopf über meine Situation zu machen und mir vielleicht auch eine kleine Antwort da lassen. Zu meinem jetzigen Stand:Ich habe letztes Jahr erfolgreich meinen Realschulabschluss mit einem Durchschnitt von 1,55 absolviert und mich daraufhin dazu entschieden, das Abitur anzustreben. Ich hatte keinen bestimmten Grund, außer das ich nicht wusste, wie meine Zukunft aussehen sollte. Ich besaß keinen Plan, kein Ziel, keine Leidenschaft welche mich auch nur ein Stück weiter hätte bringen können. All diese "Berufsorientierenden Praktikas" halfen mir keinen Zentimeter weiter, wie ich denn mal meinen Lebensunterhalt verdienen möchte.Wie traurig das auch klingen mag, aber ich hatte noch nie eine klare Ahnung davon, was nun meine Stärken und meine Interessen, welche mir bei der Suche helfen würden seien. Mir ist nur Bewusst was ich nicht möchte und wie ich später, im besten Fall einmal leben wollen würde. Nun habe ich sehr bald die 11 Klasse hinter mir. Es war nicht immer einfach, oft hatte und habe ich Zweifel an mir selbst: "Ist das wirklich mein Weg? Ist es das was ich möchte? Was mache ich dann mit meinem Abitur? Werde ich es jemals schaffen können, auch wenn es mir oft psychisch nicht bestens geht? Bin ich gut genug dafür...?" Auch Corona legte vielen Bereichen Steine in den Weg. Sei es die Wirtschaft, oder auch in meinem Fall die Bildung. Wir haben nun den Großteil des zweiten Halbjahres Zuhause verbringen müssen. Selbstständig den Stoff aufzuarbeiten war nicht nur für mich schwierig und leider bin ich auch kläglich daran gescheitert die nötige Motivation aufzubringen um konsequent weiter zu lernen. Nach, in meinem Fall 10 Wochen "Schulfrei", wurde es schwer, mich wieder an die Schule zu gewöhnen. Der damit verbundene Leistungsdruck sowie Stress u.s.w. tat meinem schwachen Gemüt leider nie gutes. Meine Zweifel werden immer größer. "Werde ich es jemals schaffen Mathe, ... aufzuholen und bin ich überhaupt in der Lage dazu, den immer größer werdenden Stress zu verarbeiten ohne daran zu ersticken?"Es klingt für den einen oder anderen vielleicht etwas übertrieben, jedoch ist es für mich der pure Ernst. Schon lange habe ich mit mir zu arbeiten. Ich litt an Depressionen welche zum Beispiel die restlichen 2 Jahre meiner Realschulzeit zur Tortur machten. Oft war ich krank weil ich mich nicht aufraffen konnte in die Schule zu gehen. Aber nicht nur dieser Aspekt macht es für mich schwer, bestimme Dinge verarbeiten zu können ohne Unruhig zu werden. Ich bin ein sehr einfühlsamer, schüchterner, introvertierter Mensch mit einigen Ecken und Kanten welche mich nicht immer emotional "stabil" zurück lassen. Es ist offensichtlich das ich gerade dadurch große Probleme habe, schwere Zeiten wie diese ohne Komplikationen durchzustehen. Dennoch möchte ich mir selber gerne meine Stärke beweisen. Durch Hindernisse und harte Zeiten wächst und lernt man für die Zukunft. Ich würde gerne von mir selbst überzeugt sein, das ich es schaffe. Dass ich in zwei Jahren meinen ganzen Stolz, das Abiturzeugnis, in der Hand halten kann. ja..., ich "würde" gerne. Das ist der Punkt, an dem die ganze Selbstsicherheit wie ein Luftzug verschwindet. Ich bin auf einem Wirtschaftsgymnasium und würde die allgemeine Hochschulreife erlangen. Bedauerlicherweise habe ich nach dem einem Jahr schon feststellen müssen, das mich die Wirtschaft in diesem Sinne nicht in geringster Weise interessiert.Ich denke jeder weiß, etwas zu lernen was den eigenen Interessen widerstrebt ist eine einzige Qual und nun ist es leider ein Leistungskurs mit einer Pflichtprüfung. Ich weiß nicht, was ich dann mit diesem Zeugnis anfangen soll. Ich weiß nicht einmal ob ich jemals studieren möchte. Obwohl es sehr verlockend ist, weiß ich nicht was mich denn überhaupt interessiert, geschweige denn ob es mir beruflich weiter helfen könnte und ob ich schlau genug für einen akademischen Weg bin, eigentlich bin ich ein Durchschnitts Schüler mit großen Schwierigkeiten in Mathe. Somit kommt es mir tief im Inneren so vor, wie als wäre das Abitur sinnlos. Für mich zumindest.Ich bin sehr stark am überlegen, ob mir eine Ausbildung denn mehr geben kann. Eventuell würde mir eine Ausbildung die Türen zu mir selber öffnen, so dass Ich aus mir herauskommen kann und endlich weiß, was ich möchte. Vielleicht könnte ich sogar einige meiner Ängste hinter mir lassen und an mir arbeiten, so dass ich offener sowie kommunikativer werde. Um Ehrlich zu sein, lockt mich auch etwas die damit verbundene Selbstständigkeit, das eigene Geld zu verdienen, Reisen zu machen etc., sowie auch zu lernen, was richtige Verantwortung ist, wie das "echte" Arbeitsleben ist und herauszufinden ob ich mich als Mensch dadurch besser weiterentwickeln kann.
Gleichzeitig merke ich aber das ich gerne das Abitur schaffen möchte, um mir eine breitere Spannweite an Möglichkeiten zu ermöglichen. Denn im Moment sagen mir die Ausbildungen, für welche man die Mittleren Reife benötigt, nicht direkt zu.
 Meine Zukunft ist für mich im Moment ein Open-end. Naja, ist es logischer Weise für jeden. Mir ist es grade jetzt wichtig eine Entscheidung zu treffen, wie es mit mir weiter gehen soll. Vorallem weil ich immer viel zu Hohe Erwartungen von mir selbst habe und mich nicht entäuschen möchte, falls mein Abiturzeugnis ein totaler Reinfall wird. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben sich diesen, doch ziemlich lang gewordenen Text durchzulesen und eventuell eine Antwort dazulassen.Viele Grüße 

Ich habe 3 Jahre berufsberstung gemacht und sage 'unbedingt Abitur machen auch wenn es kein bayerisches ist. Später wirst du dir Leiter tun bei der Auswahl der Lehrstellenauswahl.  Denke an später und hör auf zu jammern
 

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29. August um 22:59
In Antwort auf suffl.

Hallo,leider habe ich zurzeit große Bedenken, ob ich das Abitur durchziehen sollte oder es eventuell besser für mich wäre eine Ausbildung anzufangen.Mir ist bewusst das es im Internet genügend Beiträge zu diesem Thema gibt. Jedoch denke ich, das mir meine Entscheidung etwas leichter fallen könnte, wenn ich meine Gedanken niederschreibe und schaue welche Objektiven Meinungen zu meiner aktuellen Sachlage bestehen.Im Endeffekt ist es zwar immernoch mein Leben, meine Entscheidung und hat keinerlei Einfluss auf eurer Leben aber trotz dessen hoffe ich dadurch klare Gedanken fassen zu können.Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben sich einen Kopf über meine Situation zu machen und mir vielleicht auch eine kleine Antwort da lassen. Zu meinem jetzigen Stand:Ich habe letztes Jahr erfolgreich meinen Realschulabschluss mit einem Durchschnitt von 1,55 absolviert und mich daraufhin dazu entschieden, das Abitur anzustreben. Ich hatte keinen bestimmten Grund, außer das ich nicht wusste, wie meine Zukunft aussehen sollte. Ich besaß keinen Plan, kein Ziel, keine Leidenschaft welche mich auch nur ein Stück weiter hätte bringen können. All diese "Berufsorientierenden Praktikas" halfen mir keinen Zentimeter weiter, wie ich denn mal meinen Lebensunterhalt verdienen möchte.Wie traurig das auch klingen mag, aber ich hatte noch nie eine klare Ahnung davon, was nun meine Stärken und meine Interessen, welche mir bei der Suche helfen würden seien. Mir ist nur Bewusst was ich nicht möchte und wie ich später, im besten Fall einmal leben wollen würde. Nun habe ich sehr bald die 11 Klasse hinter mir. Es war nicht immer einfach, oft hatte und habe ich Zweifel an mir selbst: "Ist das wirklich mein Weg? Ist es das was ich möchte? Was mache ich dann mit meinem Abitur? Werde ich es jemals schaffen können, auch wenn es mir oft psychisch nicht bestens geht? Bin ich gut genug dafür...?" Auch Corona legte vielen Bereichen Steine in den Weg. Sei es die Wirtschaft, oder auch in meinem Fall die Bildung. Wir haben nun den Großteil des zweiten Halbjahres Zuhause verbringen müssen. Selbstständig den Stoff aufzuarbeiten war nicht nur für mich schwierig und leider bin ich auch kläglich daran gescheitert die nötige Motivation aufzubringen um konsequent weiter zu lernen. Nach, in meinem Fall 10 Wochen "Schulfrei", wurde es schwer, mich wieder an die Schule zu gewöhnen. Der damit verbundene Leistungsdruck sowie Stress u.s.w. tat meinem schwachen Gemüt leider nie gutes. Meine Zweifel werden immer größer. "Werde ich es jemals schaffen Mathe, ... aufzuholen und bin ich überhaupt in der Lage dazu, den immer größer werdenden Stress zu verarbeiten ohne daran zu ersticken?"Es klingt für den einen oder anderen vielleicht etwas übertrieben, jedoch ist es für mich der pure Ernst. Schon lange habe ich mit mir zu arbeiten. Ich litt an Depressionen welche zum Beispiel die restlichen 2 Jahre meiner Realschulzeit zur Tortur machten. Oft war ich krank weil ich mich nicht aufraffen konnte in die Schule zu gehen. Aber nicht nur dieser Aspekt macht es für mich schwer, bestimme Dinge verarbeiten zu können ohne Unruhig zu werden. Ich bin ein sehr einfühlsamer, schüchterner, introvertierter Mensch mit einigen Ecken und Kanten welche mich nicht immer emotional "stabil" zurück lassen. Es ist offensichtlich das ich gerade dadurch große Probleme habe, schwere Zeiten wie diese ohne Komplikationen durchzustehen. Dennoch möchte ich mir selber gerne meine Stärke beweisen. Durch Hindernisse und harte Zeiten wächst und lernt man für die Zukunft. Ich würde gerne von mir selbst überzeugt sein, das ich es schaffe. Dass ich in zwei Jahren meinen ganzen Stolz, das Abiturzeugnis, in der Hand halten kann. ja..., ich "würde" gerne. Das ist der Punkt, an dem die ganze Selbstsicherheit wie ein Luftzug verschwindet. Ich bin auf einem Wirtschaftsgymnasium und würde die allgemeine Hochschulreife erlangen. Bedauerlicherweise habe ich nach dem einem Jahr schon feststellen müssen, das mich die Wirtschaft in diesem Sinne nicht in geringster Weise interessiert.Ich denke jeder weiß, etwas zu lernen was den eigenen Interessen widerstrebt ist eine einzige Qual und nun ist es leider ein Leistungskurs mit einer Pflichtprüfung. Ich weiß nicht, was ich dann mit diesem Zeugnis anfangen soll. Ich weiß nicht einmal ob ich jemals studieren möchte. Obwohl es sehr verlockend ist, weiß ich nicht was mich denn überhaupt interessiert, geschweige denn ob es mir beruflich weiter helfen könnte und ob ich schlau genug für einen akademischen Weg bin, eigentlich bin ich ein Durchschnitts Schüler mit großen Schwierigkeiten in Mathe. Somit kommt es mir tief im Inneren so vor, wie als wäre das Abitur sinnlos. Für mich zumindest.Ich bin sehr stark am überlegen, ob mir eine Ausbildung denn mehr geben kann. Eventuell würde mir eine Ausbildung die Türen zu mir selber öffnen, so dass Ich aus mir herauskommen kann und endlich weiß, was ich möchte. Vielleicht könnte ich sogar einige meiner Ängste hinter mir lassen und an mir arbeiten, so dass ich offener sowie kommunikativer werde. Um Ehrlich zu sein, lockt mich auch etwas die damit verbundene Selbstständigkeit, das eigene Geld zu verdienen, Reisen zu machen etc., sowie auch zu lernen, was richtige Verantwortung ist, wie das "echte" Arbeitsleben ist und herauszufinden ob ich mich als Mensch dadurch besser weiterentwickeln kann.
Gleichzeitig merke ich aber das ich gerne das Abitur schaffen möchte, um mir eine breitere Spannweite an Möglichkeiten zu ermöglichen. Denn im Moment sagen mir die Ausbildungen, für welche man die Mittleren Reife benötigt, nicht direkt zu.
 Meine Zukunft ist für mich im Moment ein Open-end. Naja, ist es logischer Weise für jeden. Mir ist es grade jetzt wichtig eine Entscheidung zu treffen, wie es mit mir weiter gehen soll. Vorallem weil ich immer viel zu Hohe Erwartungen von mir selbst habe und mich nicht entäuschen möchte, falls mein Abiturzeugnis ein totaler Reinfall wird. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben sich diesen, doch ziemlich lang gewordenen Text durchzulesen und eventuell eine Antwort dazulassen.Viele Grüße 

Also vielleicht währe ja das Fachabi was für dich. Damit kann man meistens das gleiche erreichen wie mit dem Vollabi (und es ist einfacher^^(besserer Durchschnitt und so))
Vollabi macht eigentlich auch nur mit 1,5er Schnitt und Medizinstudium Sinn. 
Hier kannst du dich schonmal auf eine Fachrichtung spezialisieren und durch das Praktikum kannst du schonmal Erfahrungen sammeln.
Das Fachabi (oder eine 2 Jährige Ausbildung) sind auch Vorraussetzung für viele Ausbildungen (z.B (Heil-)Erzieher).

Ansonsten würde ich so viele Praktika machen wie es geht. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür was du machen willst.

P.S. wenn du nach der 11. Klasse noch ein Praktikum machst, hast du Automatisch dein Fachabi^^ (außer in Bayern) rede am besten mal mit der Berufsberatung in deiner Stadt

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31. August um 11:06

Ich denke eine Ausbildung bringt einem viel. Es gibt aber genügend Ausbildungen, die du nur mit Abitur machen kannst. Warum nicht alle Türen offen halten?

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