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Studiumfinanzierung durch Nebenjob, BaföG, Halbwaisenrente

11. April 2006 um 22:19

Hallo Zusammen,
im Januar habe ich meine Ausbildung abgeschlossen. Habe jetzt auch einen festen Arbeitsplatz. Dennoch reicht mir das nicht und ich will gerne studieren. Aus dem Unternehmen könnte ich mit einer Wiedereinstellungszusage ausscheiden. Das einzige K.O. Kriterium ist nur die Finanzierung. Meine Mutter kann für mich nicht aufkommen. Mein Vater ist verstorben. Welche Möglichkeiten gibt es für mich, mein Studium und meinen Unterhalt zu finanzieren. Wenn ich nebem Studium jobbe und ca. 1000 bekommen könnte, mit welcher Höhe von Abzügen muss ich rechnen. Kann ich hierzu noch BaföG oder Halbwaisenrente beantragen? Oder wäre dafür der Verdienst von 1000 zu hoch? Oder gibt es noch weitere Möglichkeiten. Ich sage mir immer wieder- ein Studium kann doch nicht am finanziellen scheitern. Und es gibt genügend Studenten die sich selbst nebem Studium finanzieren müssen. Bevor ich das Studieren anfange, muss ich mich aber irgendwie absichern. Kann mir jemand einen guten Rat geben? Grüße und vielen Dank.

12. April 2006 um 21:27

Oh...
Schwieriges Thema. Prinzipiell mußt Du, wenn Du Bafög beziehst, alle Deine Einkommen angeben, also sowohl Deinen Verdienst als auch die Halbwaisenrente. Beim Elternabhängigen Bafög zählt auch noch das Einkommen Deiner Mutter mit.
Das alles wird dann quasi vom Höchstbetrag 585 abgezogen. Bei einem Verdienst von 1000 Euro brutto im Monat wird an Bafög etwas zwischen 100 und 200 Euro rauskommen.

Die Frage die man sich also selbst stellen muß ist, will ich viel nebenher arbeiten, weniger Zeit fürs Studium haben, weniger Bafög bekommen, aber dafür hinterher auch weniger Schulden haben oder
nur für die Maximalbruttogrenze von 4206 Euro im Jahr arbeiten gehen, höheres Bafög bekommen, mehr Zeit fürs Studium haben, aber eben hinterher auch viel höhere Schulden haben.

Studieren ist leider schon auch eine Geldfrage, denn auf Stipendien usw. kann man sich meist erst ab den höheren Fachsemestern bewerben.

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13. April 2006 um 19:11

.
Also für 1000 arbeiten gehen- bin mir nicht sicher, was du studieren willst,aber ich denke nicht,dass das realistisch ist.
Mit nem Job auf 400-Basis wirst du sicher gut bedient sein.

Ansonsten- solltest Du 1000 verdienen, wirst du garantiert kein Bafög erhalten. Denn 1000 sind mehr als genug für einen Studenten- und wenn Du das ohne Probleme schaffst,dann wird der Staat sich nicht verpflichtet fühlen zu helfen.

Mit der Halbweisenrente bin ich mir nicht sicher.
Ich würde folgender Maßen vorgehen:

1.)mich wegen der Halbwaisenrente informieren und schauen,wie viel Du da bekommen kannst.

2.)daraufhin Bafög beantragen und schauen, was dabei rauskommt.

3.)falls die Geldsumme bis dato nicht ausreichend ist, einen Job suchen. Aber wie gesagt: ab der 400-Grenze (zusammen mit Weisenrente)werden die Bafög Bezüge gekürzt.

Vllt. noch als Info: Studierende können es sich nicht erlauben im Luxus zu leben, es sei denn die Eltern sind stinkreich.
Es wird einen stetigen Balanceakt geben zwischen Freizeit genießen oder arbeiten, arbeiten um Geld zu verdienen oder Studienstoff aufzuarbeiten, Haushalt oder Freizeit, Geld für Bücher oder Privates etc. pp.
Es wird kein Vergnügen- und der Durchschnitt der Studis lebt von unter 500 im Monat.
Mehr Geld bedeutet dann eben auch mehr Arbeit,wobei aber akademische Dinge auf der Strecke bleiben werden bzw. falls nicht auf jeden Fall der Haushalt und die Freizeit.

Überleg's Dir gut.

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14. April 2006 um 20:33
In Antwort auf conseguir

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Also für 1000 arbeiten gehen- bin mir nicht sicher, was du studieren willst,aber ich denke nicht,dass das realistisch ist.
Mit nem Job auf 400-Basis wirst du sicher gut bedient sein.

Ansonsten- solltest Du 1000 verdienen, wirst du garantiert kein Bafög erhalten. Denn 1000 sind mehr als genug für einen Studenten- und wenn Du das ohne Probleme schaffst,dann wird der Staat sich nicht verpflichtet fühlen zu helfen.

Mit der Halbweisenrente bin ich mir nicht sicher.
Ich würde folgender Maßen vorgehen:

1.)mich wegen der Halbwaisenrente informieren und schauen,wie viel Du da bekommen kannst.

2.)daraufhin Bafög beantragen und schauen, was dabei rauskommt.

3.)falls die Geldsumme bis dato nicht ausreichend ist, einen Job suchen. Aber wie gesagt: ab der 400-Grenze (zusammen mit Weisenrente)werden die Bafög Bezüge gekürzt.

Vllt. noch als Info: Studierende können es sich nicht erlauben im Luxus zu leben, es sei denn die Eltern sind stinkreich.
Es wird einen stetigen Balanceakt geben zwischen Freizeit genießen oder arbeiten, arbeiten um Geld zu verdienen oder Studienstoff aufzuarbeiten, Haushalt oder Freizeit, Geld für Bücher oder Privates etc. pp.
Es wird kein Vergnügen- und der Durchschnitt der Studis lebt von unter 500 im Monat.
Mehr Geld bedeutet dann eben auch mehr Arbeit,wobei aber akademische Dinge auf der Strecke bleiben werden bzw. falls nicht auf jeden Fall der Haushalt und die Freizeit.

Überleg's Dir gut.

...
Ich weiß zwar nicht wie hoch die Halbewaisenrente ist, aber bei 1000 Euro Brutto im Monat stehen dir in einem Studiengebührenpflichtigen Bundesland 158 Euro Bafög zu, sagt zumindest der Bafögrechner.
Ich beschäftige mich auch gerade mit der Materie, aber einige Punkte sehe ich anders als Du. Ich bin jetzt leitende Angestellte, arbeite im Durchschnitt 60 bis 70 Stunden die Woche und hab mich natürlich an den Rhythmus und das Einkommen in den letzten fast fünf Jahren gewöhnt. So sehr ich dieses Studium auch will, ich kann mir nicht mehr vorstellen mit 500 Euro im Monat auszukommen. Geht auch gar nicht mit Wohnung, Auto und allen laufenden Kosten. Gott sei Dank macht meine bessere Hälfte den Haushalt und viel Freizeit hatte ich eh noch nie. Aber für mich ist schon jetzt klar, ich werde sicher viel nebenher arbeiten und dafür auch wesendlich länger studieren müssen.
Aber trotzdem glaube ich, daß das machbar ist, auch wenn es schöner wäre, den in den letzten Jahren angesammelten finanziellen Ballast (große Wohnung, Auto usw.) nicht zu haben. Da haben es gerade fertige Abiturienten vielleicht einfacher.

Naja, aber im Monet sind das alles zumindest bei mir noch Gedankenkonstrukte, denn an den Beginn des Studiums hat die ZVS ja die Bewerbung gesetzt.

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8. Dezember 2011 um 16:53

Alternative in Form eines Bildungskredites
Hidiho,

da meine Vorredner schon ziemlich viel zu der Thematik berichtet haben möchte icgh auf diesem Wege auch auf die Möglichkeit eines Bildungskredites hinweisen.

Diesen hatte ich während meines Studiums auch in Betracht gezogen. Ist eine gute alternative zum Bafög

Kannst du dir ja mal zu gemüte ziehen unter folgendem Link :

<a ="http://banken-finanzierung.de/studium-mit-bildungskredit-warum-und-welche-vorteile/">http://banken-finanzierung.de/studium-mit-bildungskredit-warum-und-welche-vorteile/</a>

Hat hier denn schon mal jemanden einen solchen Bildungskredit in Anspruch genommen

LG HotBoy2126

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