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Studieren: Ja oder nein??

20. September 2003 um 12:46

Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich besuch momentan die 12. Klasse und muss mich demnach bald bewerben. Allerdings weiß ich nicht mal, ob ich denn studieren möchte oder gleich eine Ausbildung machen soll. Ich schilder euch mal meinen Fall: Also mein Abitur werde ich ziemlich früh, nämlich schon mit 18 in der Tasche haben, d.h. ich könnte schon eher zu studieren beginnen. (Linguistik würde mich interessieren) Aber eigentlich will ich ja auch einige Jahre arbeiten, weil ich mit Mitte 20 eine Familie gründen möchte. Nach dem Studium wär ich ja schon so alt, oder?
Andererseits denk ich, dass man so lange in die Schule gehen sollte, wies nur möglich ist und so viel Wissen "einsaugen" soll, wies nur geht, oder?
Welche Begabung braucht man denn beim Studium und wie habt ihr das gehandhabt?

Für Antworten wär ich euch dankbar!

LuvMeTender

20. September 2003 um 13:18

Also
wenn Du mit 18, dein Abi hast und schnell studierst, bist du etwa 22-23, wenn du an einer FH studierst sogar noch jünger. dann bleibt immer noch genug zeit, um zu arbeiten und eine Familie zu gründen und wenn Du vielleicht mit 27-28 damit anfängst bist Du immer noch jung genug. Außerdem weist Du ja nicht mal, ob Du gerade mit Mitte 20 den perfekten Partner dazu hast.

Die Entscheidung, ob Studium oder nicht , solltest Du nach deinen Neigungen treffen. Die nötigen Begabungen sind von Studiengang zu Studiengang sehr unterschiedlich.
Allerdings solltest Du keine Probleme mit selbstständigen Arbeiten und keine Abneigung gegen theorie haben.

LG

RedDevil

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22. September 2003 um 12:11

Auszeit?
Hallo,

was das rote Teufelchen sagt, trifft zu. Alle reden von Familienplanung, nur kann man die leider nicht wirklich planen.

Zuerst eine Ausbildung durchzuziehen mag zunächst wie eine gute Idee klingen, nur fällt es danach den meisten schwer, sich wieder auf die Lernerei einzulassen. (In diesem Forum stellte vor noch gar nicht so langer Zeit eine 25jährige die Frage, ob sie doch noch studieren gehen soll oder nicht. Ich würde Dir empfehlen, Dich einmal in ihre Lage zu versetzen, denn das könnte in einigen Jahren auch Deine Perspektive sein.)

Du sagst, Dich interessiert Linguistik, das ist schon mal ein Anfang. Aber was machen Linguisten? Wo und für wen arbeiten sie? Welche Art von Leuten sind das? Möchtest Du auch so werden? Wenn es Dir irgend möglich ist, solltest Du versuchen, solche Leute kennenzulernen, sei es, daß Du sie via Uni (Fachschaften sind da sehr hilfreich) oder über Praktika kontaktierst.
Ich habe vor meinem Studium ein Freiwilliges Ökologisches Jahr eingelegt und habe somit eigentlich ein Jahr "verloren". Was ich dadurch aber gewonnen habe, überwiegt bei weitem. Wenn Du Dir wirklich unsicher bist, dann kann ich ein Jahr "Auszeit" nur empfehlen (immer natürlich vorausgesetzt, daß Du in der Zeit finanziell abgesichert bist).

Viele Grüße,
Brüni

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22. September 2003 um 18:12

Hallo meine Liebe!
Ich bin/war auch so ein Früh-Abi-Fall. An dem Tag meines Mündlichen wurde ich grad 19. Anfangs wollte ich auch lieber eine Ausbildung machen, weil ich schnell durch sein wollte, um dann mit Mitte 20 eine Familie zu gründen. Ich habe keinen - für mich - interessanten Ausbildungsberuf gefunden, und so hab ich angefangen zu studieren. Ich habe mir das so ausgerechnet: Ich nehme mir maximal 10 Semester für's Studieren vor (Regelstudienzeit ist bei BWL neun Semester, aber es kann immer mal was sein), dann bin ich 24, arbeite noch zwei, drei Jahre, bin dann 26, 27 und kann mich langsam ans Kinderkriegen machen. Jetzt wechsle ich das Fach (ich studiere jetzt Mathe), und alles zieht sich aufgrund zwei "verlorener" Semester ein Jahr nach hinten. Und mit 27, 28 Kinder zu bekommen ist nicht gerade spät. Der Trend geht sowieso zur Erstgeburt nach dem 30. Geburtstag.

Welche Begabung man für's Studium braucht? Begabung nicht direkt, aber in jedem Fall einen langen Atem, Durchhaltevermögen und vor allem Interesse. Ist kein Interesse da, kannst du dich auch weiß nicht wie lang an die Bücher setzen, es wird nicht fruchten (so war das bei mir bei BWL). Nimm dir Zeit, dir die Fächer, die dich interessieren, richtig anzusehen. An der Uni Frankfurt, der TU Darmstadt, der Uni Mainz, der Uni Marburg und den Fachhochschulen (Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen - hoffe, ich habe keine vergessen) gibt's Tage der offenen Tür für 12.-Klässler. Man wird exra vom Unterricht befreit (außer für Klausuren während der Zeit natürlich). Ruf einfach in allen Unis und FHs an und lass dir das Programm dieser Tage schicken. Wenn du dich jetzt schon für was spezielleres interessierst, wie z.B. Linguistik, dann ruf in der Zentrale der Unis/FHs an und lass dich zur Zentralen Studienberatung oder direkt zum Fachbereich durchstellen. Die sind meist ziemlich aufgeschlossen und redefreudig. Allerdings sind jetzt noch Semesterferien, kann sein, dass du keine Menschenseele antriffst und ein paar Tage in Folge anrufen musst, um jemanden zu erreichen.

Ach ja: Weiter unten, in einem anderen Thread, hat Superbugie (wenn mich nicht alles täuscht) eine Liste gemacht, wann du besser auf eine FH oder auf eine Uni gehst. Ich glaube, der Liste ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

Wenn du dir noch nicht im Klaren darüber bist, was es so für Berufe gibt, geh mal ins BIZ. Allerdings lohnt es sich nur für ein Gespräch. Die Infos, die du am Terminal bekommst, findest du genauso auf der Seite www.berufenet.de. Kleiner Tip von mir: Wenn du ins Arbeitsamt/BIZ Frankfurt gehst (weiß nicht, ob's bei dir in der Ecke noch eins gibt), lass dir keinen Termin bei einem *Herrn Leonhard irgendwas* geben - der ist'ne Flachpfeife . Nimm doch deinen Schatz mit, der kann sich dann direkt mitberaten lassen.

Schau mal bei dir in der Schule, da müsste irgendwo ein Studienführer "Studieren in Hessen" oder "Studien- und Berufewahl" herumfliegen. Falls nicht: Den Schmu bekommst du (kostenlos?) beim BIZ. Einfach anrufen.

Übrigens: Soooo sehr bald musst du dich auch nicht bewerben, sondern erst in einem knappen Jahr, oder? Schließlich bewerben sich derzeit die, die nächstes Jahr eine Ausbildung machen wollen, und du bist ja erst übernächstes Jahr dran.

Liebe Grüße, Layla

PS: Wie geht's dir eigentlich grad so? Hab schon länger nichts mehr von dir gehört.

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23. September 2003 um 12:24
In Antwort auf BlackLayla

Hallo meine Liebe!
Ich bin/war auch so ein Früh-Abi-Fall. An dem Tag meines Mündlichen wurde ich grad 19. Anfangs wollte ich auch lieber eine Ausbildung machen, weil ich schnell durch sein wollte, um dann mit Mitte 20 eine Familie zu gründen. Ich habe keinen - für mich - interessanten Ausbildungsberuf gefunden, und so hab ich angefangen zu studieren. Ich habe mir das so ausgerechnet: Ich nehme mir maximal 10 Semester für's Studieren vor (Regelstudienzeit ist bei BWL neun Semester, aber es kann immer mal was sein), dann bin ich 24, arbeite noch zwei, drei Jahre, bin dann 26, 27 und kann mich langsam ans Kinderkriegen machen. Jetzt wechsle ich das Fach (ich studiere jetzt Mathe), und alles zieht sich aufgrund zwei "verlorener" Semester ein Jahr nach hinten. Und mit 27, 28 Kinder zu bekommen ist nicht gerade spät. Der Trend geht sowieso zur Erstgeburt nach dem 30. Geburtstag.

Welche Begabung man für's Studium braucht? Begabung nicht direkt, aber in jedem Fall einen langen Atem, Durchhaltevermögen und vor allem Interesse. Ist kein Interesse da, kannst du dich auch weiß nicht wie lang an die Bücher setzen, es wird nicht fruchten (so war das bei mir bei BWL). Nimm dir Zeit, dir die Fächer, die dich interessieren, richtig anzusehen. An der Uni Frankfurt, der TU Darmstadt, der Uni Mainz, der Uni Marburg und den Fachhochschulen (Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen - hoffe, ich habe keine vergessen) gibt's Tage der offenen Tür für 12.-Klässler. Man wird exra vom Unterricht befreit (außer für Klausuren während der Zeit natürlich). Ruf einfach in allen Unis und FHs an und lass dir das Programm dieser Tage schicken. Wenn du dich jetzt schon für was spezielleres interessierst, wie z.B. Linguistik, dann ruf in der Zentrale der Unis/FHs an und lass dich zur Zentralen Studienberatung oder direkt zum Fachbereich durchstellen. Die sind meist ziemlich aufgeschlossen und redefreudig. Allerdings sind jetzt noch Semesterferien, kann sein, dass du keine Menschenseele antriffst und ein paar Tage in Folge anrufen musst, um jemanden zu erreichen.

Ach ja: Weiter unten, in einem anderen Thread, hat Superbugie (wenn mich nicht alles täuscht) eine Liste gemacht, wann du besser auf eine FH oder auf eine Uni gehst. Ich glaube, der Liste ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

Wenn du dir noch nicht im Klaren darüber bist, was es so für Berufe gibt, geh mal ins BIZ. Allerdings lohnt es sich nur für ein Gespräch. Die Infos, die du am Terminal bekommst, findest du genauso auf der Seite www.berufenet.de. Kleiner Tip von mir: Wenn du ins Arbeitsamt/BIZ Frankfurt gehst (weiß nicht, ob's bei dir in der Ecke noch eins gibt), lass dir keinen Termin bei einem *Herrn Leonhard irgendwas* geben - der ist'ne Flachpfeife . Nimm doch deinen Schatz mit, der kann sich dann direkt mitberaten lassen.

Schau mal bei dir in der Schule, da müsste irgendwo ein Studienführer "Studieren in Hessen" oder "Studien- und Berufewahl" herumfliegen. Falls nicht: Den Schmu bekommst du (kostenlos?) beim BIZ. Einfach anrufen.

Übrigens: Soooo sehr bald musst du dich auch nicht bewerben, sondern erst in einem knappen Jahr, oder? Schließlich bewerben sich derzeit die, die nächstes Jahr eine Ausbildung machen wollen, und du bist ja erst übernächstes Jahr dran.

Liebe Grüße, Layla

PS: Wie geht's dir eigentlich grad so? Hab schon länger nichts mehr von dir gehört.

Nachtrag:
Wie wäre es mit einem BA-Studium? Du gehst drei Monate praktisch zur Uni (nennt sich Berufsakademie), und drei Monate arbeitest du als Azubi im Betrieb. So geht das drei Jahre lang im Wechsel. Berufsakademien gibt's in Bad Homburg und Mannheim. Mit welcher BA sie zusammenarbiten, kommt auf den Betrieb an. Das BA-System ist noch relativ neu, aber wenn du mal in die Zeitungen schaust, findest du schon einiges darüber (Stellenanzeigen). Oder auf der Ausbildungsbörse der IHK (wenn mich nicht alles täuscht) oder der Ausbildungsseite von jobpilot.de. Auf BA kannst du viel in Richtung BWL oder Maschinenbau/Elektrotechnik etc. studieren. Wer weiß, vielleicht ist das System ab nächstem/übernächstem Jahr viel weiter, und es gibt für dich interessantere Berufe auf BA?

Liebe Grüße, Layla

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