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Studiengangwahl, Auswahlkriterien, und Überlaufene Studiengänge

27. September 2013 um 14:08

Guten Tag,

ich habe einige Freunde die im Alter von 24 Jahren ein Studium in den Bereichen technische BWL, Informatik bzw. Wirtschaftfsinformatik angefangen haben. Da ich nach einer Berufsphase jetzt auch noch ein Studium anfange, habe ich mir die NCs der gängigen Studiengänge angeschaut (aus reiner Neugier).

Fakt istie NC`s für z.b. Humanmedizin 1,1 sind einfach der Hammer, insofern interpretiere ich das so, dass überlaufene Studiengänge (BWL, Jura) einen relativ hohen NC haben wobei der NC auf der Uni hamburg im Fach Rechtswissenschaft in den letzten 6 jahren zum WS relativ bescheiden war:

Rechtswissenschaft / WS

NC / Wartesemester
**
2.5 / 6
2.5 / 6
2.5 / 8
2.4 / 4
2.3 / 6
2.3 / 8

der NC für das Fach BWL war in den letzten 6 jahren auch recht besheiden:

Betriebswirtschaftslehre/ Bachelor ofScience

NC/ Wartesemester
2.7 / 8
2.6 / 8
2.5 / 8
2.4 / 8
2.3 / 8
2.2 / 8

Als Gegenbeispiel möchteich hier die NC`s für VWL nennen:

Volkswirtschaftslehre / B
achelor of
Sc
ience
- (alle bewerber zugelassen)
-(alle bewerber zugelassen)
-(alle bewerber zugelassen)
-(alle bewerber zugelassen)
2.8 / 4
2.7 / 4

D..h.in VWL wurden in den wintersemestern ab 2007/2008 und in den darauffolgenden 3 WS alle bewerber zugelassen. Soll heißen: VWL ist noch nicht so überlaufen wie BWL.
Zumal deutschland das einzige Land ist, dass BWL und VWL trennt in anderen Ländern wird es als Ökonomie angeboten als einheitlicher Studiengang.

Meine Darstellung der NCs soll bespielhaft zeigen, dass begehrte Studiengänge einen hohen NC haben. Nicht nachgefragte Studiengänge einen niedrigeren NC mit weniger Wartesemestern.

Ich möchte jetzt gerne wissen, ob ein hoher NC und ein Andrang auf einen Studiengang etwas darüber aussagt, ob man mit diesem Studium viel anfangen kann? Ist das richtig dass es heute viele Akademiker gibt, die mit einem Abschluss keinen Job finden?

Wie sieht es mit Studiengänge wie z.B.

Philosophie / Bachelor of Arts
Deutsche Sprache und Literatur / Bachelor of Arts
Geschichte / Bachelor of Arts

usw...

Was würde jemand anfangen wenn er Philosophie an der Uni studieren würde, was könnte er damit später arbeiten? Wenn es keine Lehramtsstudium ist, würde der Absolvent auch keinen Job als Lehrer bekommen, weil dort Quereinsteiger als nur in den Mangelfächern Mathematik/Physik/Informatik bevorzugt eingestellt werden.




27. September 2013 um 14:12

Ergänzung
Ich persönlich habe mich für einen Studiengang entschieden der wenig nachgefragt wird, und dennoch sehr gut meinen Interessen entspricht, insofern werde ich versuchen allen den Rat zu geben wenn ihr WUnsch studienfach überlaufen ist mit utopischen NC``s auf Alternativen auszuweichen, die nicht so stark gefragt werden!

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27. September 2013 um 20:40

PS
Welche Studiengänge, bieten Eurer Meinung nach gute eine gute Alternative zu den Überlaufenen Studiengängen wie Jura, BWL, Medizin usw. ?

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9. September 2014 um 13:35

Brotlose Kunst
Hey maddogx,

ich habe Philosophie und Germanistik studiert - allerdings nicht auf Lehramt. Der NC war zu meiner Zeit bei beiden Fächern bei 2,5 - allerdings sind die Berufsaussichten, wenn man nicht gerade Lehrer werden möchte oder eine akademische Laufbahn einschlagen will, mehr als mau.

Nach 3 Jahren selbstständiger Berufstätigkeit habe ich mich deshalb dazu entschlossen, nochmal ein Studium aufzunehmen - Medieninformatik ists geworden. Die Berufschancen sind deutlich besser. Und an unserer Hochschule (Trier, Standort Umwelt Campus Birkenfeld) ist der Studiengang nicht überlaufen, es sind ausreichend Arbeitsplätze für Projekte und Seminare vorhanden - und die Betreuung ist auch um ein vielfaches besser, als ich es von der Uni gewöhnt bin. Abgesehen davon, dass die Berufschancen nach dem Studium deutlich besser sind, da man sich für unterschiedliche Bereiche qualifiziert.

Bonus, für alle, die sich noch kurzfristig bewerben wollen: Auf Medieninformatik am Umwelt Campus Birkenfeld gibt's keinen NC und die Einschreibefrist läuft noch bis Ende September

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20. September 2014 um 18:42

Ich denke, nicht immer
zum Beispiel hört man ja oft vom Ärztemangel auf dem Land, zudem sollen viele ins Ausland abziehen, es sind also entweder zu wenig Medizinstudenten oder irgendwie die ''Falschen''.
BWL ist für mich eher eine Verlegenheitsstudium. Aus meinem Jahrgang von 40 Leuten haben das vielleicht zwei gemacht, sehr viele wurden Lehrer.
Anwälte? Die gibt es besonders als Jungspunde wie Sand am Meer.

Bei mir haben alle was bekommen, auch wenn ich heute zu den wenigen Selbständigen gehöre. Ich glaube, ich bin sogar die einzige. Einer hat jetzt mit 30 sein 2. Studium beendet, der sucht noch etwas.

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29. September 2014 um 14:23

Studienwahl
Erst einmal zur Medizin:
Es gibt zu wenig Hochschulen, die Humanmedizin lehren. Und auch mit einem schlechteren Abischnitt als 1,1 kann man dieses Fach studieren. Ein Gespräch mit dem Jobberater kann da helfen.
Generell Alternativen für BWL und VWL ist es sich zu spezialisieren. Zum Besipiel gleich etwas mit Marketing zu machen.
Ich studiere beispielsweise Medien und Eventmanagement.
Eine weitere Alternative ist gar nicht zu studieren. Es ist einfach nicht notwendig. Deutschland ist überlaufen mit Studenten und in Städten wie Berlin bekommen Akademiker auch nicht mehr Geld als nicht-studierte. Das soll nicht heißen, dass es grundsätzlich so ist. Aber ein Studium ist einfach kein Garant mehr um auf der sicheren Seite zu landen.

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