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Studienabbruch/Uniwechsel nach 6 Semestern

17. Februar 2014 um 18:31

Hallo!!!

Ich habe ein Problem und suche Rat von Mitleidenden bzw Leuten, die über die Phase ihres Lebens schon hinweg sind...

Ich studiere momentan BWL (Bachelor) an einer sehr guten, anerkannten Uni. Ich war schon immer "mehr" vom Leben, deswegen bin ich auch relativ weit weggezogen von zu Hause, in eine größere Stadt und eben eine schwierige Uni - erst dachte ich ja, das wird eine tolle Herausforderung!

Leider kam alles anders als erwartet. Meine Uni leidet unter EXTREMEN Kapazitätsengpässen. Das bedeutet schlussendlich, dass ich meine gewünschten Spezialisierungen nicht machen kann, lerne also viele Dinge, die mich kaum interessieren. Alle Kurse sind sehr sehr sehr schlecht betreut und in viele Kurse kommt man oft nicht mal rein (die Vergabe ähnelt einer Lotterie). Ganz zu schweigen von vielen unfairen Prüfungen, durch die man trotz intensivem Lernen fliegt. Es ist fast unmöglich nach den angesetzten sechs Semestern abzuschließen! Zudem ist die Uni wahnsinnig anonym. Es gibt eben keine Übungen oder Tutorien. Am Anfang des Studiums, wo man ja normalerweise "seine" Leute kennenlernt, gab es keine Orientierung oder irgendwas in der Richtung. Außerdem gibt es viele Kurse ohne Vorlesung bzw sehr mangelhaften Vorlesungen und ohne Anwesenheitspflicht (das bedeutet nicht mehr Freizeit, sondern mehr Zeit alleine am Schreibtisch vorm PC).

In den ersten vier Semestern war ich überzeugt: Nächstes Semester wird es besser. Ich werde neue Leute kennenlernen und dann richtig viel Spaß haben im Studium. Aber es ist nicht passiert. Und ich hatte nie Problem, Fremde anzusprechen und Freunde zu finden. Ich habe sogar schon in verschiedenen Ländern gelebt und es war nie ein Problem. Ich war immer zu stolz, um abzubrechen. Uni wechseln habe ich oft überlegt, aber ich wollte es mir doch beweisen, dass ich es kann und schaffen werde.

Aber mir geht es schlecht. Ich fahre mittlerweile bei jeder Gelegenheit nach Hause, ich habe keine Freunde in der Stadt (außer ein paar bekannte Gesichter). Mein Studium versuche ich schnellstmöglich abzuschließen, aber meine Uni legt mir immer wieder Steine in den Weg. Eigentlich sollte ich diesen Oktober fertig werden, im Moment sieht es aber nach mindestens einem Semester länger aus. Und das liegt nicht daran, dass ich faul bin und nicht lerne, ganz im Gegenteil, ich tue was ich kann.

Wenn es möglich wäre, würde ich sofort und ohne Zweifel, die Uni wechseln, aber nach sechs Semestern ist das nicht mehr so leicht. Und alles aufgeben und nochmal von vorne anfangen? Drei Jahre umsonst? Oder ich ziehe es durch, was aber bedeutet, dass ich noch ein Jahr lang in dieser unglücklichen Position bin - mindestens.

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll Ich fühle mich hier so unwohl und fehl am Platz und als würde mein Leben auf der Stelle treten und nichts geht voran. Ich bin vollkommen ausgelaugt und einsam.

Kennt das jemand? Hat jemand einen Rat für meine Situation?

Vielen Dank!!!!!

18. Februar 2014 um 23:03

Hi
Jor, hört sich fast so an wie bei mir. Ich habe 8 Semester Regelstudienzeit. Wollte nach dem 5 Semester wechseln, weil ich die Stadt hasse, die Uni hier hasse und mich einsam fühle. Meine Eltern meinten ich soll die Arsch-backen zusammen kneifen und durch. Jetzt bin ich im 11. Semester, Ich sitze immer noch in dieser scheiß Stadt, an dieser scheiß Uni und bin immer noch alleine. Ich hasse mich dafür das ich mich nicht durch gesetzt habe und ich an eine andere Uni gegangen. Ich habe jetzt immer noch 2-3 Semester vor mir. Ich hoffe das ich es jetzt in 2 Semestern packe.

Erkundige dich wie es auf deiner Wunsch Uni aussieht mit den Kursen. Wo du hin willst. Falls du noch ein Praktikum machen muss gehe in die Stadt in die du willst und schaue sie dir erst mal an.
Allerdings wenn du nur noch ein Jahr vor dir hast...

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