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Neuer anfang?

20. März 2002 um 10:57

hi!

also alles was mir im kopf rumgeht ist zur zeit, dass ich das gefühl habe, den falschen weg eingeschlagen zu haben!

ich habe ein Jahr vorm abi abgebrochen, habe eine lehre begonnen...sitze jetzt auf der bank - verdiene wirklich gutes geld! habe nette kollegen und alles stimmt, bis auf dass ich das gefühl habe, ich gehöre nicht hierher! also stimmt eigentlich gar nichts!!!!

ich bin jetzt 21... und ich komm mir total fehl am platz vor...allerdings läuft die zeit gegen mich... ich habe aber auch schon eine wohnung ein auto und all diese sachen! einen festen job...den viele gern hätten!

ich weiß nicht ob ich das alles aufgeben soll...aber ich habe einen unstillbaren wissensdrang...würde gern psychologie studieren, später kinder thearapieren!

Kann mir denn irgendjemand helfen? ich drehe mich meinen gedanken im kreis und bin total unzufrieden mit mir...

danke im voraus!

P.s. hat jemand ähnliche erfahrungen/gedanken?

20. März 2002 um 14:53

Kenne ich auch!
Bin zwar "schon" 34, aber ich kenne das nur zu gut, habe auch recht häufig die Stellen gewechselt, vom Öffentlichen Dienst (Verwaltungsfachangestellte) über Einzelhandel (Verkauf Fotobereich) bis zum Call Center-Bereich, in dem ich mich nun endlich wohl fühle. Im Verkauf fühlte ich mich zwar auch wohl, aber die Gehälter sind halt schlechter, und nur für Miete und Essen möchte ich auch nicht arbeiten, sondern nicht lange überlegen, wenn ich mir was kaufen möchte, ich muss ja nicht alles auf den Kopf hauen, weiss Gott nicht, aber mir reicht es schon, wenn ich weiss, dass ich etwas "Puffer" habe und es mir kaufen KÖNNTE!
Früher war ich allerdings auch etwas idealistischer, aber meine Meinung ist mittlerweile: wenn man sich halbwegs wohlfühlt, sprich auch kein mobbing oder solche an den Nerven zehrenden Dinge passieren, sollte man nichts verändern, vielleicht Veränderungen im Privatleben suchen. Gerade in der heutigen Zeit gibt es gute Arbeitsplätze kaum und sie sind schwer zu bekommen.
Ich weiss nicht, ob dir meine Meinung nun in dieser Kurzfassung etwas weitergeholfen hat??

Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute,
sicher wirst du deinen Weg finden!

Alles Liebe,

die Rosenbluete

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20. März 2002 um 19:04

Hallo sunwater.
Ich kann Dich ungemein gut verstehen.
Denn es geht/ging mir ähnlich.
Ich hab nach dem Abi eine Lehre angefangen, obwohl ich eigentlich immer Medizin studieren
wollte. Für die Ausbildung bin ich 500 km von zu Hause weg in die Großstadt gezogen (obwohl ich
grad erst achtzehn war und dies gegen den Willen meiner Eltern gemacht hab) und habe mir mein
eigenes unabhängiges Leben aufgebaut. Ich habe hier eigentlich alles was ich brauche; ich fühle
mich wohl, werde von meiner Arbeit sehr ausgefüllt und habe ein gutes Auskommen.
Aber der Gedanke, daß das noch nicht alles sein kann und daß ich einfach noch zu jung bin um
irgendwo stehen zu bleiben und mich festzusetzen hat mich nie verlassen. Und gerade auch der
Wunsch doch noch zu studieren ist über die Zeit immer stärker geworden.
Ich für mich habe mich entschieden. Wenn ich einen Studienplatz bekomme (dafür beworben habe
ich mich bereits) werde ich im Oktober alles aufgeben und einfach nocheinmal anfangen.
Meine Freunde halten mich für verrückt, denn ich gebe eine sichere Stelle mit richtig guten
Aufstiegsmöglichkeiten für ein langes und hartes Studium mit schlechten Berufsaussichten auf.
Aber auf der anderen Seite; ich weiß daß ich es bereuen würde, wenn ich es nicht versuchen würde.
Ich würde mir irgendwann vorwerfen, daß ich meinen Traum nicht wenigstens versucht habe zu
realisieren.

Ich denke Du mußt Dir darüber klar werden, wie wichtig Dir das ist, was Du Dir aufgebaut hast und
was Dir das Psychologiestudium bedeutet. Und ob Dein Idealismus ausreicht um alle Sicherheiten,
die Du jetzt hast in den Wind zu schießen.
Und in einem hast Du leider recht. Man wird nicht jünger und das Lernen fällt einem immer
schwerer.

Ich wünsch Dir alles Gute und viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung.

corabora

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20. März 2002 um 19:18

Warum nicht?
Hi,

ich kenne Dein Problem. Habe auch nach dem Abi eine Lehre gemacht und mich ständig unterfordert gefühlt. Ich habe ein paar Jahre gearbeitet und dann doch noch studiert. Habe mein Studium komplett selbst finanziert, indem ich ständig (20 Stunden pro Woche) nebenher gearbeitet habe. Diesen Weg kann ich allerdings nicht wirklich empfehlen, wenn man sich wie ich ein schwieriges Studium rausgesucht hat.

Wenn Du allerdings noch nie studiert hast und das Abi lange genug zurück liegt, dürften die Chancen ganz gut stehen, daß Du BAFöG bekommst.

Du mußt Dir halt im Klaren werden, was und wie Du es willst: Du kannst es so machen wie ich und neben dem Studium wöchentlich 20 Stunden arbeiten (ich habe kein BAFöG bekommen und mußte es deshalb so machen). Damit könntest Du ein Gutteil Deines Standards erhalten, z.B. die eigene Wohnung.

Du könntest aber auch, was das Studium wirklich seeeehr erleichtert, ein typisches Studentenleben führen, sprich in WG oder Wohnheim leben, Deinen ganzen Standard runterschrauben, also keine Klamotten mehr, höchstens Billig-Urlaub, keine Extras, nur Studentenparties, am besten auch das Auto abschaffen, denn das bißchen Geld, das Du dann hast, wirst Du für Bücher und Essen ausgeben.

Es gibt noch eine dritte Variante, die Dir zumindest ermöglicht, Dein bisheriges Leben so weiterzuführen und gleichzeitig zu studieren. Das erfordert aber extremen Einsatz und Selbstdisziplin und es dauert auch länger. Aber wenn es Dir hauptsächlich auf den geistigen Anspruch ankommt, könnte das der richtige Weg sein. Du könntest nämlich bei der Uni Hagen ein Fernstudium aufnehmen. Geh mal auf die Homepage, ich meine, Psychologie ist da auch dabei. Was ich bislang gehört habe, soll der Austausch mit anderen Studenten inzwischen via Internet auch ganz gut klappen.

Ich hoffe, Dir bei Deiner Entscheidung ein bißchen geholfen zu haben.

Gruß

Snowy

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22. März 2002 um 10:53

Dazu sage ich nur...
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! MAch dein Abi nach, mit 21 hast du eventuell sogar die Möglichkeit, dein Abi nicht auf'ner Abendschule, sondern auf einer allgemein bildenden Schule zu machen. Frag einfach mal bei den Schulen in deiner Umgebung nach. Falls das nicht klappen sollte, gibt's in jeder größeren Stadt ein BIZ, BErufsinformationszentrum. Die geben dir Tipps wegen Abi, Bafög, Uni- oder FH-Studium (gibt'S PSychologie auf der FH? Keine Ahnung). Wo wohnst du, wenn ich fragen darf?

Liebe Grüße,

BlackLAyla

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