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Kündigung wegen Gruppensex in der Freizeit zulässig?

19. Januar 2006 um 17:45

Eine Freundin von mir ist Erzieherin in einem Kindergarten (kein konfessioneller Träger). Sie hat jetzt eine Abmahnung erhalten, weil sie in ihrer Freizeit auf Partys geht, bei denen es auch zu Gruppensex kommt. Auf einer dieser Partys wurden Fotos gemacht, auf denen sie zu sehen ist und diese Fotos sind dann im Internet veröffentlicht worden. Ihre Vorgesetzte hat einen (anonymen) Hinweis darauf bekommen und jetzt fürchtet meine Freundin, dass sie nach der Probezeit keinen festen Vertrag bekommt. Daher meine Frage: Ist es zulässig, sie deswegen abzumahnen, ihr zu kündigen oder ihr nach Ende der Probezeit die Anstellung zu verweigern? Schließlich passieren diese Dinge ja in ihrer Freizeit und sie hat sich bei ihrer Arbeit nichts zu schulden kommen lassen.

19. Januar 2006 um 18:11

Wenn sie noch in der Probezeit ist,
kann sie ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Also wenn die Leiterin des Kindergartens meint, dass sie deshalb Ärger mit den Eltern bekommt, mag es durchaus sein, dass sie die Probezeit nicht übersteht.

Kann sie der Veröffentlichung der Fotos noch nachträglich widersprechen?

Chef's wollen meist einfach keinen Ärger.
Und müssten ihre Angestellten schon sehr schätzen um für sie einige sehr unfreundliche Diskussionen mit den Eltern und den Geldgebern durchzustehen.

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20. Januar 2006 um 11:35
In Antwort auf paula7767

Wenn sie noch in der Probezeit ist,
kann sie ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Also wenn die Leiterin des Kindergartens meint, dass sie deshalb Ärger mit den Eltern bekommt, mag es durchaus sein, dass sie die Probezeit nicht übersteht.

Kann sie der Veröffentlichung der Fotos noch nachträglich widersprechen?

Chef's wollen meist einfach keinen Ärger.
Und müssten ihre Angestellten schon sehr schätzen um für sie einige sehr unfreundliche Diskussionen mit den Eltern und den Geldgebern durchzustehen.

Was die Fotos anbelangt:
Sie hat inzwischen erreicht, dass ihr Gesicht unkenntlich gemacht wurde.
Ansonsten klingt deine Antwort ja nicht gerade hoffnungsvoll... Schade, denn sie kann wirklich gut mit Kindern umgehen...

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20. Januar 2006 um 14:42

Ich bezweifle
um ehrlich zu sein, daß die Abmahnung so zulässig ist, da das nun wirklich ihre Privatsphäre betrifft.
Kündigen wird man sie unter Bezugnahme auf ihre Freizeitaktivitäten nicht können, aber selbstverständlich kann sie in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Sie könnte sich eventuell mal mit der Abmahnung an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden, ob man daraus was basteln kann, denn m.E. ist die Abmahnung auf jeden Fall nicht stichhaltig und muß aus der Personalakte entfernt werden, abmahnfähig sind nur Dinge, die die Arbeit betreffen.

Ich denke allerdings, daß sie wohl schlechte Karten haben wird, irgendwie wird der ARbeitgeber sie schon los werden, wenn er wirklich will. Wobei ich es etwas albern finde, darum so einen Wirbel zu machen, was man in seiner Freizeit macht, geht den Arbeitgebern nun wirklich nix an. Und die Wahrscheinlichkeit, daß eins derKinder die Bilder im Netz findet, ist nun wirklich gering... und selbst wenn - da sollten sich die Eltern des Kindes wohl eher an die eigene Nase fassen, schließlich wäre es an ihnen zu verhindern, daß ihr Kind überhaupt auf solche Seiten gelangt...

Sie sollte zusehen, daß die Bilder aus dem Netz verschwinden, vielleicht hat der AG dann doch ein Einsehen mit ihr...

kleineente

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14. August 2006 um 20:10

Klar ist das blöd gelaufen,
aber das Problem ist doch wohl eher, dass auf so einer Party plötzlich jemand die Kamera rausholt und Fotos von ihr macht, ohne das vorher mit ihr abgespochen zu haben.
Und Erzieherinnen sind auch nur Menschen und haben auch ihre sexuellen Bedürfnisse. Ich bin übrigens Lehrer und habe auch ein - sagen wir mal "ziemlich ausgeprägtes" Sexualleben.

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14. August 2006 um 20:19

Wie es weiter ging:
Sie hatte ein klärendes Gespräch mit ihrer Vorgesetzten, bei dem eine andere Kollegin, der sie sich zuvor anvertraut hatte, vermittelt hat und dabei kam raus, dass sie Chancen hat, auch nach der Probezeit weiter beschäftigt zu werden, wenn sie sich nichts mehr zu schulden kommen lässt.
Derjenige, der wahrscheinlich den anonymen Hinweis gegeben hat (jemand, der mal was mit ihr hatte, aber offensichtlich nicht damit klargekommen ist, dass sie mit ihm Schluss gemacht hat), hat dann aber auch noch Ausdrucke der Fotos an Kolleginnen von ihr geschickt und sie ist infolge dessen ziemlich übel gemobbt worden. Sie hat sich dann freiwillig eine andere Stelle gesucht, wo es jetzt auch super läuft.

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