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Kind, Haushalt, Job und Studium

6. November 2002 um 5:07

Ist noch eine Frau da draußen, die sich dieses Programm gesteckt hat (wie ich)?

Ich bin 20 Wochenstunden als Übersetzerin tätig, habe einen fast 1jährigen Sohn, schmeiße den Haushalt mehr schlecht als recht noch und versuche noch, "nebenbei" an der Fernuni in Hagen meinen Abschluß als Betriebswirtin fertig zu machen.

Momentan bin ich alle 4 Wochen fix und fertig und am Ende meiner Kräfte - krank, Angina, Streß, Überlastungssyndrom, da ich auf allen Gebieten einfach PERFEKT sein will. Jetzt liege ich seit 2 Wochen flach, kümmere mich nur um mein Kind und genieße das in vollen Zügen. Es fällt mir schwer, mich unentbehrlich zu machen, zu delegieren.

Gibt es hier Mütter, die auch studieren? Wie managt ihr das? Ansonsten: hat jemand Tips fürs Zeitmanagement, denn im Moment habe ich keine Ahnung, wie ich noch studieren soll....

6. November 2002 um 14:32

Erstmal: Respekt!!!!!
Dennoch glaube ich, dass das alles doch zuviel ist. Ich selbst habe eine Tochter von fast sechs. Seit sie ein halbes Jahr alt ist bin ich wieder arbeiten gegangen, allerdings nur stundenweise (630.-DM - Job). Den Haushalt habe ich auch alleine geschmissen und mir halt immer nen Babysitter (Oma, Freundin usw.) organisiert, wenn ich arbeiten gegangen bin. Seit die Maus in den Kiga geht habe ich schrittweise immer mehr gearbeitet und mittlerweile arbeite ich ganztags, da ich mittlerweile auch alleinerziehend bin. Aber trotz ganztags Betreuung im Kiga und wenig Hausarbeit(ist ja den ganzen Tag keiner zu Hause) ist mir das jetzt (nach 2 Jahren) doch zu stressig geworden. Ich habe für mich entschieden nun nur noch sechs Stunden am Tag zu arbeiten, da sowohl meine Tochter als auch ich unter dem ständigen Stress und den langen Tagen leiden. Man hat auch nicht viel von dem Kind, denn abends sind das gerade mal noch zwei Stunden, dann geht sie ins Bett. Das ist mir doch zu wenig. Geld hin, Geld her. Auch ich bin seit der Zeit öfters krank als je zuvor und wenn die Kleine krank wird bricht natürlich voll das Chaos aus, da mir leider eine andere Betreuung als der Kiga fehlt.

Ich finde man sollte die Arbeit auf ein gewisses Maß beschränken, sonst kommen die Kinder zu kurz.

Vorallem sollten wir versuchen von dem wohl fraueneigenen Perfektionismus wegzukommen. Bei sovielen Bereichen kann man nirgends perfekt sein und vor allem braucht man auch noch Zeit für sich selbst.

Natürlich kann ich auch verstehen, dass Du Dein Studium noch über die Bühne bringen willst und auch arbeiten willst. Ich bin selbst nicht der Typ um zu Hause zu sitzen und mich "nur" um mein Kind zu kümmern. Doch alles zu seiner Zeit und von allem nicht zuviel, denn das kann auf Dauer nicht gutgehen.

Hoffentlich war das nun alles nicht zu wirr!

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7. November 2002 um 13:51

Yepp, hier ist noch eine *g*
Hey!

Ich bin zwar noch nicht beim wirklichen Studium angelangt, sondern mache gerade mein Fernabi, aber ansonsten kann ich nachvollziehen, was Du mitmachst. Ich bin selbst alleinerziehende und voll berufstätige Mutter zweier Kinder, aber perfekt zu sein habe ich mir schon vor einiger Zeit abgeschminkt. Du solltest Dich vielleicht mal an einem ruhigen Abend hinsetzen und Dir überlegen, was wirklich wichtig für Dich ist und Dir dann eine Prioritätenliste machen. Was musst Du unbedingt erledigen, was solltest Du erledigen und was tust Du gerne (GANZ WICHTIG!!!). Dann machst Du Dir mit Hilfe dieser Liste einen Plan, was Du bis wann erledigt haben musst / willst, was eventuell auf später verschoben werden kann etc. Genauso wichtig ist aber, dass Du Dir Deine FREIZEIT mit einplanst. Denn ohne etwas nur für DICH zu tun, ist es kein Wunder, wenn Du ständig Burn-out-Syndrome hast. Ich weiß, das Gleichgewicht zwischen Stress und Entspannung ist schwer zu halten, wenn man ständig unerledigte Dinge vor sich herschiebt, aber wenn Du diese Situation auf Dauer "überleben" willst, musst Du Dir ein dickes Fell anschaffen und lernen, dass Du weder in allem perfekt sein musst noch, dass Du es überhaupt sein kannst.

Ich würd' Dir gerne noch eine ganze Menge dazu sagen, muss jetzt aber erstmal weiterarbeiten. Vielleicht liest man sich ja nochmal?!

LG, Jessie

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11. Juni 2013 um 12:06

Keine Panik
Hab zwei Kinder und studiere auch, wenn man sich aber an einige regeln hält, ein plan erstellt und diesen auch durchhält, kann man sich das leben etwas leichter machen. Ich erstell mir jeden abend kleine zettelchen was noch zu erledigen ist und häng sie auf die pinwand was schon gemacht ist kommt weg, z.B 1 Stunde "xy" lernen, 15 min bad putzen etc. das hier hat mir vorallem beim putzen geholfen, halt mich auch dran: http://haushalttipps.info/putzen-leicht-gemacht/32

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