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Katastrophe Ausbildung

8. April 2006 um 0:58

Hallo zusammen.
Viele fragen hier, wie bereite ich eine Bewerbungsmappe oder mich selbst auf ein Vorstellungsgespräch oder aufs Probearbeiten vor.
Ich möchte mal die Gegenfrage stellen; wieso sind so wenige in der Lage eine vernünftige Mappe zu verschicken und beim Gespräch souverän aufzutreten.

Wir suchen seit mehr als zwei Monaten eine Auszubildende, aber was an Bewerbungen ankommt ist schlicht eine Katastrophe. Ich kann das schwer verstehen; wir sprechen von 2,7 Prozent weniger Ausbildungsverträgen und davon, daß nur jeder zweite einen Platz bekommt, aber man hat leider nicht das Gefühl, daß die Bewerber es irgenwie ernst meinen.
Ich habe nun also im Namen meiner Chefs über hundert Bewerbungen gelesen und nur sieben!!! waren so ansprechend, daß sie eingeladen wurden. Aber dann gings katastrophal weiter. Die Leute informieren sich überhauptnicht, haben nichts zu erzählen und keinerlei Fragen. Aber jeder behauptet, er wolle den Beruf schon seit Kindesbeinen erlernen, nur begründen kann das niemand. Man hat das Gefühl, man versucht etwas anzubieten, das keiner will und wird dann auch noch veralbert...

Von sieben haben nun drei Probegearbeitet... die Geschichte nimmt ihren Lauf... Fragen stellen, Interesse zeigen oder versuchen irgendwie mitanzupacken, Fehlanzeige bei zweien.

Nun ist also von über hundert eine übergeblieben und wir sind sehr froh drum, obwohl wir uns mehr Auswahl gewünscht hätten.
Aber vielleicht ist die Geschichte unserer Firma für Schulabgänger oder Bewerbende auch einmal Anstoss über diese Dinge nachzudenken.

8. April 2006 um 11:10

Oh ja..
..meine mutter arbeitet im bereich berufsausbildung und was man da täglich für geschichten hört-furchtbar.
sie meinte auch, dass auch viele handwerker (auch hier bei uns im osten) gern lehrlinge einstellen würden aber es kommt einfach nichts-entweder die sind zu faul, zu dumm oder zu unmotiviert.meiner meinung nach zeigen die meisten zu wenig eigeninitiative-warum nutzt man denn keine angebote wie bewerbertraining oder veranstaltungen des BIZ oder der IHK & HWK?
ich habe mich letztens nur füpr praktikas beworben und von 5 bewerbungen hätten mich 5 personalchefs genommen. habe dafür keine 08/15-bewerbung eingereicht, sondern eine die speziell aufs unternehmen angepasst ist. vor jedem bewerbungsgespräch hab ich mich dann auch nochmal ein nachmittag hingesetzt um mich aufs vorstellungsgepräche vorzubereiten. also kann das ja wohl nicht zu schwer sein.

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8. April 2006 um 13:48
In Antwort auf chrysalis69

Oh ja..
..meine mutter arbeitet im bereich berufsausbildung und was man da täglich für geschichten hört-furchtbar.
sie meinte auch, dass auch viele handwerker (auch hier bei uns im osten) gern lehrlinge einstellen würden aber es kommt einfach nichts-entweder die sind zu faul, zu dumm oder zu unmotiviert.meiner meinung nach zeigen die meisten zu wenig eigeninitiative-warum nutzt man denn keine angebote wie bewerbertraining oder veranstaltungen des BIZ oder der IHK & HWK?
ich habe mich letztens nur füpr praktikas beworben und von 5 bewerbungen hätten mich 5 personalchefs genommen. habe dafür keine 08/15-bewerbung eingereicht, sondern eine die speziell aufs unternehmen angepasst ist. vor jedem bewerbungsgespräch hab ich mich dann auch nochmal ein nachmittag hingesetzt um mich aufs vorstellungsgepräche vorzubereiten. also kann das ja wohl nicht zu schwer sein.

Ah ja...
echt voll überheblich...alle bewerber sind unter meinem niveau. heutzutage wird so viel verlangt...in der schule lernt man nichts über berufsleben, jeder is auf sich allein gestellt und muss sich bei so vielen sachen bewerben um eine chance zu haben, da kann nich jede bewerbung perfekt sein. wie wärs mal mit menschen eine chance geben? jeder fängt klein an und niemand hat bewerbungen studiert. also ich finds echt peinlich hier so ab zu lästern nach dem motto ich bin was besseres! viele junge leute geben sich mühe und da sollten einige alte säcke in irgendwelchen firmen mal nich so überheblich sein. die jungen leute die keine bewerbungen schreiben können zahlen euch später das altersheim.

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8. April 2006 um 14:09
In Antwort auf julie20103

Ah ja...
echt voll überheblich...alle bewerber sind unter meinem niveau. heutzutage wird so viel verlangt...in der schule lernt man nichts über berufsleben, jeder is auf sich allein gestellt und muss sich bei so vielen sachen bewerben um eine chance zu haben, da kann nich jede bewerbung perfekt sein. wie wärs mal mit menschen eine chance geben? jeder fängt klein an und niemand hat bewerbungen studiert. also ich finds echt peinlich hier so ab zu lästern nach dem motto ich bin was besseres! viele junge leute geben sich mühe und da sollten einige alte säcke in irgendwelchen firmen mal nich so überheblich sein. die jungen leute die keine bewerbungen schreiben können zahlen euch später das altersheim.

Re
Sicher gibt es einige, bei denen "hopfen und malz" verloren ist. Aber versucht euch mal in die Situation von Kindern! - mit 16 jahren bist du quasi noch ein halbes Kind hineinzuversetzen, dass jetzt eben mit der berufsausbildung den Schritt ins Erwachsenenleben vornimmt. Wer bereitet Kinder für den berufsalltag vor? Woher soll ein 16jähriger wissen, warum er ausgerechnet z.B. Industriekaufmann lernen soll. meist machen doch die eltern die Vorgaben, weil man in dem Alter quasi nie Vorstellung hat, auch nicht wenn man zig Berufsmessen besucht. Niemand ist perfekt, und schon gar nicht im Bewerbungsschreiben.
meine berufsausbildung habe ich mir nach folgenden Punkten ausgesucht, sauberer Arbeitsplatz (ne werkhalle währ ein Graus für mich), jeden Monat gehts auf Fach-Exkursion, ich kann dort den ganzen Tag zeichnen, Hauptsache ich lerne nicht unter der Fuchtel von meinem Vater einen Job, und wir machen eine tolle Abschlussfahrt ins Ausland - mehr Punkte waren für mich damals nicht von Bedeutung.
Gebt auch denen eine Chance, deren Bewerbungsmappe nicht perfekt ist, hört euch die Jugendlichen erstmal an, lasst sie zum VG kommen - und wenn ihr sie dann ablehnt, dann sagt ihnen fairerweise wie sie ihre Mappe besser machen können, was sie be ider nächsten Bewerbung eben verbessern können, damit sie woanders einen Ausbildungsplatz erhalten.

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8. April 2006 um 14:39
In Antwort auf julie20103

Ah ja...
echt voll überheblich...alle bewerber sind unter meinem niveau. heutzutage wird so viel verlangt...in der schule lernt man nichts über berufsleben, jeder is auf sich allein gestellt und muss sich bei so vielen sachen bewerben um eine chance zu haben, da kann nich jede bewerbung perfekt sein. wie wärs mal mit menschen eine chance geben? jeder fängt klein an und niemand hat bewerbungen studiert. also ich finds echt peinlich hier so ab zu lästern nach dem motto ich bin was besseres! viele junge leute geben sich mühe und da sollten einige alte säcke in irgendwelchen firmen mal nich so überheblich sein. die jungen leute die keine bewerbungen schreiben können zahlen euch später das altersheim.

Spinnst du?
das hab ich nirgendwo gesagt, dass ich denke, dass ich was besseres bin.
aber so ist das heutzutage nunmal, selbst der durchschnitt ist nicht ausreichend. es gibt soviele arbeitslose jugendliche, da kann es doch nicht zuviel verlangt sein, wenigstens ne ordentliche bewerbungsmappe zu gestalten und sich mal gedanken zu machen, in welchem beruf man später arbeiten will. selbst die schulen bieten genug informationsmaterial an. bei uns lagen genug flyer rum, von irgendwelchen "schnuppertagen" in unternehmen. wir hatten es sogar im lehrplan (deutsch) zu stehen, wie man bewerbungen schreibt etc. es kommen genug berater (von kammern, vom arbeitsamt,...)an die schulen und versuchen denesn was zu vermitteln.
du sagst es ist zuviel verlangt auf sich allein gestellt zu sein-wann sollen die jugendlichen das denn sonst lernen?

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8. April 2006 um 19:00

Re
Ja, es dreht sich wieder alles nur ums Geld, typisch. Es geht um Kinder!, die eine Zukunft brauchen, damit sie später für sich selber sorgen können (und meine Rente mit erwirtschaften). Würde sogar noch weiter gehen, das der Staat, anstatt Steuergelder für sinnlose Ministergehälter/Ruhestandspensionen in die Luft zu pusten, die Kohle nimmt, dass wirklich jeder!!! nach der Schule eine Berufsausbildung kriegt, egal ob betrieblich oder außerbetrieblich. Und egal ob derjenige schlechte Zensuren hat (dann gibt es eben ne weniger anspruchsvolle Lehrstelle) oder eben Einserkandidat ist.
Klar kannst du wenigstens saubere Bewerbungsunterlagen abgeben, ohne Eselsohren, ordentlich in ner Klarsichthülle. Aber hier geht es ja auch schon oft um "Olympiareife", dass du quasi jedes wort richtig setzt, das Passbild höchsten Ansprüchen genügt..... Und es soll Eltern geben, die davon keine Ahnung haben wie man eine perfekte bewerbung schreibt ..... auch weil sie sich viell. noch nie bewerben brauchten.
PS Bin selbst selbständig.

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9. April 2006 um 21:00
In Antwort auf julie20103

Ah ja...
echt voll überheblich...alle bewerber sind unter meinem niveau. heutzutage wird so viel verlangt...in der schule lernt man nichts über berufsleben, jeder is auf sich allein gestellt und muss sich bei so vielen sachen bewerben um eine chance zu haben, da kann nich jede bewerbung perfekt sein. wie wärs mal mit menschen eine chance geben? jeder fängt klein an und niemand hat bewerbungen studiert. also ich finds echt peinlich hier so ab zu lästern nach dem motto ich bin was besseres! viele junge leute geben sich mühe und da sollten einige alte säcke in irgendwelchen firmen mal nich so überheblich sein. die jungen leute die keine bewerbungen schreiben können zahlen euch später das altersheim.

Sorry,
aber ich bin z.B. 24 und wähle die Auszubildenden aus, schließlich muß ich sie hinterher auch größtentels ausbilden. Als alten Sack fühle ich mich deshalb trotzdem nicht...
Ich denke man darf zwei Dinge nicht vergessen.

1. Gerade wenn man in der Schule nicht die nötigen Informationen über Bewerbungen erhält, sollte man soviel Eigeniniziative zeigen, sich selbst zu informieren. Und wenn man keinen Schritt vor die Tür gehen mag, bietet selbst das Internet zahlreiche Quellen. Aber was soll man denn von jemandem erwarten, der zusammengetackerte Blätter, ohne Foto, mit unzähligen Rechtschreibfehlern und schlechten Zeugnissen abgibt?

2. Bewerbungen zu verschicken kostet ohne Frage Geld; aber einen Azubi zu suchen auch. Und auch deshalb ist es so ärgerlich, wenn so viele unbrauchbare Bewerbunen ankommen. Man muß sie lesen, die Leute einladen, sich mit Ihnen hinsetzten, sie Probearbeiten lassen und dem größten Teil die Mappen wieder zurückschicken.

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9. April 2006 um 21:15
In Antwort auf dekostore

Re
Ja, es dreht sich wieder alles nur ums Geld, typisch. Es geht um Kinder!, die eine Zukunft brauchen, damit sie später für sich selber sorgen können (und meine Rente mit erwirtschaften). Würde sogar noch weiter gehen, das der Staat, anstatt Steuergelder für sinnlose Ministergehälter/Ruhestandspensionen in die Luft zu pusten, die Kohle nimmt, dass wirklich jeder!!! nach der Schule eine Berufsausbildung kriegt, egal ob betrieblich oder außerbetrieblich. Und egal ob derjenige schlechte Zensuren hat (dann gibt es eben ne weniger anspruchsvolle Lehrstelle) oder eben Einserkandidat ist.
Klar kannst du wenigstens saubere Bewerbungsunterlagen abgeben, ohne Eselsohren, ordentlich in ner Klarsichthülle. Aber hier geht es ja auch schon oft um "Olympiareife", dass du quasi jedes wort richtig setzt, das Passbild höchsten Ansprüchen genügt..... Und es soll Eltern geben, die davon keine Ahnung haben wie man eine perfekte bewerbung schreibt ..... auch weil sie sich viell. noch nie bewerben brauchten.
PS Bin selbst selbständig.

Es geht nicht um Kinder...
... sondern um fast Erwachsene, die ausgebildet werden sollen einen Beruf selbständig und eigenverantwortlich auszuüben.
Es geht auch nicht um Olympiareife, sondern um eine ansprechende Mappe, darum im Gespräch gerade Sätze herauszubringen und beim Probearbeiten nicht nur im Personalraum Kaffee zu trinken.
Die Auffassung alle sollen eine Lehrstelle bekommen ist ja schön, aber wenn nicht genug Plätze da sind, weil die Wirtschaft im Keller ist und in fast jeder Berufsgruppe die Leute auf die Strassen gehen und für ihre Interessen protestieren und streiken, ist die Auswahl nunmal härter.
Es bedeutet ja nicht nur einen finanziellen Aufwand einen Azubi zu suchen, sondern auch ihn auszubilden und wenn man an der Bewerbung schon erahnt, daß das ein schwierigeres Unterfangen wird, wird sich kaum ein Unternehmen für sojemanden entscheiden.
Sorry, aber wir haben eine Leistungsgesellschaft und da muß man sich auch mal die rosarote Brille abnehmen und für das was man möchte etwas tun.

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9. April 2006 um 23:26
In Antwort auf wutzi82

Sorry,
aber ich bin z.B. 24 und wähle die Auszubildenden aus, schließlich muß ich sie hinterher auch größtentels ausbilden. Als alten Sack fühle ich mich deshalb trotzdem nicht...
Ich denke man darf zwei Dinge nicht vergessen.

1. Gerade wenn man in der Schule nicht die nötigen Informationen über Bewerbungen erhält, sollte man soviel Eigeniniziative zeigen, sich selbst zu informieren. Und wenn man keinen Schritt vor die Tür gehen mag, bietet selbst das Internet zahlreiche Quellen. Aber was soll man denn von jemandem erwarten, der zusammengetackerte Blätter, ohne Foto, mit unzähligen Rechtschreibfehlern und schlechten Zeugnissen abgibt?

2. Bewerbungen zu verschicken kostet ohne Frage Geld; aber einen Azubi zu suchen auch. Und auch deshalb ist es so ärgerlich, wenn so viele unbrauchbare Bewerbunen ankommen. Man muß sie lesen, die Leute einladen, sich mit Ihnen hinsetzten, sie Probearbeiten lassen und dem größten Teil die Mappen wieder zurückschicken.

Sorry...
gerade selbst mit der Ausbildung fertig und schon so überheblich?

...no comment... *g*

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10. April 2006 um 18:48
In Antwort auf koellegoerl

Sorry...
gerade selbst mit der Ausbildung fertig und schon so überheblich?

...no comment... *g*

Schade,
daß dir zu einem sachlichen Beitrag nur "... no comment..." einfällt.
Fakten haben nichts mit Überheblichkeit zu tun, wiederum schade, wenn man das nicht unterscheiden kann.
Ganz abgesehen davon, daß Du meine Berufsjahre und -erfahrung wohl kaum beurteilen kannst.

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13. Juni 2006 um 16:48
In Antwort auf wutzi82

Es geht nicht um Kinder...
... sondern um fast Erwachsene, die ausgebildet werden sollen einen Beruf selbständig und eigenverantwortlich auszuüben.
Es geht auch nicht um Olympiareife, sondern um eine ansprechende Mappe, darum im Gespräch gerade Sätze herauszubringen und beim Probearbeiten nicht nur im Personalraum Kaffee zu trinken.
Die Auffassung alle sollen eine Lehrstelle bekommen ist ja schön, aber wenn nicht genug Plätze da sind, weil die Wirtschaft im Keller ist und in fast jeder Berufsgruppe die Leute auf die Strassen gehen und für ihre Interessen protestieren und streiken, ist die Auswahl nunmal härter.
Es bedeutet ja nicht nur einen finanziellen Aufwand einen Azubi zu suchen, sondern auch ihn auszubilden und wenn man an der Bewerbung schon erahnt, daß das ein schwierigeres Unterfangen wird, wird sich kaum ein Unternehmen für sojemanden entscheiden.
Sorry, aber wir haben eine Leistungsgesellschaft und da muß man sich auch mal die rosarote Brille abnehmen und für das was man möchte etwas tun.

Kinder und nicht Erwachsene!
@Wutzi82

Ja, ja die Leistungsgesellschaft!
Die ist mal wieder das Maß aller Dinge!
Ich bilde mir lieber eine eigene Meinung als mich hinter dem Begriff "Leistungsgesellschaft" zu verstecken.
Übrigens sehe ich diese heutige Zeit sehr kritisch, mit 16 war ich noch definitiv ein Kind und ich stehe dazu.

Grüße Lamia

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13. Juni 2006 um 19:56

...
Hi!
Hm.. Also ich weiß nicht. Irgendwie kommt das rüber, als wäre es wahnsinnig einfach eine Ausbildungstelle zu kriegen, solange man in korrektem Deutsch eine Bewerbung mit einem ordentlichen Foto verschickt. Wenn dem so ist, dann verstehe ich nicht, warum ich immer noch ohne Lehrstelle da sitze.
Ich habe meinen erweiterten Realschulabschluss mit 2,3 gemacht und bin in 3 Wochen mit der Fachoberschule fertig (Schnitt dürfte etwa bei 2,4 liegen). Mag sein, dass ein Schnitt von 2,3 oder 2,4 nicht sooo der beste ist, aber es gibt bestimmt wesentlich schlechtere. Ich weiß nicht, wie viele Bewerbungen ich geschrieben habe. Aber mir hat weder eine korrekte Grammatik noch ein ordentliches Foto geholfen. Ich war bereit umzuziehen, konnte Praktika nachweisen und wurde trotzdem nur einmal zu einem Gespräch eingeladen (und das wurde eine Woche vorher abgesagt, weil der Betrieb sich anderweitig entschieden hat).
Tut mir leid, aber dann kann es ja nicht so einfach sein, eine Lehrstelle zu bekommen, oder? Was bringen mir Praktika, weiterführende Schulen und etliche Gespräche mit dem Berufsberater im BIZ, wenn ein Ausbilder 10 Jahre Berufserfahrung (um es jetzt mal überspitzt darzustellen) erwartet?

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13. Juni 2006 um 22:22
In Antwort auf lamia334

Kinder und nicht Erwachsene!
@Wutzi82

Ja, ja die Leistungsgesellschaft!
Die ist mal wieder das Maß aller Dinge!
Ich bilde mir lieber eine eigene Meinung als mich hinter dem Begriff "Leistungsgesellschaft" zu verstecken.
Übrigens sehe ich diese heutige Zeit sehr kritisch, mit 16 war ich noch definitiv ein Kind und ich stehe dazu.

Grüße Lamia

...
Worüber möchtest Du Dir denn Deine eigene Meinung bilden? Über die Bewerber, die eine Mappe mit Bikinifoto schicken oder üer die sagen wir neutral jungen Leute die im Jogginganzug zum Vorstellungsgespräch kommen?
Für mich ist ein junger Mensch, der durch das Suchen eines Ausbildungsplatzes zeigt, daß er sich zum erlernen eines Berufes in der Lage sieht definitiv kein Kind mehr.
Einem Kind in der Bank würde ich meine Bankgeschäfte nicht anvertrauen. An ein Kind würde ich mich beim einkaufen nicht fragend wenden und von einem kind würde ich mich auch arzthelferisch nicht betreuen lassen.

Wir sind diese Fragestellung in der Firma umgangen, indem wir Auszubildende erst ab 18 gesucht haben. Ich möchte ehrlich gesagt und ich weiß das klingt hart auch keine Kinder ausbilden, denn dann wäre ich Erzieherin geworden.

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13. Juni 2006 um 22:39
In Antwort auf cherry287

...
Hi!
Hm.. Also ich weiß nicht. Irgendwie kommt das rüber, als wäre es wahnsinnig einfach eine Ausbildungstelle zu kriegen, solange man in korrektem Deutsch eine Bewerbung mit einem ordentlichen Foto verschickt. Wenn dem so ist, dann verstehe ich nicht, warum ich immer noch ohne Lehrstelle da sitze.
Ich habe meinen erweiterten Realschulabschluss mit 2,3 gemacht und bin in 3 Wochen mit der Fachoberschule fertig (Schnitt dürfte etwa bei 2,4 liegen). Mag sein, dass ein Schnitt von 2,3 oder 2,4 nicht sooo der beste ist, aber es gibt bestimmt wesentlich schlechtere. Ich weiß nicht, wie viele Bewerbungen ich geschrieben habe. Aber mir hat weder eine korrekte Grammatik noch ein ordentliches Foto geholfen. Ich war bereit umzuziehen, konnte Praktika nachweisen und wurde trotzdem nur einmal zu einem Gespräch eingeladen (und das wurde eine Woche vorher abgesagt, weil der Betrieb sich anderweitig entschieden hat).
Tut mir leid, aber dann kann es ja nicht so einfach sein, eine Lehrstelle zu bekommen, oder? Was bringen mir Praktika, weiterführende Schulen und etliche Gespräche mit dem Berufsberater im BIZ, wenn ein Ausbilder 10 Jahre Berufserfahrung (um es jetzt mal überspitzt darzustellen) erwartet?

Ich weiß,
daß mein Eingangsbeitrag provokant ist, aber ich möchte damit niemandem auf die Füße treten, der ernsthaft einen Ausbildungsplatz sucht, sondern viel mehr erzählen wie es sich auf der Empfängerseite der Bewerbungsmappen darstellt.
Ich kann natürlich auch niemandem ein Patentrezept geben, denn in verschiedenen Berufszweigen werden unterschiedliche Aspekte als wichtig erachtet.
Ich kenne Dich, deine Berufsvorstellung und deine Mappe nicht, aber grundsätzlich denke ich muß man seine Qualifikationen und z.B. in Praktika erworbene Erfahrungen natürlich auch hervorheben.

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14. Juni 2006 um 8:15
In Antwort auf wutzi82

Ich weiß,
daß mein Eingangsbeitrag provokant ist, aber ich möchte damit niemandem auf die Füße treten, der ernsthaft einen Ausbildungsplatz sucht, sondern viel mehr erzählen wie es sich auf der Empfängerseite der Bewerbungsmappen darstellt.
Ich kann natürlich auch niemandem ein Patentrezept geben, denn in verschiedenen Berufszweigen werden unterschiedliche Aspekte als wichtig erachtet.
Ich kenne Dich, deine Berufsvorstellung und deine Mappe nicht, aber grundsätzlich denke ich muß man seine Qualifikationen und z.B. in Praktika erworbene Erfahrungen natürlich auch hervorheben.

Habt Ihr jetzt schon nen Azubi?
Ansonsten könntet Ihr zwei Euch ja mal kontaktieren.

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16. Juni 2006 um 0:58
In Antwort auf wutzi82

...
Worüber möchtest Du Dir denn Deine eigene Meinung bilden? Über die Bewerber, die eine Mappe mit Bikinifoto schicken oder üer die sagen wir neutral jungen Leute die im Jogginganzug zum Vorstellungsgespräch kommen?
Für mich ist ein junger Mensch, der durch das Suchen eines Ausbildungsplatzes zeigt, daß er sich zum erlernen eines Berufes in der Lage sieht definitiv kein Kind mehr.
Einem Kind in der Bank würde ich meine Bankgeschäfte nicht anvertrauen. An ein Kind würde ich mich beim einkaufen nicht fragend wenden und von einem kind würde ich mich auch arzthelferisch nicht betreuen lassen.

Wir sind diese Fragestellung in der Firma umgangen, indem wir Auszubildende erst ab 18 gesucht haben. Ich möchte ehrlich gesagt und ich weiß das klingt hart auch keine Kinder ausbilden, denn dann wäre ich Erzieherin geworden.

@Deine Eine Enistellung, Wutzi!
Hallo Wutzi!

Wie schön für Dich, daß Du Dir offenbar den Luxus der Verachtung leisten kannst!
Wie schlimm muß es sein von Horden von Jogginganzugträgern optisch terrorisiert zu werden!
Kein Wunder, daß sich so viele Auszubildende über Mobbing durch Vorgesetzte beklagen, die Mobber argumentieren übrigens genau wie Du.
Durch Menschen wie Dich kann unsere Gesellschaft nur an Kälte gewinnen.
Wahrscheinlich hast Du den Sozialdarwinismus sogar gepachtet, (wenn Du weißt, was man unter diesem Begriff versteht!)

Lamia

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16. Juni 2006 um 12:08

Katastrophe ausbildung??
vielleicht hattet ihr mit euren bewerbern nicht unbedingt glück..ich für meinen teil reiß' mir den @rsch auf..hab abi und??? dank einer mathelehrerin kann ich es wohl knicken..zumindest für die berufe die ich brauche..!! daher bewerb ich mich schon für berufe, für die man real braucht..und es passt noch immer nich..!!!
die einen meinen, dass ich zu überqualifziert bin, den anderen passt wohl mein gesicht nicht..zu eingebildet, zu nett, zu tussig, zu elegant was NU???ich bekomme noch nicht mal die sche!ß möglichkeit mich vorzustellen!!!
und ich gehöre zu den menschen, die arbeits- und lernwillig sind...und was hab ich davon??? wenn ich anhand meines zeugnisses oder weshalb auch immer abgeschrieben werde!!! ich versteh die welt nich mehr..wenn ich seh wie einige ihre mappen losschicken...mit flecken, eselsohren und 1000 FEHLREN..obwohl die heutige technik schon alles möglich macht mit einem KLICK.. - aber solche leute schaffen es.. die, die im grunde ne riesige schnauze haben, allen alles vorlügen können und die worte schön klingend formulieren und allen schön in den arsch kriechen..die bekommen alles..in den schoß gelegt..

ich weiß, dass es schwer ist..sich für einen bewerber zu entscheiden..aber mal ehrlich??? wie soll man einen menschen anhand eines papierstücks *ausortieren* können..obwohl man seine menschlichen qualitäten nicht kennt??? wenn ich manchmal beim arbeitsamt anrufe oder bin..oder im kaufhaus..wo auch immer man mit menschen zu tun hat..bei einigen frag ich mich wirklich..WIE ZUM TEUFEL SIND SIE AN DEN BERUF GEKOMMEN???? wenn die kein bisschen mit menschen umgehen können??????
ich kann von mir sagen, dass ich freundlich bin, ( vielleicht nicht im moment...weil mich das thema aufregt... ), zuvorkommend, gepflegt, arbeite gerne und knie mich auch voll in die sache..wenns drauf ankommt..
ich will keine bonuspunkte, sondern es auf eigene faust schaffen..nich so wie einige die durch papi oder mami ins geschäft kommen, aber nix können..aber ehrlichkeit ist heute eine seltene ware..connections, lügen, ne riesen klappe..das! ist der erfolg!


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16. Juni 2006 um 14:01
In Antwort auf wutzi82

...
Worüber möchtest Du Dir denn Deine eigene Meinung bilden? Über die Bewerber, die eine Mappe mit Bikinifoto schicken oder üer die sagen wir neutral jungen Leute die im Jogginganzug zum Vorstellungsgespräch kommen?
Für mich ist ein junger Mensch, der durch das Suchen eines Ausbildungsplatzes zeigt, daß er sich zum erlernen eines Berufes in der Lage sieht definitiv kein Kind mehr.
Einem Kind in der Bank würde ich meine Bankgeschäfte nicht anvertrauen. An ein Kind würde ich mich beim einkaufen nicht fragend wenden und von einem kind würde ich mich auch arzthelferisch nicht betreuen lassen.

Wir sind diese Fragestellung in der Firma umgangen, indem wir Auszubildende erst ab 18 gesucht haben. Ich möchte ehrlich gesagt und ich weiß das klingt hart auch keine Kinder ausbilden, denn dann wäre ich Erzieherin geworden.

Mal eine Frage
sagst du den entsprechenden Bewerbern im Jogginganzug denn dann auch, dass so ein Auftreten indiskutabel ist? (Kann mir schon vorstellen, was für ne Art Kleidung du meinst*würg*)

Woher sollen die es denn sonst wissen oder lernen ?

Bedenke auch, dass jede Schule anders ist. Ich war auf einem (so sagt man) sehr guten Gymnasium. Trotzdem habe ich dort nie auch nur eine Bewerbung geschrieben oder mal gezeigt bekommen wie ein Lebenslauf auszusehen hat. Geschweige denn(das soll`s ja angeblich auch geben...) mal so eine Bewerbungssituation ernsthaft geprobt.

(Naja, zumindest Rechtschreibung habe ich einigermaßen gelernt - wobei wir damals auch noch eindeutigere Regeln hatten.)

Wie weiter oben schon erwähnt, der Normalfall einer Berufsberatung besteht in der Tat aus zwei Doppelstunden , wo Blättchen ausgeteilt werden: Lest mal - wenn ihr dann Fragen habt...

Das Arbeitsamt: muß ich jetzt nichts drüber schreiben, ich glaube jeder der dort mal einen "Termin" hatte, weiß genau was da läuft. Wenn du dich da nicht reinversetzen kannst, geh einfach mal hin. Vielleicht verstehst du die orientierungslose Jugend(die dir mit 24 Jahren, wie oben schon erwähnt nun wirklich nicht so fern sein dürfte! Rechnen hab ich ürigens auch gelernt...) etwas besser.

Und jetzt wieder meine Frage an dich: Kannst du dich gar nicht mehr erinnern, wie du mit 16 oder 18 warst?

Deine aus den Zwischenzeilen herausklingende Überheblichkeit habe ja nun nicht nur ich gespürt. Du willst dich mit aller Kraft von dieser Jugend distanzieren, weil du ja so erwachsen bist.

Versteh mich jetzt auch nicht falsch: Ich muß mich selber auch mit stockfaulen Praktikanten rumschlagen. Die nerven - ganz klar. Nur sehe ich es in so einem Fall als meine Pflicht an, denen in den Hintern zu treten. Meistens funktioniert es danach wunderbar. Auch wenn sie nicht bleiben, haben sie für ihre Zukunft dann doch was gelernt.
Abgesehen davon gibt es Menschen die motiviert werden müssen bzw. klare Anweisungen brauchen. Und das sind nicht nur Jugendliche! Wenn also der Praktikant oder Azubi nur dumm rumsteht, ist das der Fehler des Arbeitgebers. Wenn angemessene Arbeit da wäre, würde keiner dumm rumstehen!

So, ist jetzt etwas lang geworden, habe auch noch lange nicht alles geschrieben, aber ich höre hiermit erstmal auf.

Meine einzige Bitte an dich wäre, zu lernen, Sachverhalte etwas differenzierter zu betrachten und nicht nur aus der jeweiligen Position heraus.


LG, koellegoerl

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18. Juni 2006 um 17:35
In Antwort auf koellegoerl

Mal eine Frage
sagst du den entsprechenden Bewerbern im Jogginganzug denn dann auch, dass so ein Auftreten indiskutabel ist? (Kann mir schon vorstellen, was für ne Art Kleidung du meinst*würg*)

Woher sollen die es denn sonst wissen oder lernen ?

Bedenke auch, dass jede Schule anders ist. Ich war auf einem (so sagt man) sehr guten Gymnasium. Trotzdem habe ich dort nie auch nur eine Bewerbung geschrieben oder mal gezeigt bekommen wie ein Lebenslauf auszusehen hat. Geschweige denn(das soll`s ja angeblich auch geben...) mal so eine Bewerbungssituation ernsthaft geprobt.

(Naja, zumindest Rechtschreibung habe ich einigermaßen gelernt - wobei wir damals auch noch eindeutigere Regeln hatten.)

Wie weiter oben schon erwähnt, der Normalfall einer Berufsberatung besteht in der Tat aus zwei Doppelstunden , wo Blättchen ausgeteilt werden: Lest mal - wenn ihr dann Fragen habt...

Das Arbeitsamt: muß ich jetzt nichts drüber schreiben, ich glaube jeder der dort mal einen "Termin" hatte, weiß genau was da läuft. Wenn du dich da nicht reinversetzen kannst, geh einfach mal hin. Vielleicht verstehst du die orientierungslose Jugend(die dir mit 24 Jahren, wie oben schon erwähnt nun wirklich nicht so fern sein dürfte! Rechnen hab ich ürigens auch gelernt...) etwas besser.

Und jetzt wieder meine Frage an dich: Kannst du dich gar nicht mehr erinnern, wie du mit 16 oder 18 warst?

Deine aus den Zwischenzeilen herausklingende Überheblichkeit habe ja nun nicht nur ich gespürt. Du willst dich mit aller Kraft von dieser Jugend distanzieren, weil du ja so erwachsen bist.

Versteh mich jetzt auch nicht falsch: Ich muß mich selber auch mit stockfaulen Praktikanten rumschlagen. Die nerven - ganz klar. Nur sehe ich es in so einem Fall als meine Pflicht an, denen in den Hintern zu treten. Meistens funktioniert es danach wunderbar. Auch wenn sie nicht bleiben, haben sie für ihre Zukunft dann doch was gelernt.
Abgesehen davon gibt es Menschen die motiviert werden müssen bzw. klare Anweisungen brauchen. Und das sind nicht nur Jugendliche! Wenn also der Praktikant oder Azubi nur dumm rumsteht, ist das der Fehler des Arbeitgebers. Wenn angemessene Arbeit da wäre, würde keiner dumm rumstehen!

So, ist jetzt etwas lang geworden, habe auch noch lange nicht alles geschrieben, aber ich höre hiermit erstmal auf.

Meine einzige Bitte an dich wäre, zu lernen, Sachverhalte etwas differenzierter zu betrachten und nicht nur aus der jeweiligen Position heraus.


LG, koellegoerl

Du sprichst
interessante Themen an. Die Kleidung ist eines davon.

Ich habe nicht gesagt, dass Bewerber im Hosenanzug zu Gesprächen gehen müssen, auch wenn Du vielleicht meinst, dass ich das denke.
Unterschiedliche Kleidung hat doch aber unterschiedliche Wirkung, oder?
Eine "normal" sitzende Jeans wirkt doch ganz anders als eine Jeans nahe der Kniekehlen oder das andere Extrem, Bauchfrei.
Stell Dir vor Du bist Arbeitgeber und möchtest einen Auszubildenden einstellen; wen würdest Du nehmen?
Alle Aussagen bezüglich, Persönlichkeit kennenlernen usw. sind ja gut und schön, aber ein Bewerber hat in der Regel und in bestimmt 90% der Betriebe nur eine Chance persönlich aufzutreten und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Den, der von sich behauptet, dass dabei die Optik keine Rolle spielt, würde ich gern kennenlernen.
Auch die Erwartungen vom potentiellen Auszubildenden sind doch wohl in den meisten Firmen ähnlich. Ein junger Mensch, aufgeschlossen, Initiative zeigend, lern- und arbeitswillig, zuverlässig und ehrlich.
Bei uns gibt es nun zusätzlich folgende Besonderheit:
Wenn Du nun eine Auszubildende suchst, die in Teilbereichen der Ausbildung durch eine falsche Handlung oder eine Unachtsamkeit eine Situation schaffen kann, in der es von einer Sekunde zur anderen um Leben oder Tod gehen kann, würdest Du Dich dann für denjenigen entscheiden, der durch die Kniekehlenjeans suggestiert "komm ich nicht heut komm ich morgen" oder für die Bauchfreivariante, bei der Du das Gefühl hast, alle Stunde muss das Makeup nachbehandelt werden? Auf Deine Antwort bin ich gespannt.
Natürlich ist der Ausbilder für das Können der Lehrlinge verantwortlich und natürlich stehen diese nicht alleine da. Aber jeder der schon mal ausgebildet hat weiß, dass man manchmal gar nicht so konfus denken kann wie die Azubis.
Unsere Auswahl ist durch die beschriebenen Gegebenheiten sicher härter gewesen, aber die Fehler mancher Bewerber waren so elementar, dass sie auch durchgefallen wären, hätten wir manche Besonderheit nicht. Und genau das ist das erschreckende. Beispiele habe ich inzwischen ja schon zur Genüge gegeben.

Was mir als Arroganz zwischen den Zeilen oder mangelnde Differenziertheit ausgelegt wird ist eigentlich die Hilfestellung für Bewerber anhand von Negativbeispielen.
Ich habe tatsächlich alle, die sich vorgestellt haben hinterher angerufen und gesagt woran es lag. Aus genau der gleichen Motivation die ich hatte, als ich diesen ersten Beitrag schrieb.
Die Abwehrhaltung war ähnlich, weil natürlich eine eigentlich gut gemeinte Hilfestellung im ersten Moment nur als Kritik verstanden wird. Trotzdem hoffe und denke ich, dass durch diese teilweise wirklich langen Telefonate einfach Gedankenanstösse entstanden sind.

Die Parallele zu meinem Alter kann ich offen gesagt nicht nachvollziehen. Ich bin ausgelernt und berufstätig und bewerbe mich nicht um einem Ausbildungsplatz. Aber ich kann sagen, was Arbeitgeber (hab ja schließlich mit einem zusammen ausgesucht) denken und nicht aussprechen. Wenn man auf der einen Seite über mangelnde Unterstützung durch Schule, Arbeitsamt und Berufsberatung klagt und andererseits den Blick auf die Arbeitgeberseite als Sozialdarwinismus (das warst nicht Du) bezeichnet, frage ich mich wie man helfend unterstützen soll. Ich ganz persönlich teile viele Meinungen mit meinem Chef, daher differenziere ich das in meinen Beiträgen nicht. Aber ich arbeite auch gerne mit jungen Erwachsenen zusammen und bilde auch gern aus. Wogegen ich mich aber weigere ist die Bezeichnung Kinder. Gerade weil man nie frei seines eigenen Lebenslaufes Meinungen und Ansichten bildet und ich mich mir 16 oder 18 eben nicht mehr als Kind empfunden habe, sehe ich auch die Bewerber nicht als solche. Das ist für mich aber eine Grundsatzfrage, die wenig mit einem vernünftigen, soliden Auftreten bei Bewerbungen zu tun hat.


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