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Jura-Promotion trotz schlechter Noten möglich?

23. Juni 2005 um 17:07

Hallo zusammen,

ich suche Informationen über die Möglichkeit, trotz schlechter Noten auch in Jura zu probovieren.

Hat jemand Erfahrung? Oder kann mir vielleicht jemand ein paar Tips geben?

Nach meinen Kenntnissen kann man über ein vorgeschaltetes Seminar mit rechtsgeschichtlichem Bezug und entsprechend guter Note die Voraussetzungen schaffen.

Ist bereits jeman diesen Weg gegangen? Ich freue mich über jede Antwort!

Gruß
Snowyriver

23. Juni 2005 um 23:09

Ich...
...hab zwar kein schlechtes Examen, befinde mich aber auch gerade dabei ein geeignetes Thema zu finden. Fest steht: ich möchte im ZivilR promovieren. Das ist aber nun auch schon alles. Ich finde es superschwierig ein vernünftiges Thema zu finden. Geht es Dir ähnlich???

Zu Deiner AUsgangsfrage: wenn Du promovieren möchtest, dann kannst Du das auch mit einem schlechten Examen auch (darf ich fragen, welche Examensnote Du hast??). Vermutlich suchst Du ein wenig länger nach einem Doktorvater/mutter und musst einen vernünftigen Themenvorschlag präsentieren - promovieren wirst Du aber können!

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24. Juni 2005 um 10:40

Also
Die Möglichkeiten zur Promotion werden in den jeweiligen Promotionsordnungen der Fakultät festgelegt.

Üblicherweise ist es so, dass man bei Jura mindestens ein voll befriedigend im ersten Examen braucht.
Allerdings eröffnen viele Unis auch den Weg zur Promotion bei einem "besseren" befriedigend, wenn man die von Dir angesprochene Seminararbeit mit Prädikat besteht. Mit einem schlechten befriedigend und drunter hat man in der Regel keine Chance.


Zu dem Promotionsthema: Im Zweifel promoviert man zu etwas, was gerade aktuell Probleme bereitet oder einfach neu ist, damit man auch noch was zu schreiben findet.

Aktuell im Zivilrecht fällt mir jetzt zum Beispiel die Auswirkungen der Schuldrechtsreform ein, wo sich ja inzwischen viele Zweifelsfragen ergeben haben. Ich persönlich würde mir ein Thema wie "Rechtsprobleme bei Ebay" nehmen, also ein etwas weiteres Feld mit vielen kleineren Problemen als ein einziges Hauptproblem.





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24. Juni 2005 um 13:05
In Antwort auf wolf175

Also
Die Möglichkeiten zur Promotion werden in den jeweiligen Promotionsordnungen der Fakultät festgelegt.

Üblicherweise ist es so, dass man bei Jura mindestens ein voll befriedigend im ersten Examen braucht.
Allerdings eröffnen viele Unis auch den Weg zur Promotion bei einem "besseren" befriedigend, wenn man die von Dir angesprochene Seminararbeit mit Prädikat besteht. Mit einem schlechten befriedigend und drunter hat man in der Regel keine Chance.


Zu dem Promotionsthema: Im Zweifel promoviert man zu etwas, was gerade aktuell Probleme bereitet oder einfach neu ist, damit man auch noch was zu schreiben findet.

Aktuell im Zivilrecht fällt mir jetzt zum Beispiel die Auswirkungen der Schuldrechtsreform ein, wo sich ja inzwischen viele Zweifelsfragen ergeben haben. Ich persönlich würde mir ein Thema wie "Rechtsprobleme bei Ebay" nehmen, also ein etwas weiteres Feld mit vielen kleineren Problemen als ein einziges Hauptproblem.





Ja,
Rechtsprobleme bei Ebay finde ich auch superinteressant!
Würde allerdings auch supergerne das ganze etwas internationaler ausrichten.Hättest Du eine Idee, wie man dieses Ebay-Thema internationaler ausrichtet?

Hatte auch schon mal über Mediation/interkulturelle Vertragsgestaltung als Thema nachgedacht. Meditation kommt ja auch aus Australien und ich mache eine oder zwei Stationen dort!Dann vielleicht Schwerpunkt Wirschaftsmediation oder Onlinemediation. Oder findest Du das wäre ein zu weitläufiges Thema?

Ich bin momentan eh echt sehr unzufrieden. Ich muckel so vor mich hin und komme zu keinem entgültigen Thema.
ich weiss auch noch gar nicht so recht, was ich später machen will. Würde gerne international arbeiten. Allerdings liegen mir diese Wirschaftskanzleien irgendwie nicht - allerdings ist das auch nur ein Bauchgefühl - gearbeitet habe ich da nämlich noch nicht.

Während des Studiums habe ich überall mal reingeschnuppert. Habe also keinen "festgebissenen" Schwerpunkt. Habe mal in einer Rechtsabteilung in London gearbeitet --> nichts für mich! Staatsdienst: finde ich zu unflexibel.

Würde so gerne etwas internationales machen, aber schon als Anwalt i.w.S. tätig sein. Arbeite gerade in einer Kanzlei und das macht mir auch Spass, aber diese Kanzlei ist relativ klein und ich würde gerne in einer größeren Kanzlei tätig sein. Also, den Anwaltsjob an sich finde ich klasse. In einer "internationalen Großbude" sollte es dann also - wenn überhaupt - schon der Bereich Litigation sein! Nur Beratung wäre nichts für mich.

Gehe im November (ich hoffe ich bekomme zum 1.11. einen Platz - habe über die Leistungsliste Aussicht auf einen sofortigen Platz) nach Berlin. Bis dahin möchte ich, dass meine Promotion läuft...Nächstes Jahr möchte ich einen Teil meiner RA-Station in Sydney machen.

Puh, ich merke schon, dass ich hier ein ganz schönes Wirr-Warr zusammenschreibe. Vielleicht kannst Du ja mal sagen, was Du zu dem ganzen denkst...

Viele Grüße




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24. Juni 2005 um 13:09
In Antwort auf wolf175

Also
Die Möglichkeiten zur Promotion werden in den jeweiligen Promotionsordnungen der Fakultät festgelegt.

Üblicherweise ist es so, dass man bei Jura mindestens ein voll befriedigend im ersten Examen braucht.
Allerdings eröffnen viele Unis auch den Weg zur Promotion bei einem "besseren" befriedigend, wenn man die von Dir angesprochene Seminararbeit mit Prädikat besteht. Mit einem schlechten befriedigend und drunter hat man in der Regel keine Chance.


Zu dem Promotionsthema: Im Zweifel promoviert man zu etwas, was gerade aktuell Probleme bereitet oder einfach neu ist, damit man auch noch was zu schreiben findet.

Aktuell im Zivilrecht fällt mir jetzt zum Beispiel die Auswirkungen der Schuldrechtsreform ein, wo sich ja inzwischen viele Zweifelsfragen ergeben haben. Ich persönlich würde mir ein Thema wie "Rechtsprobleme bei Ebay" nehmen, also ein etwas weiteres Feld mit vielen kleineren Problemen als ein einziges Hauptproblem.





Ach,
nochwas zu der Ausgangsfrage:

man kann in der Tat auch mit einem "Ausreichend"-Examen promovieren. Zwar geht das nur an ganz wenigen Unis und man benötigt einen mit "sehr gut" bewerteten Seminarschein, aber ganz unmöglich ist es nicht.



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24. Juni 2005 um 15:13
In Antwort auf dschenna

Ja,
Rechtsprobleme bei Ebay finde ich auch superinteressant!
Würde allerdings auch supergerne das ganze etwas internationaler ausrichten.Hättest Du eine Idee, wie man dieses Ebay-Thema internationaler ausrichtet?

Hatte auch schon mal über Mediation/interkulturelle Vertragsgestaltung als Thema nachgedacht. Meditation kommt ja auch aus Australien und ich mache eine oder zwei Stationen dort!Dann vielleicht Schwerpunkt Wirschaftsmediation oder Onlinemediation. Oder findest Du das wäre ein zu weitläufiges Thema?

Ich bin momentan eh echt sehr unzufrieden. Ich muckel so vor mich hin und komme zu keinem entgültigen Thema.
ich weiss auch noch gar nicht so recht, was ich später machen will. Würde gerne international arbeiten. Allerdings liegen mir diese Wirschaftskanzleien irgendwie nicht - allerdings ist das auch nur ein Bauchgefühl - gearbeitet habe ich da nämlich noch nicht.

Während des Studiums habe ich überall mal reingeschnuppert. Habe also keinen "festgebissenen" Schwerpunkt. Habe mal in einer Rechtsabteilung in London gearbeitet --> nichts für mich! Staatsdienst: finde ich zu unflexibel.

Würde so gerne etwas internationales machen, aber schon als Anwalt i.w.S. tätig sein. Arbeite gerade in einer Kanzlei und das macht mir auch Spass, aber diese Kanzlei ist relativ klein und ich würde gerne in einer größeren Kanzlei tätig sein. Also, den Anwaltsjob an sich finde ich klasse. In einer "internationalen Großbude" sollte es dann also - wenn überhaupt - schon der Bereich Litigation sein! Nur Beratung wäre nichts für mich.

Gehe im November (ich hoffe ich bekomme zum 1.11. einen Platz - habe über die Leistungsliste Aussicht auf einen sofortigen Platz) nach Berlin. Bis dahin möchte ich, dass meine Promotion läuft...Nächstes Jahr möchte ich einen Teil meiner RA-Station in Sydney machen.

Puh, ich merke schon, dass ich hier ein ganz schönes Wirr-Warr zusammenschreibe. Vielleicht kannst Du ja mal sagen, was Du zu dem ganzen denkst...

Viele Grüße




Hi
Was Du später machen sollst, kann ich Dir leider auch nicht verraten. Meistens kristallisiert sich das während dem Referendariat heraus. Die meisten finden ja ihre Jobs durch ihre Kontakte während des Referendariats.

Zum Thema: Wie wäre es eben dann mit Rechtsproblemen bei Ebay im internationalen Rahmen? Also: ein Deutscher kauft was bei Ebay in England oder umgekehrt und die Sache kommt nie an, ist beschädigt, ist mangelhaft, anders als beschrieben etc. Welches Recht ist einschlägig? Welche AGB gelten? Wo kann man ggf. klagen? Gibt es Unterschiede bei gewerblichem oder privaten Verkauf? Das kann man dann ja auf verschiedene Länder ausweiten, USA, Frankreich etc.

Ich denke, man sollte ein möglichst konkretes Thema nehmen. Also kein Laberthema nach dem Motto: "Die Mediation im Wirtschaftsleben" oder so. Je konkreter das Thema, desto klarer ist in der Regel der Aufbau, weil man sich halt an den verschiedenen Problemen langhangeln kann. Außerdem verkauft sich so eine Dissertation auch einfach besser, sowohl gegenüber dem potenziellen Doktorvater als auch später in Buchform.

Hinsichtlich der Promotion als Ganzes: Das hat nur Sinn, wenn Du wirklich auch den Willen hast, das durchzuziehen, gerade wenn Du nebenher noch arbeitest oder Referendariat machst. Ich kenne einige Leute, die so "vor sich hin promovieren" und nach 5 Jahren schmeißen sie das in die Ecke und geben auf. Je schneller Du also daran arbeitest, desto besser. Ich habe mich z.B. neben dem Referendariat jede frei Minute an die Dissertation gesetzt. Also wirklich abends bis 22 Uhr gearbeitet oder am Wochenende. War keine schöne Zeit, aber so habe ich das Thema sehr schnell durchgekriegt.

Hinsichtlich Doktorvätern (oder ... müttern) würde ich mich eher an einer kleine Uni umsehen. An den großen Unis haben die oft 2-3 Dutzend Promotionen laufen, so dass kaum Zeit für den einzelnen bleibt.

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27. Juni 2005 um 18:01

Vielen herzlichen Dank...
für Eure Beiträge. Das macht mir schon mal etwas Mut bei meinem weiteren Plänen.

LG

Snowy

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