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Jobfrust - wie mit der Situtation umgehen

19. Februar 2006 um 11:44

Hallo,

ich bin mittlerweile 38 Jahre alt und arbeite nun schon seit 20 Jahren. Ohne Unterbrechung - keine Arbeitslosigkeit dazwischen - als das mal der Fall war habe ich bei der Zeitarbeit überbrückt.

Ich bin nun seit 4,5 Jahre in einem großen Konzern tätig - verdiene gutes Geld - rund 14 Gehälter. 30 Tage Urlaub plus Überstunden frei. usw. Die sozialen Leistungen des Unternehmens sind top.

Nur leider - stellt mich mein Beruf/meine Aufgabe überhaupt nicht mehr zufrieden. Komme auch mit meiner Vorgesetzen nicht besonders klar und habe einfach keinen Bock mehr - innerlich gekündigt würde ich mal sagen.

Der Arbeitsmarkt - ist wie jeder weiß nicht besonders gut - ich finde kaum Stellen in meinem Bereich auf die ich mich bewerben kann. Wenn es mal zum Gespräch kommt - ist das Gehalt oft ein Problem. Ich bin schon bereit zu verzichten - aber irgendwo ist dann auch Schluß. Oder ich bekomme zu höhren "überqualifiziert."

Nun sehe ich halt, daß in meinem Alter und unter den Bedingungen am Arbeitsmarkt ein Jobwechsel nicht so einfach möglich ist. Leider !

Ich bin nun aber auch in meiner derzeitigen Aufgabe so frustriert - daß ich nur noch halbe Leistung bringe. Bin also mit meiner eigenen Arbeitsleistung nicht zufrieden - tue alles auf den letzen Drücker - kann mich kaum aufraffen morgens überhaupt hinzugehen.

Ich bin aber innerlich der Einstellung - Du verdienst dort dein Geld und kannst dich nicht so hängen lassen. Aber jeden Tag spielt sich das selbe Drama ab: Ich will morgens schon gar nicht hin, wenn mein Chef mir ein Projekt übergibt bekomme ich Brechreiz anstatt mich wie früher darüber zu freuen und abends will ich nur raus da. So kann es nicht weitergehen - irgendwann schmeißen die mich noch.

Irgendwie fühle ich mich wie in einer beruflichen Einbahnstraße - was mir dann wieder Leid tut wenn ich denke wie viele Menschen keinen Job haben.

Ich besuche einen Englischkurs am Abend um auch einem Vorstellungsgespräch in Englisch gewachsen zu sein.
Also ich versuche mich zu motivieren, was zu tun um eben in ferner Zukunft einen neuen Job zu finden.
Aber irgendwie fehlt mir total die Perspektive ich fühle mich gefangen wie im Knast, echt. Jeden Tag 8 Stunden meines Lebens..

Ich würde sagen ich bin schon ein bisschen deprimiert -was sich mittlerweile halt auch auf die Freizeit auswirkt.

Mein Verstand weiß ganz genau, derzeit hast Du keine andere Alternative. Mache deinen Job so gut es geht, so ordentlich wie Du kannst, genieße was Du Dir durch den Job alles leisten kannst und schaue Dich um ob Du einen anderen Job findest - aber ich kann so nicht handeln.

Manchmal träume ich von Auswandern, von ganz einer andere Aufgabe/Job aber dies sind alles nur Flutgedanken weil ich im Moment so unglücklich bin.
Eigentlich weiß ich gar nicht mehr was ich will, wohin es gehen soll. Da ich Single bin brauche ich meine monatlichen Einnahmen - die Wohnung und das Essen bezahlt leider nicht der liebe Gott.

Wie findet man wieder raus aus diesen deprimierenden Gedanken ? Wie schaffe ich es trotz widriger Umstände nicht ganz deprimiert und schlecht gelaunt zu werden?
Was würdet ihr tun?

Gruss
LOUVRE4



19. Februar 2006 um 12:13

Dann wird es höchste Zeit
etwas in deinem Leben grundlegend zu ändern

Hast du mal darüber nachgedacht, dir neben deinem jetzigen "Job" ein weiteres Standbein aufzubauen, damit du in einem jahr deinen Job kündigen kannst und in 3,4 oder 5 Jahren nur noch das machen brauchst, was du wirklich willst?

Das heißt natürlich nicht, Hände in den Schoß legen. Aber es kann heißen, dort zu leben, wo man gern leben möchte. Dann zu arbeiten, wann man es möchte und vor allem das zu tun, was einem wirklich Erfüllung bringt.

Schick mir eine PN wenn du mehr wissen willst.

Ingrid

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19. Februar 2006 um 13:00
In Antwort auf saome

Dann wird es höchste Zeit
etwas in deinem Leben grundlegend zu ändern

Hast du mal darüber nachgedacht, dir neben deinem jetzigen "Job" ein weiteres Standbein aufzubauen, damit du in einem jahr deinen Job kündigen kannst und in 3,4 oder 5 Jahren nur noch das machen brauchst, was du wirklich willst?

Das heißt natürlich nicht, Hände in den Schoß legen. Aber es kann heißen, dort zu leben, wo man gern leben möchte. Dann zu arbeiten, wann man es möchte und vor allem das zu tun, was einem wirklich Erfüllung bringt.

Schick mir eine PN wenn du mehr wissen willst.

Ingrid

Berufliche Neuorientierung
Hallo, bevor du dich noch weiter frustrieren lässt und womöglich noch depressiv wirst, solltest du in Erfahrung bringen, ob du auch ausserhalb deines bisherigen Tätigkeitsgebietes einen geeigneten Arbeitsplatz finden kannst und welche Anforderungen dafür notwendig sind.
In deinem Fall kann wirklich ein professioneller Coach sinnvoll sein. Ein Coach analysiert zusammen mit dir deine Situation und versucht im gemeinsamen Gespräch Alternativen zu entwickeln. Gute Coachs sind jedoch keine Psychotherapeuten, sie haben meist selbst in großen Unternehmen in gehobenen Positionen gearbeitet und kennen die "Interna" und Probleme.
Möglich, das ein Coach mit dir auch klärt, ob evtl. eine selbstständig oder freiberufliche Tätigkeit in Frage kommt.
So eine Beratung ist nicht ganz billig, doch kann sie dir in deiner Situation sehr nützlich sein für dich realistische berufliche Zukunftsperspektiven aufzubauen.
(Adressen dazu habe ich leider nicht, schau im www. nach)


gruss
redcorner

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20. Februar 2006 um 13:20

Kennen Sie das geniale Vertriebssytem " Network Marketing "!
Hallooo und viele Grüsse aus Köln.

Habe Ihren Bericht gelesen und mich damit idendifizieren können. Genauso geht es mir auch seit 3 - 4 monaten. Ich habe lange überlegt was ich machen soll. Habe sehr viele Sachen im Bereich Arbeit angeschaut und Informationen über verschiedene Selbständigkeiten. Zum Schluss habe ich mich für die Branche NETWORK MARKETING entschieden. Denn hier habe ich die Möglichkeit nebenberuflich mein eigenes Geschäft aufzubauen. Mein Ziel ist es am 01.01.2007 damit hauptberuflich zu arbeiten. Ich bin auf dem guten Weg dahin. Wenn Sie interesse haben dieses fantastische Geschäft mal kennenzulernen dan schicken Sie mir doch einfach eine PN.

Erste Informationen können Sie auch unter

www.est-team.de/multimedia

bekommen. Schauen Sie sich das einfach mal an und machen Sie sich mal gedanken.

Mit freundlichem Gruss

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1. Juni 2006 um 9:03

Lösung für Jobfrustgeschädigte
Hallo,
Wenn Sie Zahnschmerzen haben, dann gehen Sie zum Zahnarzt. Wenn Ihr Fernseher kaputt ist, bestellen Sie einen Techniker. Wenn Sie rechtliche Hilfe benötigen, gehen Sie zum Anwalt. Aber was machen Sie, wenn Ihnen die jetzige Arbeit Frust bereitet. Sie warten, bis irgendjemand etwas für Sie tut. Nehmen Sie sich einen Coach, einen Spezialisten für die "Berufliche Neuorientierung". Jemanden, der Ihnen Alternativen aufzeigen kann. Berufliche Alternativen die Ihnen wieder Mut und Zuversicht vermitteln. Viele Menschen sind bereit, für das Rauchen und sonstige Hobbies viel Geld auszugeben. Doch eine Investition in die eigenen Fähigkeiten scheuen viele. Sie sparen an der falschen Stelle. Dabei kann eine Investition in Ihre Potentiale und besonderen Fähigkeiten eine positive Wende in Ihrem Leben herbeiführen. Bei Interesse kann ich Ihnen eine Auswahl von Anschriften erfolgreicher Berater nennen. Allen Jobfrustgeschädigten möchte ich sagen, dass es auch für Sie eine Lösung für Ihr persönliches Frustproblem gibt.
Gruss Leonardo1905

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1. Juni 2006 um 10:54

Sabbathical
hallo,

wie wäre es, wenn du dir für ein paar monate eine auszeit nimmst. bei großkonzernen dürfte es kein problem sein, ein paar wochen unbezahlten urlaub zu nehmen.

dann hast du wirklich zeit, dir gedanken über dein weiteres leben und deine berufliche perspektive zu machen, ohne das du in deinen "knast" musst. so siehst du alles mit abstand und dann erst entscheide...

geh auf reisen, laß dir den wind um die nase wehen - aber mit rückfahrschein

alles gute

die sefi

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1. Juni 2006 um 12:37

Schau dir mal den Beitrag "keine annerkennung im job" an
Liebe LOUVRE4,

ich kann so gut verstehen was ud durchmachst. Bitte lies dir meinen Beitrag "keine annerkennung im job" durch.

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6. Juni 2006 um 7:53

Gleiches *schicksal*
hallo louvre,

bin seit längerem nicht hier gewesen und jetzt erst deinen beitrag gelesen. ich weiß, es ist eine weile her, aber gerade deshalb möchte ich wissen (da in der gleichen situation), ob und wie du vorankommst.

ich denke nämlich nicht, dass man sich diesen deprimierenden gedanken ergeben muss - und weiter arbeiten muss, wenn der job absolut unbefriedigend ist.

so, wie du dich anhörst, erwartest auch du mehr vom leben.

bitte gib mal bescheid.

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