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Gedankenspirale- Was soll ich studieren?

17. Mai 2014 um 14:16

Hallo ihr Lieben,

bin zur Zeit ein wenig in der Krise, weil ich nicht weiß, in welche Richtung meine beruflichen Zukunft gehen soll.
Ich würde euch gerne kurz etwas zu mir erzählen und hoffe das mir einer von euch vielleicht die fehlende Inspiration geben kann.

Ich bin 25 Jahre alt und habe nach der Realschule eine Ausbildung als Medizinisch tech. Laborassistentin gemacht und danach 2 Jahre Vollzeit in der Bakteriologie/Mikrobiologie gearbeitet. Ich fand die Zeit auch sehr interessant, aber eigentlich passt die Arbeit im Labor gar nicht zu mir. Ich würde viel lieber direkt mit Menschen arbeiten. Ich habe dann aufgehört zu arbeiten und bin für 1 Jahr nach Indien gegangen und habe dort in einer Schule für behinderte Kinder gearbeitet.
Nach dem Jahr bin ich zu einer Berufsoberfachschule, um mein Abitur nachzuholen. Diese zwei Jahre haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich hab mein Abi mit 1,3 abgeschlossen.
Nach dem Abi bin ich mit meinen Freund nach Brasilien gegangen, um portugiesisch zu lernen. (er ist Brasilianer). Es hatte mich schon länger gestört, dass ich nur englisch als Fremdsprache beherrsche.
Ich wollte auch eigentlich hier mein Studium anfangen, habe mich aber doch für Deutschland entschieden.
Jetzt bin ich hier in Brasilien, und muss mich bald für das kommende Wintersemester bewerben und bin so ratlos. Seit langer Zeit durchforste ich das Internet nach dem passenden Studiengang für mich.
Ich bin kontaktfreudig, sympatisch, kreativ, intuitiv, interessiere mich für andere Kulturen und liebe Sprache.
Mein Studiumwunsch hat sich in der ganzen Zeit sehr häufig geändert. (Medizin, Gesundheitswissenschafte /auf Lehramt, Psychologie, Kommunikationswissenschaften mit Nebenfach Portugiesisch, PR)
Je mehr ich im Internet lese, desto mehr bin ich verunsichert. Habe leider immer noch keine konkreten Berufswunsch. Möchte aber sehr gerne studieren, möchte nicht mein ganzes Leben im Labor hocken und mir macht lernen auch Spaß.
Andere Menschen wissen schon so früh was sie wollen und ihr berufliches Leben baut aufeinander auf (Ausbildungs, Studium, Praktika), bei mir ist eher kein roter Faden zu erkennen und ich fühl mich deswegen weniger qualifiziert für den Konkurenzkampf auf dem Arbeitsmarkt.
Bin in einer Gedankenspirale und will endlich eine Entscheidung treffen
Hat jemand vielleicht eine Idee für mich? Oder hat vielleicht einen Rat, wie man einen passende Beruf für sich findet? (die ganzen Was-Soll-ich -studieren-Tests im internet habe ich schon alle hinter mir und bringen mich auch nicht weiter...)

Vielen Dank im Voraus für jede Antwort

6. Juni 2014 um 18:40

Da gibt's viele Möglichkeiten
Hm, du hast ja ein ziemlich gutes Abitur, Medizin würde sich da schon anbieten zumal du ja auch sehr vielseitig interessiert und fleißig scheinst. Gerade Ärzte ohne Grenzen könnte nach dem Studium was für dich sein. Wenn du gerne im Ausland bis, gibt es auch das Studium Internationaler Not- und Katastrophenschutz, da machste dann den Master of Desaster Könntest dir auch überlegen bei einer Hilfsorganisation mitzuarbeiten, die suchen immer Leute und außerdem viel im Ausland zu tun, kann man ja dann nebenher noch eine Sprache o.ä. studieren.

Hoffe ich konnte ein bisschen helfen,

LG Poisonprincess

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7. November 2014 um 19:16

Mir geht es so wie dir!
Liebe noelyjorbin!

Als ich deinen Beitrag durchlas wurde mir richtig mulmig im Bauch, denn es war so als ob du mir von der Seele geschrieben hättest.
Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Habe Molekularbiologie studiert, ein Jahr an einer Dissertation in Schweden gearbeitet und festgestellt, dass die Forschung nichts für mich ist. Dann war ich auf Gran Canaria und hab im Tourismus gearbeitet um ein bisschen Sonne zu tanken und kommenden Herbst plane ich nach Indonesien zu gehen und Straßenkinder in Englisch zu unterrichten.

Wie du, kann ich mir die Arbeit im Labor nur noch schwer vorstellen und würde liebend gern mit Kindern oder im sozialen Bereich mit Menschen arbeiten. Wie du, habe ich mir unzählige Studien, Lehrgänge und Berufsfelder angesehen um herauszufinden was ich wirklich machen will. Ich bin durchaus bereit noch ein Studium zu beginnen nur mit Ende 20 sollte es dann schon etwas sein, was ich wirklich machen will.

Weil wir in einer sehr ähnlichen Situation sind musste ich dir einfach schreiben. Denn vielleicht hilft ein Gedankenaustausch und es tut auch gut zu sehen, dass man nicht allein auf dieser Welt mit diesem "Problem" steht, während alle anderen zielstrebig ihren Weg gehen.
Hast du dich schon für etwas entschieden? Falls ja, was hat dir bei der Entscheidungsfindung geholfen? Bist du in Brasilien geblieben oder lebst du mittlerweile wieder in Deutschland.

Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören und gebe dir bei Interesse auch gerne meine e-Mail Adresse.

Liebe Grüße,
Maria

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