Home / Forum / Schule & Studium / Ausländerfeind???

Ausländerfeind???

27. August 2004 um 21:19

Hallo ihr Lieben!
Mich beschäftigt seit einigen Tagen folgendes Problem: Ich arbeite an einer Berliner Schule, die einen 45% Anteil von Schülern mit "nicht deutschsprachiger Herkunft" hat. Das heißt, in der Sekundarstufe 1 ( 7.-10. Klasse) sind in den Klassen fast die Hälfte "Ausländer", z.B. aus der Türkei,russische Aussiedler, Armenier,Kosevo-Albaner, Tschetschenen und und....! Leider ist es so, dass vorwiegend diese Schüler/innen besonders verhaltensauffällig sind, distanzlos und äußerst gewaltbereit! Solche Formulierungen wie:"Ich schwöre..." oder "Was willst du?" (natürlich mit dem Slang, den wir von Erkan&Co kennen) macht mich wahnsinnig! Als Frau sind die Chancen sich durchzusetzen natürlich doppelt schwer! Ruft man die Eltern an, verstehen/ sprechen diese kein Wort Deutsch! Da es inzwischen so viele sind, sind sie an der Schule eine gewisse Macht, keiner möchte sich mit den "Ausländern" anlegen, also wird gekuscht! So manch ein unscheinbarer, schüchterne deutsche Schüler bleibt während des Unterrichts auf der Strecke, weil man permanent die anderen im Blick behalten muss. Ich bin WIRKLICH kein Ausländerfeind, ertappe mich aber immer öfter dabei, richtigen Hass gegen einzelne zu entwickeln, ist das noch normal? Unter den Kollegen ist jeder versucht, die besonders auffälligen Kurse/Klassen so schnell wie möglich abzugeben. Würdet ihr bei der Auswahl der Schule für eure Kinder nach dem "Ausländeranteil" fragen und ggf. woanders gucken? Vielen Dank für eure Meinungen! finki1

Mehr lesen
28. August 2004 um 8:34

Das ist leider
normal, und wer da etwas von Ausländerfeindlichkeit erzählt, hat solche Erfahrungen noch nicht gemacht. Ich hab vor einigen Jahren eine Weile in der Berliner Ausländerbehörde gearbeitet, und nach wenigen Wochen hatte ich auch den Rest an Naivität, den ich tatsächlich noch besaß, verloren.Auf konkrete Erfahrungen will ich hier gar nicht eingehen.
Wenn ich Kinder hätte, würde ich die an einer Privatschule unterbringen, machen Freunde von uns auch.Denn der Lernerfolg in solchen Klassen bleibt leider oft aus. Und...ja, ich bin so ehrlich: Als ich für uns eine neue Wohnung gesucht habe, habe ich erstmal die Klingelbretter inspiziert, um zu schauen, wie denn die Hausgemeinschaft zusammengesetzt ist.
Und was mir wieder auffällt: Warum muss man sich permanent entschuldigen ("Ich bin wirklich nicht..." usw), wenn man darauf hinweisen will, dass es Missstände gibt und dass man einfach die Nerven verliert, wenn man hinter einem Schalter steht, beschimpft und angespuckt wird, weil man den gewünschten Bescheid nicht erteilen kann?
Also...ich kann dich gut verstehen!

Gefällt mir

28. August 2004 um 19:45
In Antwort auf vornehmeblaesse

Das ist leider
normal, und wer da etwas von Ausländerfeindlichkeit erzählt, hat solche Erfahrungen noch nicht gemacht. Ich hab vor einigen Jahren eine Weile in der Berliner Ausländerbehörde gearbeitet, und nach wenigen Wochen hatte ich auch den Rest an Naivität, den ich tatsächlich noch besaß, verloren.Auf konkrete Erfahrungen will ich hier gar nicht eingehen.
Wenn ich Kinder hätte, würde ich die an einer Privatschule unterbringen, machen Freunde von uns auch.Denn der Lernerfolg in solchen Klassen bleibt leider oft aus. Und...ja, ich bin so ehrlich: Als ich für uns eine neue Wohnung gesucht habe, habe ich erstmal die Klingelbretter inspiziert, um zu schauen, wie denn die Hausgemeinschaft zusammengesetzt ist.
Und was mir wieder auffällt: Warum muss man sich permanent entschuldigen ("Ich bin wirklich nicht..." usw), wenn man darauf hinweisen will, dass es Missstände gibt und dass man einfach die Nerven verliert, wenn man hinter einem Schalter steht, beschimpft und angespuckt wird, weil man den gewünschten Bescheid nicht erteilen kann?
Also...ich kann dich gut verstehen!

Du hast
völlig recht, man hat ständig den Drang sich zu entschuldigen. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, bringen mich manche dieser Menschen und ihr Verhalten doch zum "hassen"! Der Run auf Privatschulen wird in nächster Zeit noch zunehmen und dann wird es für die, die sich so etwas für ihre Kinder nicht leisten können, richtig hart. Ich wäre für eine Beschränkung auf einen gewissen Prozentsatz (nicht über 25%), dann würde sich das Problem gerechter verteilen und alle hätten was davon! Vielleicht würde sich dann auch so manche Meinung von bisher "Nichtbetroffenen" ändern!
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir noch!finki1

Gefällt mir

29. August 2004 um 22:35

Nicht Ausländerfeind,
sondern "Klassenfeind" müsste es eigentlich heißen.

Denn was Du da beschreibst, ist in erster Linie ein soziales Problem.

Die besten Privatschulen, wo auch Diplomaten und Upper Class-Eltern ihre Kinder hinschicken, sind INTERNATIONALE Schulen. Dort ist Multikulti ziemlich angesagt, u.a. auch weil es das mehrsprachige Aufwachsen der Kinder sehr fördert und dazu dient, sich frühzeitig interessante Netzwerke aufzubauen, die später zum beruflichen Erfolg sehr beitragen können. Auf diesen Schulen sind auch arabische und türkische Kinder vertreten, und auch diese integrieren sich wie alle anderen.

Was Du da beschreibst, ist ein soziales Problem: Es handelt zu einem guten Teil um Kinder aus Familien, die auch im eigenen Land zur Unterschicht gehören (warum sonst hätten sie auswandern sollen?) und somit entsprechend mies sozialisiert sind - die Mentalitätsunterschiede kommen verstärkend hinzu, klar - aber sie sind nicht der alleinige Grund für die Probleme.

Du erlebst dank dieser Kinder "Ausländer" so, wie viele Mallorquiner "Deutsche" im Ballermann oder viele Tschechinnen "Deutsche" auf der E55 wahrnehmen.

Ich kann das nachvollziehen - ging mir selbst früher auch mal so, in anderem Zusammenhang - aber letztlich muß man sich immer wieder bewußt machen, daß in Deutschland z.B. rund 3 Mio Türken leben - Du hast an Deiner Schule vielleicht mal mit gerade 500 davon zu tun. Das ist nicht repräsentativ, und zudem nimmst Du selektiv nur diejenigen wahr, die unangenehm auffallen. All die vielen Ausländer, die ganz normal hier arbeiten und ihre Steuern zahlen, nimmst Du vermutlich nicht wahr - das ist aber die Mehrheit.

Man muß da sehr aufpassen. Allerdings finde ich es korrekt, daß Du die Mißstände ansprichst. Und es SIND Mißstände. Ich finde es asozial, daß die Upper Class ihre Kinder auf Privatschulen schickt, während sie der Lower Class predigt, sie solle gefälligst nicht so ausländerfeindlich sein. Ist genau wie damals bei Hoyersverda und Rostock: Die Upper Class würde niemals dulden, daß in einem ihrer feinen Wohnviertel ein Asylantenheim gebaut wird, da würde schon der Antrag mit den entsprechenden politischen Verbindungen im Keim bei der Stadtverwaltung erstickt. Jedoch scheuen diese Gutmenschen sich gleichzeitig nicht, sich über jene aufzuregen, die sich mit dem (vermeintlich) einzigen Mittel gegen dasselbe zur Wehr setzen, das ihnen bleibt: Rohe Gewalt.

Es gibt da ein gutes Buch zu diesem Thema: "Heimat Babylon", von Daniel Cohn-Bendit und Thomas Schmid - da wird die ganze Verlogenheit und vor allem die unglaubliche Ignoranz, mit der eine echte Ausländerintegration in Deutschland jahrzehntelang be- und verhindert wurde, haarklein beschrieben. Mit vielen konkreten Beispielen, und auf wirklich ausgewogene Weise.

Ich kann die Lektüre nur empfehlen, denn die Autoren kritisieren nicht nur den Status Quo, sondern zeigen anhand von positiven Fallstudien auch mögliche Wege aus der Krise auf. Teilweise mit so einfachen Mitteln, daß man sich echt am Kopf fasst.

Brooke

Gefällt mir

30. August 2004 um 10:42

Schade, dass man so etwas nicht auf der Strasse
aussprechen kann. Beschwer dich mal offiziell darüber und u giltst gleich als Nazi.

Nur weil einst der Hitlet hier herrschte bekommen gleich alle Deutsche diesen Stempel aufgerückt. Das ist schade und ich das ist ja nicht alles.

In manchen STädten kommt man sich ja schon vor, als wär man selbst Ausländer.

Die Krönung fand ich, dass ich bei einem Stadtfest nicht mal die Themen der einzelnen Stände lesen konnte, da sie auf Türkisch waren...


ist das nicht schade

Gefällt mir

30. August 2004 um 10:52

Mach ich auch...
wenn meine Kinder mal ins Schulalter kommen, werde ich mich sicher nach dem "Ausländeranteil" erkundigen. Allein aus der tatsache, daß viele Ausländerkinder in "deutsche" Schulen (das "deutsche" betone ich nicht aus Nationalitäts- sondern aus sprachlicher Sicht) eingschult werden, ohne daß sie halbwegs gängiges Deutsch sprechen. Warum bietet man den "Zugereisten" keine Deutsch-Kurse an, bzw. warum nehmen sie diese Kurse nicht an? Warum werden die Kinder nicht mit "gleichen" Voraussetzungen in die Schule geschickt?

Gefällt mir

30. August 2004 um 12:14
In Antwort auf brooke

Nicht Ausländerfeind,
sondern "Klassenfeind" müsste es eigentlich heißen.

Denn was Du da beschreibst, ist in erster Linie ein soziales Problem.

Die besten Privatschulen, wo auch Diplomaten und Upper Class-Eltern ihre Kinder hinschicken, sind INTERNATIONALE Schulen. Dort ist Multikulti ziemlich angesagt, u.a. auch weil es das mehrsprachige Aufwachsen der Kinder sehr fördert und dazu dient, sich frühzeitig interessante Netzwerke aufzubauen, die später zum beruflichen Erfolg sehr beitragen können. Auf diesen Schulen sind auch arabische und türkische Kinder vertreten, und auch diese integrieren sich wie alle anderen.

Was Du da beschreibst, ist ein soziales Problem: Es handelt zu einem guten Teil um Kinder aus Familien, die auch im eigenen Land zur Unterschicht gehören (warum sonst hätten sie auswandern sollen?) und somit entsprechend mies sozialisiert sind - die Mentalitätsunterschiede kommen verstärkend hinzu, klar - aber sie sind nicht der alleinige Grund für die Probleme.

Du erlebst dank dieser Kinder "Ausländer" so, wie viele Mallorquiner "Deutsche" im Ballermann oder viele Tschechinnen "Deutsche" auf der E55 wahrnehmen.

Ich kann das nachvollziehen - ging mir selbst früher auch mal so, in anderem Zusammenhang - aber letztlich muß man sich immer wieder bewußt machen, daß in Deutschland z.B. rund 3 Mio Türken leben - Du hast an Deiner Schule vielleicht mal mit gerade 500 davon zu tun. Das ist nicht repräsentativ, und zudem nimmst Du selektiv nur diejenigen wahr, die unangenehm auffallen. All die vielen Ausländer, die ganz normal hier arbeiten und ihre Steuern zahlen, nimmst Du vermutlich nicht wahr - das ist aber die Mehrheit.

Man muß da sehr aufpassen. Allerdings finde ich es korrekt, daß Du die Mißstände ansprichst. Und es SIND Mißstände. Ich finde es asozial, daß die Upper Class ihre Kinder auf Privatschulen schickt, während sie der Lower Class predigt, sie solle gefälligst nicht so ausländerfeindlich sein. Ist genau wie damals bei Hoyersverda und Rostock: Die Upper Class würde niemals dulden, daß in einem ihrer feinen Wohnviertel ein Asylantenheim gebaut wird, da würde schon der Antrag mit den entsprechenden politischen Verbindungen im Keim bei der Stadtverwaltung erstickt. Jedoch scheuen diese Gutmenschen sich gleichzeitig nicht, sich über jene aufzuregen, die sich mit dem (vermeintlich) einzigen Mittel gegen dasselbe zur Wehr setzen, das ihnen bleibt: Rohe Gewalt.

Es gibt da ein gutes Buch zu diesem Thema: "Heimat Babylon", von Daniel Cohn-Bendit und Thomas Schmid - da wird die ganze Verlogenheit und vor allem die unglaubliche Ignoranz, mit der eine echte Ausländerintegration in Deutschland jahrzehntelang be- und verhindert wurde, haarklein beschrieben. Mit vielen konkreten Beispielen, und auf wirklich ausgewogene Weise.

Ich kann die Lektüre nur empfehlen, denn die Autoren kritisieren nicht nur den Status Quo, sondern zeigen anhand von positiven Fallstudien auch mögliche Wege aus der Krise auf. Teilweise mit so einfachen Mitteln, daß man sich echt am Kopf fasst.

Brooke

Komisch, dass ausländische Familien...
... nur aus Unterschichten kommen (denn warum sonst hätten sie auswandern sollen????!!), aber wenn Deutsche irgendwohin auswandern, sind sie natürlich überall nur die Besten??!!

Sorry, aber da kommts mir hoch, wenn ich so etwas lese!

Grüße

Izabela


Gefällt mir

30. August 2004 um 13:35
In Antwort auf Izabela

Komisch, dass ausländische Familien...
... nur aus Unterschichten kommen (denn warum sonst hätten sie auswandern sollen????!!), aber wenn Deutsche irgendwohin auswandern, sind sie natürlich überall nur die Besten??!!

Sorry, aber da kommts mir hoch, wenn ich so etwas lese!

Grüße

Izabela


Sorry, aber da kommts mir hoch, wenn ich so etwas lese!
Vielleicht solltest Du erst mal richtig lesen lernen - dann könnte Dein Magen sich schonen.

Brooke

Gefällt mir

30. August 2004 um 15:24

Du sagst es schon richtig...
... Du entwickelst Hass gegen einzelne, die nun mal zufällig Ausländer sind.
In meinen Augen ist das kein Rassismus.
Aber es wird oft als eben jenes ausgelegt und schon steht man da und ist in einer Erklärungsnot.
Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich arbeite in einem Schulzentrum. Besonders an der Hauptschule ist der Ausländeranteil hoch. Konflikten mit ihnen gehen meine Kollegen gern aus dem Weg, weil sie sehr gewaltbereit sind. Ich weiß nicht, warum das so ist, ob das eine Frage der Erziehung, der Mentalität oder der Perspektivenlosigkeit ist.
Ich bin da wirklich ratlos!
Gesellschaftliche Phänomene spielen da sicher auch eine Rolle - nur diese Erkenntnis hilft im konkreten Fall keinem...

Gefällt mir

30. August 2004 um 21:24
In Antwort auf brooke

Nicht Ausländerfeind,
sondern "Klassenfeind" müsste es eigentlich heißen.

Denn was Du da beschreibst, ist in erster Linie ein soziales Problem.

Die besten Privatschulen, wo auch Diplomaten und Upper Class-Eltern ihre Kinder hinschicken, sind INTERNATIONALE Schulen. Dort ist Multikulti ziemlich angesagt, u.a. auch weil es das mehrsprachige Aufwachsen der Kinder sehr fördert und dazu dient, sich frühzeitig interessante Netzwerke aufzubauen, die später zum beruflichen Erfolg sehr beitragen können. Auf diesen Schulen sind auch arabische und türkische Kinder vertreten, und auch diese integrieren sich wie alle anderen.

Was Du da beschreibst, ist ein soziales Problem: Es handelt zu einem guten Teil um Kinder aus Familien, die auch im eigenen Land zur Unterschicht gehören (warum sonst hätten sie auswandern sollen?) und somit entsprechend mies sozialisiert sind - die Mentalitätsunterschiede kommen verstärkend hinzu, klar - aber sie sind nicht der alleinige Grund für die Probleme.

Du erlebst dank dieser Kinder "Ausländer" so, wie viele Mallorquiner "Deutsche" im Ballermann oder viele Tschechinnen "Deutsche" auf der E55 wahrnehmen.

Ich kann das nachvollziehen - ging mir selbst früher auch mal so, in anderem Zusammenhang - aber letztlich muß man sich immer wieder bewußt machen, daß in Deutschland z.B. rund 3 Mio Türken leben - Du hast an Deiner Schule vielleicht mal mit gerade 500 davon zu tun. Das ist nicht repräsentativ, und zudem nimmst Du selektiv nur diejenigen wahr, die unangenehm auffallen. All die vielen Ausländer, die ganz normal hier arbeiten und ihre Steuern zahlen, nimmst Du vermutlich nicht wahr - das ist aber die Mehrheit.

Man muß da sehr aufpassen. Allerdings finde ich es korrekt, daß Du die Mißstände ansprichst. Und es SIND Mißstände. Ich finde es asozial, daß die Upper Class ihre Kinder auf Privatschulen schickt, während sie der Lower Class predigt, sie solle gefälligst nicht so ausländerfeindlich sein. Ist genau wie damals bei Hoyersverda und Rostock: Die Upper Class würde niemals dulden, daß in einem ihrer feinen Wohnviertel ein Asylantenheim gebaut wird, da würde schon der Antrag mit den entsprechenden politischen Verbindungen im Keim bei der Stadtverwaltung erstickt. Jedoch scheuen diese Gutmenschen sich gleichzeitig nicht, sich über jene aufzuregen, die sich mit dem (vermeintlich) einzigen Mittel gegen dasselbe zur Wehr setzen, das ihnen bleibt: Rohe Gewalt.

Es gibt da ein gutes Buch zu diesem Thema: "Heimat Babylon", von Daniel Cohn-Bendit und Thomas Schmid - da wird die ganze Verlogenheit und vor allem die unglaubliche Ignoranz, mit der eine echte Ausländerintegration in Deutschland jahrzehntelang be- und verhindert wurde, haarklein beschrieben. Mit vielen konkreten Beispielen, und auf wirklich ausgewogene Weise.

Ich kann die Lektüre nur empfehlen, denn die Autoren kritisieren nicht nur den Status Quo, sondern zeigen anhand von positiven Fallstudien auch mögliche Wege aus der Krise auf. Teilweise mit so einfachen Mitteln, daß man sich echt am Kopf fasst.

Brooke

Hallo brooke,
ich habe mir heute das Buch bestellt, vielen Dank für den Vorschlag, bin sehr gespannt.
Gruß, finki1.

Gefällt mir

31. August 2004 um 12:17
In Antwort auf brooke

Sorry, aber da kommts mir hoch, wenn ich so etwas lese!
Vielleicht solltest Du erst mal richtig lesen lernen - dann könnte Dein Magen sich schonen.

Brooke

Und noch einmal
Das hast ja Du geschrieben, also anscheinend kannst Du nicht schreiben oder Du kannst Dich nicht erinnern, was Du geschrieben hast:

"Was Du da beschreibst, ist ein soziales Problem: Es handelt zu einem guten Teil um Kinder aus Familien, die auch im eigenen Land zur Unterschicht gehören (warum sonst hätten sie auswandern sollen?) und somit entsprechend mies sozialisiert sind - die Mentalitätsunterschiede kommen verstärkend hinzu, klar - aber sie sind nicht der alleinige Grund für die Probleme."

Grüße

Izabela

Gefällt mir

31. August 2004 um 14:00
In Antwort auf Izabela

Und noch einmal
Das hast ja Du geschrieben, also anscheinend kannst Du nicht schreiben oder Du kannst Dich nicht erinnern, was Du geschrieben hast:

"Was Du da beschreibst, ist ein soziales Problem: Es handelt zu einem guten Teil um Kinder aus Familien, die auch im eigenen Land zur Unterschicht gehören (warum sonst hätten sie auswandern sollen?) und somit entsprechend mies sozialisiert sind - die Mentalitätsunterschiede kommen verstärkend hinzu, klar - aber sie sind nicht der alleinige Grund für die Probleme."

Grüße

Izabela

Eben,
da steht weder, dass Ausländerkinder "nur" aus Unterschichten stammen, noch dass Deutsche im Ausland die Grössten sind.

Du hattet mir beides unterstellt - und somit bleibe ich dabei:

Lern lesen.

Und vor allem: Verstehen, was Du liest.

Brooke

Gefällt mir

31. August 2004 um 14:07

Mir fällt da noch was auf:
Wie kommt es, dass "die Ausländer" offenbar in geschlossenen Gruppen auftreten und entsprechend stark agieren... während Deutsche als "unscheinbar", "schüchtern" "auf der Strecke bleiben", im Unterricht?

Wieso schliessen sich die deutschen Schüler nicht zusammen? Gemeinsam wären sie immer noch eine grosse und starke Gruppe.

Sind sie trotz allem zu egoistisch dazu?

Ich finde, letztlich bekommt jedes Volk, was es verdient...

Brooke

Gefällt mir

31. August 2004 um 14:15
In Antwort auf brooke

Mir fällt da noch was auf:
Wie kommt es, dass "die Ausländer" offenbar in geschlossenen Gruppen auftreten und entsprechend stark agieren... während Deutsche als "unscheinbar", "schüchtern" "auf der Strecke bleiben", im Unterricht?

Wieso schliessen sich die deutschen Schüler nicht zusammen? Gemeinsam wären sie immer noch eine grosse und starke Gruppe.

Sind sie trotz allem zu egoistisch dazu?

Ich finde, letztlich bekommt jedes Volk, was es verdient...

Brooke

Antwortversuch:
weil aus jedem Auflehnen gegenüber einem "Ausländer" ein Staatsstück gemacht wird. Nun stelle man sich vor, es würde sich eine ganze Klasse oder gar Schule in irgendeinster Weise gegen "Ausländer" auflehnen! In deutschland muß man "Ausländer" mit Samthandschuhen anpacken, aber nicht wegen der "Ausländer" ansich, sonder wegen der deutschen Geschichte. Man wird doch gleich als NAZI abgestempelt.

Gefällt mir

31. August 2004 um 14:22
In Antwort auf flyingkat

Antwortversuch:
weil aus jedem Auflehnen gegenüber einem "Ausländer" ein Staatsstück gemacht wird. Nun stelle man sich vor, es würde sich eine ganze Klasse oder gar Schule in irgendeinster Weise gegen "Ausländer" auflehnen! In deutschland muß man "Ausländer" mit Samthandschuhen anpacken, aber nicht wegen der "Ausländer" ansich, sonder wegen der deutschen Geschichte. Man wird doch gleich als NAZI abgestempelt.

Ach herrje,
es geht doch nicht darum, dass eine Klasse oder Schule sich generell gegen "Ausländer" auflehnen soll.

Es geht um folgendes:

Da kommt eine Gruppe von - sagen wir mal - 5 Ausländern auf dem Schulhof drohend auf Dich zu. Warum stehst Du da noch allein?

Warum stürzen nicht sofort 10 Deutsche zu Dir rüber und stellen sich zu Dir - erst mal, ohne was zu unternehmen?

Warum halten die zusammen - wir aber nicht?

Brooke

Gefällt mir

31. August 2004 um 15:15

Was mich an der gesamten diskussion stört
ist die bezeichnung "ausländer"

für mich ist grundsätzlich jemand, der in deutschland wohnt, ein "mitbewohner" von mir aus mit dem zusatz "anderer nationalität"

kein amerikaner/südafrikaner würde sich als "ausländer" bezeichen und sie sinds nach eurer defination alle

und was auch interessant ist, wenn ich als amerikaner/weisser südafrikaner etc. in deutschland bin, werde ich auch nicht als "ausländer" wahrgenommen.

aber auch ich mein "schubladen denken oder einteilung" und das gliedert sich in taugen oder nichtstaugen.

jemand, der seinen lebensunterhalt durch eigene kraft bestreitet bzw. alles mögliche versucht, das dem so ist, der "taugt was"

jemand der nicht bereit dazu ist, der "taugt nichts"

und da spielt die nationalität und herkunft keine rolle

gruss

heimwerkerin

Gefällt mir

31. August 2004 um 21:15
In Antwort auf brooke

Mir fällt da noch was auf:
Wie kommt es, dass "die Ausländer" offenbar in geschlossenen Gruppen auftreten und entsprechend stark agieren... während Deutsche als "unscheinbar", "schüchtern" "auf der Strecke bleiben", im Unterricht?

Wieso schliessen sich die deutschen Schüler nicht zusammen? Gemeinsam wären sie immer noch eine grosse und starke Gruppe.

Sind sie trotz allem zu egoistisch dazu?

Ich finde, letztlich bekommt jedes Volk, was es verdient...

Brooke

Hallo brooke,
ich weiß nicht, ob "egoistisch" im Zusammenhang mit dem Verhalten der deutschen Kinder und Jugendlichen richtig ist. Es ist leider sehr oft so, dass innerhalb der "deutschen Schüler" auch eine gewisse Rangordnung existiert, kennen wir wohl alle noch aus der Schulzeit, und sie sich eben nicht geschlossen vor einen einzelnen stellen. Viele sind auch froh, dass nicht gerade sie das Opfer sind und verhalten sich besonders unauffällig, haben z.T. auch Angst. Es ist ja in meinem Fall auch nicht so, dass ständig eine Gruppe von "Ausländern" über den Schulhof marschiert und einen einzelnen angreift. Das geht alles viel geschickter von statten, mit verbalen Drohungen, Erpessung und Einschüchterung! Vieles wissen weder Lehrer noch Eltern, weil aus Angst vor den Folgen meist geschwiegen wird. Die "ausländischen" Schüler sind in ihrem Auftreten häufig sehr dominant, sie nehmen sich bestimmte Dinge heraus, weil sie aus Erfahrungen wissen, dass die Konsequenzen lächerlich ausfallen und fordern damit verstärkt die Aufmerksamkeit der Lehrer. Einige erzählen übrigens immer mal wieder, wie die Erziehungsmethoden an den Schulen ihrer Herkunftsländer sind (harte Strafen bis zur körperlichen Züchtigung) und da muss es ihnen in Deutschlands Schulen ja geradezu paradisisch vorkommen. Eltern sagen auch immer mal wieder:"Warum hauen sie meinem Sohn/meiner Tochter nicht mal ordentlich hinter die Ohren?" Na toll, wenn das als letztes Mittel bleiben soll?!
Gruß, finki.

Gefällt mir

31. August 2004 um 21:21
In Antwort auf heimwerkerin

Was mich an der gesamten diskussion stört
ist die bezeichnung "ausländer"

für mich ist grundsätzlich jemand, der in deutschland wohnt, ein "mitbewohner" von mir aus mit dem zusatz "anderer nationalität"

kein amerikaner/südafrikaner würde sich als "ausländer" bezeichen und sie sinds nach eurer defination alle

und was auch interessant ist, wenn ich als amerikaner/weisser südafrikaner etc. in deutschland bin, werde ich auch nicht als "ausländer" wahrgenommen.

aber auch ich mein "schubladen denken oder einteilung" und das gliedert sich in taugen oder nichtstaugen.

jemand, der seinen lebensunterhalt durch eigene kraft bestreitet bzw. alles mögliche versucht, das dem so ist, der "taugt was"

jemand der nicht bereit dazu ist, der "taugt nichts"

und da spielt die nationalität und herkunft keine rolle

gruss

heimwerkerin

Schön,
mal wieder von dir zu hören!!!
Die Jugendlichen, die ich täglich erlebe, bezeichnen sich selber als "Ausländer", sie sind stolz darauf, denn sie haben erfahren, dass gegenüber den anderen schon der Begriff eine potenzielle Bedrohlichkeit ausdrückt.

Gefällt mir

3. September 2004 um 9:56
In Antwort auf brooke

Eben,
da steht weder, dass Ausländerkinder "nur" aus Unterschichten stammen, noch dass Deutsche im Ausland die Grössten sind.

Du hattet mir beides unterstellt - und somit bleibe ich dabei:

Lern lesen.

Und vor allem: Verstehen, was Du liest.

Brooke

Tja, vielleicht solltest...
Du Dich auch nicht so "intelligent" ausdrücken

Grüße

Izabela

Gefällt mir

3. September 2004 um 10:08
In Antwort auf Izabela

Tja, vielleicht solltest...
Du Dich auch nicht so "intelligent" ausdrücken

Grüße

Izabela

Tja,
vielleicht solltest Du neben dem Lesen auch noch lernen, Fehler zuzugeben.

Du hast Brooke persönlich angegriffen und ihr Dinge unterstellt, die sie so nie gesagt hat - mehrfach.

Und dann reagierst Du auch noch künstlich pikiert, weil sie Dich mit der Nase in diesen selbstgemachten Haufen hineinstößt.

Meiner Meinung nach hast Du Dich für die Diskussion hier völlig disqualifiziert.

Übrigens teile ich Brookes Meinung:
Es handelt sich nicht um ein "Ausländer-", sondern um ein soziales Problem.

Denn tatsächlich tritt es an internationalen Privatschulen nicht auf, sondern überwiegend an Sonder-, Haupt- und mittlerweile auch an Realschulen. Auch auf Gymnasien ist es eher selten, allerdings ist das nicht vergleichbar, weil es dort per se einen kleineren Ausländeranteil gibt, als an den niederen Schulformen.

Werner

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Diskussionen dieses Nutzers

  • Gesundheitsausweis

    8. Juni 2005 um 14:23

  • Arbeitsplatz Irland

    6. Dezember 2004 um 16:01

  • Hilfe,zu hohe Anforderungen?

    11. August 2004 um 8:22

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen