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Aufstieg macht mir Probleme

13. September 2004 um 8:28

Hallo.Ich habe ein Problem.Mir wurde ab Oktober die stelle als stellv.Fillialleitung angeboten.Ich habe natürlich die chance genutzt und zugesagt.Blos leider habe ich dabei eins vergessen ,das ich dann für meine jetzigen Kollegen Vorgesetzte bin.sie werden sich warscheinlich nicht ohne weiteres sich was sagen lassen.Es werden auch Neider kommen.Nicht alle wissen das ich den Posten bekommen habe oder werde.Ich habe ein halbes Jahr mit den Leuten als kollegen gearbeitet.Teilweise haben sich auch Freundschaften entwickelt und jetzt auf einmal muss ich den Boss raushängen lassen.Was ist wenn ich dämliche Bemerkungen zu hören bekomme.Was ist wenn ich mich diesbezüglich nicht durchsetzen kann.Hat schon jemand Erfahrung damit gemacht?Ihr würdet mir sehr helfen.

Lg

13. September 2004 um 8:56

Hallo
Habe zwar keine Erfahrungen mit sowas gemacht, aber ich kann deine Zweifel gut verstehen.
Dennoch denke ich, dass du einfach wissen musst, was dein Ziel ist. Arbeitest du, um neue Freunde zu finden oder um deinen Weg zu gehen??? Sicherlich wird es Neider und dumme Sprüche geben oder "Rebellen" , aber du bist die Bossin und hast das sagen. Punkt. Und wer meint, dir deswegen die Freundschaft kündigen zu müssen ist meines Erachtens ein ganz armer Mensch. Auf solche Freundschaften kann man auch pfeiffen. Setz dich durch und bleib fair. Man kann es sowieso nie allen Recht machen und von allen gemocht werden. Vielleicht läuft ja auch alles bestens. Muss man einfach mal abwarten.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

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13. September 2004 um 9:26
In Antwort auf snakee

Hallo
Habe zwar keine Erfahrungen mit sowas gemacht, aber ich kann deine Zweifel gut verstehen.
Dennoch denke ich, dass du einfach wissen musst, was dein Ziel ist. Arbeitest du, um neue Freunde zu finden oder um deinen Weg zu gehen??? Sicherlich wird es Neider und dumme Sprüche geben oder "Rebellen" , aber du bist die Bossin und hast das sagen. Punkt. Und wer meint, dir deswegen die Freundschaft kündigen zu müssen ist meines Erachtens ein ganz armer Mensch. Auf solche Freundschaften kann man auch pfeiffen. Setz dich durch und bleib fair. Man kann es sowieso nie allen Recht machen und von allen gemocht werden. Vielleicht läuft ja auch alles bestens. Muss man einfach mal abwarten.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

In dem Punkt....
....hast du vollkommen Recht.Mann ist dort um zu arbeiten.Es wird warscheinlich sehr schwierig aber die Chance bekommt mann nun nicht alle Tage.Ich habe trotzdem etwas Angst.Es werden warscheinlich zich Streitereien folgen.

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13. September 2004 um 12:53
In Antwort auf hexe135

In dem Punkt....
....hast du vollkommen Recht.Mann ist dort um zu arbeiten.Es wird warscheinlich sehr schwierig aber die Chance bekommt mann nun nicht alle Tage.Ich habe trotzdem etwas Angst.Es werden warscheinlich zich Streitereien folgen.

Nicht notwendigerweise!
Es kommt doch darauf an, dass du eben gerade *nicht* den Boss raushaengen laesst, sondern deine Autoritaet auf Kompetenz basiert. Man kann durchaus befreundet sein mit Untergebenen, die befolgen doch gern Anweisungen, wenn sie merken, dass du bessere Entscheidungen triffst, groessere Fachkenntnis hast, usw. und ihnen dadurch ihre Arbeit erfolgreicher und befriedigender gestaltest.



n

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13. September 2004 um 13:31
In Antwort auf nathan

Nicht notwendigerweise!
Es kommt doch darauf an, dass du eben gerade *nicht* den Boss raushaengen laesst, sondern deine Autoritaet auf Kompetenz basiert. Man kann durchaus befreundet sein mit Untergebenen, die befolgen doch gern Anweisungen, wenn sie merken, dass du bessere Entscheidungen triffst, groessere Fachkenntnis hast, usw. und ihnen dadurch ihre Arbeit erfolgreicher und befriedigender gestaltest.



n

Oh
Also der Meinung bin ich nun gerade nicht, ich glaube absolut nicht, daß man als Vorgesetzter mit Mitarbeitern befreundet sein kann. Das mag alles so lange klappen, wie es keine Probleme gibt, aber Du mußt auch bedenken, daß sich eine Abmahnung oder eine Kündigung deutlich leichter aussprechen läßt, wenn keine persönlichen Gefühle im Spiel sind, 'Sie Idiot' sagt sich leichter als 'Du Idiot'. Ein Vorgesetzter muß immer objaktiv und neutral bleiben und darf sich nicht von Privatem beeinflussen lassen, denk auch mal daran.

Ich kenne das Problem mit dem 'plötzlich Vorgesetzter' übrigens auch, aus einer vermutlich noch schwierigeren Situation heraus. Ich habe nach dem Studium im Familienbetrieb angefangen zu arbeiten, von Anfang an auf Leitungsebene, und war plötztlich damit konfrontiert, die Vorgesetzte von Leuten zu sein, die teilweise mehr als doppelt so alt waren wie ich, bei einigen hatte ich als Kind, wenn ich Papa auf der Arbeit besucht habe, auf dem Schoß gesessen und habe den Schreibtisch vollgemalt. Das war hammerhart sich da reinzufinden, letztlich klappt es nur, wenn man über solche Unsicherheiten hinweggeht und eben einfach macht.
Ich habe damals auch einmal den Fehler gemacht, mich mit einer Mitarbeiterin, die zeitgleich mit mir angefangen hatte zu arbeiten und mit mir in einem Büro saß, etwas anzufreunden. Ich mochte sie wirklich gern, und es ist mir unendlich schwer gefallen, dann nach einem knappen Jahr eine ganze Weile vor ihr verheimlichen zu müssen, daß ihre betriebsbedingte Kündigung schon in meiner Schublade lag und im Anschluß daran auch bei dem Kündigungsgespräch dabei sein zu müssen sowie den Kündigungsschutzprozeß gegen sie führen zu müssen, ich war sogar ganz allein bei Gericht in dieser Sache. Diese Lektion habe ich echt gelernt, den Fehler mache ich nicht noch einmal. Ich unterhalte mich nett mit allen, lasse aber nichts mehr an mich rankommen, ist in meinen Augen ein großer Fehler.

kleineente

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13. September 2004 um 13:46
In Antwort auf kleineente

Oh
Also der Meinung bin ich nun gerade nicht, ich glaube absolut nicht, daß man als Vorgesetzter mit Mitarbeitern befreundet sein kann. Das mag alles so lange klappen, wie es keine Probleme gibt, aber Du mußt auch bedenken, daß sich eine Abmahnung oder eine Kündigung deutlich leichter aussprechen läßt, wenn keine persönlichen Gefühle im Spiel sind, 'Sie Idiot' sagt sich leichter als 'Du Idiot'. Ein Vorgesetzter muß immer objaktiv und neutral bleiben und darf sich nicht von Privatem beeinflussen lassen, denk auch mal daran.

Ich kenne das Problem mit dem 'plötzlich Vorgesetzter' übrigens auch, aus einer vermutlich noch schwierigeren Situation heraus. Ich habe nach dem Studium im Familienbetrieb angefangen zu arbeiten, von Anfang an auf Leitungsebene, und war plötztlich damit konfrontiert, die Vorgesetzte von Leuten zu sein, die teilweise mehr als doppelt so alt waren wie ich, bei einigen hatte ich als Kind, wenn ich Papa auf der Arbeit besucht habe, auf dem Schoß gesessen und habe den Schreibtisch vollgemalt. Das war hammerhart sich da reinzufinden, letztlich klappt es nur, wenn man über solche Unsicherheiten hinweggeht und eben einfach macht.
Ich habe damals auch einmal den Fehler gemacht, mich mit einer Mitarbeiterin, die zeitgleich mit mir angefangen hatte zu arbeiten und mit mir in einem Büro saß, etwas anzufreunden. Ich mochte sie wirklich gern, und es ist mir unendlich schwer gefallen, dann nach einem knappen Jahr eine ganze Weile vor ihr verheimlichen zu müssen, daß ihre betriebsbedingte Kündigung schon in meiner Schublade lag und im Anschluß daran auch bei dem Kündigungsgespräch dabei sein zu müssen sowie den Kündigungsschutzprozeß gegen sie führen zu müssen, ich war sogar ganz allein bei Gericht in dieser Sache. Diese Lektion habe ich echt gelernt, den Fehler mache ich nicht noch einmal. Ich unterhalte mich nett mit allen, lasse aber nichts mehr an mich rankommen, ist in meinen Augen ein großer Fehler.

kleineente

Es kommt...
... sicherlich auf die Art der Taetigkeit und die Motivation der Mitarbeiter an. Wenn die Fluktuation im Unternehmen sehr hoch ist und der Kontakt zwischen Vorgesetzten und Untergebenen sich wirklich nur auf einfache Anweisungen beschraenkt - bitte.

Aber in einem erfolgreichen Team mit flachen Hierarchien, in dem der Vorgesetzte letztendlich niemand anderes ist als der kompetenteste Mitarbeiter, sieht das ganz anders aus. In jedem nur ein bisschen groesserem Unternehmen traegt die Personalverantwortung (z.B. also fuer Entlassungen usw.) sowieso nicht der fachliche Vorgesetzte, sondern die Personalabteilung. Sicher muss man Berichte schreiben usw. ueber Untergebene, und man kann nicht mit jedem befreundet sein. Aber eine menschliche, persoenliche Atmosphaere auch im Unternehmen schafft zufriedenere Mitarbeiter und groesseren Erfolg.

Ausserdem seh' ich nicht ein, warum man sich der kalten Macht des Marktes so unterwerfen soll...

Gerade die Balance zwischen persoenlicher Naehe und Autoritaet macht eine gute Fuehrungspersoenlichkeit aus, man muss nicht verhasst sein bei seinen Mitarbeitern, um ein guter Vorgesetzter zu sein. Wenn's nur so geht, hat man die falsche Stelle, ganz einfach.

In meinem Team bei HP (wo ich Praktikum gemacht hab), war das "Du" voellig selbstverstaendlich, und der Abteilungsleiter hat freitags ne Flasche Wein aufgemacht. Wenn's um Geld ging oder jemand Probleme hatte, konnte der Typ ohne weiteres ernst werden und hat einfach aufgrund seiner ueberragenden Kompetenz Autoritaet ausgestrahlt - wenn ich mal Verantwortung uebernehme, dann nur so, niemals aufgrund eines Titels oder einer Anrede.



n

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13. September 2004 um 14:01
In Antwort auf nathan

Es kommt...
... sicherlich auf die Art der Taetigkeit und die Motivation der Mitarbeiter an. Wenn die Fluktuation im Unternehmen sehr hoch ist und der Kontakt zwischen Vorgesetzten und Untergebenen sich wirklich nur auf einfache Anweisungen beschraenkt - bitte.

Aber in einem erfolgreichen Team mit flachen Hierarchien, in dem der Vorgesetzte letztendlich niemand anderes ist als der kompetenteste Mitarbeiter, sieht das ganz anders aus. In jedem nur ein bisschen groesserem Unternehmen traegt die Personalverantwortung (z.B. also fuer Entlassungen usw.) sowieso nicht der fachliche Vorgesetzte, sondern die Personalabteilung. Sicher muss man Berichte schreiben usw. ueber Untergebene, und man kann nicht mit jedem befreundet sein. Aber eine menschliche, persoenliche Atmosphaere auch im Unternehmen schafft zufriedenere Mitarbeiter und groesseren Erfolg.

Ausserdem seh' ich nicht ein, warum man sich der kalten Macht des Marktes so unterwerfen soll...

Gerade die Balance zwischen persoenlicher Naehe und Autoritaet macht eine gute Fuehrungspersoenlichkeit aus, man muss nicht verhasst sein bei seinen Mitarbeitern, um ein guter Vorgesetzter zu sein. Wenn's nur so geht, hat man die falsche Stelle, ganz einfach.

In meinem Team bei HP (wo ich Praktikum gemacht hab), war das "Du" voellig selbstverstaendlich, und der Abteilungsleiter hat freitags ne Flasche Wein aufgemacht. Wenn's um Geld ging oder jemand Probleme hatte, konnte der Typ ohne weiteres ernst werden und hat einfach aufgrund seiner ueberragenden Kompetenz Autoritaet ausgestrahlt - wenn ich mal Verantwortung uebernehme, dann nur so, niemals aufgrund eines Titels oder einer Anrede.



n

Um noch...
... ein Beispiel anzubringen: Ich hab zwei Jahre in nem kleinen Unternehmen halbtags gearbeitet und war da auch "Vorgesetzter" fuer ein paar Praktikanten und Fachinformatiker... Mit denen bin ich auch saufen gegangen und natuerlich haben wir uns gedutzt... Trotzdem haben sie gemacht was ich gesagt hab, weil klar war, wer sich besser auskennt - die wollen ja auch vorwaertskommen und sind dankbar fuer Hilfe.

Als wir einen entlassen mussten, hat das natuerlich *mein* Boss abgefangen, ich hatte damit nichts zu tun. Also zwei Hierarchien kann man schon schwieriger ueberspringen, natuerlich...

Einmal hatten wir auch nen 45jaehrigen Programmierer da, der zwar auch gemacht hab was ich gesagt hab, aber immer beim "Sie" geblieben ist. Dadurch hat er sich aber auch offensichtlich isoliert vom Rest, ist halt um 4 gegangen, obwohl er alleinstehend war und noch was zu tun war... Dafuer kann man Verstaendnis haben, wenn man jemanden kennt und die persoenliche Situation usw., aber nicht, wenn da so eine Kaelte herrscht. Er war ganz einfach unmotiviert und hat den Job nur abgerissen - konnten wir nicht brauchen.

Was das "Sie" und das "Du" angeht - wie laeuft das wohl in UK und US? Schliesslich laeuft deren Wirtschaft besser als unsre, und die reden sich prinzipiell mit dem Vornamen an und entlassen sich staendig gegenseitig.

Dieser Stress im Job, diese Kaelte und diese Ellenbogen in D ruehren nur von der hohen Arbeitslosigkeit her, nicht von einem "natuerlichen" Verhaeltnis zwischen Boss und "Untergebenem".



n

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13. September 2004 um 21:21

Teamarbeit
Hallo! Da muß ich mich nathan anschließen! Ich war bevor ich in Erziehungsurlaub ging Filialleitung einer Drogeriemarktkette und ich bin die jüngste Mitarbeiterin in dieser Filiale gewesen.Das ist absolut kein Problem wenn man das nötige Fachwissen besitzt! Es ist in diesen Filialbetrieben gar nicht mal so sehr gewünscht einen auf

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13. September 2004 um 21:24
In Antwort auf anja1979

Teamarbeit
Hallo! Da muß ich mich nathan anschließen! Ich war bevor ich in Erziehungsurlaub ging Filialleitung einer Drogeriemarktkette und ich bin die jüngste Mitarbeiterin in dieser Filiale gewesen.Das ist absolut kein Problem wenn man das nötige Fachwissen besitzt! Es ist in diesen Filialbetrieben gar nicht mal so sehr gewünscht einen auf

Hälfte hat gefehlt sorry...
...Boss zu machen, Teamarbeit ist gefragt!
Ich bin immer gut damit gefahren auch freundschaftlich mit den Mitarbeitern umzugehen, auch mal wegzugehen, denn in lockerer Athmosphäre lassen sich manche Probleme sogar besser besprechen und alle sehen das man auch nur ein Mensch ist....

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13. September 2004 um 22:04

Hallo Hexe!
Solange du dich im Umgang mit den ehemaligen Kollegen nicht total veränderst, muss es doch nicht zwangsläufig zu Sticheleien kommen. Vielleicht sind sie auch froh, einen Vorgesetzten aus den eigenen Reihen zu bekommen, der die täglichen Belastungen aus eigener Erfahrung kennt und ihre persönlichen Dinge!? Versuche einfach gerecht und objektiv zu bleiben, dann wird sich bestimmt auch schnell zeigen, was die entstandenen Freundschaften wert sind!
LG, finki.

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14. September 2004 um 8:50
In Antwort auf nathan

Um noch...
... ein Beispiel anzubringen: Ich hab zwei Jahre in nem kleinen Unternehmen halbtags gearbeitet und war da auch "Vorgesetzter" fuer ein paar Praktikanten und Fachinformatiker... Mit denen bin ich auch saufen gegangen und natuerlich haben wir uns gedutzt... Trotzdem haben sie gemacht was ich gesagt hab, weil klar war, wer sich besser auskennt - die wollen ja auch vorwaertskommen und sind dankbar fuer Hilfe.

Als wir einen entlassen mussten, hat das natuerlich *mein* Boss abgefangen, ich hatte damit nichts zu tun. Also zwei Hierarchien kann man schon schwieriger ueberspringen, natuerlich...

Einmal hatten wir auch nen 45jaehrigen Programmierer da, der zwar auch gemacht hab was ich gesagt hab, aber immer beim "Sie" geblieben ist. Dadurch hat er sich aber auch offensichtlich isoliert vom Rest, ist halt um 4 gegangen, obwohl er alleinstehend war und noch was zu tun war... Dafuer kann man Verstaendnis haben, wenn man jemanden kennt und die persoenliche Situation usw., aber nicht, wenn da so eine Kaelte herrscht. Er war ganz einfach unmotiviert und hat den Job nur abgerissen - konnten wir nicht brauchen.

Was das "Sie" und das "Du" angeht - wie laeuft das wohl in UK und US? Schliesslich laeuft deren Wirtschaft besser als unsre, und die reden sich prinzipiell mit dem Vornamen an und entlassen sich staendig gegenseitig.

Dieser Stress im Job, diese Kaelte und diese Ellenbogen in D ruehren nur von der hohen Arbeitslosigkeit her, nicht von einem "natuerlichen" Verhaeltnis zwischen Boss und "Untergebenem".



n

Hallo Nathan!
Muß Dir jetzt auch mal widersprechen...

Ich denke, es ist ein großer Unterschied, ob in einem größeren Unternehmen offensichtliche Hierarchien herrschen und die Personen, mit der größten Kompetenz am Ruder sind, oder ob von Einzelhandel, Krankenhäusern o.ä. die Rede ist.
Außerdem muß man, meiner Meinung nach, zwischen "Frauenjobs" und "Männerjobs" unterscheiden. So schade das auch ist...

Männer akzeptieren oft (aber auch nicht immer), wenn jemand aus ihren Reihen plötzlich Vorgesetzter wird.
Im Allgemeinen ist es aber so, daß jemand für eine Führungsposition von außen geholt wird, um die Akzeptanz zu erhöhen und genau die von Hexe befüchteten Probleme nicht entstehen.

Männer erledigen ihre Jobs zumeist dennoch gleichbleibend, auch wenn sie den neuen Vorgesetzen nicht annehmen.

Bei Frauen sieht das anders aus!

Eine 60jährige Schuhfachverkäuferin läßt sich von einer 23jährigen Handelsassistentin, die ihr vor die Nase gesetzt wird und vielleicht sogar den praktischen Teil ihrer Ausbildung in der Filiale gemacht hat, gar nichts sagen!
Da stehen Alter und Berufserfahrung gegen Jugend und wenig Erfahrung.

Die 60jährige hat vielleicht sogar selber 10 Jahre eine Filiale geleitet, bis jemand beschlossen hat, für Filialleitungen dieses Unternehmens eine spezielle Ausbildung zu fordern, so daß sie diesen Job wieder abgeben mußte. Ihre schulische Ausbildung hat vielleicht nicht gereicht, um die weiterführende Ausbildung nachzuholen, nun bekommt sie "junge Hüpfer" vor die Nase gesetzt!

Diese Mitarbeiterin wird evtl. die Mitarbeit verweigern, ihre Arbeit nicht erledigen, Trotzreaktionen zeigen, im schlimmsten Fall sogar sabotieren.
Aufgrund ihres Alters wird man sie aber nicht kündigen, die Filiale wird unproduktiv, die junge Filialleitung bekommt Druck von allen Seiten, das Arbeitsklima wird unerträglich,...

Mitunter wird eine Filialleitung auch gar nicht aufgrund ihrer besonderen Kompetenz ausgewählt, sondern, weil "einer den Job machen muß und der Chef jemanden bevorzugt".
Dann sieht die Lage noch schlimmer aus.

In Krankenhäusern siehts mit der "stellvertretenden Stationsleitung" oft ähnlich aus.
Mitarbeiterin x hat 15 Jahre Berufserfahrung, war aber 3 Jahre im Erziehungsurlaub, kommt wieder und bekommt Küken y, frisch aus der Ausbildung, vor die Nase gesetzt.

Küken y wurstelt an den Dienstplänen mit herum und teilt Mitarbeiterin (und Mutter) x dauernd für Tagschichten am Wochenende ein oder drückt ihr Nachtschichten unter der Woche aufs Auge, obwohl es andere Absprachen gab.
Küken y will es eben allen recht machen und versucht, nach ihrem Gerechtigkeitssinn einzuteilen.
Mitarbeiterin x wird stinksauer, unzufrieden, erkrank öfter,...

Positonen von Vorgesetzten werden oft nicht nach Kompetenz besetzt und selbst wenn, kann das schon zu Problemen führen.
Ich finde es vernünftig, wenn man sich Gedanken darüber macht, bevor man so einen Job antritt und sich überlegt, wie man die neue Aufgabe gestalten will.

Mag sein, daß solche Dinge in anderen Ländern besser funktionieren, aber hierzulande, vor allem da, wo viele Frauen aufeinandertreffen, klappt das nicht immer so reibungslos.

Zu sagen "Du wirst schon besser sein und wirst schon die passende Autorität ausstrahlen, mach dir mal keine Sorgen.", halte ich für Augenwischerei.

Grüßle, harter Kern

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14. September 2004 um 9:55

Es sind wirklich....
sehr viele unterschiedliche Meinungen.Es ist eine kleine filliale.Insgesamt bisher nur 10 mitarbeiter.Es kommen aber neue dazu.Es sind auch fast nur Frauen.Ich bin 25 Jahre alt,also einer mit der jüngsten dort.Ich kann doch aber nicht von heute auf morgen mein Verhalten verändern.Noch bin ich bis Oktober normale Mitarbeiterin.Gestern haben mich meine kollegen schon gefragt "ob mit mir was nicht stimmt".Ich versuche jetzt schon Abstand zu gewinnen.Ob das richtig ist?Ich muss im Interesse der Firma handeln und der Mitarbeiter.

lg Hexe

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14. September 2004 um 10:39
In Antwort auf harterkern

Hallo Nathan!
Muß Dir jetzt auch mal widersprechen...

Ich denke, es ist ein großer Unterschied, ob in einem größeren Unternehmen offensichtliche Hierarchien herrschen und die Personen, mit der größten Kompetenz am Ruder sind, oder ob von Einzelhandel, Krankenhäusern o.ä. die Rede ist.
Außerdem muß man, meiner Meinung nach, zwischen "Frauenjobs" und "Männerjobs" unterscheiden. So schade das auch ist...

Männer akzeptieren oft (aber auch nicht immer), wenn jemand aus ihren Reihen plötzlich Vorgesetzter wird.
Im Allgemeinen ist es aber so, daß jemand für eine Führungsposition von außen geholt wird, um die Akzeptanz zu erhöhen und genau die von Hexe befüchteten Probleme nicht entstehen.

Männer erledigen ihre Jobs zumeist dennoch gleichbleibend, auch wenn sie den neuen Vorgesetzen nicht annehmen.

Bei Frauen sieht das anders aus!

Eine 60jährige Schuhfachverkäuferin läßt sich von einer 23jährigen Handelsassistentin, die ihr vor die Nase gesetzt wird und vielleicht sogar den praktischen Teil ihrer Ausbildung in der Filiale gemacht hat, gar nichts sagen!
Da stehen Alter und Berufserfahrung gegen Jugend und wenig Erfahrung.

Die 60jährige hat vielleicht sogar selber 10 Jahre eine Filiale geleitet, bis jemand beschlossen hat, für Filialleitungen dieses Unternehmens eine spezielle Ausbildung zu fordern, so daß sie diesen Job wieder abgeben mußte. Ihre schulische Ausbildung hat vielleicht nicht gereicht, um die weiterführende Ausbildung nachzuholen, nun bekommt sie "junge Hüpfer" vor die Nase gesetzt!

Diese Mitarbeiterin wird evtl. die Mitarbeit verweigern, ihre Arbeit nicht erledigen, Trotzreaktionen zeigen, im schlimmsten Fall sogar sabotieren.
Aufgrund ihres Alters wird man sie aber nicht kündigen, die Filiale wird unproduktiv, die junge Filialleitung bekommt Druck von allen Seiten, das Arbeitsklima wird unerträglich,...

Mitunter wird eine Filialleitung auch gar nicht aufgrund ihrer besonderen Kompetenz ausgewählt, sondern, weil "einer den Job machen muß und der Chef jemanden bevorzugt".
Dann sieht die Lage noch schlimmer aus.

In Krankenhäusern siehts mit der "stellvertretenden Stationsleitung" oft ähnlich aus.
Mitarbeiterin x hat 15 Jahre Berufserfahrung, war aber 3 Jahre im Erziehungsurlaub, kommt wieder und bekommt Küken y, frisch aus der Ausbildung, vor die Nase gesetzt.

Küken y wurstelt an den Dienstplänen mit herum und teilt Mitarbeiterin (und Mutter) x dauernd für Tagschichten am Wochenende ein oder drückt ihr Nachtschichten unter der Woche aufs Auge, obwohl es andere Absprachen gab.
Küken y will es eben allen recht machen und versucht, nach ihrem Gerechtigkeitssinn einzuteilen.
Mitarbeiterin x wird stinksauer, unzufrieden, erkrank öfter,...

Positonen von Vorgesetzten werden oft nicht nach Kompetenz besetzt und selbst wenn, kann das schon zu Problemen führen.
Ich finde es vernünftig, wenn man sich Gedanken darüber macht, bevor man so einen Job antritt und sich überlegt, wie man die neue Aufgabe gestalten will.

Mag sein, daß solche Dinge in anderen Ländern besser funktionieren, aber hierzulande, vor allem da, wo viele Frauen aufeinandertreffen, klappt das nicht immer so reibungslos.

Zu sagen "Du wirst schon besser sein und wirst schon die passende Autorität ausstrahlen, mach dir mal keine Sorgen.", halte ich für Augenwischerei.

Grüßle, harter Kern

Mhm...
... die Probleme, die du aufzaehlst, sind natuerlich alle real und wichtig. Ich meine ja auch nicht, dass man sie ignorieren soll! Jedoch finde ich, dass man, wenn man sie nicht meistern kann, oder sich nicht wenigstens dieser Herausforderung stellen will, sondern vorhat "den Boss raushaengen zu lassen", man sich einfach nicht als Fuehrungspersoenlichkeit eignet und lieber weiter seinen alten Job machen sollte.

Die Sache mit den Frauen... Ich weiss nicht... Sind die wirklich so schlimm? Dann waer es allerdings kein Wunder, dass es noch so wenige Frauen in Fuehrungspositionen gibt!



gruss auch,
n

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14. September 2004 um 21:38
In Antwort auf nathan

Mhm...
... die Probleme, die du aufzaehlst, sind natuerlich alle real und wichtig. Ich meine ja auch nicht, dass man sie ignorieren soll! Jedoch finde ich, dass man, wenn man sie nicht meistern kann, oder sich nicht wenigstens dieser Herausforderung stellen will, sondern vorhat "den Boss raushaengen zu lassen", man sich einfach nicht als Fuehrungspersoenlichkeit eignet und lieber weiter seinen alten Job machen sollte.

Die Sache mit den Frauen... Ich weiss nicht... Sind die wirklich so schlimm? Dann waer es allerdings kein Wunder, dass es noch so wenige Frauen in Fuehrungspositionen gibt!



gruss auch,
n

Frauen als Chefs
Ich habe in meinem Arbeitsleben bisher jeweils zwei Männer und zwei Frauen als Vorgesetzte gehabt. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Frauen waren mir angenehmer. Die Männer waren total berechenbar, machten ihre Naht und schauten dabei wenig nach links oder rechts, eben alles nach Schema F. Bei den Frauen habe ich bemerkt, dass sie sich doch auch für die persönlichen Befindlichkeiten interessiert haben, es wurde bei besonderer Einsatzbereitschaft gelobt, aber bei Nachlässigkeiten auch schnell getadelt. Wenn man fehlte, weil das Kind krank war, wurde Verständnis gezeigt und auch mal nach der Befindlichkeit gefragt. Die Männer nahmen den Zustand zur Kenntnis und das wars. Ich glaube, Frauen sind emotionaler, entscheiden öfter aus dem Bauch heraus und damit kann ja auch nicht jeder gleich gut umgehen. Nur Frauen unter sich, dass gibt schon eher Konflikte, weil eine gewisse "Stutenbissigkeit" eben doch vorhanden ist! Ich befürchte, den idealen Chef, egal ob m/w gibt es sehr selten! Wer ihn hat, sollte sich glücklich schätzen!

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16. September 2004 um 8:43
In Antwort auf finki1

Frauen als Chefs
Ich habe in meinem Arbeitsleben bisher jeweils zwei Männer und zwei Frauen als Vorgesetzte gehabt. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Frauen waren mir angenehmer. Die Männer waren total berechenbar, machten ihre Naht und schauten dabei wenig nach links oder rechts, eben alles nach Schema F. Bei den Frauen habe ich bemerkt, dass sie sich doch auch für die persönlichen Befindlichkeiten interessiert haben, es wurde bei besonderer Einsatzbereitschaft gelobt, aber bei Nachlässigkeiten auch schnell getadelt. Wenn man fehlte, weil das Kind krank war, wurde Verständnis gezeigt und auch mal nach der Befindlichkeit gefragt. Die Männer nahmen den Zustand zur Kenntnis und das wars. Ich glaube, Frauen sind emotionaler, entscheiden öfter aus dem Bauch heraus und damit kann ja auch nicht jeder gleich gut umgehen. Nur Frauen unter sich, dass gibt schon eher Konflikte, weil eine gewisse "Stutenbissigkeit" eben doch vorhanden ist! Ich befürchte, den idealen Chef, egal ob m/w gibt es sehr selten! Wer ihn hat, sollte sich glücklich schätzen!

Ich danke Euch.......
für euren vielen Mitteilungen.Ich werde es auf alle Fälle probieren.Solch eine chance bekommt mann nicht immer.Warum also nicht nutzen.Wenn es nicht klappen sollte muß ich die arbeit halt wieder abgeben.Ich werde auf alle Fälle weiterberichten.

Lg

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