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Arbeitsrecht - Auslösungsvertrag unter Abzug des Urlaubs möglich?

9. Juni 2004 um 10:53

Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Arbeitsrecht:
Meine Kündigungsfristen sind 8 Wochen zum Quartalsende.
Wenn ich nun früher aus dem Vertrag möchte und mein Arbeitgeber sich quer stellt: habe ich dann (rechtlichen) Anspruch unter Abzug meines Resturlaubs (immerhin noch 4 Wochen) früher rauszukommen?
Oder ist das eine Kulanzregelung?

Kann mir jemand helfen?

DANKE!!!!

12. Juni 2004 um 11:33

Hi
also soweit ich weiss, muss der Arbeitgeber Dir den Resturlaub noch genehmigen.

Wieso will Dein Arbeitgeber das nicht? Als wenn Du so noch Bock hättest, gross was dort zu leisten...! Die Firmen sind manchmal auch sehr naiv.

Du hast doch "innerlich" sowieso schon gekündigt. Also sollen die Dich doch einfach eher gehen lassen...

Na ja, ich wünsch Dir viel Erfolg

Gruss
Krötilla

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14. Juni 2004 um 10:55
In Antwort auf kroetilla

Hi
also soweit ich weiss, muss der Arbeitgeber Dir den Resturlaub noch genehmigen.

Wieso will Dein Arbeitgeber das nicht? Als wenn Du so noch Bock hättest, gross was dort zu leisten...! Die Firmen sind manchmal auch sehr naiv.

Du hast doch "innerlich" sowieso schon gekündigt. Also sollen die Dich doch einfach eher gehen lassen...

Na ja, ich wünsch Dir viel Erfolg

Gruss
Krötilla

Genehmigen ja, ...
... aber darf ich dann schon woanders anfangen?

Problem ist, dass mein potentieller neuer AG mich ruck-zuck braucht

Ich sehe halt gerade an einer Kollegin, dass mein Chef sie nicht aus dem Vertrag läßt - total bekloppt, klar!

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14. Juni 2004 um 14:51
In Antwort auf elbengel

Genehmigen ja, ...
... aber darf ich dann schon woanders anfangen?

Problem ist, dass mein potentieller neuer AG mich ruck-zuck braucht

Ich sehe halt gerade an einer Kollegin, dass mein Chef sie nicht aus dem Vertrag läßt - total bekloppt, klar!

Hi, also ich
würd es wagen!! Nicht, dass der neue Job nachher noch weg ist.

Du musst natürlich sicher sein, dass Du ihn auch wirklich bekommst!! Nicht, dass Du schon kündigst und die neue Firma sagte "Danke, nee doch nicht"!!

Vielleicht kannst Du ja auch zwischen neuer und alter Firma einen Kompromiss finden? Hälfte der Kündigungszeit bleibst Du in der alten Firma und fängst eben erst 1 Monat oder 14 Tage später in der neuen an.

Geht das nicht??

Gruss
Krötilla

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14. Juni 2004 um 15:20
In Antwort auf kroetilla

Hi, also ich
würd es wagen!! Nicht, dass der neue Job nachher noch weg ist.

Du musst natürlich sicher sein, dass Du ihn auch wirklich bekommst!! Nicht, dass Du schon kündigst und die neue Firma sagte "Danke, nee doch nicht"!!

Vielleicht kannst Du ja auch zwischen neuer und alter Firma einen Kompromiss finden? Hälfte der Kündigungszeit bleibst Du in der alten Firma und fängst eben erst 1 Monat oder 14 Tage später in der neuen an.

Geht das nicht??

Gruss
Krötilla

Hm...
...aaaalso, klar hast Du recht, ich riskier da nix, solange ich den neuen Vertrag nicht habe!
Nur hat mein potentieller neuer AG halt die Hände übern Kopf zusammen geschlagen als er hörte "8 Wochen zum Quartalsende", was da wäre 1.10. (obwohl sie auch sagten, die Person sei halt schon wichtiger und das wäre kein KO Kriterium....).
Deshalb schlug ich später vor, dass ich ja noch 5 Wochen Urlaub hätte, den man ja ggf. einsetzen könnte. Deshalb kam ich zu der Überlegung ...

Na, Bock hab ich natürlich eh nicht, den Urlaub zu opfern, aber wenn es langfristig ein Gewinn werden könnte ...?!

Lieben Dank für Deine Hilfe!!!

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15. Juni 2004 um 12:40
In Antwort auf elbengel

Hm...
...aaaalso, klar hast Du recht, ich riskier da nix, solange ich den neuen Vertrag nicht habe!
Nur hat mein potentieller neuer AG halt die Hände übern Kopf zusammen geschlagen als er hörte "8 Wochen zum Quartalsende", was da wäre 1.10. (obwohl sie auch sagten, die Person sei halt schon wichtiger und das wäre kein KO Kriterium....).
Deshalb schlug ich später vor, dass ich ja noch 5 Wochen Urlaub hätte, den man ja ggf. einsetzen könnte. Deshalb kam ich zu der Überlegung ...

Na, Bock hab ich natürlich eh nicht, den Urlaub zu opfern, aber wenn es langfristig ein Gewinn werden könnte ...?!

Lieben Dank für Deine Hilfe!!!

Stopp, wart mal
Hi also mir fällt da gerade was ein. Hast Du einen Tarifvertrag unter den Du fällst?

Weil die gesetzliche Regelung zur Eigenkündigung setzt deutlich kürzere Fristen an!!! Wichtig ist auch, wielange Du schon im Unternehmen beschäftigt bist.

Je länger, je längere Kündigungsfristen! Aber eigentlich nur für den Arbeitgeber. Du kannst - WENN NICHT WAS ANDERES TARIFLICH GEREGELT IST - eigentlich immer innerhalb eines Monates kündigen (soweit ich weiss). Aber bitte erkundige Dich, ob Du unter einen Tarifvertrag fällst!!

Gruss
Krötilla

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15. Juni 2004 um 14:08
In Antwort auf kroetilla

Stopp, wart mal
Hi also mir fällt da gerade was ein. Hast Du einen Tarifvertrag unter den Du fällst?

Weil die gesetzliche Regelung zur Eigenkündigung setzt deutlich kürzere Fristen an!!! Wichtig ist auch, wielange Du schon im Unternehmen beschäftigt bist.

Je länger, je längere Kündigungsfristen! Aber eigentlich nur für den Arbeitgeber. Du kannst - WENN NICHT WAS ANDERES TARIFLICH GEREGELT IST - eigentlich immer innerhalb eines Monates kündigen (soweit ich weiss). Aber bitte erkundige Dich, ob Du unter einen Tarifvertrag fällst!!

Gruss
Krötilla

Nix tarif...
... ne, leider nein!

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15. Juni 2004 um 15:47
In Antwort auf elbengel

Nix tarif...
... ne, leider nein!

Ha, da haben wirs!
Hey, dann gilt für Dich das Gesetz!

Demnach hast Du ... Moment, ich schau es nach ...

So, ich habs! Lt. BGB 622, Abs. 1 kann ein Arbeitnehmer mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen!!!!!

Erkundige Dich doch sonst mal beim Rechtsanwalt. Oder surf mal selber im Internet. In der Gewerkschaft bist Du nicht zufällig, ne?

Hoffe, ich kann Dir helfen,
Gruss
Krötilla

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15. Juni 2004 um 16:13
In Antwort auf kroetilla

Ha, da haben wirs!
Hey, dann gilt für Dich das Gesetz!

Demnach hast Du ... Moment, ich schau es nach ...

So, ich habs! Lt. BGB 622, Abs. 1 kann ein Arbeitnehmer mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen!!!!!

Erkundige Dich doch sonst mal beim Rechtsanwalt. Oder surf mal selber im Internet. In der Gewerkschaft bist Du nicht zufällig, ne?

Hoffe, ich kann Dir helfen,
Gruss
Krötilla

Oh wow!
.... das ist echt gut zu wissen!!!

Vielen vielen Dank!

Dann hoffe ich mal, dass das mit dem anderen Job was wird!

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15. Juni 2004 um 16:16
In Antwort auf kroetilla

Ha, da haben wirs!
Hey, dann gilt für Dich das Gesetz!

Demnach hast Du ... Moment, ich schau es nach ...

So, ich habs! Lt. BGB 622, Abs. 1 kann ein Arbeitnehmer mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen!!!!!

Erkundige Dich doch sonst mal beim Rechtsanwalt. Oder surf mal selber im Internet. In der Gewerkschaft bist Du nicht zufällig, ne?

Hoffe, ich kann Dir helfen,
Gruss
Krötilla

Obwohl...
Ist es nicht so, dass spezielles Recht vor Allgemeinem gilt?
Also mein Vertrag gilt ja definitiv VOR dem BGB... , das BGB kann ja gar nicht greifen!

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15. Juni 2004 um 18:43
In Antwort auf elbengel

Obwohl...
Ist es nicht so, dass spezielles Recht vor Allgemeinem gilt?
Also mein Vertrag gilt ja definitiv VOR dem BGB... , das BGB kann ja gar nicht greifen!

Hallo!
Ja, hoff ich auch für Dich. Also NÖ!! Nicht mal ein ARBEITGEBER hat mehr Macht als ein Gesetzgeber ;0)!!

Ganz oben steht das Gesetz! Na ja, äh, ganz so auch wieder nicht, wenn ich so recht überlege. Aber zumindest dürfen Regelungen nie schlechter sein als das Gesetz! Umgekehrt wohl. Gut, ne?? ;0))

Jedenfalls kann man vertraglich z. B. nicht ungesetzliche Dinge vereinbaren. D. h. man kann sie zwar vereinbaren, aber sie sind nicht rechtswirksam. Ist jedenfalls so, soweit ich informiert bin. Bin leider auch kein Rechtsanwalt.

Viel Glück!
Krötilla

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16. Juni 2004 um 15:22
In Antwort auf kroetilla

Hallo!
Ja, hoff ich auch für Dich. Also NÖ!! Nicht mal ein ARBEITGEBER hat mehr Macht als ein Gesetzgeber ;0)!!

Ganz oben steht das Gesetz! Na ja, äh, ganz so auch wieder nicht, wenn ich so recht überlege. Aber zumindest dürfen Regelungen nie schlechter sein als das Gesetz! Umgekehrt wohl. Gut, ne?? ;0))

Jedenfalls kann man vertraglich z. B. nicht ungesetzliche Dinge vereinbaren. D. h. man kann sie zwar vereinbaren, aber sie sind nicht rechtswirksam. Ist jedenfalls so, soweit ich informiert bin. Bin leider auch kein Rechtsanwalt.

Viel Glück!
Krötilla

Hm, naja...
soweit ich mich an meine Arbeitsrecht-Vorlesungen erinnere, kann da nur noch 138 (???) - also Sittenwidrigkeit greifen!
Sprich im Grunde können zwei Parteien vereinbaren was sie wollen, wenn beide mündig, (...) sind und eine gegenseitige Willenserklärung unterschreiben.
Ach je, ist das lange her *lach*

Naja, war ne interessante Diskussion zwischen und beiden und wie gesagt - ich werde sehen!
Ansonsten erpresse ich meinen Arbeitgeber mit Krankheit, natürlich erst nach Erhalt meines Zeugnisses ... *kicher*


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17. Juni 2004 um 8:51
In Antwort auf elbengel

Hm, naja...
soweit ich mich an meine Arbeitsrecht-Vorlesungen erinnere, kann da nur noch 138 (???) - also Sittenwidrigkeit greifen!
Sprich im Grunde können zwei Parteien vereinbaren was sie wollen, wenn beide mündig, (...) sind und eine gegenseitige Willenserklärung unterschreiben.
Ach je, ist das lange her *lach*

Naja, war ne interessante Diskussion zwischen und beiden und wie gesagt - ich werde sehen!
Ansonsten erpresse ich meinen Arbeitgeber mit Krankheit, natürlich erst nach Erhalt meines Zeugnisses ... *kicher*


Ja genau ;0)!
Viel Erfolg!

Gruss
Krötilla

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18. Juni 2004 um 12:20

Arbeitsvertrag
Hi Elbengel!

Bin da zwar auch kein Profi im Arbeitsrecht, aber komme ein wenig aus dem Bereich. Du hast einen Arbeitsvertrag, der diese Kündigungsfrist vereinbart. Du hast diesen Vertrag unterzeichnet. Das heißt, du hast damit deine Rechte und Pflichte gegenüber dem Arbeitgeber akzeptiert. Richtig ist, das der mögliche Vereinbarungen nicht schlechter gestellt sein dürfen als das Gesetz. Das kann man vor Gericht einklagen. Zumal das Arbeitsgericht eher für den Arbeitnehmer als den Arbeitgeber plädiert. Allerdings ist eine Vereinbarung bzgl. längerer Kündigungsfristen nicht unbedingt schlechter. Denn dies gilt eben auch für den Arbeitgeber und dient somit dem Schutz des Arbeitnehmers. Eine Kündigungsfrist kürzer als das Gesetz vorschreibt, wäre da schon ein ganz anderes Kaliber. Grundsätzlich kannst du deinen Urlaub anrechnen lassen und wärest somit 4 Wochen früher als geplant zu raus aus dem Betrieb. Denke aber daran, das dein Arbeitgeber dich während dieser Zeit bezahlt. Du kannst also kein weiteres Arbeitsverhältnis begründen. Es ist also kein Rechtsanspruch vorhanden. Du solltest deinen Arbeitgeber einfach bitten, eine geringere Kündigungsfrist zu akzeptieren.

Ich wünsche dir viel Glück, das du da raus kommst, so wie du es dir vorstellst.

LG Uni

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18. Juni 2004 um 14:51
In Antwort auf unicorn79

Arbeitsvertrag
Hi Elbengel!

Bin da zwar auch kein Profi im Arbeitsrecht, aber komme ein wenig aus dem Bereich. Du hast einen Arbeitsvertrag, der diese Kündigungsfrist vereinbart. Du hast diesen Vertrag unterzeichnet. Das heißt, du hast damit deine Rechte und Pflichte gegenüber dem Arbeitgeber akzeptiert. Richtig ist, das der mögliche Vereinbarungen nicht schlechter gestellt sein dürfen als das Gesetz. Das kann man vor Gericht einklagen. Zumal das Arbeitsgericht eher für den Arbeitnehmer als den Arbeitgeber plädiert. Allerdings ist eine Vereinbarung bzgl. längerer Kündigungsfristen nicht unbedingt schlechter. Denn dies gilt eben auch für den Arbeitgeber und dient somit dem Schutz des Arbeitnehmers. Eine Kündigungsfrist kürzer als das Gesetz vorschreibt, wäre da schon ein ganz anderes Kaliber. Grundsätzlich kannst du deinen Urlaub anrechnen lassen und wärest somit 4 Wochen früher als geplant zu raus aus dem Betrieb. Denke aber daran, das dein Arbeitgeber dich während dieser Zeit bezahlt. Du kannst also kein weiteres Arbeitsverhältnis begründen. Es ist also kein Rechtsanspruch vorhanden. Du solltest deinen Arbeitgeber einfach bitten, eine geringere Kündigungsfrist zu akzeptieren.

Ich wünsche dir viel Glück, das du da raus kommst, so wie du es dir vorstellst.

LG Uni

Ja,
Ich denke, das ist ganz richtig wie Du es sagst. Ich habe keinen Anspruch - auch nicht unter Abzug des Urlaubs - auf einen Auflösungsvertrag. Tant pis.

Wie gesagt, es ist ja noch nicht so weit, sprich das andere Angebot liegt noch nicht vor, aber leider sind genau meine recht langen Kündigungsfristen.
Deshalb wollte ich mich erkundigen.

Also, lieben Dank noch mal allen!

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